Heute vor genau 20 Jahren: Karlsruher Urteil zum Abtreibungs-§ 218

JVL: „Pro Familia die staatliche Anerkennung entziehen

Vor genau 20 Jahren, am 28. Mai 1993, wurde das zweite Abtreibungsurteil des Bundesverfassungsgerichts verkündet. Aus diesem Anlaß hat Bernward Büchner, Vorsitzender der JVL (Juristen-Vereinigung Lebensrecht) und Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht a. D., auf die Untauglichkeit des „Beratungsschutzkonzeptes“ hingewiesen.

In seiner Erklärung heißt es:

„Das von den Karlsruher Verfassungsrichtern damals nur als Versuch gebilligte ‚Beratungs-Schutzkonzept‘ hat sich längst als schutzuntauglich erwiesen.

Für den nach dem Urteil von 1993 gebotenen Schutz jedes einzelnen Lebens war es von vornherein ungeeignet. Denn es überlässt es in den ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft der Letztentscheidung der Schwangeren, ihr Kind aus beliebigen Gründen töten zu lassen. images (2)

Dass diese Entscheidung eine Pflichtberatung voraussetzt, trifft nicht zu. Denn die schwangere Frau ist nach der gesetzlichen Fristenregelung lediglich verpflichtet, vor einem ‚Schwangerschaftsabbruch‘ eine Beratungsstelle aufzusuchen. Eine Mitteilungs- und Gesprächsbereitschaft wird von ihr nicht verlangt. Auch wenn sie sich ausschweigt und eine Beratung deshalb nicht möglich ist, muss ihr der für die straffreie Tötung des ungeborenen Kindes erforderliche Beratungsschein ausgehändigt werden.

Eine Mindestanforderung an die staatliche Schutzpflicht ist nach dem Karlsruher Urteil von 1993 die Erhaltung und Stärkung des Rechtsbewusstseins. Nur wenn das Bewusstsein von dem Recht des Ungeborenen auf Leben wach erhalten werde, könne das Konzept einer Beratungsregelung ‚prinzipiell geeignet sein, das Leben des ungeborenen Kindes zu schützen.‘

An dem vorausgesetzten Rechtsbewusstsein fehlt es jedoch vielfach, weil der ‚beratene‘ Schwangerschaftsabbruch praktisch keine Unrechtsfolgen hat, vielmehr staatlich gefördert und in einem von den Ländern sicherzustellenden Netz von Einrichtungen angeboten wird. Inzwischen wird das Recht ungeborener Kinder auf Leben im öffentlichen Bewusstsein immer mehr durch ein ideologisch begründetes ‚Recht auf Abtreibung‘ verdrängt.

Die erforderliche Anerkennung einer Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle setzt voraus, dass ihr Träger die Gewähr für eine verfassungs- und gesetzeskonforme Beratung bietet. An dieser Voraussetzung fehlt es bei Trägern, die  –  wie z.B.  Pro Familia  –  für ein ‚Recht auf Abtreibung‘ eintreten. Deshalb müsste ihnen die staatliche Anerkennung längst entzogen werden, was jedoch bisher nie geschehen ist. logo_gemalt_gr

Die Hoffnung der Verfassungsrichter, die Mitwirkung der Ärzte könne zugleich Schutz für das Leben des ungeborenen Kindes bewirken, hat sich längst als Illusion erwiesen. Denn Schwangerschaftsabbbrüche werden inzwischen weitgehend von Ärzten durchgeführt, die sich hierauf spezialisiert haben und sich als Gehilfen zur Erfüllung von Tötungswünschen  –  oft weniger der Schwangeren als ihres Umfeldes  –  verstehen.

