Der Film „Amazing Grace“ schildert den Kampf eines christlichen Idealisten gegen die Sklaverei

Von Cordula Mohr

„Amazing Grace“ ist der Titel eines   –  vor allem in den USA  – berühmten Liedes, das von einem bekehrten Sklavenhalter stammt, der Gottes großes Erbarmen preist, das er durch seine Umkehr zu Christus erfahren konnte.

Es ist eines der beliebtesten Kirchenlieder der Welt, dessen Titel man mit „unermeßliche“ oder „erstaunliche Gnade“ übersetzen könnte.

Kürzlich habe ich mir den sehenswerten DVD-Film „Amazing Grace“ fast zwei Stunden lang angeschaut. Er handelt vom politischen Einsatz gegen die Sklaverei im England des 18. Jahrhunderts.

Das packende Geschichtsdrama enthält viele schöne Filmszenen mit meist gutaussehenden und gut gekleideten Schauspielern.  Produziert wurde der Streifen von den Herstellern mehrerer Kinohits. 

Foto: Amazon

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Die Verhältnisse auf den Sklavenschiffen werden in diesem Film immer nur von jenen erzählt, die diese Überfahrt überlebten, so daß der Zuschauer sich die fürchterlichen Zustände selber vorstellen muß.

Das Lied „Amazing Grace“ stammt von einem Käpitän, der lange Jahre solch ein Schiff gefahren hat und der nun innerlich unglaublich darunter leidet.

Der christliche Idealist William Wilberforce kannte diesen Kapitän, der nun ein klösterliches Leben der Buße führt. Wilberforce sang dieses eindringliche Lied bei einer Feier vor übermächtigen Gegnern.

Diese Sklaverei-Befürwortern war teils sogar überzeugt davon, auch noch das Richtige zu tun. Einige meinten, man helfe doch diesen armen Afrikanern, weil diese sonst verhungerten und führten einen schwarzen Chauffeur vor. Dieser Chauffeur wurde jedoch auch als „Einsatz“ in einem Kartenspiel gesetzt. Wilberforce war erschrocken über die Demütigungen des Sklavenhalters.

Die Zustände auf den Slavenschiffen waren unerträglich und es überlebten nicht viele die Überfahrt. Oft wurden in dem Film die wahnsinnig schweren  Ketten, mit denen die Sklaven angekettet wurden, gezeigt.

Wilberforce brachte mit einigen Mitstreitern dieses Unrecht mehrfach im britischen „House of Commons“ zur Sprache; er erreichet jedoch, wenn es zur Abstimmung im Parlament kam, keine Mehrheit für die Abschaffung der Sklaverei. Entsetzt über die menschenunwürdigen Zustände auf den Schiffen waren jedoch einige Abgeordnete.

Wegen Krankheit zog sich Wilberforce dann zurück und lebte bei Verwandten. Dort lernte er seine zukünftige Ehefrau kennen, die ebenfalls politisch sehr gebildet war und sein Anliegen unterstützte.

Jahre später, als es ihm gesundheitlich besser erging, wollte Wilberforce erneut ins House of Commons. Er rief nochmal seine alten Mitstreiter dazu auf, mit ihm zu kämpfen. Es wurde dabei argumentativ etwas getrickst, denn sie sprachen nun von wirtschaftlichen Einbußen wegen der englischen Sklavenschiffe. Damit konnten sie aber eine Abstimmung zu ihren Gunsten erwirken.     

Die wirtschaftlichen Gründe zur Abschaffung der Sklaverei bezogen sich auf die starke Zunahme der Piraterie auf den Weltmeeren und die vielen Zollzahlungen durch falsches Flaggenhissen seitens USA und Frankreich. Dabei scheint den Briten einiges verloren gegangen zu sein. Jedoch hat es nochmal 2 Jahre gedauert, bis dem Antrag von Wilberforce stattgegeben wurde.

Der Film endet  mit der Abstimmung und dem Richterspruch, daß die Slaverei abgeschafft wird.

Nicht zu vergessen: William Wilberforce besaß einen festen christlichen Glauben und starkes Gottvertrauen, um das er von seinen Freunden manchmal beneidet wurde. Sein Glaube wird zwar deutlich, steht jedoch nicht im Mittelpunkt dieses Films.



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