Psychofolgen der Abtreibung aus der Sicht eines Sanitäters: „Man blickt in einen Abgrund, einen totgeschwiegenen noch dazu.“

Die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ veröffentlichte am 22. April dieses Jahres einen Bericht unter dem Titel: „Die Horrorklinik des Doktor Gosnell“ über jenen US-amerikanischen Abtreibungsarzt, der sich wegen dreifachen Mordes verantworten muß. 

Bei den Leserkommentaren unter diesem Artikel befindet sich dort am 23. April als 122.Zuschrift folgende aufschlußreiche Stellungnahme eines Sanitäters, der aus seiner praktischen Arbeit und aus der Erfahrung von Kollegen berichtet:

Es ist, was es ist: der Tod

„Das Trauma der Frauen wird viel zu oft unter den Teppich gekehrt. Ich habe lange als Rettungssanitäter gearbeitet, und immer wieder Fälle erlebt, wo Frauen viele Jahre nach einer Abtreibung deswegen psychisch völlig im Eck waren. embryofoto

Und wie ich von Kollegen gehört habe, waren das keineswegs nur statistische Ausreisser, dass nur zufällig ich diese Fälle hatte. Die meisten anderen hatten auch solche Fälle im Gedächtnis.

Wenn man einmal so eine Mitt- bis Endfünfzigern erlebt hat, alleinstehend, geschieden… schwerste Depressionen, und die Rettung bringt sie dann mitten in der Nacht auf eigenen Wunsch wegen Suizidgefahr auf die Psychiatrie…

Die ganze Zeit redet sie von „ihrem Kleinen“, das sie vor 25 Jahren „wegmachen“ hat lassen, wegen der Karriere und weil der damalige Mann keine Kinder wollte…und in der Wohnung hängen überall irgendwelche Babybilder, die sie von Bekannten sammelt…das dreht einem als Sanitäter den Magen mehr um als irgend ein Unfall, wo alles voller Blut ist. Mir zumindest.

Blut ist vergleichsweise (fast) egal, dagegen kann man etwas tun. Dazu sind wir Sanis da. Verbände anlegen, Schienen, der Notarzt kann Schmerzmittel geben.   –  Aber so etwas?  Da blickt man dann in einen Abgrund  –  und in einen totgeschwiegenen auch noch. Denn offiziell gibt es das ja alles nicht wirklich. Abtreibung ist schliesslich cool und für die moderne Frau eine Selbstverständlichkeit!“


2 Kommentare on “Psychofolgen der Abtreibung aus der Sicht eines Sanitäters: „Man blickt in einen Abgrund, einen totgeschwiegenen noch dazu.“”

  1. Dorrotee sagt:

    Ich kenne ebenfalls eine Frau, die 2 mal abgetrieben hat. Sie hat es gemacht, weil der Mann eine andere hat und sie nicht von so einem „Schwein“ das Kind austragen will. Trennung von ihm kam nicht infrage, weil sie eine Muslima ist. So wurden nun die Kinder, die er zeugte, mit dem Tod bestraft. In einem Zeitraum von 1 Jahr.
    Wenn ich nun diese Frau sehe und ihren körperlichen Zustand, wird mir Angst und Bange. Sie wirkt immer geistig abwesend. In Gedanken versunken. Spricht aber nicht darüber, weil der Mann es nicht wissen darf. Totgeschwiegene Abtreibungen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass so was passiert, wie der Sanitäter es hier beschreibt. Beten wir für diese Frauen und deren KInder, dass sie es schaffen, die Kinder zu bekommen und anzunehmen.

    Gefällt mir

  2. Anonymous sagt:

    Ja, so ist es. Ich kannte mal eine Frau, die hatte wegen sicherer schwerster Behinderung des noch ungeborenen Kindes (wegen mindestens 7 Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule in Unkenntnis der Schwangerschaft) und selber schwerst gehbehindert, eine absolut wasserdichte und bei allen auf Verständnis stoßende Abtreibung.
    Trotzdem klammerte sie an allen Kindern ihrer Umgebung und hatte über dem Bett ein wunderschönes tieftrauriges Bild eines weinenden Kindes.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s