Fall Hoeneß: „Mein Onkel und der Uli…“

Von Hans Bernd Ulrich

… die zwei haben vieles gemeinsam: Beide brachten einen Teil ihres Vermögens ins Ausland. Beide wurden denunziert. Gegen beide wurde Anklage erhoben. Mein Onkel wurde bereits verurteilt: Fünf Monate Gefängnis. Dem Uli steht das noch bevor.

 Es war am 23. Februar 1933, als mein Onkel abgeurteilt wurde. Er hatte drei Jahre zuvor, mitten in der Weltwirtschaftskrise, ein Konto und ein Wertpapierdepot bei einer Bank in Amsterdam angelegt, ohne dies den deutschen Behörden mitzuteilen.

Mein Onkel ist längst verstorben. Ich kann nur mutmaßen, was ihn damals zu seinem Schritt in die „Ungesetzlichkeit“ bewogen hat. Vielleicht die (berechtigte) Sorge um die weitere politische Entwicklung in Deutschland?  –  Kommunisten und Nationalsozialisten hatten damals starken Zulauf; ein gewaltsamer Umsturz war jederzeit möglich; die Reichsregierung herrschte mittels Notverordnungen.

Oder war es die Angst  vor neuer Inflation?  – Sieben Jahre zuvor hatten die Sparer schon einmal alles verloren. Oder liebäugelte er mit einem Exil im Ausland und wollte sich einen Sparstrumpf jenseits der Grenze  anlegen?  –  Ich weiß es nicht.

Auch hierzulande gibt es in diesen Tagen wiederum allen Anlass, sich um seine Spargroschen Sorgen zu machen: Die Spannungen und Animositäten in Europa steigen, viele Ökonomen sagen ein Zerbrechen der Euro-Zone voraus. Rote, Grüne und auch manche Schwarze fordern massive Steuererhöhungen und Vermögensabgaben. Einige Beobachter befürchten sogar bürgerkriegsähnliche Zustände.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://hansberndulrich.wordpress.com/2013/05/03/mein-onkel-und-der-ulli/


One Comment on “Fall Hoeneß: „Mein Onkel und der Uli…“”

  1. Uli sagt:

    Finanziell überdimensional reiche Menschen benötigen ab und zu sicherlich auch eine
    besondere psychologische Betreuung.

    Menschen wie beispielsweise Uli Hoeneß oder Fußballspieler, Künstler, Manager,
    Entertainer, sogenannte STARS am irdischen Himmel eben werden ja möglicherweise
    sogar mit mehr GELD zugeschüttet als ihnen persönlich fast lieb ist.

    Diese Menschen werden ja nicht als mehrfache Millionäre oder Milliadäre geboren, sie kommen ganz normal zur Welt, wollen ganz normal „arbeiten“ gehen und werden mit Geld nur so vollgestopft. Sie bekommen mehr Geld als sie in ihrem Leben überhaupt ausgeben können.

    Keiner hilft ihnen dabei mit diesem ERFOLG, diesem vielen Geld umzugehen.

    Sinnvoller wäre es sicherlich, wenn diese Menschen so viel Geld verdienen würden,
    wie es für ihre Arbeit angemessen ist .

    Wenn der Verdienst im Rahmen ist, dann ist auch der Umgang mit dem Geld im Rahmen.

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