Pfingstfestival mit 5000 Jugendlichen in Salzburg zeigt schwärmerische Tendenzen

Pfingstprediger Pete Greig und seine charismatische „Vision“

Am Pfingstwochenende dieses Jahres wurde in Salzburg ein äußerlich sehr erfolgreiches Festival veranstaltet, das 14. „Fest der Jugend“, an dem ca. 5000 Jungen und Mädchen aus ganz Europa teilnahmen, wobei viele von ihnen zur Beichte gingen oder still im Dom beteten  –  soweit durchaus erfreulich.

Gemeinsam mit mehreren Bischöfen und zahlreichen Priestern feierten die vorwiegend jungen Leute ab dem 17. Mai 2013 vier Tage lang mit Andachten, Gottesdiensten, Katechesen, Theateraufführungen und Gruppengesprächen, zudem mit heißen Rhythmen, Tänzen und der in charismatischen Kreisen üblichen “Lobpreismusik”. ???????

Die Massenaufläufe von Freitag bis Pfingstmontag standen unter dem Motto „Neues Feuer braucht das Land“; sie waren vielfach geprägt von gruppendynamisch-suggestiven Elementen (z.B. in etlichen Ansprachen oder im Rahmen der „Gebetsteams“) sowie euphorischen Manifestationen.

Die Großveranstaltungen wurden meist von Georg Meyer Melnhof (GMM) moderiert, einem Sproß der bekannten österreichischen Großgrundbesitzerfamilie Meyer Melnhof. GMM ist ein katholischer Familienvater und Religionslehrer, der einst Priester werden wollte, das Seminar verließ, heiratete und später die Loretto-Gemeinschaft gründete, die sich auf den italienischen Marienwallfahrtsort Loreto bezieht.

Die von GMM initiierten Loretto-Gebetsgruppen verstehen sich als „marianisch – eucharistisch – charismatisch“ und sind in ganz Österreich verstreut.

Pfingstprotestantische Gebetsbewegung 24/7

Die früheren „Pfingst-Kongresse“ dieser Gemeinschaft werden heute als „Fest der Jugend“ bezeichnet. Das diesjährige Festival wurde vom erscheinungsbewegten „Radio Maria“ größtenteils live übertragen. Dieser große Andrang der Jugend zu einem christlichen Festival mag zunächst positiv erscheinen.

Manches jedoch, was dort inhaltlich präsentiert wurde, zumal von Vertretern der protestantisch-pfingstkirchlichen “Gebetsbewegung 24/7″, erweist sich als fragwürdig bis irrgeistig. (Die Zahlenfolge “24/7“ bezieht sich auf das 24-stündige Gebet in einer 7-Tage-Woche; in der Loretto-Gemeinschaft konkret auf die eucharistische Anbetung.)

Gründer und nach wie vor führender Vertreter der charismatischen Gebetsbewegung „24/7“ ist Pete Greig; seine endzeitschwärmerische “Vision” spielte beim Salzburger Jugendfest eine große Rolle. Dieser Greigschen 24/7-Bewegung hat sich auch die erwähnte katholische Loretto-Gemeinschaft angeschlossen, die das „Fest der Jugend“ in Salzburg organisierte.

“Der HERR rüstet weltweit sein Volk”…

Wie zu erwarten war, veröffentlichte die Nachrichtenseite „Kath.net“ einen begeisterten Jubelbericht über dieses österreichische Festival. Unter dem Zwischentitel “Der HERR rüstet weltweit sein Volk” schreibt das Internetportal Folgendes: PAX

“Die Bibel in Joel 3 beschreibt die Folgen von Gebet, mittlerweile nicht nur bei 24/7 oder Loretto, sondern weltweit neu entflammt zu beobachten:

“Danach aber wird es geschehen, / dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, / eure Alten werden Träume haben / und eure jungen Männer haben Visionen.”

Unsere Gebete mobilisieren den Himmel, erneuern die Kirche und verändern die Welt. Durch Gebet erfahren wir Gott, seine Gegenwart, seine Kraft, seine Herrlichkeit, seine Barmherzigkeit.“

Dieses Zukunftsbild einer weltweiten “Erweckung” ist typisch für die Charismatische Bewegung, die sich hierbei gerne auf “Joel 3″ im Alten Testament beruft.

