Pater Lothar Groppe zum Themenkreis Waffen-SS, Grass, Horst Tappert und Co.

Der bekannte katholische  Publizist und Jesuitenpater Lothar Groppe (siehe Foto) wandte sich mit der folgenden Zuschrift an die FAZ und äußert sich darin sachkundig zu dem immer wieder diskutierten Thema Waffen-SS  – diesmal im Zusammenhang mit der Causa Horst Tappert.

Da die „Frankfurter Allgemeine“ die Stellungnahme des Geistlichen leider nicht abdruckte, veröffentlichen wir sie hiermit gerne in unserer Webzeitschrift:   

Leserbrief zum FAZ-Artikel  „ZDF zeigt sich befremdet“ vom 25.3.2013  

P. Lothar GroppeLegt die FAZ  nicht „politisch unkorrekte“ Maßstäbe an, wenn  sie sich  über die Waffen-SS-Vergangenheit von Horst  Tappert „befremdet“ zeigt, aber über jene von Günter Grass Verständnis walten läßt? Es scheint, dass sie über Waffen-SS und allgemeine SS nicht hinreichend im Bilde ist.

Ich selber wurde wegen „Schmähung des Führers“ drei Stunden von der Gestapo verhört und hatte noch 20 mal den „Vorzug“, „Gast“ der SS (Gestapo)  –  nicht der Waffen-SS  –  zu sein. 

Einer der ranghöchsten Offiziere der Waffen-SS, Generaloberst Paul Hausser, war der „wichtigste Entlastungszeuge für die Waffen-SS“ (Mitcham).  –  Bekannt wurde sein Briefwechsel mit Bundeskanzler Adenauer, der ihn korrekt mit „Herr Generaloberst“ anredete. Hausser war Mitbegründer der HIAG (Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS.)

Freiwilligkeit vielfach höchst fraglich

Ob sich Horst Tappert  freiwillig zur Waffen-SS gemeldet hat, scheint nicht festzustehen. Fest steht aber, dass Angehörige der Waffen-SS in die Oberstufe der Höheren Schulen kamen und für die „Elite-Truppe“ Waffen-SS warben. Es gab hierbei folgende Möglichkeiten: “Vortreten, wer nicht bereit ist, in die Waffen-SS einzutreten“ oder auch: Die Tür wurde abgeschlossen und „Keiner kommt heraus, der sich nicht freiwillig meldet.“

Mit meinem Vater habe ich mehrmals über Hausser gesprochen. Hausser und er waren 1925/26 unter Rundstedt im Wehrkreiskommando II Stettin. Hausser war Ia, mein Vater Ic. Mein Vater hat mir gegenüber stets sein Bedauern ausgedrückt, dass Hausser später zur Waffen-SS ging. Er sei an sich ein sehr tüchtiger und honoriger Soldat gewesen.

Es gibt bemerkenswerte Eigentümlichkeiten, die normalerweise unbekannt sind. So wurde mein Bruder, Jahrgang 1925, im Jahre 1943 aufgefordert, in die Leibstandarte einzutreten. Als Sohn eines Generals mit Pour le Mérite sei er besonders dazu berufen. Zu dieser Zeit war mein Vater allerdings von Herrn Hitler bereits aus der Wehrmacht ausgestoßen worden.

Ich selber war mittels einiger Tricks niemals Mitglied der Hitlerjugend, bekam aber im Juli 1944  –  vor der Verhaftung meines Vaters  – die Aufforderung zur Teilnahme an einem Führerlager der HJ. Die Formulierung der Einberufung wirkte geradezu komisch: „Du willst  vom … bis …. August  am Führerlager teilnehmen“.  – Ich wollte aber nicht und warf das Schreiben weg. Passiert ist nichts.

Nehmen wir einmal an, Horst Tappert hätte sich tatsächlich freiwillig  zur „Elite-Truppe“ der Waffen-SS gemeldet. Nun war er wohl kein Intellektueller, aber ein begnadeter Schauspieler.

