Psychofolgen der Abtreibung aus der Sicht eines Sanitäters: „Man blickt in einen Abgrund, einen totgeschwiegenen noch dazu.“

Die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ veröffentlichte am 22. April dieses Jahres einen Bericht unter dem Titel: „Die Horrorklinik des Doktor Gosnell“ über jenen US-amerikanischen Abtreibungsarzt, der sich wegen dreifachen Mordes verantworten muß. 

Bei den Leserkommentaren unter diesem Artikel befindet sich dort am 23. April als 122.Zuschrift folgende aufschlußreiche Stellungnahme eines Sanitäters, der aus seiner praktischen Arbeit und aus der Erfahrung von Kollegen berichtet:

Es ist, was es ist: der Tod

„Das Trauma der Frauen wird viel zu oft unter den Teppich gekehrt. Ich habe lange als Rettungssanitäter gearbeitet, und immer wieder Fälle erlebt, wo Frauen viele Jahre nach einer Abtreibung deswegen psychisch völlig im Eck waren. embryofoto

Und wie ich von Kollegen gehört habe, waren das keineswegs nur statistische Ausreisser, dass nur zufällig ich diese Fälle hatte. Die meisten anderen hatten auch solche Fälle im Gedächtnis.

Wenn man einmal so eine Mitt- bis Endfünfzigern erlebt hat, alleinstehend, geschieden… schwerste Depressionen, und die Rettung bringt sie dann mitten in der Nacht auf eigenen Wunsch wegen Suizidgefahr auf die Psychiatrie…

Die ganze Zeit redet sie von „ihrem Kleinen“, das sie vor 25 Jahren „wegmachen“ hat lassen, wegen der Karriere und weil der damalige Mann keine Kinder wollte…und in der Wohnung hängen überall irgendwelche Babybilder, die sie von Bekannten sammelt…das dreht einem als Sanitäter den Magen mehr um als irgend ein Unfall, wo alles voller Blut ist. Mir zumindest.

Blut ist vergleichsweise (fast) egal, dagegen kann man etwas tun. Dazu sind wir Sanis da. Verbände anlegen, Schienen, der Notarzt kann Schmerzmittel geben.   –  Aber so etwas?  Da blickt man dann in einen Abgrund  –  und in einen totgeschwiegenen auch noch. Denn offiziell gibt es das ja alles nicht wirklich. Abtreibung ist schliesslich cool und für die moderne Frau eine Selbstverständlichkeit!“


Faszination Jugendbewegung: „Zelte sah ich, Pferde, Fahnen, roten Rauch am Horizont…“

Von Hans Martin Schmidt

Nach einem regenreichen Tag ist der Abend überraschend mild und lädt zu einem Spaziergang ein. Ich bin am Hohen Meißner, dem höchsten Berg Nordhessens.

Von irgendwo höre ich Stimmen, Klampfenklang, ein leises Lied: „Wir wollen zu Land ausfahren …“  –  Auf einer Waldlichtung zeltet eine Jugendgruppe. Sie tragen Kluft, haben schwarze Jurten aufgebaut, ihre Heimat auf Zeit.

Ich komme mit den jungen Leuten ins Gespräch. Es sind Pfadfinder, bündisch geprägt, eine kleine, muntere Schar.

Foto: H.M.Schmidt

Foto: H.M.Schmidt

Sie verbindet der Geist der deutschen Jugendbewegung. Das wissen sie, darauf sind sie stolz. Trotz aller Tragik, die sich mit der Geschichte der Wandervögel, Burschenschaftler und Pfadfinder verbindet.

Um 1900: In Deutschland schreitet die Industrialisierung in Windeseile voran. Fabrikschlote wachsen in den Himmel und machen den Kirchtürmen Konkurrenz, in den Randbezirken der Städte, unweit mächtiger Fabrikanlagen, werden spartanische Arbeitersiedlungen gebaut.

Teile der „bürgerlichen Jugend“ (die meist weder religiös noch sozialistisch ist und auch über keine eigenen Werte verfügt) zeigen sich verstört. Die Enge des Großbürgertums, die keine persönliche Empfindungen, keine Eigenentwicklung zulässt, und die Brachialgewalt, mit der nun das technische Zeitalter über sie hineinbricht, lässt sie in die Natur entfliehen.