Ist diese verheißungsvolle Bibelstelle angesichts zahlreicher Visionäre unserer Zeit, “begnadeter” Seher, so vieler “Heiler” und “Propheten” nicht wunderbare Wirklichkeit geworden?

“Joel 3″ ging bereits in Erfüllung

Der Schein trügt, weil diese Ankündigung zu Pfingsten bereits in Erfüllung ging, wie das NT bestätigt:

Der hl. Apostel Petrus verweist auf diese alttestamentliche Verheißung (vgl. Apg 1,16 f), um damit die Ausgießung des Heiligen Geistes in der Jerusalemer Urgemeinde zu erklären. Das Pfingstereignis ist somit die “Lösung” dieser Prophetie. Das will man in Schwärmerkreisen ungern wahrhaben, weil dies eigenen Träumen einer heutigen (!) Verwirklichung von Joel 3 widerspricht. polskaweb

Im Festival-Heft der Loretto-Gemeinschaft wird passend dazu eine “Vision” von Pete Greig präsentiert, die aus dessen Buch “Red Moon Rising” stammt.

Greig, der in einer protestantischen Freikirche hochkam und heute in der anglikanischen “Church of England” aktiv ist, gilt gleichsam als Urvater der neuen 24/7-Aufbrüche; er ist mittlerweile deren “Gebets-Direktor.“

Der Charismatiker lebt im englischen Guildford mit seiner Frau und zwei Kindern. Seine 24/7-Bewegung praktiziert eine stark von Rockrhythmen geprägte „Lobpreismusik“ und beeinflußt zunehmend auch die katholisch-charismatische „Erneuerung“, z.B. die dort angesiedelte Jugendbewegung FCKW; das Kürzel dieser stark von „24/7“ geprägten Initiative bedeutet: „Fröhlich  – Charismatisch Katholisch (sind) wir“.

Pete Greigs “prophetischer Traum”

Die Webseite der Lorettogemeinschaft (Loretto.at) schreibt Folgendes zu Pete Greigs besonderer „Vision“:

“Seine „VISION“ haut mich jedesmal wieder vom Hocker, wenn ich sie lese – du findest sie gleich im Anhang…Frag dich, was du schon erkennen kannst von diesem prophetischen Traum. Mir kommt vor, es wird immer klarer, immer spannender, immer verrückter.

Pete Greig betete mit vielen Leute letzte Woche bei einem Kongress in Frankfurt über unsere kleine Gemeinschaft und die Prophetischen Worte, die geschenkt wurden, waren phantastisch…Komm und sei dabei  –  der HERR sammelt und salbt sein Volk in diesen Tagen und viele bemerken es schon: Der Riese ERWACHT!”

Unreife Schwärmerei, mag man zunächst denken, doch dahinter steckt mehr als nur Naivität oder pubertärer Überschwang.

Das hier gefeierte Traumbild ist typisch für die charismatische Vorstellung einer anbrechenden “globalen Erweckung”; die Vision hat also durchaus “System”, sie ist Teil eines festgefügten Gedankenkonzeptes, das freilich in immer neuen und verschiedenartigen Facetten präsentiert wird.

Diesmal ist die enthusiastische Ankündigung in einer sehr dramatisch klingenden, wohl unbedingt “modern” sein wollenden Sprache formuliert, was sich aus der Eigenart des Greigschen Stils ergibt.

Hier folgen einige wesentliche Abschnitte daraus:

“Die Vision ist JESUS  –  der gefährliche, unverwechselbare Jesus. Der Jesus, der dich total in Beschlag nimmt. Die Vision ist eine Armee von jungen Leuten. Du siehst Totengebeine? Ich sehe eine Armee. Und sie sind FREI vom Materialismus…

Sie können Kaviar am Montag essen und Brotrinde am Dienstag. Sie würden noch nicht mal den Unterschied merken. Sie sind mobil wie der Wind und gehören den Nationen. Sie brauchen keinen Pass. Die Leute schreiben ihre Adressen nur noch mit dem Bleistift auf und fragen sich, was für merkwürdige Typen sind das bloß? Sie sind frei, und doch Sklaven der Verwundeten, Dreckigen, Sterbenden.