Wir hatten jedoch ausgesprochen Intellektuelle in der Bundesrepublik , die bis in die höchsten Positionen aufstiegen, obwohl sie, wie Horst Ehmke, Hans-Jochen-Vogel und Helmut Schmidt,  brave HJ-Führer im Tausendjährigen Reich waren,  die ihre Jungen für den „Führer“ begeisterten. Oder waren sie etwa im Stillen „Widerstandskämpfer“?

Das „Befremden“ des ZDF gereicht ihm gewiss nicht zur Ehre, war doch Horst Tappert  einer der bei weitem erfolgreichsten Schauspieler, der weltweit  bekannt wurde.

Wie sagte Gottfried Benn so treffend: „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


USA: Katholische Kirche kämpft weiter für die Ehe von Mann und Frau

Am gestrigen Samstag hat sich in San Francisco das erste homosexuelle Paar Kaliforniens „getraut“: Die „Hochzeit“ wurde möglich durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA, der am Mittwoch ein bislang bestehendes Verbot der gleichgeschlechtlichen „Ehe“ in Kalifornien aufhob.

Gleichzeitig erklärte es ein Bundesgesetz teils als verfassungswidrig, wonach eingetragene Homo-Partnerschaften auf Bundesebene nicht von den für die Ehen üblichen Vergünstigungen  – zB. steuerlicher Art  –  profitieren können. 120505288_BV_July und Mike

Präsident Obama sowie Schwulen- und Lesbenverbände begrüßten das Urteil. Die  katholischen Oberhirten äußerten sich hingegen nach Bekanntwerden des Richterspruches bestürzt:

Es sei ein „tragischer Tag für die USA“, sagte der Erzbischof von New York und Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Kardinal Timothy Dolan.

Ob in den USA, in Frankreich oder Deutschland  –  die katholische Kirche kämpft weltweit für den Wert der Ehe.

Kim Daniels ist Sprecherin des Vorsitzenden der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Im Interview mit Radio Vatikan ließ sie die Sorge erkennen, auf lange Sicht könnte die Religionsfreiheit gefährdet sein:

„Religionsfreiheit ist ein immer größeres Sorgenkind. Während die gleichgeschlechtliche Ehe in unserem Gesetz und in unserer Kultur immer mehr Fuß fasst, können wir ein zunehmendes Abbröckeln der Rechte von Gläubigen beobachten, ihrer religiösen Überzeugung nachzugehen.“

Das Kindeswohl bleibt auf der Strecke

Die Ehe von Mann und Frau sei aller Erfahrung nach die Lebensform, die am ehesten sicherstelle, dass Kinder mit beiden Elternteilen aufwüchsen. Die Sicherung des Kindeswohls sei gleichzeitig eine wichtige Aufgabe für das Allgemeinwohl, das mit der Entscheidung in Frage gestellt werde, findet Daniels:

„Wir werden die Auswirkungen wohl erst in Zukunft wirklich sehen können. Doch Religionsfreiheit wird eine Hauptsorge für uns sein – wir haben bereits in Massachusetts, Illinois und Washington gesehen, dass katholische Wohlfahrtseinrichtungen dazu gezwungen waren, ihre Arbeit im Zusammenhang mit Adoptionsvermittlungen einzustellen, da sie ihre religiöse Grundeinstellung nicht aufgeben wollten, nach der Kinder am besten mit einem Vater und einer Mutter aufwachsen.“

Hintergrund:

Durch das Gerichtsurteil wurde das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehen in Kalifornien aufgehoben. Außerdem wurden einige der Beschränkungen, die auf Bundesebene gleichgeschlechtlichen Ehen auferlegt wurden, als nicht rechtskonform erklärt. Die Beschränkungen, denen die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern in mehr als 30 US-amerikanischen Bundesstaaten nach wie vor unterliegt, sind von diesem Richterspruch allerdings nicht betroffen, denn jeder Bundesstaat ist für die Regelung seiner Ehegesetze selbst verantwortlich.