Trotz der offenkundigen und schwerwiegenden Mängel seines gesetzlichen ‚Schutzkonzepts‘, über welche die offizielle Abtreibungsstatistik nicht hinwegtäuschen kann, hat der Gesetzgeber bisher seine Pflicht zur Beobachtung der Auswirkungen der geltenden Regelung sowie zu deren Nachbesserung bzw. Korrektur ignoriert. An ihre Erfüllung ist deshalb mit Nachdruck zu erinnern.“                                                                   


Der Vatikan ist alarmiert über die Unterdrückung der Katholiken in Rot-China

Die Katholiken in China haben „große Schwierigkeiten, ihre katholische Identität zu behalten“. Das sagte der Sekretär der vatikanischen Missionskongregation, der chinesische Erzbischof Savio Hon Tai-Fai, in einem Gespräch mit Radio Vatikan. „

„Ich spreche hierbei nicht nur von der Untergrundkirche, sondern auch von der offiziell durch den chinesischen Staat anerkannten““, so der Erzbischof, der sich nur selten öffentlich äußert. f759565311

Eine „Mehrheit der Katholiken“ in China „verehrt den Papst und hat den Wunsch nach Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Apostels Petrus“, so der zweite Mann der Missionskongregation. „Doch dieser Wunsch, auch eine sichtbare Verbindung mit dem Papst zu haben, wird beschnitten.“

Die katholische Kirche hat am letzten Freitag erneut einen weltweiten Gebetstag für die Katholiken in China gehalten

Papst Franziskus hatte im Vorfeld zu Gebet für die Glaubensbrüder in der kommunistischen Diktatur aufgerufen und am Donnerstag einen Tweet abgesetzt, in dem er die chinesischen Christen in neun Sprachen dem Schutz der Madonna von Sheshan anvertraute. 

Wie sehr die chinesischen Katholiken die Einrichtung eines eigenen Gebetstages für sie schätzen, geht aus den Worten des italienischen PIME-Missionars Gianni Criveller hervor. Er lebt und wirkt seit 23 Jahren in China. Gegenüber Radio Vatikan erklärt er: 

„Meiner Ansicht nach handelt es sich um einen sehr wichtigen Termin, sehr wertvoll, auch wenn der Universalkirche die gravierende Situation der katholischen Kirche in China noch nicht ausreichend bekannt und bewusst ist. Für die chinesischen Katholiken hingegen ist dieser Tag besonders bedeutsam, seit Papst Benedikt ihn im Jahr 2007 eingerichtet hat. Er konzentriert sich vor allem auf das Nationalheiligtum von Sheshan in Shanghai.“

Insbesondere im Marienmonat Mai träfen sich im Heiligtum der Muttergottes von Sheshan, dem wichtigsten Marienwallfahrtsort Chinas, zahlreiche Katholiken aus den beiden katholischen Kirchen, die es im Land gibt. Bereits die Existenz dieser zwei Kirchen macht die schwierige Situation der chinesischen Katholiken deutlich: sie sind aufgespalten in eine offizielle, staatstreue Kirche und in eine Untergrundkirche.

Doch diese Unterschiede zerfließen angesichts des Gebetstages für die Christen, der der Einheit der Kirche in China und der Universalkirche gewidmet ist.

Quelle: Radio Vatikan / Foto: HMK


Geniale Idee: Evangelischer CDU-Politiker Dr. Frank Steffel wünscht Denkmal für Papst Benedikt in Berlin

Der evangelische Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel will Papst Benedikt XVI. in der Bundeshauptstadt ein Denkmal errichten.

In einem Schreiben an Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) begründet der 46-Jährige seinen Vorschlag damit, daß schließlich ganz Deutschland stolz nach Rom geblickt habe, als im Jahre 2005 Joseph Kardinal Ratzinger zu Papst Benedikt XVI. gewählt wurde, berichtet die „Berliner Morgenpost“ in ihrer heutigen Ausgabe. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Mit dem Berliner Denkmal wolle Steffel sicherstellen, dass Benedikts „Verdienst und sein stetiger Einsatz für die katholischen Christen auf der ganzen Welt nicht in Vergessenheit gerät“. 

Zudem ist es dem Parlamentarier wichtig, dass „der deutsche Papst nicht so sang- und klanglos aus der Zeitgeschichte verschwindet“.

