Pfingstfestival mit 5000 Jugendlichen in Salzburg zeigt schwärmerische Tendenzen

Pfingstprediger Pete Greig und seine charismatische „Vision“

Am Pfingstwochenende dieses Jahres wurde in Salzburg ein äußerlich sehr erfolgreiches Festival veranstaltet, das 14. „Fest der Jugend“, an dem ca. 5000 Jungen und Mädchen aus ganz Europa teilnahmen, wobei viele von ihnen zur Beichte gingen oder still im Dom beteten  –  soweit durchaus erfreulich.

Gemeinsam mit mehreren Bischöfen und zahlreichen Priestern feierten die vorwiegend jungen Leute ab dem 17. Mai 2013 vier Tage lang mit Andachten, Gottesdiensten, Katechesen, Theateraufführungen und Gruppengesprächen, zudem mit heißen Rhythmen, Tänzen und der in charismatischen Kreisen üblichen “Lobpreismusik”. ???????

Die Massenaufläufe von Freitag bis Pfingstmontag standen unter dem Motto „Neues Feuer braucht das Land“; sie waren vielfach geprägt von gruppendynamisch-suggestiven Elementen (z.B. in etlichen Ansprachen oder im Rahmen der „Gebetsteams“) sowie euphorischen Manifestationen.

Die Großveranstaltungen wurden meist von Georg Meyer Melnhof (GMM) moderiert, einem Sproß der bekannten österreichischen Großgrundbesitzerfamilie Meyer Melnhof. GMM ist ein katholischer Familienvater und Religionslehrer, der einst Priester werden wollte, das Seminar verließ, heiratete und später die Loretto-Gemeinschaft gründete, die sich auf den italienischen Marienwallfahrtsort Loreto bezieht.

Die von GMM initiierten Loretto-Gebetsgruppen verstehen sich als „marianisch – eucharistisch – charismatisch“ und sind in ganz Österreich verstreut.

Pfingstprotestantische Gebetsbewegung 24/7

Die früheren „Pfingst-Kongresse“ dieser Gemeinschaft werden heute als „Fest der Jugend“ bezeichnet. Das diesjährige Festival wurde vom erscheinungsbewegten „Radio Maria“ größtenteils live übertragen. Dieser große Andrang der Jugend zu einem christlichen Festival mag zunächst positiv erscheinen.

Manches jedoch, was dort inhaltlich präsentiert wurde, zumal von Vertretern der protestantisch-pfingstkirchlichen “Gebetsbewegung 24/7″, erweist sich als fragwürdig bis irrgeistig. (Die Zahlenfolge “24/7“ bezieht sich auf das 24-stündige Gebet in einer 7-Tage-Woche; in der Loretto-Gemeinschaft konkret auf die eucharistische Anbetung.)

Gründer und nach wie vor führender Vertreter der charismatischen Gebetsbewegung „24/7“ ist Pete Greig; seine endzeitschwärmerische “Vision” spielte beim Salzburger Jugendfest eine große Rolle. Dieser Greigschen 24/7-Bewegung hat sich auch die erwähnte katholische Loretto-Gemeinschaft angeschlossen, die das „Fest der Jugend“ in Salzburg organisierte.

“Der HERR rüstet weltweit sein Volk”…

Wie zu erwarten war, veröffentlichte die Nachrichtenseite „Kath.net“ einen begeisterten Jubelbericht über dieses österreichische Festival. Unter dem Zwischentitel “Der HERR rüstet weltweit sein Volk” schreibt das Internetportal Folgendes: PAX

“Die Bibel in Joel 3 beschreibt die Folgen von Gebet, mittlerweile nicht nur bei 24/7 oder Loretto, sondern weltweit neu entflammt zu beobachten:

“Danach aber wird es geschehen, / dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, / eure Alten werden Träume haben / und eure jungen Männer haben Visionen.”