Quelle: Radio Vatikan

AfD: Irische Banker und ihr Betrug an Deutschland

Pressemeldung der „Alternative für Deutschland“ (AfD):

„Deutschland, Deutschland über alles“, sang der Leiter des Kapitalmarktgeschäftes der Anglo Irish Bank lauthals lachend am Telefon, als er sich mit Vorstandschef David Drumm darüber verständigte, Gelder deutscher Großinvestoren anzulocken, um die unabwendbare Pleite der Bank zu verzögern. Dies berichtete der Irish Independent unter Berufung auf interne Telefonmitschnitte der Bank.

„Die vom Irish Independent veröffentlichten Mitschnitte belegen das ganze betrügerische Ausmaß der angeblichen ,Euro-Rettung‘ an einem konkreten Beispiel. Es zeigt sich, dass die eingeforderte Solidarität von den vermeintlich zu Rettenden nur mit Hohn vergolten wird.

Das Euro-Rettungssystem ist zu blankem Zynismus verkommen, bei dem es nur noch darum geht, wie man an deutsches Geld kommt. Und all jene klugen und moralischen Überlegungen in Deutschland, die an unsere Schuld in der Vergangenheit erinnern, liefern nur weitere Vorwände für Abzockerei und Erpressung“, so Alexander Gauland, stellv. Sprecher der Partei Alternative für Deutschland.

„Die Steuerzahler bluten für die Exzesse einiger betrügerischer Banker. Das Beispiel Irland steht hier auch für Griechenland, Zypern und andere Staaten in der Euro-Zone“, erklärt Gauland weiter.


Hl. Augustinus: Im Evangelium spricht der HERR selbst zu uns!

Gottes Wort birgt in sich eine besondere Gegenwart und Kraft Christi, die vor allem in der liturgischenVerkündigung zum Tragen kommt.  Dies beschreibt der hl. Kirchenlehrer Augustinus in seinen Predigten über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium 30,1):

Dr. Bernd F. Pelz„Meine Lieben, auf die Lesung des heiligen Evangeliums, über das wir kürzlich zu euch gesprochen haben, folgt die heutige, die soeben verlesen wurde. Sowohl Jünger wie nichtgläubige Juden hörten dem HERRN beim Reden zu; sowohl Wahrheitsliebende wie Lügner lauschten der Wahrheit; sowohl Freund wie Feind hörte die Liebe reden; sowohl Gut wie Böse lauschte dem Guten.

Jene hörten, ER aber unterschied sie voneinander: Wem seine Rede nützte und nützen würde, sah ER und sah ER voraus. In jenen nämlich, die damals lebten, sah ER es; in uns hingegen, die wir später kommen sollten, sah ER es voraus.

Lasst uns also das Evangelium so hören, als hörten wir dem HERRN selbst zu, der ja zugegen ist. Wir wollen nicht sagen: O jene Glücklichen, die ihn sehen konnten!   –  Denn viele unter denen, die ihn sahen, haben ihn dennoch getötet, viele aber unter uns, die ihn nicht sahen, sind dennoch gläubig geworden.

Denn die kostbare Wahrheit, die aus dem Mund des HERRN erklang, wurde unseretwegen aufgeschrieben und bewahrt, unseretwegen wurde sie vorgelesen und sie wird auch wegen unserer Nachkommen und bis zum Ende der Welt vorgelesen werden.

Der HERR ist in der Höhe, aber der HERR  –   d i e  Wahrheit  –  ist auch hier. Denn der Leib des HERRN, in dem ER von den Toten auferstanden ist, kann nur an einem Orte sein, seine Wahrheit aber ist überall verbreitet.