„Für sie ist das Gute nicht gut genug“

Was ist die Vision?  –  Die Vision ist Heiligkeit, Heiligkeit, die den Augen weh tut. Sie bringt Kinder zum Lachen und ärgert die Erwachsenen. Es geht um Leute, die das Spiel aufgegeben haben, nach außen hin eine weiße Weste zu haben, um Eindruck zu schinden. Es geht um Leute, die nach den Sternen greifen. Für sie ist das Gute nicht gut genug, sie strecken sich nur nach dem Besten aus.

Geradezu gefährlich reine Leute. Sie brauchen ihre geheimen Motive nicht zu verstecken, und auch nicht ihre privaten Gespräche. Es sind Leute, die andere von ihren selbstmörderischen Abenteuern weglieben, weg von ihren satanischen Spielen. Es geht um eine Armee, die ihr Leben für die große Sache lassen wird. Eine Million mal pro Tag sind ihre Soldaten bereit, eine Niederlage einzustecken, um eines großen Tages den entscheidenden Sieg zu erringen und zu hören: „Gut gemacht, ihr treuen Söhne und Töchter“.

Dabei geht es bei diesen „Abenteurern“ aber keineswegs nur um ein kleines Häuflein von Idealisten und Anhängern  –  nein, die „Vision“ spricht euphorisch von einer „großen Masse“:

„Diese Helden sind am Montagmorgen genauso radikal wie am Sonntagabend. Sie haben es nicht nötig, sich einen großen Namen zu machen, ihre eigene Ehre zu suchen. Darüber können sie nur müde lächeln. Es geht nicht um einzelne Stars, sondern um die große Masse, die immer wieder denselben Kriegsschrei auf den Lippen hat: „Vorwärts, COME ON!“  – Und sie sind diszipliniert. Jünger, junge Leute, die ihren Körper zum Gehorsam zwingen.

Jeder Soldat bereit, für seinen Kriegskamaraden eine Kugel abzufangen. Das Tattoo auf ihrem Rücken sagt: „Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn.“   –  Opferbereitschaft lässt das Feuer des Sieges in ihren Augen brennen. Sie schauen nicht nach unten, sondern nach oben. Sieger, Märtyrer. Wer kann sie aufhalten? Können Hormone sie zurückhalten? Können Niederlagen sie entmutigen? Kann Furcht ihnen Angst einjagen, kann der Tod sie umbringen?

Mit Blut, Schweiß und Tränen…“

Würden sie ihr Image oder ihre Beliebtheit aufgeben? Sie sind bereit, selbst ihr eigenes Leben niederzulegen, mit den Todeskandidaten – schuldig wie die Hölle selbst – den Platz zu tauschen. Den elektrischen Stuhl statt eines Thrones. Mit Blut, Schweiß und Tränen, in vielen schlaflosen Nächten und an fruchtlosen Tagen beten sie, als ob alles von Gott abhängt, und sie leben, als ob alles von ihnen abhängt.

Ihr genetischer Code ist JESUS. Er atmet aus – sie atmen’s ein. Bei ihnen singt selbst das Unterbewusstsein. Sie hatten eine Bluttransfusion von Jesus. Ihre Worte bringen die Dämonen in den Einkaufszentren zum Schreien. Hörst du diese Armee kommen? Blast die Posaune für die Verrückten! Ruft sie zusammen, die Verlierer und Freaks.

Hier kommen sie, die Ängstlichen und Abgelehnten mit Feuer in ihren Augen. Sie laufen aufrecht, und die Bäume klatschen Beifall, die Hochhäuser verbeugen sich, die Berge erscheinen klein, verglichen mit diesen Kindern einer anderen Dimension.

Ihre Gebete mobilisieren den Himmel und wecken den alten Traum von Eden wieder auf. Und diese Vision wird wahr werden, sie wird erfüllt werden. Sie wird mit Leichtigkeit geschehen, und zwar bald. Woher ich das weiß? Weil es das Sehnen der ganzen Schöpfung ist, das Stöhnen des Geistes, der Urtraum Gottes.“

Theologisch gefährlich: Post-Millenarismus

Soweit „Urvater“ Pete Greigs enthusiastische „Vision“, die eine solch positive Aufnahme ins katholische Salzburger Festivalheft fand. Der Herr Prophet war auch selber auf dem Jugendkongreß anwesend und hielt dort Referate und Katechesen.  