Unsere Gebete mobilisieren den Himmel, erneuern die Kirche und verändern die Welt. Durch Gebet erfahren wir Gott, seine Gegenwart, seine Kraft, seine Herrlichkeit, seine Barmherzigkeit.“

Dieses Zukunftsbild einer weltweiten “Erweckung” ist typisch für die Charismatische Bewegung, die sich hierbei gerne auf “Joel 3″ im Alten Testament beruft.

Ist diese verheißungsvolle Bibelstelle angesichts zahlreicher Visionäre unserer Zeit, “begnadeter” Seher, so vieler “Heiler” und “Propheten” nicht wunderbare Wirklichkeit geworden?

“Joel 3″ ging bereits in Erfüllung

Der Schein trügt, weil diese Ankündigung zu Pfingsten bereits in Erfüllung ging, wie das NT bestätigt:

Der hl. Apostel Petrus verweist auf diese alttestamentliche Verheißung (vgl. Apg 1,16 f), um damit die Ausgießung des Heiligen Geistes in der Jerusalemer Urgemeinde zu erklären. Das Pfingstereignis ist somit die “Lösung” dieser Prophetie. Das will man in Schwärmerkreisen ungern wahrhaben, weil dies eigenen Träumen einer heutigen (!) Verwirklichung von Joel 3 widerspricht. polskaweb

Im Festival-Heft der Loretto-Gemeinschaft wird passend dazu eine “Vision” von Pete Greig präsentiert, die aus dessen Buch “Red Moon Rising” stammt.

Greig, der in einer protestantischen Freikirche hochkam und heute in der anglikanischen “Church of England” aktiv ist, gilt gleichsam als Urvater der neuen 24/7-Aufbrüche; er ist mittlerweile deren “Gebets-Direktor.“

Der Charismatiker lebt im englischen Guildford mit seiner Frau und zwei Kindern. Seine 24/7-Bewegung praktiziert eine stark von Rockrhythmen geprägte „Lobpreismusik“ und beeinflußt zunehmend auch die katholisch-charismatische „Erneuerung“, z.B. die dort angesiedelte Jugendbewegung FCKW; das Kürzel dieser stark von „24/7“ geprägten Initiative bedeutet: „Fröhlich  – Charismatisch Katholisch (sind) wir“.

Pete Greigs “prophetischer Traum”

Die Webseite der Lorettogemeinschaft (Loretto.at) schreibt Folgendes zu Pete Greigs besonderer „Vision“:

“Seine „VISION“ haut mich jedesmal wieder vom Hocker, wenn ich sie lese – du findest sie gleich im Anhang…Frag dich, was du schon erkennen kannst von diesem prophetischen Traum. Mir kommt vor, es wird immer klarer, immer spannender, immer verrückter.

Pete Greig betete mit vielen Leute letzte Woche bei einem Kongress in Frankfurt über unsere kleine Gemeinschaft und die Prophetischen Worte, die geschenkt wurden, waren phantastisch…Komm und sei dabei  –  der HERR sammelt und salbt sein Volk in diesen Tagen und viele bemerken es schon: Der Riese ERWACHT!”

Unreife Schwärmerei, mag man zunächst denken, doch dahinter steckt mehr als nur Naivität oder pubertärer Überschwang.

Das hier gefeierte Traumbild ist typisch für die charismatische Vorstellung einer anbrechenden “globalen Erweckung”; die Vision hat also durchaus “System”, sie ist Teil eines festgefügten Gedankenkonzeptes, das freilich in immer neuen und verschiedenartigen Facetten präsentiert wird.

Diesmal ist die enthusiastische Ankündigung in einer sehr dramatisch klingenden, wohl unbedingt “modern” sein wollenden Sprache formuliert, was sich aus der Eigenart des Greigschen Stils ergibt.