Romantische Alternative WANDERVOGEL

Der Wandervogel wird zu einer romantischen Alternative, die anscheinend alle Sinne beansprucht und ein erfülltes Leben erwarten lässt. Der Wandervogel raucht nicht, meidet den Alkohol (nicht immer werden diese Regeln konsequent befolgt). Er ist ein Freund der schönen Künste und er schließt Freundschaften, die mitunter von inniger Zuneigung bestimmt sind.

Nächtliche Streifzüge durch Wald und Feld sind ebenso beliebt wie Tänze im Mondenschein und das Singen verschollen geglaubter Volkslieder.

Eine politische Gegenfront entsteht daraus aber nicht nicht, doch die Jugend will ein Zeichen setzen. Während das kaiserliche Deutschland Säbelrasselnd die 100-Jahr-Feier der Leipziger Völkerschlacht angeht, setzen sich zur gleichen Zeit, am 13. Oktober 1913, Jugendführer auf dem Hanstein im Werraland zusammen, um das „Freideutsche Bekenntnis“ zu formulieren, die sogenannte „Meißner-Formel“.

Meißner-Formel: JA zur inneren FREIHEIT

Einen Tag später wird sie beim „Ersten Freideutschen Jugendtag“ auf dem Hohen Meißner (siehe Foto) offiziell verkündet:

„Die Freideutsche Jugend will nach eigener Bestimmung,
vor eigener Verantwortung, image
in innerer Wahrhaftigkeit ihr Leben gestalten.
Für diese innere Freiheit
tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein.“

Einer der Verfasser ist der Arzt Dr. Knud Ahlborn, der später auf Sylt wirkt (1919, mit Mitteln des Hamburger Staates: Gründung des Nordseelagers Ouan Klent und des Jugendlagers Klappholtal, heute „Akademie am Meer“).

Doch der 1. Weltkrieg zerstört alle Träume von einem selbstbestimmten „Jugendreich“. Von 15.000 Wandervögeln ließen 9000 auf den Schlachtfeldern ihr junges Leben. Eine bittere Zäsur, von der sich der Wandervogel nicht wieder erholte.

Die alten Wandervogel-Ideale erlebten, in einem eng begrenzten Rahmen, eine Renaissance, als die Zwillingsbrüder Robert (starb im KZ) und Karl Oelbermann, die aus dem Bonner „Bibelkränzchen“ (BK) kamen, 1921 den „Nerother Wandervogel  –  Bund zur Errichtung der Rheinischen Jugendburg e.V.“ ins Leben riefen  –  die Nerother gibt es heute noch.

Auch Pfadfinder und bündische Jugendgruppen sehen sich in der Tradition der „Freideutschen Jugend“ und wollen den Meißnertag 2013, das Jubiläum, mit einem Lager (1. bis 6. Oktober am Hohen Meißner) und einer Gedenkfeier würdig begehen.

Doch eine Welle der Begeisterung, an vergangene gute Zeiten zu erinnern, gibt es wohl eher nicht. Und jene eigenartige Atmosphäre, in der die jungen Menschen um 1900 gelebt haben, wird wohl kaum mehr einzufangen sein…

Der Autor ist Journalist in Frankfurt und betreibt die Webseite FFM-direkt: http://www.ffmdirekt.de/


Berlin: Erfolgreicher Auftakt der ersten Tagung „Forum Familie“

Von Freifrau Hedwig v. Beverfoerde

Unser erstes Forum Familie war ein toller Erfolg!  –  Dafür danke ich unseren fünf großartigen Referenten, der Familienrechtlerin Birgit Kelle, dem CDU-MdB Thomas Dörflinger, dem Wissenschaftler Stefan Fuchs, dem PR-Experten Richard Schütze und dem EU-Sekretär Tobias Teuscher sowie unserer charmanten Moderatorin Alexandra Maria Linder.

36_1_tnMein besonderer Dank gilt zudem den rund 70 Gästen, die unserer Einladung am Dienstagabend in die Neue Mälzerei in Berlin gefolgt waren.

In spannenden und informativen Kurzvorträgen beleuchteten die Referenten die Situation der Familie aus unterschiedlichen Blickwinkeln und erläuterten jeweils Ansätze, wie diese Situation verbessert werden kann.