Allerdings handelt es sich bei Greigs Vision nicht nur um eine schwärmerische Schreiberei; sie gehört vielmehr zum problematischen Post-Millenarismus, der weder von der Hl. Schrift noch vom kirchlichen Lehramt her legitimiert ist.

Dieser chiliastische Standpunkt geht davon aus, daß durch wirkmächtige  Verkündigung und eine phänomenale Geist-Aussendung ein weltweites christliches Friedensreich entstehen wird. Christus erscheint danach als Weltenrichter: also zunächst kommt das “Millennium”, dann erst die Wiederkunft Christi.

Diese These, die konfessionsübergreifend in Charismatikerkreisen verbreitet ist, wird von der kath. Kirche abgelehnt, zumal sie der Heiligen Schrift widerspricht, vor allem den klaren Paulusworten in 2 Thess 2,2 ff.

Glaubenskongregation lehnt Vassulas Visionen ab

Kardinal Joseph Ratzinger erließ als Präfekt der Glaubenskongregation im Oktober 1995 eine Notifikation zur griechisch-orthodoxen “Seherin” und angeblichen “Stigmatisierten” Vassula Ryden. 75743_14122011

Darin werden einige Irrtümer der “Visionärin” aufgelistet, darunter auch ihre post-millenaristischen bzw. chiliastischen Vorstellungen; so heißt es z.B. wörtlich in der Vatikan-Note über Vassulas “Botschaften”.

“In chiliastischer Weise wird ein entscheidendes und glorreiches Eingreifen Gottes prophezeit, der im Begriff sei, auf Erden noch  v o r  der endgültigen Ankunft Christi ein Zeitalter des Friedens und des allgemeinen Wohlergehens zu errichten.”

Nicht erst heute, schon durch die Jahrtausende hindurch hat das kirchliche Lehramt mit seiner nüchternen Haltung endzeitschwärmerische „Botschaften“ abgelehnt, so bereits im 2. Jahrhundert entsprechende Visionen des selbsternannten Propheten Montanus und seiner beiden „begnadeten“ Gefährtinnen, die zusammen mit dem Wanderprediger viele enthusiastischen Anhänger sammelten und sektiererische Gemeinden gründeten.

Im Hochmittelalter erteilte die Kirche ähnlich gearteten Spekulationen des Joachim von Fiore ebenfalls eine klare Absage: Der italienische Abt kündigte ein Heilig-Geist-Friedensreich an, das vor der Wiederkunft Christi eintreten werde; er bezeichnete diese ersehnte Phase übrigens als „Drittes Reich“, denn nach dem Reich des Vaters im Alten Bund und dem Reich des Sohnes  im Neuen Bund sei dies als drittes heilsgeschichtliches Zeitalter auf Erden anzusehen.

Das katholische Lehramt lehnte Fiores Vorstellungen eindeutig ab: sowohl wegen der postmillenaristischen Verirrung wie auch wegen seiner ecclesiologischer Ideen über jenes kommende Heilig-Geist-Reich, das die Menschen direkt “von oben her” geisterleuchte, so daß sich die Kirche als Instanz der Glaubensvermittlung weitgehend zu erübrigen schien.

Nicht angeblich prophetische „Visionen“ oder spekulative Traumwelten sind für die Kirche wegweisend, sondern die Ausführungen des hl. Paulus, der im 2. Brief an die Thessalonicher bereits vor „Naherwartungen“ und Endzeitschwärmerei warnte. nikolaus

Der Völkerapostel verdeutlicht, daß die Zeit unmittelbar vor der Wiederkunft Christi keineswegs durch ein universales christliches Reich geprägt ist, sondern vielmehr durch Glaubensabfall, (un)sittlichen Niedergang und das verführerische Auftreten des Antichristen (2 Thess 2,2-9):

„Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der angeblich von uns stammt, behauptet wird, der „Tag des Herrn“ sei schon da.

Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt. (…)

Dann wird der gesetzwidrige Mensch allen sichtbar werden. Jesus, der Herr, wird ihn durch den Hauch seines Mundes töten und durch seine Ankunft und Erscheinung vernichten.

Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans besitzen. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder vollbringen.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

DIESER ARTIKEL erschien auch in der Zeitschrift THEOLOGISCHES (Nr. 7 – 8/2013)


6 Kommentare on “Pfingstfestival mit 5000 Jugendlichen in Salzburg zeigt schwärmerische Tendenzen”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Der Angriff auf die Wahrheit – über die charismatische Bewegung

    http://dir.sermon-online.com/german/GeorgWalter/Der_Angriff_Auf_Die_Wahrheit_2009.pdf

    Heiliger Geist

    http://www.hier-luebeck.de/kultur-wissenschaft/glaubhaft/der-heilige-geist-biblische-lehre-nach-veroffentlichungen-von/

    Der Heilige Geist – Biblische Lehre
    nach Veröffentlichung von Jakob Zopfi, Reinhold Ulonska, Rolf Wiesenhütter u.a.

    Bearbeitet und ergänzt für die Christengemeinschaft Fehmarn e.V.

    Einleitung: Eine Geschichte, erzählt von Reinhold Ulonska!

    http://www.hier-luebeck.de/category/kultur-wissenschaft/glaubhaft

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  2. Dieter sagt:

    Wer Pete Greig als einen Schwärmer bezeichnet, hat sich nicht mit dem Leben dieses Mannes auseinandergesetzt.
    Dieser Mann hat ein Buch über nicht beantwortetes Gebet beschrieben, ist ungeplant Leiter einer Gebetsbewegung (der englischen 24/7) geworden und hält am Gebet fest obwohl seine Frau an den Folgen einer Gehirn-Tumor-Operation leidet.
    Ich schätze Pete Greig als einen authentischen Christen, der einen an den Tiefen seines Glaubens teilhaben lässt.
    Ihn als Schwärmer zu bezeichnen ist ein Unding!
    Ich empfehle Ihnen das Buch
    „Offline: Warum antwortest du nicht, Gott?“ zu lesen.

    Darüberhinaus strotzt ihr Bericht von Halbwahrheiten:
    In Guildford ist Pete Greigs geistliche Heimat in der Emmaus Community Church.
    Darüberhinaus ist Pete Greig Leiter des Gebets von Alpha an der anglikanischen Holy Trinity Kirche in London.
    http://www.htb.org.uk/leadership-group/ministry-heads
    Die anglikanische Kirche auch bekannt als die „Church of England“ ist keine x-beliebige Freikirche!

    HTB London ist eine Kirche mit vielen jungen Menschen im Herzen Londons und 4000 Besuchern in den Sonntagsgottesdiensten.

    Wenn Sie Pete Greig als Schwärmer abkanzeln, sollten sie dies genau so mit Justin Welby, dem Erzbischof von Canterbury und mit Kardinal Schönborn, dem Erzbischof von Wien oder auch Vater Raniero Cantalamessa, dem Prediger des päpstlichen Hauses tun.
    Alle schätzen die Arbeit der HTB-Church, was insbesondere den Alpha-Kurs angeht.

    Jugendliche neigen glücklicherweise zu Begeisterung und falls Kirche die nächsten beiden Generationen in unserer atheistischen westlichen Welt überleben soll, braucht sie eine Erneuerung.
    Sonst stirbt Kirche ganz einfach aus.

    Wer Pete Greigs Buch „Red Moon Rising“ gelesen hat ist da klar im Vorteil: Pete Greig hat die Gebetsbewegung der deutschen Herrnhuter-Bewegung des Grafen Zinzendorf einfach wieder neu entdecken dürfen und adaptiert sie auf unsere Zeit.
    Zeitgleich haben auch andere Menschen und Gruppen die Bedeutung des Gebetes erfasst:
    -So Loretto in Österreich, schon sehr lange bevor Pete Greig in Salzburg war:

    „1987 entsteht Loretto Wien, in einer kleinen Studentenwohnung: Drei Jugendliche treffen sich, um gemeinsam den Rosenkranz zu beten und danach Wurstbrote zu essen.“
    Anlass dafür war eine Wallfahrt nach Medjugorje . In ihren Herzen wuchs die Sehnsucht das Erlebte zu Hause weiter zu leben. Das war der Anfang unseres ersten Gebetskreises, der Anfang der Loretto Gemeinschaft.

    – Oder Johannes Hartl in Augsburg mit dem Gebetshaus dort.
    – Oder Mike Bickle mit dem International House of Prayer in Kansas City.
    – Ebenso gibt es diverse Kommunitäten, die die alten klösterlichen Gebetstraditionen in unsere Zeit transferieren: Von Iona, der Northcumbria Community, bis zu in Deutschland ansässigen Kommunitäten wie Don Camillo oder Chemin Neuf, auch dort stellt Gebet einen zentralen Aspekt dar.