Lasst uns also den HERRN hören und was ER selbst uns von seinen Worten gegeben hat, das wollen wir auch sagen.“

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

Berlin: Das Magazin für das Jahr des Dialogs VETO nimmt das CREDO-Magazin unter Beschuss. So wird berichtet: „Das 340 Seiten starke Magazin wurde 22 deutschen Zeitungen beigelegt, wofür Großspenden von mehreren duzend Millionen Euro aufgebracht werden musste. Diese wurden teilweise über die Vatikanbank bereitgestellt, die damit das Geld von im Drogengeschäft tätigen kolumbianischen Opus Dei-Mitgliedern wusch…. HeaderCredo

CREDO versteht es auch nicht, vernünftigen und vorurteilsfreien Glauben vorzustellen. Die Autoren bestehen samt und sonders aus Pius-Brüdern und Legionären Christi, ausschließlich Priestern, Prälaten und Mönchen. Auch heißt kein einziger von ihnen Hans Küng, Eugen Drewermann oder Wilhelmine Küsselbecker… Indem das Magazin behauptet, es gebe keinen Unterschied zwischen dem historischen und dem Jesus des Glaubens, leugnet es die absolut sichere und unleugbare Erkenntnis, dass der historische Jesus in Wahrheit der Ehemann von Maria Magdalena war… Das Magazin hat keine Unterstützung unter den deutschen Bischöfen, die allesamt seine Verbrennung in den Ordinariatshöfen angeordnet haben.“

Frankfurt: Zahlreiche konservative evangelische Kirchenmitglieder wollen wegen der neuen Orientierungshilfe aus ihrer Kirche austreten. Dazu der Sprecher der Landeskirche Kirche Helgoland-Westküste: „Wir weinen ihnen keine Träne nach. Wer nicht Mitglied einer modernen und offenen Kirche sein will, der soll doch katholisch werden.“  –  Die katholische Kirche lädt die ehemaligen Evangelischen herzlich ein, sich ihr anzuschließen.

Washington D.C.: Präsident Obama erklärt: „Wir werden keine Kampfjets losschicken, um die Homo-Ehe in der katholischen Kirche durchzusetzen.“  –  Sein Sprecher ergänzt: „Noch nicht.“ embryofoto

Austin: Die Demokratische Abgeordnete Wendy Davis wurde von Abtreibungsbefürwortern mit dem Goldenen Schwangerenbauch ausgezeichnet. Für ihr heroisches Eintreten für das Recht der Frauen, über die Existenz eines parasitären Zellhaufens in ihrer Gebärmutter zu entscheiden, habe sie ein Bild echten amerikanischen Humanismus und wahren Menschenliebe gezeigt. Man bedaure es jedoch, das die menschenverachtenden Republikaner den Krieg gegen die Befreiungskliniken fortsetzten. Allerdings bestehe nunmehr die Hoffnung, dass es viele weitere Wendys in den anderen Bundesstaaten geben werde, so Befürwortersprecherin Lindsey Perilous.

 

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/


Einspruch: Wo bleibt die faire Gleichbehandlung der Familien?

Von Bloggerin „Dorothea

Ich war lange nicht so sauer wie jetzt nach den Urteilen über die Homo-„Ehe“ hier und in den USA. Mein Mann erzählte mir, daß er mal wieder im Auto Rotfunk gehört hat und sie sich dort alle überschlagen, wie großartig diese Urteile seien. Der Gipfel ist das Interview mit einem schwulen Paar, das sich von den Zahlungen, die ja rückwirkend erbracht werden, jetzt eine Eigentumswohnung kaufen kann.

Foto: M. von Gersdorff

Foto: M. von Gersdorff

Dazu fällt mir einiges aus meinem eigenen Leben ein: Als unsere Kinder klein waren, haben sie uns von Staats wegen jahrelang das Existenzminimum besteuert. Kann mich nicht erinnern, daß wir davon etwas zurückbekommen haben, nachdem diese Besteuerung qua Urteil abgeschafft wurde.

Dann gab es Kindergeld in einer Höhe, das man schon Hohn und Spott nennen kann  – und dann haben wir uns durchgeschlagen, ich immer mit Halbtagsjob. weil es eben doch so ist, daß Kinder wenigstens einen Elternteil brauchen, der da ist, wenn sie nach Hause kommen  –  und das auch noch in der Pubertät oder gerade dann.