Im Anschluß daran gab es eine lebendige und anregende Diskussion zwischen Publikum und den anwesenden Familienexperten, die viele bei unserem geselligen Ausklang noch weiter vertieften.

Ein rundum gelungener Auftakt unseres Forum Familie, bei dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

Infoseite: www.familien-schutz.de

Lesen Sie hier den Bericht zur Veranstaltung auf FreieWelt.net.


Papst Franziskus beteiligte sich persönlich am „Marsch für das Leben“ in Rom

Für eine Überraschung sorgte der Papst am vorigen Sonntag: Franziskus nahm selbst am italienischen „Marsch für das Leben“ teil, zu dem sich 40.000 Menschen in Rom versammelten. Von seinem Papamobil aus suchte der Pontifex den Kontakt zu den Teilnehmern.  

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Ignacio Barreiro, Chef der Lebensrechtsvereinigung „Human Life“ in Italien, würdigte diesen Schritt des Papstes als überaus ungewöhnlich. Seit seiner Wahl war Franziskus durch viele spontane Aktionen aufgefallen, mit denen er auch sein Sicherheitspersonal überraschte. 

Die Teilnahme des Papstes war geplant. Die Verantwortlichen hatten Wege für das Papamobil abgespert. Das Kirchenoberhaupt grüßte die Lebensrechtler und nahm eine kurze Strecke an der Parade teil.

Er befürwortete in einem Grußwort eine europaweite Petition gegen Embryonenforschung. Für die Bürgeraktion „One of us“ (einer von uns) sammeln die Initiatoren derzeit eifrig Unterschriften. Erreichen sie das Gesamtziel von einer Million Unterschriften, ist das europäische Parlament verpflichtet, sich mit dem Thema zu befassen.

Zudem lud der Pontifex die Teilnehmer ein, den vom Vatikan ausgerichteten Tag “Evangelium Vitae” (Frohbotschaft des Lebens) zu besuchen, der am 15. und 16. Juni stattfindet.

In Italien gewinnt der „Marsch für das Leben“ zunehmend an Bedeutung. Vor zwei Jahren nahmen 1000 Menschen an der Aktion teil, im vergangenen Jahr waren es 15.000 Lebensrechtler und diesmal sogar 40.000 Teilnehmer, einer davon der Papst persönlich…

Quelle: Evangelikales Web-Portal PRO: http://www.medienmagazin-pro.de

ERGÄNZENDER HINWEIS:

Kürzlich hat Kurienkardinal Raymond Burke alle europäischen Bischöfe aufgefordert, sich persönlich an Lebensrechts-Demonstrationen zu beteiligen: https://charismatismus.wordpress.com/2013/05/11/kardinal-raymond-burke-fordert-bischofe-auf-selber-an-lebensrechts-demos-teilzunehmen/


Hofheim: Ausstellung bis 26. Mai 2013 über Heilkunst im Mittelalter

ORT: Stadtmuseum Hofheim am Taunus
Burgstraße 11

ZEIT: Dienstag 10  –  13 Uhr; Dienstag bis  Freitag 14  –  17 Uhr;               010_6A
Samstag und Sonntag 11  –  18 Uhr

DATEN: Tel. 06192 / 900305;
E-mail: stadtmuseum@hofheim.de
Internet: http://www.hofheim.de/Themen/Kultur/Stadtmuseum

EINTRITT: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Kinder: 6 bis 14 Jahre 1 Euro, bis 5 Jahre frei.
Führungen zuzüglich 1 Euro.

Sonntagsführungen mit Dr. Alice Selinger am 26. Mai ab 15 Uhr

Führungen und Kinderführung auf Anfrage

Anmeldung an das Stadtmuseum Hofheim:
Telefon: 06192/ 90 03 05
Telefax: 06192/ 90 28 38
E-Mail: stadtmuseum@hofheim.de

Veranstalter: Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus – Stadtmuseum/Stadtarchiv

Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Aspekte der mittelalterlichen Heilkunst. Von den Kräutergärten der Klöster bis zu den Scharlatanen, die auf den Märkten spektakulär „Zahnwürmer“ austrieben, spannt sie einen weiten Bogen.

Themen sind Kräuterfrauen und Hebammen, Bader und Barbiere, magische Heilmittel wie der Theriak und die „Dreckapotheke“ und verbreitete Krankheiten wie das Antoniusfeuer und die Lepra.

