Historiker Michael Wolffsohn kritisiert Äußerungen des Verteidigungsministers über Bundeswehrsoldaten

„Thomas de Maizière hat den Soldaten einen Bärendienst erwiesen“

Der emeritierte Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn (siehe Foto) spricht in einem aktuellen Interview mit der „Südwestpresse“ von einer „vorschnellen Aussetzung der Wehrpflicht“, verlangt bessere Anreize  –  auch finanzieller Art  –   für den Soldatenberuf und übt Kritik am Verteidigungsminister.

Der deutsch-jüdische Geschichtswissenschaftler stellt klar: „Wird den Soldaten die soziale Anerkennung versagt, wie des Öfteren in der jüngeren deutschen Geschichte, bleiben ihnen folglich nicht mehr viele Anreize.“

Zudem weist Prof. Wolffsohn darauf hin:

„Darüber hinaus muss sich die besondere Gefährdung der Soldaten im Zuge der verschiedenen Einsätze auch in ihrer materiellen Absicherung widerspiegeln. Dies ist auch ein Teil der sozialen und wirtschaftlichen Attraktivität einer Armee. Wer aufgrund von klammen Kassen vor den gesteigerten Kosten einer Berufsarmee zurückschreckt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Kasernen irgendwann leer stehen.“

Dies gilt erst recht, wenn den Soldaten kaum politischer Respekt gezollt wird  –  hierzu sagt der Münchner Historiker:

„Der Bundesverteidigungsminister hat den Soldaten jüngst vorgeworfen, sie „gierten“ nach öffentlicher Anerkennung. Ist das nicht das Mindeste, was jemand erwarten kann, der im Berufsleben ein hohes Sterberisiko hat?

Unabhängig davon was der Minister damit ausdrücken wollte, ist es seine Aufgabe, die Soldaten öffentlich zu schützen und nicht sinnlos zu schelten. Mit dieser Aussage hat er den Soldaten einen Bärendienst erwiesen, als er darauf hinweisen wollte, dass sich das gesellschaftliche Ansehen der Bundeswehr in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.“


Venezuela: Neuer Präsident Nicolas Maduro läßt Kritiker festnehmen

Zwei Wochen nach seinem hauchdünnen Wahlsieg macht der neue venezolanische Präsident Nicolas Maduro ernst. Nach heftigen Einschüchterungen und Drohungen gegen Kritiker, die den angeblichen Wahlsieg des selbsternannten „Sohnes“ von Hugo Chavez nicht anerkennen, nahm die venezolanische Geheimpolizei am Samstagnachmittag den Oppositionspolitiker Antonio Rivero fest.

Während die Opposition den „ersten politischen Gefangenen Maduros“ beklagt, fürchtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weitere Gewalt. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Nach  Angaben der Partei des Festgenommenen, Voluntad Popular, war der in den Ruhestand versetzte 52-jährige Brigadegeneral Antonio Rivero unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einem Treffen mit Innen- und Justizminister Miguel Rodriguez Torres geladen worden. Anstatt des Ministers erschien jedoch eine Abordnung der Geheimpolizei „Servicio Boliviano de Inteligencia“ (SEBIN), die ihn festnahm, in ihr Hauptquartier brachte und dort bis zur Stunde gefangen hält.  Im Laufe des heutigen Montags soll er in Caracas einem Haftrichter vorgeführt werden.

Voluntad Popular-Parteichef Leopoldo Lopez sprach von einer „illegalen, illegitimen und feigen Aktion des neuen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro, der eine Politik der Auslöschung jeder abweichenden Meinung verfolge.

Wie die IGFM berichtet, streiten Regierung und Opposition in Venezuela nicht nur über den Wahlausgang der Präsidentschaftswahlen vom 14. April, sondern auch um die Verantwortung für die darauf folgenden gewaltsamen  Auseinandersetzungen, bei denen insgesamt acht Menschen getötet wurden.

Die für Haftanstalten zuständige Ministerin Iris Varela hatte Oppositionsführer Henrique Capriles direkt für die Gewalt verantwortlich gemacht. In einem Fernsehinterview beschimpfte sie ihn als „Faschisten“ und „Mörder“ und gab bekannt, dass sie bereits eine „Gefängniszelle für ihn vorbereitet“ habe.