Hier folgen einige wesentliche Abschnitte daraus:

“Die Vision ist JESUS  –  der gefährliche, unverwechselbare Jesus. Der Jesus, der dich total in Beschlag nimmt. Die Vision ist eine Armee von jungen Leuten. Du siehst Totengebeine? Ich sehe eine Armee. Und sie sind FREI vom Materialismus…

Sie können Kaviar am Montag essen und Brotrinde am Dienstag. Sie würden noch nicht mal den Unterschied merken. Sie sind mobil wie der Wind und gehören den Nationen. Sie brauchen keinen Pass. Die Leute schreiben ihre Adressen nur noch mit dem Bleistift auf und fragen sich, was für merkwürdige Typen sind das bloß? Sie sind frei, und doch Sklaven der Verwundeten, Dreckigen, Sterbenden.

„Für sie ist das Gute nicht gut genug“

Was ist die Vision?  –  Die Vision ist Heiligkeit, Heiligkeit, die den Augen weh tut. Sie bringt Kinder zum Lachen und ärgert die Erwachsenen. Es geht um Leute, die das Spiel aufgegeben haben, nach außen hin eine weiße Weste zu haben, um Eindruck zu schinden. Es geht um Leute, die nach den Sternen greifen. Für sie ist das Gute nicht gut genug, sie strecken sich nur nach dem Besten aus.

Geradezu gefährlich reine Leute. Sie brauchen ihre geheimen Motive nicht zu verstecken, und auch nicht ihre privaten Gespräche. Es sind Leute, die andere von ihren selbstmörderischen Abenteuern weglieben, weg von ihren satanischen Spielen. Es geht um eine Armee, die ihr Leben für die große Sache lassen wird. Eine Million mal pro Tag sind ihre Soldaten bereit, eine Niederlage einzustecken, um eines großen Tages den entscheidenden Sieg zu erringen und zu hören: „Gut gemacht, ihr treuen Söhne und Töchter“.

Dabei geht es bei diesen „Abenteurern“ aber keineswegs nur um ein kleines Häuflein von Idealisten und Anhängern  –  nein, die „Vision“ spricht euphorisch von einer „großen Masse“:

„Diese Helden sind am Montagmorgen genauso radikal wie am Sonntagabend. Sie haben es nicht nötig, sich einen großen Namen zu machen, ihre eigene Ehre zu suchen. Darüber können sie nur müde lächeln. Es geht nicht um einzelne Stars, sondern um die große Masse, die immer wieder denselben Kriegsschrei auf den Lippen hat: „Vorwärts, COME ON!“  – Und sie sind diszipliniert. Jünger, junge Leute, die ihren Körper zum Gehorsam zwingen.

Jeder Soldat bereit, für seinen Kriegskamaraden eine Kugel abzufangen. Das Tattoo auf ihrem Rücken sagt: „Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn.“   –  Opferbereitschaft lässt das Feuer des Sieges in ihren Augen brennen. Sie schauen nicht nach unten, sondern nach oben. Sieger, Märtyrer. Wer kann sie aufhalten? Können Hormone sie zurückhalten? Können Niederlagen sie entmutigen? Kann Furcht ihnen Angst einjagen, kann der Tod sie umbringen?

Mit Blut, Schweiß und Tränen…“

Würden sie ihr Image oder ihre Beliebtheit aufgeben? Sie sind bereit, selbst ihr eigenes Leben niederzulegen, mit den Todeskandidaten – schuldig wie die Hölle selbst – den Platz zu tauschen. Den elektrischen Stuhl statt eines Thrones. Mit Blut, Schweiß und Tränen, in vielen schlaflosen Nächten und an fruchtlosen Tagen beten sie, als ob alles von Gott abhängt, und sie leben, als ob alles von ihnen abhängt.

Ihr genetischer Code ist JESUS. Er atmet aus – sie atmen’s ein. Bei ihnen singt selbst das Unterbewusstsein. Sie hatten eine Bluttransfusion von Jesus. Ihre Worte bringen die Dämonen in den Einkaufszentren zum Schreien. Hörst du diese Armee kommen? Blast die Posaune für die Verrückten! Ruft sie zusammen, die Verlierer und Freaks.