Die Besucher erfahren viel über die Ärzte, die Hospitäler des Mittelalters und über beliebte Heilmethoden wie den Aderlass, das Schröpfen und das Kauterisieren (Brennen).

Grundlage war die antike „Vier-Säfte-Lehre“

Für ihre Diagnosen beriefen sich die Heilkundigen auf die Harnschau. Die antike Philosophie der „Viersäftelehre“ lag den mittelalterlichen Vorstellungen zur Heilkunst zugrunde.

Die Klostermedizin beschäftigte sich systematisch mit der Wirkung von Heilkräutern, von denen viele heute noch verwendet werden. Doch verheerende Seuchen wie der Pest stand man hilflos gegenüber, denn Ursachen und Übertragungswege vieler Erkrankungen waren noch unbekannt. Karte_Heilkunst

Die Heilkunst des Mittelalters war eine Mischung aus Wissen und Unwissenheit, Glaube und Aberglaube, Erlaubtem und Verbotenem.
Einige Aspekte der damaligen Heilkunde seien hier näher beleuchtet:

Antoniusfeuer
Das Antoniusfeuer ist eine Vergiftung mit dem Mutterkorn, einem Pilz, der Roggen befällt und bei Feuchtigkeit besonders gut wächst. Zu Würgereiz und Kopfschmerzen kommen im fortgeschrittenen Stadium Halluzinationen, unstillbare Hunger- und Durstgefühle; die Gliedmaßen sterben ab. Um das Jahr 1100 begannen die Antoniter, eine Laienbruderschaft, sich um die Opfer des „Heiligen Feuers“ zu kümmern.

Apotheke
Jahrhunderte hindurch wurden Heilmittel nur in Klöstern hergestellt. Nonnen und Mönche waren die Heilkundigen dieser Zeit. Außerdem gab es viele heilkundige Kräuterfrauen.

Mit der Entwicklung der Städte entstanden schließlich Apotheken, die jedoch mehr an Gewürzen, Konfekt und Zucker verdienten als an Arzneimitteln. Betrügereien mit Maßeinheiten und Inhaltsstoffen wurden streng bestraft. Sie kamen allerdings auch häufig vor. Der Grund war nicht immer die Profitgier, sondern oft die Ungenauigkeit der niedergeschriebenen Rezepturen.

Arzt
Im 14. Jahrhundert wurde erstmals nördlich der Alpen an den Universitäten Medizin gelehrt. Zur Unterweisung wurden vor allem die antiken Schriften (Hippokrates u.a.) herangezogen. Praktische Erfahrungen konnten die Ärzte nicht sammeln.

Das Sezieren von Leichen war streng verboten. Die Anatomie des Menschen lernten sie anhand schematischer Darstellungen.

Der studierte Arzt (pysicus) war für die innere Medizin zuständig, der Wundarzt (chi-rurgicus) für Wunden und Brüche. Aufgrund der Ausbildung war das Wissen des Arztes begrenzt und beschränkte sich oft auf Pulsmessung, Harnschau und Aderlass. Letztere Methode konnte durchaus zum Tod des Patienten führen.

Bader und Barbiere
Ein angehender Bader mußte drei Jahre in die Lehre gehen und nach den Wanderjahren eine von der Zunft vorgeschriebene Prüfung ablegen. Erst dann durfte er ein Badehaus betreiben. Dort wurden Wunden behandelt, Zähne gezogen, Klistiere und Massagen verab-reicht. Manche dieser Häuser hatten allerdings auch einen zwielichtigen Ruf.

Die Barbiere, häufig zugleich Zahnärzte, behandelten ebenfalls kleine Wunden, gebrochene Glieder und ließen zur Ader. Im späten Mittelalter organisierten sie sich ebenfalls in Zünften. Die Ausbildung dauerte vier Jahre. Aus beiden Berufen entwickelte sich später der Wundarzt.

Theriak
Dieses angeblich universelle Wundermittel versprach gegen alle nur denkbaren Krankheiten Heilung, u.a. auch gegen Syphilis, Pest und Cholera. Das Mittel wurde sowohl in seriösen Apotheken, aufbewahrt in kostbaren Gefäßen, als auch von zweifelhaften, umherziehenden Quacksalbern angeboten.