Und da wird dann das Trümmerfrauen-Urteil, von dem ja wohl keine einzige Trümmerfrau je etwas gehabt hat, so unzureichend und spät umgesetzt, daß Frauen, die Kinder ab 1992 geboren haben, 3 Jahre pro Kind für ihre Rente angerechnet werden; mir wird 1 Jahr pro Kind angerechnet  –  und wenn die Frauen mit den Kindern ab 1992 in Rente gehen, ist wahrscheinlich eh nix mehr da und sie bekommen auch nichts.

Wahlweise sind die 3 Jahre bis dahin auch wieder abgeschafft, weil Mütter ja nicht arbeiten, auch wenn sie rund um die Uhr für ihre Kinder da sind…

Quelle und weitere Texte hier: http://nondracositmihidux.blogspot.de/


Papst Clemens im 1. Jahrhundert über das Martyrium von Petrus und Paulus

Der hl. Clemens von Rom wirkte als dritter Papst seit Petrus von 90 bis ca. 100 nach Christus, lebte also in der Spätphase der apostolischen Zeit.  Nicht allein von Paulus, auch von Clemens gibt es einen „Brief an die Korinther“, dort heißt es im Abschnitt 5 – 7:

Das älteste Zeugnis vom Martyrium der hl. Apostel Petrus und Paulus:

„Sprechen wir nicht mehr von diesen Beispielen (Verfolgungen im Alten Testament), wenden wir uns den Glaubenswettkämpfern zu, die uns zeitlich am nächsten sind; erinnern wir uns an die tapferen Vorbilder, die unserer Generation angehören.

Eifersucht und Neid haben die Verfolgung gegen die erhabensten und gerechtesten Säulen der Kirche entfacht, die bis zu ihrem Tod gekämpft haben. Petrus-paulus - Kopie Schauen wir auf die heiligen Apostel: Petrus  –  er hatte unter ungerechter Missgunst zu leiden, nicht einmal oder zweimal, sondern oftmals. Nachdem er so Zeugnis abgelegt hatte, brach er auf zur wohlverdienten Wohnstatt der Herrlichkeit.

Missgunst und Zwietracht haben es Paulus ermöglicht, uns zu zeigen, wie man den Siegespreis der Standhaftigkeit erringen kann: Sieben Mal im Gefängnis, verjagt, gesteinigt, wurde er zum Verkünder der Frohen Botschaft in Orient und Okzident. Er erwarb sich einen Ruf, der seinem Glauben entsprach.

Nachdem er der ganzen Welt  –  bis hin zu den Randgebieten Europas  –  die Gerechtigkeit gelehrt hatte, gab er vor den Machthabern sein Zeugnis. So verließ er die Welt, um sich zum Wohnort der Heiligkeit zu begeben. Ein unübertreffliches Vorbild an Mut!

Diesen Männern, die ein heiliges Leben geführt haben, hat sich eine große Menge Auserwählter angeschlossen, die  –  als eine Folge der Missgunst  –  alle Arten von Misshandlung und Peinigung auf sich genommen und mitten unter uns ein großartiges Beispiel gaben…

Das alle schreiben wir euch, meine Lieben, nicht allein zu eurer Belehrung, sondern auch zu unserer eigenen Ermutigung. Wir stehen in derselben Arena, uns erwartet derselbe Kampf.

Lasst uns doch jede unbegründete Besorgnis ablegen, die nicht dazu taugt, der ruhmvollen und verehrungswürdigen Regel unserer Tradition zu folgen.