Hier kommen sie, die Ängstlichen und Abgelehnten mit Feuer in ihren Augen. Sie laufen aufrecht, und die Bäume klatschen Beifall, die Hochhäuser verbeugen sich, die Berge erscheinen klein, verglichen mit diesen Kindern einer anderen Dimension.

Ihre Gebete mobilisieren den Himmel und wecken den alten Traum von Eden wieder auf. Und diese Vision wird wahr werden, sie wird erfüllt werden. Sie wird mit Leichtigkeit geschehen, und zwar bald. Woher ich das weiß? Weil es das Sehnen der ganzen Schöpfung ist, das Stöhnen des Geistes, der Urtraum Gottes.“

Theologisch gefährlich: Post-Millenarismus

Soweit „Urvater“ Pete Greigs enthusiastische „Vision“, die eine solch positive Aufnahme ins katholische Salzburger Festivalheft fand. Der Herr Prophet war auch selber auf dem Jugendkongreß anwesend und hielt dort Referate und Katechesen.  

Allerdings handelt es sich bei Greigs Vision nicht nur um eine schwärmerische Schreiberei; sie gehört vielmehr zum problematischen Post-Millenarismus, der weder von der Hl. Schrift noch vom kirchlichen Lehramt her legitimiert ist.

Dieser chiliastische Standpunkt geht davon aus, daß durch wirkmächtige  Verkündigung und eine phänomenale Geist-Aussendung ein weltweites christliches Friedensreich entstehen wird. Christus erscheint danach als Weltenrichter: also zunächst kommt das “Millennium”, dann erst die Wiederkunft Christi.

Diese These, die konfessionsübergreifend in Charismatikerkreisen verbreitet ist, wird von der kath. Kirche abgelehnt, zumal sie der Heiligen Schrift widerspricht, vor allem den klaren Paulusworten in 2 Thess 2,2 ff.

Glaubenskongregation lehnt Vassulas Visionen ab

Kardinal Joseph Ratzinger erließ als Präfekt der Glaubenskongregation im Oktober 1995 eine Notifikation zur griechisch-orthodoxen “Seherin” und angeblichen “Stigmatisierten” Vassula Ryden. 75743_14122011

Darin werden einige Irrtümer der “Visionärin” aufgelistet, darunter auch ihre post-millenaristischen bzw. chiliastischen Vorstellungen; so heißt es z.B. wörtlich in der Vatikan-Note über Vassulas “Botschaften”.

“In chiliastischer Weise wird ein entscheidendes und glorreiches Eingreifen Gottes prophezeit, der im Begriff sei, auf Erden noch  v o r  der endgültigen Ankunft Christi ein Zeitalter des Friedens und des allgemeinen Wohlergehens zu errichten.”

Nicht erst heute, schon durch die Jahrtausende hindurch hat das kirchliche Lehramt mit seiner nüchternen Haltung endzeitschwärmerische „Botschaften“ abgelehnt, so bereits im 2. Jahrhundert entsprechende Visionen des selbsternannten Propheten Montanus und seiner beiden „begnadeten“ Gefährtinnen, die zusammen mit dem Wanderprediger viele enthusiastischen Anhänger sammelten und sektiererische Gemeinden gründeten.

Im Hochmittelalter erteilte die Kirche ähnlich gearteten Spekulationen des Joachim von Fiore ebenfalls eine klare Absage: Der italienische Abt kündigte ein Heilig-Geist-Friedensreich an, das vor der Wiederkunft Christi eintreten werde; er bezeichnete diese ersehnte Phase übrigens als „Drittes Reich“, denn nach dem Reich des Vaters im Alten Bund und dem Reich des Sohnes  im Neuen Bund sei dies als drittes heilsgeschichtliches Zeitalter auf Erden anzusehen.