Die IGFM fürchtet eine weitere Eskalation der Auseinandersetzung und fordert eine unabhängige Aufklärung der Geschehnisse. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin ist überzeugt:

„Aufgrund der totalen Gleichschaltung des Justizsystems und der Wahlbehörden hat die Opposition keinerlei faire Chance, ihre Vorwürfe überprüfen zu lassen. Wenn die venezolanische Regierung nicht jeden internationalen Kredit verspielen will,  muss sie einer unabhängigen Untersuchung unter internationaler Beobachtung sowohl der Wahl als auch der Todesfälle während der Demonstrationen zustimmen.“

Weitere Infos:http://www.menschenrechte.de


Unionsfraktion kritisiert Frankreichs sozialistische Partei

 Die französischen Sozialisten haben Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Europapolitik scharf angegriffen.

Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Andreas Schockenhoff, in einer Pressemitteilung:

„Die unsachlichen Angriffe von hochrangigen französischen Sozialisten auf die Bundeskanzlerin sind für das deutsch-französische Verhältnis ungewöhnlich und sie sind unangemessen.

Sie zeigen vor allem die erhebliche Verzweiflung, in der sich die französischen Sozialisten aufgrund der Tatsache befinden, dass sie auch ein Jahr nach ihrer Regierungsübernahme noch keine überzeugenden Antworten auf die wirtschafts- und finanzpolitischen Probleme ihres Landes finden. Die Linksregierung kann nicht davon ablenken, dass Frankreich tiefgreifende Strukturreformen braucht.

Deutschland und Frankreich müssen zum Wohle Europas gut, eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Deshalb ist es gut, dass Premierminister Jean-Marc Ayrault gleich versucht hat, einer Belastung des deutsch-französischen Verhältnisses vorzubeugen. Denn die französischen Sozialisten werden auch nach der Bundestagswahl mit der Bundeskanzlerin zusammenarbeiten müssen.“


BUCH-Kritik: Das Jubelbuch über „Fra Elia“ ist keineswegs christlich, sondern esoterisch

Das Buch erhielt ich geschenkt und habe es gelesen. Gekauft hätte ich es mir wohl nicht  –  aufgrund der schlechten Erfahrungen mit der Übersetzerin (siehe hier).

Gelesen hatte ich schon öfters von „Fra Eilia“, und da ich oft Mittelitalien bereist habe, interessierte mich auch seine Person. Leider wird schon bei den ersten Blicken auf und in das Buch die Lesefreude getrübt: 41FfE8ANepL._SL500_AA300_

Eigentlich sollte ja der Text auf einer Buchrückseite besonders sorgfältig überprüft werden, da dieser Personen, die es in die Hand nehmen, zum Kauf und Lesen bewegen soll; insofern verwundert es, dass sich da der Verlag einen groben Druckfehler leistet: es kommen „Angrenzungen“ zu Wort  – vermutlich sind Augenzeugen gemeint?

Dem Inhaltsverzeichnis folgt der Faksimile-Abdruck eines Briefes von Bischof Hnilica, den ich persönlich gekannt hatte. Dieser schien nur oberflächlich über „Fra Elia“ informiert zu sein  –  so nennt er ihn Diakon (wenn auch in Klammern gesetzt)  –  obwohl dieser kein Diakon ist.

Noch eigenartiger, dass die Übersetzerin nicht in der Lage ist, die Berufsbezeichnung des Bischofs zu übersetzen  –  und diese noch nicht einmal richtig im italienischen Original abschreiben kann, da sie gleich zwei Fehler dabei macht  –  oder eben der Verlag.

Auch im weiteren Text des Buches wird immer wieder offenbar, dass entweder die Autorin oder die Übersetzerin (oder beide) nicht genügend mit der katholischen Kirche vertraut sind, um Begriffe richtig wieder zu geben bzw. zu übersetzen (mir liegt das italienische Original nicht vor, so dass ich nicht sagen kann, ob die Fehler bereits darin enthalten sind).

Während einerseits also Mängel bezüglich der katholischen Beheimatung sich im Buch immer wieder durch ungenaue oder falsche Bezeichnungen kund tun  –  offenbart sich um so mehr eine Verwurzelung in der Esoterik.

Fra Elia unternimmt „Astralreisen“…

Außergewöhnliche Phänomene bei „Fra Elia“ werden mit esoterischen Begriffen vorgestellt und erläutert: er übt „Pranatherapie“ aus, unternimmt „Astralreisen“ (wobei bei seinen „Landungen“ für Beobachter „blaue Flammen“ sichtbar werden), fährt in die Körper anderer Personen, wird beim Erleben der Passion Jesu „mit Energie aufgeladen“, Personen in seiner Nähe erfahren eine „Bewusstseinserweiterung“ und „Energieströme“…

Auch die Abfassung des Buches mutet esoterisch an, wenn die Autorin erklärt, da sie manches „wie im Diktat“ nieder geschrieben habe. Da sie mit „Fra Elia“ die einzelnen Passagen immer wieder abgestimmt hat und diese seine Gutheißung erhalten haben, sind solche Begriffe also nicht nur der esoterischen Praxis der Autorin zuzuschreiben.