Der Berliner „Tagesspiegel“ schreibt heute über das enorme Echo auf Steffels Initiative:

„Sein Telefon stehe übrigens nicht mehr still, seitdem er die Initiative gestartet hat. Der Kardinal hat sich zwar noch nicht gemeldet und der päpstliche Nuntius auch nicht, aber sonst seien alle begeistert, jedenfalls 98 Prozent seiner Anrufer.“

Daß München für ein mögliches Papst-Denkmal eher infrage komme als das im reformatorischen Kernland liegende Berlin, findet der Christdemokrat nicht. So habe Benedikt bei seinem Deutschland-Besuch 2011 eine „bemerkenswerte Rede“ im Bundestag und eine „bewegende Messe“ im Olympiastadion gehalten.

Dem Bericht zufolge sind tatsächlich Benedikt-Denkmäler in Deutschland noch Mangelware:

Während im katholischen Polen rund 500 Statuen an den 2005 verstorbenen Papst Johannes Paul II. erinnern, gebe es in Deutschland bisher nur insgesamt neun Benedikt-Denkmäler, Büsten, Reliefs und Tafeln sowie einen Benedikt-Weg und eine Benedikt-Briefmarke.

Für seine Berliner Denkmal-Initiative hat sich Steffel mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer aus Altötting-Mühldorf verbündet, dem Heimat-Wahlkreis Ratzingers.

Quellen: Berliner Morgenpost, epd, Tagesspiegel


Mallersdorfer Schwestern wählten M. Jakobe Schmid zur neuen Generaloberin

Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer gratulierte

Bischof Rudolf Voderholzer hat am heutigen Dienstagnachmittag der neuen Generaloberin der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf, Schwester M. Jakobe Schmid, zu ihrer Wahl gratuliert; ebenso der neuen Generalvikarin Sr. M. Melanie Gollwitzer und den drei Generalrätinnen, die ebenfalls gewählt wurden.Ordensleitung Mallersdorfer Schwestern mit Bischof Voderholzer

Bischof Voderholzer erinnerte an die Erfahrung, dass beim Übergang einer bis dahin von Mallersdorfer Schwestern geführten Einrichtung in staatliche Hände für jede der Schwestern bis zu drei Personen eingestellt werden müssten.

Außerdem machte der Bischof darauf aufmerksam, dass die Ordensschwestern derart überzeugend gewirkt haben und wirken, dass „Schwester“ schon zur Berufsbezeichnung geworden sei.

Während des Gesprächs von Superior Dr. Gegenfurtner, der Generaloberin sowie der Generalvikarin mit Bischof Voderholzer herrschte Einigkeit darüber, dass die geistliche Not bei vielen Menschen größer sei als die materielle.

Die 1955 in Gmünd geborene S. M. Jakobe Schmid trat 1975 in die Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf ein und legte am 1. Mai 1984 die ewige Profess ab. Nach ihrer Ausbildung als Krankenschwester war sie in Roding im Krankenhaus tätig, machte dann die Ausbildung zur Pflegedienstleitung und war anschließend im Krankenhaus Berchtesgaden eingesetzt.

1985 wechselte sie in die Pfalz und war in den Krankenhäusern Zweibrücken, Landstuhl und Rodalben tätig. Nach ihrer Ausbildung zur Betriebswirtin war sie im Nardiniklinikum Zweibrücken und Landstuhl in der Geschäftsführung tätig. Beim letzten Generalkapitel 2007 wurde sie als Generalvikarin in die Ordensleitung gewählt.

Nach der Wahl der Generaloberin wurden die Generalvikarin und die drei Generalrätinnen gewählt. Als Generalvikarin wurde die 55-jährige Schwester M. Melanie Gollwitzer gewählt, die in Scheuer (Landkreis Regensburg) geboren wurde.

Sr. M. Melanie trat 1978 in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 13. September 1986 die ewige Profess ab. Nach dem Studium der Sozialpädagogik an der Hochschule in Eichstätt arbeitete sie als Gruppenleiterin einer Kindergruppe im Kinderheim St. Leonhard in Regensburg. Anschließend kam sie an das Pädagogische Zentrum nach Parsberg, wo sie in unterschiedlichen Arbeitsfeldern eingesetzt war. Seit zwölf Jahren ist sie in der ambulanten Kinder-, Jugend- und Familienhilfe tätig.