Das katholische Lehramt lehnte Fiores Vorstellungen eindeutig ab: sowohl wegen der postmillenaristischen Verirrung wie auch wegen seiner ecclesiologischer Ideen über jenes kommende Heilig-Geist-Reich, das die Menschen direkt “von oben her” geisterleuchte, so daß sich die Kirche als Instanz der Glaubensvermittlung weitgehend zu erübrigen schien.

Nicht angeblich prophetische „Visionen“ oder spekulative Traumwelten sind für die Kirche wegweisend, sondern die Ausführungen des hl. Paulus, der im 2. Brief an die Thessalonicher bereits vor „Naherwartungen“ und Endzeitschwärmerei warnte. nikolaus

Der Völkerapostel verdeutlicht, daß die Zeit unmittelbar vor der Wiederkunft Christi keineswegs durch ein universales christliches Reich geprägt ist, sondern vielmehr durch Glaubensabfall, (un)sittlichen Niedergang und das verführerische Auftreten des Antichristen (2 Thess 2,2-9):

„Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der angeblich von uns stammt, behauptet wird, der „Tag des Herrn“ sei schon da.

Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt. (…)

Dann wird der gesetzwidrige Mensch allen sichtbar werden. Jesus, der Herr, wird ihn durch den Hauch seines Mundes töten und durch seine Ankunft und Erscheinung vernichten.

Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans besitzen. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder vollbringen.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

DIESER ARTIKEL erschien auch in der Zeitschrift THEOLOGISCHES (Nr. 7 – 8/2013)


Grüne werden von pädosexuellen Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen hat ein dunkles Kapitel ihrer Geschichte eingeholt. Mitte der achtziger Jahre gab es Kräfte bei den Grünen, die sich dafür aussprachen, Sex mit Kindern zu legalisieren.

Dafür plädierte die damalige „Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle“, die von der Bundespartei und der Bundestagspartei finanziert wurde.

Jetzt kam ans Licht, dass es auch einen Beschluss der Partei zu der Thematik gegeben hat. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nahm ein Parteitag am 10. März 1985 das Arbeitspapier „Sexualität und Herrschaft“ in das Programm für die nordrhein-westfälische Landtagswahl auf.

Die Kernthese des mit 73 zu 53 Stimmen bei sieben Enthaltungen gefassten Beschlusses lautet:

1985: NRW-Grüne pro „gewaltfreien“ Sex mit Kindern

Jede Form von „gewaltfreiem“ Sexualverkehr  –  auch jener zwischen Kindern und Erwachsenen  –  müsse straffrei bleiben. In dem Text wird die „gewaltfreie Sexualität mit Kindern“ als „für beide Teile angenehm, produktiv, entwicklungsfördernd, kurz: positiv“ bezeichnet.

Führende Politiker wie der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Volker Beck, sowie die kinder- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion, Katja Dörner, hatten bisher laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung immer bestritten, dass es entsprechende Beschlüsse gegeben habe.

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau räumte Beck im Blick auf den Lüdenscheider Parteitag von 1985 jetzt aber ein: „Es hat einen Beschluss gegeben, in dem eine entsprechende Minderheitsmeinung dokumentiert war. Sie war auch ausdrücklich als solche gekennzeichnet.“

Die Sache habe gleichwohl riesige Wellen geschlagen: „Die Partei korrigierte den Fehler umgehend und strich die missverständlichen Passagen aus dem Programm.“

Beck und das Buch zum „pädosexueller Komplex“

Volker Beck selbst hatte sich in dem 1988 erschienenen Buch „Der pädosexuelle Komplex“ für die Entkriminalisierung von einvernehmlichen Sexualkontakten mit Kindern ausgesprochen: „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt, weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird.“

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau sagte Beck dazu: „Dieser Aufsatz ist gegen meinen Willen vom Herausgeber redigiert worden. Meiner Erinnerung nach fiel Pädophilen-kritisches weg, anderes wurde aufgepeppt.“  –  Aber auch „in dieser verfälschten Fassung“ habe sich der Text eindeutig gegen die Forderung gewandt, das Sexualstrafrecht abzuschaffen.