Lasst uns unser Augenmerk richten auf das, was liebenswürdig, was gefällig ist in den Augen dessen, der uns geschaffen hat, was uns IHM ganz nahe bringen kann. Richten wir unseren Blick auf das Blut Christi und begreifen wir, wie wertvoll es für Gott, seinen Vater, ist. Denn es wurde zu unserem Heil vergossen und hat der ganzen Welt das Gnadenangebot der Bekehrung gebracht.“


Franziskus betont die Bedeutung von Petrus und Paulus für Rom und die Kirche

Rom ist nach Worten von Papst Franziskus durch die Anwesenheit der Apostel Petrus und Paulus und durch ihr Martyrium zum Bezugspunkt der Weltkirche geworden. Die Stadt habe diesen Rang nicht durch die Macht des Kaiserreichs erhalten, sondern „sofort und spontan“ durch das Martyrium und durch das Zeugnis der Apostelfürsten für Christus.

Foto: P. Lukas S.

Foto: P. Lukas S.

Das sagte Franziskus am heutigen Samstagmittag beim Angelusgebet im Vatikan. Zuvor hatte er dort zum römischen Patronatsfest Peter und Paul eine hl. Messe gefeiert. Dieser Tag sei ein Festtag nicht nur für die Kirche von Rom, sondern für die Universalkirche, betonte der Papst.

Ein „Ave Maria“ für den orthodoxen Patriarchen

Einen besonderen Gruß richtete Franziskus an den orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I., der zum Patronatsfest eine hochrangige Delegation in den Vatikan entsandt hatte. „Beten wir für ihn und für seine Kirche“, forderte Franziskus die Gläubigen auf dem Petersplatz auf. Dann sprach er mit ihnen gemeinsam ein Ave Maria.

Weiter erinnerte der Papst daran, daß der Apostel Andreas, der Patron Konstantinopels, ein Bruder des hl. Petrus war. Der hl. Andreas habe sogar als erster Christus kennengelernt und dann auch seinen Bruder zu IHM geführt.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/29/papst:_%E2%80%9Erom_durch_petrus_und_paulus_bezugspunkt_der_weltkirche%E2%80%9C/ted-705996

Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer weihte 12 Männer zu Priestern

Der Zölibat ist eine „Predigt“ mit Leib und Seele

In der Wolfgangswoche feiert die Diözese Regensburg jährlich ihren Bistumspatron. Höhepunkt der festlichen Woche ist die Feier der Priesterweihe im Regensburger Dom St. Peter.

Am heutigen Samstag, dem Fest „Peter und Paul“, spendete Bischof Rudolf Voderholzer 12 Männern das heilige Sakrament der Priesterweihe. Gruppenfoto „Eine wahrhaft apostolische Zahl“, so der Regensburger Oberhirte in seinen Begrüßungsworten.

Rund 1500 Gläubige aus dem gesamten Bistum, darunter viele Verwandte und Freunde der Weihekandidaten, waren in die ehrwürdige Kathedrale gekommen, um mit den 12 Diakonen dieses außerordentliche Ereignis mitzufeiern.

Die Priesteramtskandidaten traten einzeln vor den Regensburger Oberhirten und bekundeten ihre innere Bereitschaft zum Dienst an der Kirche in Einheit mit dem Bischof.

Der Leiter des Priesterseminars, Regens Martin Priller, erklärte gegenüber dem Bischof, dass das Volk und die Verantwortlichen befragt worden und die Kandidaten für würdig befunden worden seien, die Weihe zu empfangen.

Auf die Weihe durch die Handauflegung des Regensburger Oberhirten folgten Riten, die das Geschehen und den Auftrag der Priester ausdeuten. Die Männer wurden mit Stola und Messgewand bekleidet und die Hände wurden ihnen gesalbt.

Aus der Hand von Bischof Rudolf erhielten sie Hostienschale und Kelch zur Feier der Eucharistie. Mit dem Friedensgruß, der Umarmung durch den Bischof und die anwesenden Priester, endete die Weihehandlung. Handauflegung Priester

Im Anschluss feierten die 12 Männer mit Bischof Rudolf Voderholzer und den Gläubigen erstmals als geweihte Priester die Eucharistiefeier.