Als Generalrätinnen wurden sodann gewählt S. M. Magdalen Lay, Pflegedienstleitung im Schwesternkrankenhaus und -altenheim St. Maria, S. M. Rebekka Deiminger, Lehrerin an der Fachakademie für Sozialpädagogik, und S. M. Catherine Brucker, Leiterin der Nardini School in Vryheid, Südafrika.

Mit großem Beifall für ihre außerordentlichen Verdienste wurde die bisherige Generaloberin S. M. Hiltrud Baumer von den Delegierten verabschiedet. In den Dankesworten wurde ihr selbstloser, beispielhafter Dienst für die Ordensgemeinschaft hervorgehoben. Mit großem Dank wurde auch die bisherige Generalrätin S. M. Godehard Haushofer verabschiedet.

Der Segen Gottes und die Fürsprache des seligen Paul Josef Nardini mögen die Ordensgemeinschaft, die in Deutschland, Rumänien und Südafrika insgesamt 56 Niederlassungen hat und in der derzeit 841 Schwestern leben, auch weiterhin begleiten.

Quelle (Text/Foto): Pressestelle Bistum Regensburg


Auf Leben und Tod: Neue vorgeburtliche Selektionsverfahren gefährden Menschsein und Rechtsstaatlichkeit

Mathias von Gersdorff

Weitgehend unbemerkt wurde von der „amedes-Gruppe“, einem Unternehmen für medizinisch-diagnostische Dienstleistungen, in Deutschland ein neuer Test für „nicht-invasive“ Pränataldiagnostik (NIPT-Test) mit dem Namen „Panorama“ eingeführt. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Eine Pressemitteilung dazu (den vollständigen Text siehe hier) wurde am 13. Mai veröffentlicht. Diese wurde von „Russo Partners“, einem im Pharma- und Biotechnologiesektor tätigen PR-Unternehmen redigiert. Die Streuung der Pressemeldung übernahm „Business Wire“, das der Firma „Berkshire Hathaway“ des weltberühmten Investors Warren Buffet gehört.

Man blieb sozusagen „unter sich“: Die Meldung wurde ausschließlich in den wichtigsten Portalen für Wirtschafts- und Unternehmensnachrichten  –  wie Börsen Manager und ähnlichen  –  reproduziert.

Pränataldiagnostik wird aufgrund der ethischen Bedenken kontrovers diskutiert. Daß Hersteller und PR-Leute das wissen, erkennt man gut in der Pressemitteilung selbst und zwar nicht nur in dem, was geschrieben steht, sondern vor allem an dem, was nur suggeriert oder gar verschwiegen wird. Deshalb lohnt es sich, den Text genauer zu analysieren:

Das Verfahren wird in der Presseerklärung folgendermaßen dargestellt:

„Panorama™ ist ein Bluttest, der mit einem innovativen molekulargenetischen Verfahren eine Risikoabschätzung für Chromosomenstörungen des ungeborenen Kindes erlaubt.“

Damit ist gemeint, daß das Verfahren lediglich eine Wahrscheinlichkeit einer genetischen Erkrankung (anhand eines Algorithmus) ausrechnet. Es besteht also nach der Auswertung der Ergebnisse keine Sicherheit darüber, ob das ungeborene Kind tatsächlich krank ist oder nicht.

Aufgrund dieser Wahrscheinlichkeitsrechnung wird dann entschieden, ob das Kind abgetrieben wird oder nicht. Das liegt völlig im Ermessen der Beteiligten. Oft raten Ärzte im Zweifelsfall zu einer Abtreibung, um Haftungsklagen zu vermeiden. Generell gilt, daß statistisch etwa jedes 300. NIPT-Testergebnis (= 0,3 Prozent) nicht zutreffend ist (falsch-positiv oder falsch-negativ)  –  und immerhin 0,5 bis vier Prozent aller Untersuchungen liefern kein klinisch verwertbares Ergebnis.

Alle Verfahren sind nicht frei von Willkür

Es ist natürlich ein Skandal, daß ein Mensch getötet werden kann, nur weil er krank ist. Aber daß dies zudem aufgrund einer Wahrscheinlichkeitsrechnung geschieht, läßt einen das Blut in den Adern gefrieren.