Beck: „Gleichwohl war auch ich in jener Zeit in dem Irrtum gefangen, dass sexueller Missbrauch und manche pädophilen Handlungen unterschiedliche Tatbestände seien“.  – 1988/89 hätten ihm neue Forschungen und die Arbeit von Opferhilfe-Organisationen die Augen geöffnet. Seither sage er ganz klar: „Praktizierte Pädophilie ist in jedem Fall ein Verbrechen. Auch in der politischen Schwulenbewegung hat man viel zu lange über die strukturierte Asymmetrie der Erwachsenen-Kinder-Beziehung hinwegschwadroniert.“

Am 13. Mai hatten die Grünen im Bundesvorstand beschlossen, den Umgang ihrer Partei mit Pädophilie in der Vergangenheit aufarbeiten zu lassen. „Wir wollen genauer wissen, wie lange und in welchem Umfang Gruppen, die völlig inakzeptable pädophile Forderungen nach Straffreiheit für Sexualität von Erwachsenen mit Kindern vertreten haben, innerhalb der Partei wirken konnten“, heißt es in dem Beschluss. Beck sagte dazu: „Ich finde es vernünftig, dass sich jetzt ein Forscher mit dem Thema systematisch auseinandersetzt.“

Quelle: www.idea.de


Unser PLÄDOYER für das LEBENSRECHT der wehrlosen KLEINSTEN

Pro-Life-Poster des Ecclesia-Plakatdienstes

POSTER des ECCLESIA-Plakatdienstes in Münster

PLAKAT aus dem katholischen KOMM-MIT-Verlag in Münster


Grüne Vergangenheit und Kindersex: Die CSU fordert restlose Aufklärung

Die CSU hat den Grünen mangelnde Aufklärungsbereitschaft über die Rolle von Pädosexuellen in der Frühphase der Partei vorgeworfen.

„Die Grünen wollen anscheinend einen Teil dieser Akten nur deswegen unter Verschluß halten, weil noch aktive Politiker der Partei davon betroffen sein könnten“, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt der Bild am Sonntag.

Gleichzeitig forderte er Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) auf, zu prüfen, inwieweit pädosexuelle-Gruppen in den achtziger Jahren von der grünen Bundestagsfraktion finanziell unterstützt worden seien.

Auch CSU-Chef Horst Seehofer bezweifelte, daß die Grünen  –  wie  von ihnen angekündigt  –  den Einfluß von Pädosexuellen auf die Partei restlos aufklären wollen. „Das sieht nach einem reinen Lippenbekenntnis aus“, sagte er der Welt am Sonntag.

Die Debatte war anläßlich der Verleihung des Theodor-Heuß-Preises an den Grünen Europaabgeordneten Daniel Cohn-Bendit entbrannt. Diese war von CDU und FDP wegen Cohn-Bendits früherer Äußerungen über Intimitäten mit Kindergartenkindern scharf kritisiert worden.

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach sich daraufhin für eine Aufarbeitung der Rolle von Pädophilie-Befürwortern in der Anfangszeit seiner Partei aus.

Kurze Zeit später beschloß der grüne Bundesvorstand, einen Wissenschaftler mit einer entsprechenden Untersuchung zu beauftragen. 

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


Palästinensisches Propaganda-Video widerlegt: 12-jähriger Knabe starb nicht durch israelische Kugeln

Mohammed al-Dura wurde weltweit zur Symbolfigur aufgebaut

Der zwölfjährige Mohammed al-Dura, der im Jahr 2000 angeblich in den Armen seines Vaters von israelischen Soldaten erschossen worden war, wurde weltweit zu einer palästinensischen Symbolfigur. Millionen von Fernsehzuschauern trauerten mit seinem Vater, der sein Kind nicht vor den Kugeln retten konnte. 130520_aldurabriefmarke

Tunesien gab eine Briefmarke für das „Märtyrerkind“ heraus (siehe Foto).