Für sie ist „Fra Elia“ ein „Mittler“ (für Katholiken / Christen ist dies ausschließlich Jesus Christus – die Kirche kennt zwar einen ähnlichen Titel für die Gottesmutter Maria, scheut sich aber bis heute, das zum Dogma zu erklären) und „Meister“  – wie eben für Esoteriker so mancher „Guru“. Die Autorin gibt auch kund, dass ihre esoterischen Freunde mit ihm „auf einer Wellenlänge“ wären.

Während in der Katholischen Kirche das Sakrament und die Feier der Eucharistie einen besonders hohen Stellenwert einnimmt, ist für die Autorin nicht der Kommunionempfang wichtig, sondern das Beobachten eigenartiger Geschehnisse der Kerzenleuchter (die sich auf dem Altar zu bewegen scheinen) auf ihrem Weg zum Tisch des Herrn.

Auch „Fra Elia“ selber agiert höchst sonderbar, indem er einfach den Tabernakel öffnet. Der ganz aus der Eucharistie lebende P. Pio erscheint angeblich a la „Santa Claus“ mit einer Polterkutsche dem „Fra Elia“ und rät diesem zum Austritt aus dem Orden – da sein Platz in der Welt wäre.

Die Autorin stellt es auch so dar, dass „Fra Elia“ aus eigenen Stücken das Kloster verlassen habe (um welchen Orden es sich handelt verschweigt sie – Anhaltspunkte lassen darauf schließen, dass es Franziskaner oder Kapuziner gewesen sein könnten) – in Wirklichkeit wurde er entlassen.

Wenn sein Platz in der Welt sei, mutet es auch eigenartig an, dass er dann später doch eine Art Ordensgemeinschaft gründet – auch wenn diese keinerlei kirchliche Anerkennung besitzt und er selber deshalb auch nicht für die Selbstbezeichnung als „Fra Elia“.

Das Buch schließt mit einem Nachwort von Don Angelo Pellegrini, Dozent für Theologie und Philosophie in Florenz und Rom. Es ist recht vorsichtig gehalten – inzwischen ist der Verfasser aber vollständig auf Distanz gegangen zu „Fra Elia“ und seiner Biographin.

Der Autor dieser Rezension ist ein katholischer Geistlicher und unserer Redaktion persönlich bekannt

Foto: Amazon


Führender Evangelikaler übt scharfe Kritik am Zustand des deutschen Protestantismus

Die folgende Stellungnahme des evangelischen Pastors Ulrich Rüß veröffentlichte jetzt die Wochenzeitung „Junge Freiheit“.

Der Hamburger Pfarrer i.R. ist Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften und Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis:

Kirche von heute sollte nicht verstaubt, sondern zeitgemäß und offen sein. Das meinen alle. Die Frage ist nur, wie soll man das verstehen? Jeder haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter wird auf Schrift und Bekenntnis verpflichtet. Sie sind Norm und Maßstab kirchlichen Handelns. Hier wird jeder selbstbestimmten Frömmigkeit und Beliebigkeit in Glaubenswahrheiten eine Grenze gesetzt.

Das heißt: Kirche soll die alten elementaren Glaubensinhalte, wie sie uns in der Bibel bezeugt und durch die Altkirchlichen Bekenntnisse wiedergegeben werden, den Menschen von heute erschließen und nahebringen. Demnach mögen sich Formen christlicher Verkündigung ändern, nicht jedoch deren Inhalt. So sollte es sein.

Selektiver Umgang mit der Bibel

Die geistlich-theologische Wirklichkeit in den evangelischen Landeskirchen wird jedoch diesem Anspruch längst nicht immer gerecht, steht bisweilen sogar in offenem Widerspruch zu ihm. media-358103-2

Ein selektiver Umgang mit der Bibel und mancher Bibelkritik stellen die Verbindlichkeit und Autorität der Bibel in Frage. Maßstab der Bibelauslegung und Interpretation ist dann neben der historisch-kritischen Betrachtungsweise der gesellschaftspolitische Kontext.

So wurde beispielsweise jenes Pfarrerdienstrecht beschlossen, das gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in den Pfarrhäusern ermöglicht, wohl wissend, daß die Bibel sich eindeutig gegen praktizierte Homosexualität ausspricht. Mit Bezug auf die Liebe zu den Menschen und beeinflußt durch den gegenwärtigen Meinungsstrom wird diese eindeutige Aussage übergangen oder „neu“ interpretiert.