    24/7 ist keineswegs die Bewegung eines Mannes sondern Gebet vieler bewegten Christen auf der ganzen Welt….

    Im übrigen haben die größten Gebetsbewegungen ihren Ursprung in Asien und Afrika.
    Besonders erwähnenswert sind hierbei die Länder Süd-Korea und die Philippinen.

    Bevor sie über einen gestandenen Mann Gottes und einige neue Gebetsbewegungen so locker den Stab brechen bitte ich sie deutlich genauer zu recherchieren.

    Noch 2 Links aus Kath.net zum Pfingsttreffen in Salzburg:
    http://www.kath.net/news/41363

    http://www.kath.net/news/38270

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    • Guten Tag,
      hier können Sie nachlesen, daß Pete Greig zum Leitungsteam der Relevation-Church („Offenbarungs-Kirche“) gehört, einer interkonfessionellen, protestantischen FREIKIRCHE: http://www.jesus.org.uk/blog/talking-to/talking-to-pete-greig
      Das schließt doch nicht aus, daß er mitunter zugleich in der anglikanischen Kirche tätig ist.
      Den Punkt „Schwärmertum“ haben wir erstens klar begründet (Sie brauchen dem nicht zustimmen, doch fest steht, daß wir argumentiert und nicht drauflosbehauptet haben), zweitens haben wir Pete Greig ausführlich selber zu Wort kommen lassen.
      (Von „locker den Stab brechen“ oder Halbwahrheiten, wie Sie uns vorwerfen, kann folglich keine Rede sein.)
      Drittens finden Sie in diesem CHRISTLICHEN FORUM massenhaft kritische Artikel auch über katholische Charismatiker, übrigens auch zu Kardinal Schönborn.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Dieter sagt:

        Herzlichen Dank für Ihren Linkhinweis! Leider beziehen sie sich auf veraltete Informationen aus dem Jahr 2002: „Talking To Pete Greig, Published on 1st May 2002“.
        Pete Greig lebt heute in Guildford und ist dort wie bereits erwähnt in der Emmaus Rd Community Church:
        http://www.emmausrd.com/about/leadership
        Nochmal zum Thema zurück:
        Die halbe anglikanische Kirche und dazu noch die neuen weltweiten Gebetsbewegungen in die Nähe von Schwärmerei zu rücken halte ich weiterhin für übertrieben.
        Ich finde es einfach fantastisch, das eine neue Generation es sich antut die Kirchengebäude wieder von innen sehen zu wollen.
        Und die ewige Streiterei um das deutsche Dauerthema Heiliger Geist hat die Kirchen jedenfalls auch nicht mehr gefüllt.
        Und am deutschen Sonderweg der „Berliner Erklärung“ halten wirklich nur noch sehr wenige, sie jallerdings auch noch, wie ich recherchieren konnte, fest.
        IMHO besteht seit genau dieser Zeit eine massive Spaltung der Christenheit in Deutschland.
        So extrem, wie hierzulande Auseinandersetzungen um das Thema Heiliger Geist geführt werden, habe ich dies in keinem anderen Land der Welt bisher wahrnehmen können.
        Diese Zerrisenheit hat uns umso mehr für Führerkulte anfällig gemacht, siehe Drittes Reich und die Kirche in Deutschland war bis auf wenige warnende Stimmen nicht willens oder nicht in der Lage autoritären und menschenverachtenden Strukturen etwas entgegenzusetzen.
        Solche Fähigkeiten wie sie in der chinesischen Untergrundkirche vorhanden sind oder auch in der polnischen Kirche vorhanden waren, fehlen uns weitgehend.
        Daher verstehe ich, das sie nun auch anglikanische Vertreter, zu denen ich auch Pete Greig zähle, unter Beschuss nehmen müssen.
        Zum Punkt Heiliger Geist herrscht in der anglikanischen Kirche ein weitaus größerer Pragmatismus als bei uns möglich.
        Und die anglikanische Kirche sieht besonders die Notwendigkeit der Remissionierung und in diesem Zusammenhang der Zusammenarbeit mit anderen Konfessionen und freien Gruppen.
        Was ich dort wirklich schätze, ist die Ernsthaftigkeit, mit der die Kirche dort versucht die Nichtgläubigen zu erreichen.
        Davon kann ich in Deutschland in keiner der beiden großen deutschen Volkskirchen etwas erkennen.
        Und die Grabenkämpfe, zu denen ich auch ihre Auseinandersetzung mit „schwarmgeistigen“ Gruppen zähle, machen die Kirche zusätzlich nach außen unglaubwürdig und unattraktiv.