Hier wird nicht allein eklatant die Rechtsstaatlichkeit verletzt, sondern auch elementarste Grundsätze der Menschlichkeit verraten.

Es gibt mehrere Verfahren zur Messung des Krankheitsrisikos. Alle besitzen ein gewisses Ausmaß an Willkür. Das liegt daran, daß man eine Matrix mit sog. „Markern“ erstellt, also „Auffälligkeiten“, die auf eine Erkrankung hinweisen könnten (!). Welche tatsächliche Bedeutung diese Auffälligkeiten haben, ist bis zu einem gewissen Grad Ermessenssache.

„Dazu gehören die Trisomien 13, 18 und 21 sowie Störungen der Geschlechtschromosomen, wie das Turner-Syndrom. Im Falle eines Turner-Syndroms erlaubt die höhere Sicherheit der Diagnosestellung eine optimale Vorbereitung der Geburt und der nachgeburtlichen Versorgung des Kindes.“

Der zweite Satz, der auf das Turner-Syndrom hinweist, versucht, das Verfahren ethisch zu rechtfertigen, nachdem zuvor auf die Trisomien 13, 18 und 21 (Down-Syndrom) eingegangen wurde, die unheilbar sind und heutzutage mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent zu einer Abtreibung führen  –  obwohl die Verfahren der Pränataldiagnostik nur eine Risikoabschätzung liefern.

Dieser Sachverhalt aber wird in der Presseerklärung von „amedes“ nicht offen vertreten. Stattdessen weist man auf die Therapiemöglichkeiten des Turner-Syndroms hin.

Die Mutter wird zum Patienten, das Kind zum Krüppel

„amedes und Natera sehen die nicht-invasive Pränataldiagnostik aus mütterlichem Blut als Ergänzung zur aktuell gängigen Nackentransparenz-Messung und der Messung biochemischer Marker (PAPP-A, freies βhCG).“

Auch die Nackentransparenz-Messung liefert nur eine Risikoberechnung. Dabei wird eine Flüssigkeitsansammlung zwischen dem Nacken und der Nackenmuskulatur gemessen. Je dicker die Flüssigkeitsschicht, desto eher kann eine Erkrankung vorliegen. kleber der katholischen kirche rettet menschenbaby christoferuswerk

Außerdem gibt es viele Fehlermöglichkeiten, da der Fötus lediglich fünf bis acht Zentimeter groß ist und sich für die Ultraschalluntersuchung in einer bestimmten Position befinden muß. Auch die biochemischen Marker geben bloß Hinweise auf eine mögliche Erkrankung.

Da man weiß, daß all diese Verfahren unsicher sind, erfindet man neue, um so die Treffsicherheit zu erhöhen. Eine Frau, die sich auf die Pränataldiagnostik einläßt, gerät auf diese Weise in eine Kette von Untersuchungen, die sie in ihrer hochsensiblen Lage psychisch überfordern und die eine Bindung zum heranwachsenden Kind verhindern.

Die Mutter wird so zum Patienten, das ungeborene Kind wird als potentieller „Krüppel“ behandelt.

„In klinischen Studien lag die Detektionsrate mit dem Panorama Test für die Trisomien 13, 18 und 21 bei 99 Prozent, für die Monosomie-X bei 92 Prozent. Bislang gab es keinen Fall einer Trisomie, der nicht durch den Test erkannt worden war.“

Dies bedeutet freilich nichts anderes, als daß eine noch strengere Selektion von behinderten Menschen erfolgen wird, denn man weiß, daß die Diagnose von Trisomien 13, 18 und 21 in etwa 90 Prozent der Fälle zu Abtreibungen führt.

„Der Test wurde international validiert, u. a. vom Begründer des modernen Pränatalscreening, Dr. Kypros Nicolaides aus England.“

Dr. Kypros Nicolaides ist ein Gynäkologe, der Mehrlingsreduktionen (also Tötung von Föten im Mutterleib bei Vorhandensein von Mehrlingen) im Falle von In-Vitro-Fertilisation vornimmt.