Um einen einheitlichen Standard der Rezeptur vorzugeben und Fälschungen zu unterbinden, stellte man Theriak oft unter Aufsicht von Ärzten, Ratsherrn und Apothekern öffentlich her.

Mit den Jahren wuchs die Zutatenliste auf 300 Inhaltsstoffe an.
(Rezept aus dem 19. Jahrhundert: 1 Teil Opium, 6 Teile Angelikawurzel, 4 Teile Schlangenwurzel, 2 Teile Baldrianwurzel, 2 Teile Meerzwiebel, 2 Teile Zitwerwurzel, 9 Teile Zimt, 1 Teil Kardamom, 1 Teil Myrrhe, 1 Teil Eisenvitriol, 3 Teile Wein und 72 Teile Honig)

Viersäftelehre
Die vier Säfte Blut (sanguis), gelbe Galle (chole), schwarze Galle (melancholia) und Schleim (phlegma) sollten sich in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, damit keine Krankheiten entstehen.

Dass sich dabei die schwarze Galle nicht im Körper befand, spielte keine Rolle. Jedem Saft war ein Körperorgan und eine Eigenschaft (z.B. heiß/kalt) zugeordnet, ebenso der Charakter eines Menschen, die Tages- und Jahreszeit, ein Element und die Himmelsrichtung.

Bei der Behandlung mußten alle diese Faktoren, einschließlich des Laufs der Gestirne, bedacht werden. Besonders beliebt waren Aderlass, Schröpfen und die Harnschau.

Quelle: http://www.hofheim.de/Themen/Aktuell/Pressemitteilungen/article_hofheim/Museumsp%C3%A4dagogische_Ausstellung_.html

Der Regensburger Katholikentag 2014 lädt Musiker, Künstler und Theaterleute zur Mitgestaltung ein!

Musiker, Theaterleute, Kabarettisten und Kleinkünstler können sich ab sofort mit ihren Ideen und Beiträgen beim 99. Deutschen Katholikentag einbringen, der vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 in Regensburg stattfindet.

Sie haben großen Anteil an der Lebendigkeit des Katholikentags und bereichern ihn mit Auftritten  –  auf den Bühnen in der Stadt, bei der Gestaltung von Gottesdiensten und thematischen Veranstaltungen. Bittprozession Auftakt Katholikentagskreuz

Die Beiträge sollen sich am Leitwort des Katholikentags in Regensburg „Mit Christus Brücken bauen“ orientieren.

Vorschläge können bis zum 31. Juli 2013 eingereicht werden.

Noch bis 30. Juni 2013 können sich katholische Organisationen und ihre ökumenischen Partner, kirchliche Verbände und Vereine, Hilfswerke, Bistümer, Ordensgemeinschaften und Laienräte für einen Stand auf der Kirchenmeile bewerben.

In den Zelten der Kirchenmeile wird die Vielfalt des kirchlichen Lebens und des Katholizismus in Deutschland erfahrbar: Mehr als 250 Institutionen tauschen sich aus und geben den Besuchern Einblick in ihre Arbeit.

Die entsprechenden Formulare für beide Bewerbungen sind im Internet unter www.katholikentag.de/dabeisein.html abrufbar.

Erwartet werden  zehntausende  Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus der Region.

Kontakt:
Silke Jäger, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit 99. Deutscher Katholikentag Regensburg 2014 eV.
Postfach 30 01 12 – 93035 Regensburg  / Tel.  0941.584 390 152   /  Fax 0941.584 390 155
silke.jaeger@katholikentag.de

Embryonenschutz ade? – Wieder einmal „erstmals“ Menschen geklont?

Es wächst die Gefahr „neuer Begehrlichkeiten“

Zu den jetzt bekannt gewordenen Experimenten von Shoukhrat Mitalipov, Stammzellforscher an der Universität in Portland, Oregon, zur Erzeugung menschlicher Embryonen durch ein Klonverfahren nimmt die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) Mechthild Löhr (siehe Foto) kritisch Stellung: _DSC4662

„Wieder einmal ist jetzt das Klonen menschlicher Embryonen „erstmalig“ gelungen. Bei den Wissenschaftlern um Mitalipov ist diesmal zumindest davon auszugehen, daß sie sich seit Jahren intensiv mit dem Klonen befassen und einen neuen „Durchbruch“ nicht ganz grundlos öffentlich verkünden.