Beim Auszug aus dem Regensburger Dom begrüßten Hunderte von Gläubigen die neuen Priester mit Glückwunschrufen und lang anhaltendem Applaus. Die Regensburger Domspatzen gestalteten die Weihefeier musikalisch.

Zu Beginn seiner Predigt dankte Bischof Rudolf allen, die die Weihekandidaten ausgebildet und auf ihrem Weg bis zur Weihe begleitet haben, insbesondere seinem Vorgänger Erzbischof Gerhard L. Müller, dem die Priesterausbildung ein großes Anliegen gewesen sei und dessen Früchte er heute ernten dürfe.

Die Zahl 12, so der Bischof, sei vor allem eine heilige Zahl. Jesus habe 12 Männer in seine besondere Nachfolge gerufen. Die zeitgenössischen Rabbiner hätten in der Regel maximal 5 Schüler gehabt.

In dem Augenblick, als Jesus diese 12 schuf sei deutlich geworden: Hier handle einer mit göttlicher Vollmacht und Autorität, denn nur Gott selbst könne das Volk Gottes, das Zwölf-Stämme-Volk neu sammeln und ihm neue Stammväter geben. Die zwölf Apostel seien die Stammväter des neuen Israel, der Kirche.

Ihre Aufgabe bestand und bestehe auch heute darin, sein Wirken zum Heil für die Menschen zu vergegenwärtigen, dorthin zu tragen, wohin er selbst nicht kommen konnte:

„Nachfolger der Apostel sind die Bischöfe und ihre Helfer, die Priester. So wie Jesus die Zwölf schuf und sandte, so sendet er heute Sie! Sie sind berufen und befähigt, in seinem Namen das Evangelium zu verkünden, den Kranken Trost zu spenden und um die Heilung zu beten, den Notleidenden beizustehen, die Menschen zu sammeln, vor allem aber in seinem Namen die Sakramente zu spenden“, erklärte Bischof Rudolf an die Weihekandidaten gewandt. Predigt Bischof Rudolf

Durch die Veröffentlichung des Familienpapiers der EKD (Evangelischen Kirche Deutschland) sah sich Bischof Rudolf Volderholzer geradezu genötigt, eine Lanze für das biblische Ehe-Verständnis als eines Bundes von einem Mann und einer Frau, die sich in unverbrüchlicher Treue zugetan seien, zu brechen:

Eine Lanze für ein Verständnis von Ehe und Familie als Keimzelle der Gesellschaft und Ermöglichung von Zukunft in Kirche und Gesellschaft, so der Regensburger Oberhirte, der sich bei dem Regensburger Oberkirchenrat Dr. Hans-Martin Weiss bedankte, der ihm für seine Aufforderung an die Lutheraner, auf den Boden der Heiligen Schrift zurückzukehren, seine Solidarität vermittelt habe.

Dies, so Bischof Rudolf, sei ein großartiges und ermutigendes ökumenisches Zeichen.

Seine Ausführungen zum biblischen Eheverständnis und der Eheverzicht der zwölf Männer, die an diesem Tage das heilige Sakrament der Priesterweihe empfingen, seien eng miteinander verbunden. Die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen, sei nicht Ausdruck der Verachtung der Ehe, sondern setze im Gegenteil eine hohe Achtung der Ehe voraus.

Der Zölibat sei nicht Ausdruck einer vermeintlichen Leibfeindlichkeit oder einer lebensfeindlichen Askese:

„Die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ist ein Zeugnis des ganzen Menschen, eine Predigt mit Leib und Seele, die sagen will: Was für eine große und wunderbare Sache muss das Reich Gottes sein, muss das Evangelium sein, muss die Freundschaft in der Nachfolge Jesu sein, wenn ein junger Mensch sogar bereit ist, dafür auf eine so große und heilige Sache wie die Ehe und eine Familie, eigene leibliche Kinder zu verzichten“, führte Bischof Rudolf aus und betonte, dass die Wertschätzung der Ehe und Wertschätzung der Ehelosigkeit sich  nicht ausschlössen, sondern einander sogar bedingten.