„Mit Anwendung des Tests werden unnötige Fruchtwasseruntersuchungen (Amniocentesen) oder Probenentnahmen des Mutterkuchens (Chorionzottenbiopsien) vermieden.“

Innerhalb dieses allgemeinen Schreckensszenarios hat dieses Verfahren tatsächlich den Vorteil, daß weniger Kinder aufgrund von invasiven Tests, bei denen Fruchtwasser mit einer Spritze aus der Plazenta entnommen wird, umkommen. Zwischen 1,5 und zwei Prozent der Fruchtwasseruntersuchungen führen zu erheblichen Komplikationen, in einem Prozent der Fälle gar zu Fehlgeburten. Man nimmt also den Tod des Kindes in Kauf, um seine Gesundheit zu untersuchen. So groß ist die Angst vor einem Kind, das nicht den gesellschaftlichen Normen entspricht.

Großer Wachstumsmarkt

„Der Panorama™ Test analysiert zellfreie DNA aus mütterlichem Blut und ist der einzige Test, der verläßlich zwischen mütterlichem und fetalem Genotyp differenzieren kann.“

Eine der vielen „Ungenauigkeiten“ der Bluttests wurde also angeblich behoben. Die älteren Tests können tatsächlich nicht genau zwischen dem mütterlichem und dem fetalem Genotyp unterscheiden. Wenn also die Mutter eine genetische Unregelmäßigkeit besaß  –  die nicht zwangsläufig zu einer Krankheit führen muß  – , konnte sie beim ungeborenen Kind diagnostiziert werden. Obwohl dieses gesund war, wurde es dann trotzdem getötet. Es gibt aber weitere Ursachen für ungenaue Laborergebnisse. Auch äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Rauchen, können die Resultate beeinflussen.

Es bestehen große wirtschaftliche Anreize, das eigene Verfahren als das „sicherste und exakteste“ zu verkaufen, denn dieser Wirtschaftszweig ist stark im Wachsen.

Im Sommer 2012 wurde in Deutschland  –   trotz Protesten  –   durch die Firma LifeCodexx mit dem PraenaTest das erste kommerziell verfügbare, nichtinvasive Testverfahren auf den Markt gebracht. Das von „amedes“ ist das zweite, weitere sind in Vorbereitung.

Der europäische Markt ist für Pharmaunternehmen nach den USA der zweitgrößte der Welt. Allein in Deutschland belief sich laut Bundesverband der pharmazeutischen Industrie das Produktionsvolumen im Jahre 2010 auf 26,9 Milliarden Euro. Die Einführung des neuen Verfahrens „Panorama“ in Deutschland ist nur eine Zwischenstation hin zu der Etablierung eines neuen Gesundheitsmarkt-Segments der nichtinvasiven Pränataltests in Europa.

Auf Leben und Tod

„Für den Test ist eine Blutprobe der Mutter notwendig, für das ungeborene Kind besteht keinerlei Risiko.“

Das würde zutreffen, hätten die Verfahren der Pränataldiagnostik nicht die Selektion von kranken Menschen als primäres Ziel vor Augen. Da es in den wenigsten Fällen möglich ist, Krankheiten vor der Geburt zu verarzten, dient die Pränataldiagnostik vor allem zur Auffindung von Krankheiten, um das Kind ggf. abzutreiben. Eine Mutter, die ihr Kind auf jeden Fall behalten will, braucht sich diesen Prozeduren nicht zu unterziehen.

Die Einführung des neuen Verfahrens zur Feststellung von genetisch bedingten Krankheiten beim ungeborenen Kind macht deutlich, wie weit der Mensch in unserer Gesellschaft zum Objekt degradiert worden ist.

Das Bewußtsein, daß es sich hier um eine Person mit unveräußerlichen Rechten handelt, wird durch diese Verfahren demoliert. Ob man leben darf oder nicht, verdankt man am Ende einer Wahrscheinlichkeitsrechnung. Normabweichungen führen schnell zum Tod.

Allein diese Tatsache zeigt, wie tief wir gefallen sind. Der moderne Mensch huldigt einem Machbarkeitswahn und merkt offenbar nicht, wie er dabei das Menschsein selbst zerstört.