Doch schon bald kamen Zweifel auf. Eine von der israelischen Regierung eingesetzte Untersuchungskommission, die den Tod des Knaben untersuchte, hat am Wochenende ihre Ergebnisse vorgelegt.

Die Experten kommen zu dem Schluß, daß der Junge am Ende des Videos noch am Leben war. Es gebe keine Belege dafür, daß das Kind von israelischen Kugeln getroffen worden sei, wie das der französische Staatssender „France 2“ behauptet hatte und damit eine weltweite Welle der Empörung auslöste.

Bereits im Jahr 2002 hatte die deutsche Journalistin Esther Schapira Zweifel daran geäußert, daß Mohammed al-Dura von Israelis erschossen wurde. In ihrer Dokumentation “Drei Kugeln und ein totes Kind – Wer erschoss Mohammed al-Dura?“ kommt sie zu dem Ergebnis, daß wahrscheinlich palästinensische Kugeln das Kind trafen.

Die Fälschungsvorwürfe beschäftigen seither französische Gerichte. Widerspruch zur Darstellung im französischen Fernsehen gab es auch von Gerichtsmedizinern: Sie hatten festgestellt, daß Aufnahmen von der Beerdigung des 12-Jährigen einen anderen Jungen zeigen als jenen im Schußwechsel-Video.

Quelle (Text/Foto): http://www.israelheute.de


Überlegungen zum Interview-Buch „Endlich zuhause“ von Volker Jordan

Spannend und lebensnah: Jordans Weg zur Kirche

Wenn immer wir Menschen zu staunen beginnen, entsteht grundlegend folgende Frage: Warum existiert überhaupt etwas; warum gibt es kein absolutes Nichts?  –  Daraus folgt die weitere Frage: Was bin ich  – und warum bin ich?

Aus unserem irdischen Dasein erhalten wir keine endgültige und befriedigende Antwort. So entstanden die Religionen, die aus einer nicht faßbaren, übernatürlichen Wirklichkeit eine tragfähige Antwort erhoffen.  Volker Jordan, Endlich zuhause

Für den gläubigen Christen  ist Jesus Christus die Antwort des Ewigen, das menschgewordene Wort Gottes.   

Die Tragödie der Christenheit besteht in den nicht mehr überschaubaren Konfessionen und Denominationen. Der junge Historiker und Konvertit Volker Jordan ist überzeugt: Das kann nicht der Wille Gottes sein, betet doch Jesus selbst:

„Alle sollen eins sein. Wie du Vater in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie eins sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17, 21).

Volker Joseph Jordan  (1972 – 2o13) gehörte bis ein Jahr nach seiner Konfirmation der evangelisch-lutherischen Kirche an, verließ diese dann und begann eine staunenerregende Suche nach einer Kirche, die für ihn  die wahre Stiftung Christi sein sollte. 

Durch gründliche fortlaufende Studien brachte er einerseits die notwendige geistige Ausrüstung  mit, zum anderen brachte er seine unvoreingenommene Offenheit  in jede kirchliche Gemeinschaft ein,  die er kennenlernen konnte. 

Immer war es derselbe Jordan, geprägt von seiner konservativen Grundeinstellung und einem konsequent denkenden, wachen Verstand.

Ein vorrangiges Kriterium seiner Wertungen war die Schlüssigkeit  von Lehre und ihre  Umsetzung in das christliche Leben. Das „sola-scriptura“ -Prinzip („Allein die Bibel“) konnte  er bald  nicht mehr  akzeptieren, weil es theologisch  und  kirchengeschichtlich nicht begründbar  ist und zudem selbst in der Praxis der protestantischen Konfessionen gar nicht umgesetzt werden konnte.   imm037_35A

Durch Jordans Begegnungen, Gespräche und praktische Teilhabe am  Glaubensleben der von ihm aufgesuchten christlichen Konfessionen und Gemeinschaften sowie durch  – von einer unbändigen Wahrheitssuche bedingte  –  kritische Auseinandersetzung  mit den jeweiligen Theologien erhält der  Leser einen bemerkenswerten Einblick in die Vielfalt und Unterschiedlichkeit dessen, was unter christliche Kirchen heute erfahrbar ist. 

