Europarat verlangt von der EU mehr Einsatz für Religionsfreiheit

Die EU-Regierungen sollten sich nach Ansicht des Europarates stärker für den Schutz von Religionsgemeinschaften in Drittländern einsetzen. Der Dialog mit Nichtmitgliedsstaaten sollte diesbezüglich verstärkt werden.

Alle Gewaltakte gegen Religionsgemeinschaften sollten entschieden verurteilt werden, forderten die Parlamentarier aus den 47 Europaratsländern in einer Entschließung am 24. April in Straßburg. Die Abgeordneten riefen auch alle religiösen Führer in Europa auf, „Angriffe auf Glaubensgruppen zu verurteilen“.

Der Berichterstatter der Versammlung, Luca Volontè aus Italien, erinnerte an die zwei entführten syrisch- und griechisch-orthodoxen Bischöfe, an ermordete Christen im Irak und an andere Gemeinschaften wie Buddhisten in Burma, die Opfer von Gewalt werden.

Quelle: ref.ch


Studie: Wie Deutsche über Religionen denken. Große Skepsis gegenüber dem Islam

Die Deutschen bewerten die Religionen in Deutschland sehr unterschiedlich. Während die Mehrheit das Christentum, den Buddhismus und das Judentum als Bereicherung wahrnimmt, wird der Islam deutlich kritischer gesehen.

Das geht aus dem am 28. April 2013 veröffentlichten Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung hervor. Danach empfinden drei Viertel der Westdeutschen (76%) das Christentum als bereichernd, im Osten sind es 64%.  media-80458-2

Mehrheitlich positiv bewertet werden auch der Buddhismus (West: 62% / Ost: 48%) und das Judentum (West: 53% / Ost: 52%.) Knapp dahinter folgt der Hinduismus (West: 49% / Ost: 42%).

Den Islam betrachten dagegen nur 31% als Bereicherung (im Osten 21%). Jeder zweite Deutsche (51%) sieht in dieser Religion vielmehr eine Bedrohung; im Osten sind es sogar 57%.

Im Blick auf den Atheismus sind die Meinungen der Westdeutschen geteilt: 36% halten ihn für eine Bedrohung und 34% für eine Bereicherung. Im Osten, wo nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung einer christlichen Kirche angehört, wird der Atheismus positiver gesehen. Fast jeder Zweite (49%) betrachtet ihn als Bereicherung (16% als Bedrohung).

Quelle: http://www.idea.de


USA: Charismatische Eltern setzten auf „göttliche Heilung“ und ließen zwei ihrer Kinder sterben

Bereits das zweite Kind einer amerikanischen Familie ist verstorben, weil die Eltern bewußt auf Arztbesuche verzichteten. Sie gehören zur stark charismatisch-protestantischen  „First Century Gospel Church“ in Philadelphia (USA)  und hofften auf eine Heilung durch Gott. 

Diese Pfingst-Gemeinschaft verkündet ihr eigenes Verständnis einer angeblichen charismatischen „Gabenentfaltung“ des ersten christlichen Jahrhunderts (daher ihr Name „First Century…“ = 1. Jahrh.), dem man nachzueifern gedenkt.

Der acht Monate alte Brandon litt unter starkem Husten und Durchfall, berichtet die Tageszeitung Die Welt. Die Eltern Catherine und Herbert Schaible wollten das Baby aber nicht ärztlich behandeln lassen, weil dies aus ihrer Sichtweise eine Sünde wäre, da sie auf ein Heilungswunder durch den Heiligen Geist vertrauten. Zudem habe Brandon trotz Krankheit Nahrung zu sich genommen, daher seien sie von einer Verbesserung des Gesundheitszustands ausgegangen.

Bereits im Jahr 2009 mußte sich das Ehepaar Schaible vor Gericht für den Tod ihres zweijährigen Sohnes Kent verantworten. Dieser starb an einer Lungenentzündung, die sie nicht behandeln ließen. Im Prozeß rechtfertigten sich die Eltern mit dem Argument, daß allein der Glaube heilende Wirkung habe. Sie wurden schließlich zu zehn Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Amerikanische Behörden haben nun eine Obduktion des Leichnams angeordnet, berichtet die Online-Zeitung Huffington Post. Danach werde entschieden, ob es zu einem erneuten Prozeß gegen die Eltern kommt. Sieben weitere Kinder des Paares wurden vorerst in einem Heim untergebracht.

Quelle: Evangelikales Medienmagazin PRO


„Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen!“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Offenbarung 21,1-5a:

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,  0013
auch das Meer ist nicht mehr.
Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott her aus dem Himmel herabkommen;
sie war bereit wie eine Braut,
die sich für ihren Mann geschmückt hat.
 
Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen:
Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen!
ER wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein;
und ER, Gott, wird bei ihnen sein.
ER wird alle Tränen von ihren Augen abwischen:
Der Tod wird nicht mehr sein,
keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.
Denn was früher war, ist vergangen.
ER, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.
Und ER sagte:
Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.