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT

Unser roter ROBBEN-Aufkleber gegen Abtreibung (siehe oben) ist seit Jahrzehnten ein Renner


Qumran-Sensation: Palästinenser bieten weitere Fragmente der Schriftrollen an

Die Entdeckung der ca 2000 Jahre alten Schriftrollen in einer Höhle beim Toten Meer  1947 gilt als eine der größten archäologischen Sensationen des 20. Jahrhunderts. Die sog. Qumran-Schriftrollen enthielten biblische Texte, die über Jahrhunderte buchstabengetreu überliefert wurden.

Jetzt sorgen die antiken Papyrusrollen erneut für Schlagzeilen: Jene palästinensische Familie, die die Schriftstücke damals entdeckte, hat offenbar Fragmente davon jahrzehntelang in einem Schweizer Depot gelagert und bietet sie jetzt zum Verkauf an.

Das ärgert die israelische Altertumsbehörde, welche die gesamten Rollen als kulturelles Erbe des jüdischen Staates betrachtet.

Die jetzt neu aufgetauchten Fragmente sollen etwa die Größe von Briefmarken haben, einige enthalten keine Schriftzeichen. Bei Sammlern sind die Teile der berühmten Schriftrollen heiß begehrt und sie sind bereit, enorme Summen für diese archäologischen Schätze auszugeben.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/25749/Default.aspx?hp=article_title


Parkinsonkranker Theologe Jürgen Mette: „Heil-sein ist wichtiger als geheilt-sein“

Medikamente und der christliche Glaube sind eine ideale Kombination, um mit der unheilbaren Zitter-Krankheit Parkinson fertig zu werden. Das sagte Deutschlands führender Parkinson-Experte, der Neurologe Prof. Wolfgang Oertel, in der ZDF-Sendung «Peter Hahne» am 26. Mai 2013.

Er sprach mit dem evangelischen Theologen Jürgen Mette, der vor etwa vier Jahren erfuhr, dass er an Parkinson erkrankt ist. Der 60-Jährige  –  er ist stellv. Vorsitzender der Stiftung Marburger Medien   –  berichtete, wie sich die Krankheit auf seinen Glauben auswirke.

So komme er durch Bibeltexte zur inneren Ruhe. Besonders wichtig sei ihm das Jesus-Wort «Meine Kraft ist in deiner Schwachheit mächtig» (2. Kor 12,9). media-358103-2

Während er früher kein Verständnis für kranke Leute gehabt habe und sich «erfolgsorientiert im sicheren Elfenbeinturm einer korrekten Theologie» bewegt habe, predige er heute barmherziger und vorsichtiger.

Auf die Frage, ob er es für möglich halte, dass Gott ihn unmittelbar heile, antwortete Mette, dass heil-sein wichtiger als geheilt-sein sei. Er begreife das Handeln von Ärzten, Pharmazeuten und Therapeuten als ein Handeln Gottes, so dass er bereits jetzt einen aktiven Prozess der Heilung erlebe. Er warte nicht auf Spektakuläres.

Parkinson beginnt 30 Jahre vor dem Ausbruch

Laut Oertel beginnt die Parkinson-Erkrankung bereits bis zu 30 Jahre vor ihrem Ausbruch. Symptome können aggressive Träume, Reden im Schlaf und nächtliches Umsichschlagen sein.

Wer sich frühzeitig beraten lasse, habe gute Chancen, um die richtigen Medikamente zu bekommen. Erst seit etwa sieben Jahren würden die Ursachen für Parkinson erforscht. Bis dahin habe man sich auf die Behandlung von Symptomen konzentriert.

Oertel schätzt, dass die Forschungen in etwa 20 Jahren so weit seien, dass der Krankheitsverlauf gestoppt werden könne. Menschen, die weder eine sie stützende Familie haben noch Kraft aus dem Glauben schöpfen könnten, riet Oertel, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschliessen. In Deutschland sind etwa 400‘000 Personen an Parkinson erkrankt, in der Schweiz rund 15‘000.

Quellen: idea / http://www.jesus.ch