An die Gläubigen und die 12 Männer gerichtet sagte der Oberhirte: „Jeder dieser Männer hätte darüber hinaus ein guter Familienvater werden können. Der Zölibat ist nicht die Flucht vor der Verantwortung, sondern Antwort auf den Ruf Jesu hin zu einer anderen, zu einer geistlichen Fruchtbarkeit und Vaterschaft“.

Die Neupriester und ihre Heimatpfarreien sind:

Reinhold Aigner, Heimatpfarrei: St. Johannes in Ruhstorf, Steffen Brinkmann, Heimatpfarrei: St. Marien in Neuenbeken, Stefan Gerlich, Heimatpfarrei: St. Nikolaus in Eggenfelden, Thomas Peter Kopp, Heimatpfarrei: Mariä Himmelfahrt in Kulmain, Thomas Kraus, Heimatpfarrei: Mariä Himmelfahrt in Beidl, Berno Läßer, Heimatpfarrei: Pfarrei St. Laurentius im österreichischen Sulzberg, Eldivar Pereira Coelho aus Brasilien, Praktikumspfarrei St. Barbara in Abensberg, Claudio Alves Pereira aus Brasilien, Praktikumspfarrei, Mariä Himmelfahrt in Deggendorf, Sebastian Scherr, Heimatpfarrei: St. Wolfgang Kumpfmühl in

Regensburg, Andreas Schinko, Heimatpfarrei: St. Georg, Obertraubling, Daniel Stark, Heimatpfarrei: Herz Jesu in Weiden und Thomas Thiermann, Heimatpfarrei: Mariä Himmelfahrt in Tirschenreuth.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliche Pressesstelle Regensburg


Klarstellung zu unqualifizierten Meldungen einiger „Qualitätsmedien“ zur „Vatikanbank“

Weder „Bischof verhaftet“ noch Vatikanbank betroffen

Das Wichtigste hierzu: Eine Klarstellung von Radio Vatikan lag gestern bereits um 12:26 Uhr vor. Wenn man nur gewollt hätte, wären damit etliche mangelhafte Meldungen überflüssig gewesen.

Einige Medien haben inzwischen immerhin z.B. den „Bischof“ zurückgenommen. Entgegen einiger Behauptungen war der Verhaftete kein Bischof. Er war auch nicht „der Prälat von Salerno“. Der Monsignore namens Nunzio Scarano arbeitete überhaupt nicht für die Vatikanbank, sondern für die „APSA“, eine vatikanische Behörde zur Immobilienverwaltung.

Und dort war der „hochrangige Mitarbeiter“ bis vor etwa einem Monat ein Rechnungsprüfer mit einem einzigen Untergebenen. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war er aber auch dort kein Mitarbeiter mehr, weil er nach den Regeln des Vatikans schon vor Wochen bei Vorliegen eines Anfangsverdachtes vom Dienst suspendiert wurde.

Vatikansprecher Frederico Lombardi wies gestern schon vormittags in einer Presse-Erklärung darauf hin, dass man seitens des Vatikans zu jeder Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden bereit sei, aber von dort „noch keine Anfragen“ vorlägen. 

Die dubiosen Finanztransaktionen des Prälaten sind also nicht von der Vatikanbank zu ver-antworten. Es handelt sich nicht um dienstliche Tätigkeiten, sondern um rein private Machenschaften des Geistlichen, der offenbar einigen Freunden behilflich sein wollte, große Geldsummen am Zoll vorbei zu schmuggeln.

Quelle und vollständige Infos hier: http://kreuzknappe-zwei.blogspot.de/2013/06/mangelhaft-das-gestrige-presse-marchen.html

Richtigstellung von Radio Vatikan: http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/28/vatikan_best%C3%A4tigt_ermittlungen_gegen_apsa-rechnungspr%C3%BCfer_/ted-705542

Weiterer Artikel hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2013/06/der-nachste-skandal.html