Der  erneute Versuch enthält allerdings nicht viel wirklich Neues, denn bislang war bereits bekannt, daß menschliche Embryonen nach einer Eizellspende und deren Zellkernentfernung durch Zellkerntransfer aus einer Körperzelle hergestellt werden können. So waren schon bisher die verschiedenen tierischen Klone wie das Schaf Dolly 1997 und auch menschliche Embryonen bis zum Blastozystenstadium entstanden.

Die Überlebens- und Nutzungsfähigkeit schien für die Forscher allerdings bisher noch problematisch und genau hier setzt nun der hoch ambitionierte Klonforscher Mitalipov an, indem er angibt, nachweislich bereits embryonale Stammzellen aus diesen Klon-Embryonen gewonnen zu haben.

Dies hatte vor wenigen Jahren der koreanische Tiermediziner Woo-Suk Hwang ebenfalls behauptet und wurde nach anfänglicher weltweiter Euphorie bei den Wissenschaftlern dann allerdings als krimineller Betrüger entlarvt.

Die beiden wesentlichen „neuen“ Kriterien des eventuell gelungen Klonversuches werden offen beschrieben. Sie sind erschreckend gut dazu geeignet, sehr schnell in den vielen Labors, die weltweit schon in den Startlöchern stehen, kopiert zu werden:

Zum einen geht es wohl entscheidend um die „Qualität“ der Eizellspenden und damit um die Spenderinnen. Während Hwang seine Studentinnen noch dazu animiert hatte, wird in der US-Studie klar davon gesprochen , daß die Eizellspenderinnen Geld für die nicht ungefährliche ovarielle Hyperstimulation und ihre „Spende“ erhielten. Wie hoch die gezahlten Summen waren, wurde allerdings nicht bekannt. Der zweite Faktor war ausgerechnet die Beigabe von Koffein in die Petrischale, welches das Zellwachstum sehr befördert zu haben scheint.

Nun soll erneut das angeblich nur erstrebte „therapeutische“ Klonen mit vermeintlichen Heilungschancen für viele bisher unheilbare Krankheiten als Vision in greifbare Nähe rücken. DSC_0233

Das Ende jedes Klonverbotes und die völlige Liberalisierung des Embryonenschutzes werden bald wieder gefordert werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf eines neuen, radikalen Fortpflanzungsmedizingesetzes ist immerhin auch in Deutschland vor kurzem bereits von Wissenschaftlern „prophylaktisch“ auf den Tisch gelegt worden. Hier sollen belastende Eispenden dann ebenso freigegeben wie Embryonen generell in den ersten Wochen völlig schutzlos gestellt werden. Noch aber gilt das deutsche Embryonenschutzgesetz zu Recht weltweit als ethisch vorbildlich.

Keine klinische Studie hat weltweit bisher tatsächlich „Nutzen“ und therapeutische Wirksamkeit irgendeines auf pluripotenten Stammzellen basierenden Zelltransplantation-Ansatzes beweisen können. Und noch bleibt das angeblich „therapeutische“ Klonen mit seinen vagen Heilungsversprechen unrealistisch.

Doch umso entscheidender ist jetzt, den Embryonenschutz konsequent zu verteidigen. Neue Wünsche können mit den Klonerfolgen weltweit sehr schnell wachsen. Leider ist gerade vor allem das sog. „reproduktive“ Klonen jetzt noch deutlich näher gerückt und weckt ganz neue Begehrlichkeiten.

Daher möchten wir besonders dringlich auf die wichtige, seitens der CDL aktiv unterstützte, europäische Bürgerinitiative zum Embryonenschutz verweisen, die einfordert, daß jeder Embryo bereits als Mensch zu achten und eben „Einer von uns“ (one of us)  ist  – und ihm daher immer auch Rechtsschutz und Menschenwürde zusteht“: www.oneofus.org, www.1-von-uns.de

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Christdemokraten für das Leben eV., 48167 Münster, Schlesienstr. 20
Tel.: 0251 – 6 28 51 60  /  Fax: 0251 – 6 28 51 63
E-Mail: info@cdl-online.de
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