Auf dem Umweg über die Orthodoxie findet Jordan (siehe Foto) schließlich zur  römisch-katholischen  Kirche.

Was sind entscheidende Kriterien für seinen Schritt? :

1. Das organische und ganzheitliche  Denken nach dem Grundsatz: Die Gnade setzt die  Natur voraus und vollendet sie.

2. Die Bedeutung der Sakramente (Hereinbrechen des Göttlichen  in unsere Welt).  

3. Das tiefe Verstehen der hl. Eucharistie als Opfer und Mahl, getragen von dem nur im Glauben faßbarem Geheimnis der Realpräsenz des gekreuzigten ujnd auferstanden Christus. (Die recht ausführliche Darstellung der so unterschiedlichen Verstehensweise des Abendmahls bei Lutheranern und Calvinisten/Zwinglianern in Gegenüberstellung zur katholischen Lehre kann für manchen Katholiken zur stärkeren Wertschätzung des eigenen Glaubens führen).

In der katholischen Kirche  findet Volker Jordan sowohl die mütterliche (Maria) wie auch die väterliche Komponente (den Papst) repräsentiert.

Wohltuend ist auch seine kritische und zugleich sachliche, ruhige Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Medjugorje“.

Dadurch, daß die Glaubensschritte dieses radikal suchenden jungen Menschen in  Dialogform (mit Felizitas Küble als theologisch versierter Gesprächspartnerin) dargelegt wird, erfahren wir Jordans geistliche Entwicklung als spannend und lebensnah. 

Neben den notwendigen Literaturangaben ist ein sehr ausführliches Stichwortverzeichnis positiv hervorzuheben.

Dieses lehrreiche Interviewbuch „Endlich zuhause“ ist jedem zu empfehlen, vor allem jenen, die ihren eigenen Glauben vertiefen möchten. Es ist im Augsburger Dominus-Verlag erschienen.

Der Autor ist pensionierter Studienrat und unserer Redaktion persönlich bekannt


„Im Feuer wird das Gold geprüft“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesus Sirach 2,1-11:

Mein Sohn, wenn du dem HERRN dienen willst,
dann mach dich auf Prüfungen gefaßt!
 
Sei tapfer und stark,
zur Zeit der Heimsuchung überstürze nichts!     
Dr. Bernd F. Pelz
Hänge am HERRN und weiche nicht ab,
damit du am Ende erhöht wirst.
Nimm alles an, was über dich kommen mag,
halte aus in vielfacher Bedrängnis!
Denn im Feuer wird das Gold geprüft,
und jeder, der Gott gefällt,
im Schmelzofen der Bedrängnis.
 
Vertrau auf Gott, ER wird dir helfen,
hoffe auf ihn, ER wird deine Wege ebnen.
Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, hofft auf sein Erbarmen,
weicht nicht ab, damit ihr nicht zu Fall kommt.
Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, vertraut auf ihn,
und ER wird euch den Lohn nicht vorenthalten.
Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, hofft auf Heil,
auf immerwährende Freude und auf Erbarmen!
 
Schaut auf die früheren Generationen und seht:
Wer hat auf den HERRN vertraut
und ist dabei zuschanden geworden?
Wer hoffte auf ihn und wurde verlassen?
Wer rief ihn an, und ER erhörte ihn nicht?
Denn gnädig und barmherzig ist der HERR;
ER vergibt die Sünden und hilft in der Not.
 

Foto: Dr. Bernd F. Pelz