Stand früher die evangelische Kirche klar für die Stärkung und Favorisierung von Ehe und Familie, so gilt das heute nicht mehr. Ehe und Familie werden gemäß Feminismus und Gender Mainstreaming neu definiert, anderen Lebensformen, auch der sogenannten Homoehe, gleichgestellt.  Der Genderideologie wurden alle Türen geöffnet.

In biblisch-ethischen Glaubensfragen, die den Schutz des Lebens betreffen, hat die evangelische Kirche keine Gemeinsamkeit mit der katholischen Kirche. Das gilt für die Abtreibungspraxis ebenso wie für die Präimplantationsdiagnostik, die Genforschung und die Frage nach dem Recht auf Selbsttötung.

Wesentliche Kernaussagen umgedeutet

Aber auch in Lehr- und Bekenntnisfragen werden elementare Glaubenssätze weggelassen oder bekenntniswidrig umgedeutet mit dem Hinweis, man könne diese dem Menschen von heute nicht mehr zumuten oder verständlich machen. Dazu gehört etwa der Glaube an den Sühnetod Jesu. Daß Jesus für die Sünde der Menschen am Kreuz gestorben ist, sei heute nicht mehr vermittelbar. Auch hier wird unter Berufung auf die Liebe Gottes diese Kernaussage fallengelassen.

Die Liebe Gottes und das biblische Zeugnis werden gegeneinander ausgespielt. Dann kann man nicht mehr das „Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser“ singen, obwohl es Bestandteil jedes Abendmahlsgottesdienstes ist. Aber dies ist nur ein Beispiel von vielen.

Alle wesentlichen Bekenntnisse und Glaubensaussagen müssen heute durch das Schüttelsieb der intellektuellen Redlichkeit, durch die Schleuse einer liberalen, zeitgeistorientierten Theologie.

Hauptgefahr: die Verweltlichung der Kirche

Dies alles sind deutliche Merkmale der Säkularisierung, Verweltlichung der Kirche. Die Hauptgefahr für die Kirche kommt nicht durch ihre Gegner von außen, sondern durch die Selbstsäkularisierung im Inneren. Und diese geht zu Lasten des eigenen Profils.

Es gibt zwar eine Fülle von Aktivitäten, Aktionen bis hin zum Aktionismus, aber das „Kerngeschäft“ der Kirche, die Weitergabe und Vertiefung des Glaubens, die Evangelisierung und nachgehende Seelsorge kommen zu kurz.

Das Engagement für gesellschaftlich relevante Themen wie Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung ist deutlich stärker als die leidenschaftliche Bezeugung und Weitergabe des Evangeliums auch bei denen, die nicht Christen oder nicht mehr Christen sind.

Auch die evangelische Kirche ist von der „Diktatur des Relativismus“ (Benedikt XVI.) erfaßt. Wie anders läßt es sich sonst erklären, daß Imame sogar im christlichen Abendmahlsgottesdienst durch Kanzelrede und Gebet unter Auslassung christuszentrierter Texte mitwirken. Es wird der Eindruck vermittelt, als glaubten Moslems und Christen an denselben Gott; und das zu Lasten des Wahrheitsanspruchs Jesu, der sagt: „Ich bin die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Keine Gruppe tritt so vehement für den islamischen Religionsunterricht ein wie die Kirche. So wird der christliche Glaube relativiert. Kein Wunder, wenn dann das missionarische Engagement ausbleibt. Im evangelischen Magazin Chrismon wird in der Osterausgabe die Botschaft von der Kreuzigung Jesu und seine Auferstehung nicht erwähnt.

Trotz dieser Fehlentwicklung der Säkularisierung, Relativierung und Anpassung an den Zeitgeist gibt es in der evangelischen Kirche lebendige, wachsende bibel-und bekenntnistreue Gemeinden. Unsere Gesellschaft braucht jedoch verstärkt eine bibeltreue, bekenntnisfreudige, unangepaßte Kirche mit christuszentriertem, missionarischem Profil als Brückenbauer zu Gott. So bleibt und wird sie ein Segen und nur so hat sie Zukunft.

 


Die Huld des HERRN währt immer und ewig

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Psalm 103 (102),1-4.8-9.13-14.17-18:

Lobe den HERRN, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt.
 
Der HERR ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte.
ER wird nicht immer zürnen, nicht ewig im Groll verharren.
 
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der HERR über alle, die ihn fürchten.
Denn ER weiß, was wir für Gebilde sind; ER denkt daran: Wir sind nur Staub.
 
Doch die Huld des HERRN währt immer und ewig allen,
die ihn fürchten und ehren; sein Heil erfahren noch Kinder und Enkel;
alle, die seinen Bund bewahren, an seine Gebote denken und danach handeln.