        Letztlich ist mir da die knallharte Aburteilung von Atheisten lieber, da weiß ich woher der Wind kommt.
        Um es mit den Worten des Atheisten-Blogs zu sagen:
        „Salzburg: Loretto Gemeinschaft – Junge Hardcore-Katholiken unterwegs

        Tausende junge Christen aus ganz Europa feiern in Salzburg Pfingsten. Organisiert wird das von der Loretto Gemeinschaft, die man der charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche zurechnen kann. Man nennt sie auch Katholikale (Gegenstück zu den protestantischen Evangelikalen). Sie sind papsttreu, charismatisch, bibeltreu etc. oder kurz: christlich fundamentalistisch. Diese Tatsache kommt leider im öffentlich rechtlichen Beitrag nicht vor, oder man weiß es nicht besser.“
        Mehr im Video
        http://tvthek.orf.at/programs/70019-Salzburg-heute/episodes/5968695-Salzburg-heute/5970279-Loretto-Treffen

        Soweit das Zitat.
        Quelle:
        http://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/05/21/salzburg-loretto-gemeinschaft-junge-hardcore-katholiken-unterwegs/

        Aus dem Mund von Atheisten klingt das für mich schon fast wie eine Auszeichnung!
        Wer so unter Beschuss genommen wird, da muss was Gutes dran sein. 🙂
        Was mich besonders erfreut ist, das unter den jungen Menschen immer weniger Interesse an diesen unnötigen kräftezehrenden Auseinandersetzungen der Christen unterinander besteht.
        Der Wind weht sowieso immer schärfer den Christen entgegen, sei es von atheistischer oder islamischer Seite.
        Und eine kraftlose, nur zur Traditionserhaltung religöser Bräuche dienende Kirche, hat in dieser neuen, jungen Generation keine Zukunft mehr.

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      • Guten Tag,
        Pete Greig vertritt wohl kaum die „halbe anglikanische Kirche“, einmal abgesehen davon, daß es in unserem Artikel konkret um seine Erweckungs-Vision geht, die einen typisch schwärmerischen Inhalt präsentiert, was wir auch begründet haben. Bezeichnenderweise gehen Sie hierauf nicht ein. Greigs heutige Tätigkeit innerhalb der anglikanischen Kirche haben wir nun im Artikel vermerkt. Es ist für uns ohnehin nicht von Bedeutung, in welcher konfessionellen „Schale“ sich der Charismatismus zeigt, zumal wir uns – wie bereits erwähnt – auch (und vor allem!) kritisch mit dem Schwärmertum innerhalb der katholischen Kirche befassen.
        Daß sich Atheisten gegen jede Art von religiöser Betätigung wenden, ist nichts Neues – und spricht noch lange nicht für eine bestimmte Richtung. Zudem weiß man aus der Kirchengeschichte, daß sektiererische und schwarmgeistige Strömungen (angefangen von den Montanisten im 2. Jahrh.) moraltheologisch fast immer konservativ waren, was „an sich“ natürlich positiv zu werten ist, doch besteht eine Bewegung nicht allein aus ihren moralischen Auffassungen, sondern auch aus fundamentaltheologischen und spirituellen Faktoren, die nicht durch eine strikte Ethik automatisch ins helle Licht gerückt werden. Bekanntlich kann man sowohl links wie rechts vom Pferd fallen – und die katholische Kirche hat sich im Laufe ihrer zweitausendjährigen Geschichte stets vom Schwärmertum und von rigorosen Sekten distanziert, ohne sich von deren konservativer Moral einlullen zu lassen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  3. Anonymous sagt:

    Naja katholisches Woodstook, ich suchte und fand,siehe es gibt nichts Neues unter der Sonne.
    Es wird nur dann schlimm, wenn irgendwelche Leute dann wirklich, im Vertrauen auf den Guru, total aussteigen

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