Wie der „Spiegel“ 1996 einen prominenten Kinderschänder verherrlichte

Lobrede auf den pädosexuellen Gajdusek: „Schuldfreier Kindertraum“

Wenn es gegen das Christentum  –   zumal die verhaßte katholische Kirche  –   geht, entwickelt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ einen ausgeprägten Jagdinstinkt und spielt sich gerne als Chefankläger auf.

Derzeit konzentriert sich das Hamburger Blatt allerdings darauf, die pädosexuellen Sündenfälle der grünen Partei aufzuspießen, wobei die entsprechenden Fakten im wesentlichen seit langem bekannt sind,  zuvor aber von der Mainstreampresse weitgehend unter der Decke gehalten wurden.

Aber nicht allein die Grünen, auch der „Spiegel“ selbst hat allen Anlaß, vor der eigenen Haustür zu kehren, zumal die pädosexuellen Fehlleistungen der Grünen aus den 80er Jahren stammen, der „Spiegel“ sich jedoch noch im Jahre 1996 (!) in unfaßbarer Weise vergalloppierte:

In seiner Nr. 20/96 veröffentlichte das Politblatt nämlich eine warme Lobeshymne auf den  –  so wörtlich –  „Knabenliebhaber“ und Nobelpreisträger Carleton Gajdusek, dessen pädosexuelles Treiben mit rosa Brille schöngeschrieben wurde.

„Nobelpreis schützt vor Torheit nicht“

Dieser Spruch ist wohl wahr angesichts der zahlreichen Mißbrauchs(un)taten des am 12. Dezember 2008 verstorbenen Wissenschaftlers, der 1976 wegen seiner  Erfolge in der Virenforschung den Medizin-Nobelpreis erhielt.

Doch als der 72-jährige Amerikaner wegen Kinderschändung ins Gefängnis kam, war das für  Spiegel-Reporter Carlos Widmann Grund genug, sich ironisch über die Justiz in den USA auszulassen:

So heißt es bereits im ersten Absatz seines Artikels, der „Wissenschaftler von Weltrang“ sei jetzt in „äußerste Verdächtigkeit“ geraten. Er habe, so jammert der Redakteur, einige Nächte im Knast sogar „mit Dieben und Dealern im Gefängnis verbringen“ müssen.

Der vom „Spiegel“ verteidigte Päderast fühlte sich schon früh zu Naturvölkern im Pazifik hingezogen, genauer: zu den kleinen Jungs dort.

Dies wiederum gerät im „Spiegel“-Bericht regelrecht zu einem „Faszinosum“:

„Der Südpazifik und seine Menschen, von denen Carleton Gajdusek sich zeitlebens magisch angezogen fühlte, wurden ihm zu Hause, in Amerika, zum Verhängnis. Welch ein Faszinosum, diese Naturvölker mit ihrer eigenwilligen Geschlechtsmoral!“

„Eher der Verführte als der Verführer“

Dabei erläutert das Nachrichtenmagazin seiner Leserschaft allen Ernstes,  der Herr Professor sei nicht etwa als Verführer der Knaben anzusehen, sondern eher umgekehrt, denn über die Tagebuch-Eintragungen Gajduseks heißt es dort:

„Er befleißigte sich in der Beschreibung des Ortsüblichen einer nahezu klinischen Genauigkeit: „Die Jungen strecken ihre Zungen leicht gekräuselt aus dem Mund, um mit einer öffentlichen Geste, die mir neu ist, Fellatio zu suggerieren.“ – Im Kreis der Halbwüchsigen von Neuguinea scheint er eher der Verführte als der Verführer gewesen zu sein.

Daß der später so berühmte Virologe seine  –  so der „Spiegel“ wörtlich –  „Schützlinge“ (!) in großer Zahl aus dem Urwald lotste, um sie daheim zu mißbrauchen, findet das Polit-Magazin offenbar eher drollig: 

„All dies brachte der Amateur-Anthropologe Gajdusek schon vor 30 Jahren zu Papier, als er begann, junge Schützlinge aus den Urwalddörfern mit nach Amerika zu bringen, immer mit dem Einverständnis der Eltern.

In seinen Personaldaten hat der Wissenschaftler unter dem Stichwort „Familie“ einmal 54 Adoptivkinder angegeben  –  manchmal lebten bis zu einem Dutzend Jungen gleichzeitig in seinem Haus.“

Mißbrauchsopfer mit „privilegierter Existenz“

Schließlich hatten diese Jungen aus der Südsee  eine „privilegierte Existenz“, weiß der „Spiegel“ zu berichten, duften sie doch mit weltberühmten Persönlichkeiten gemeinsam an einem Tisch tafeln:

„In puncto Bildungschancen führten diese Kinder und Teenager eine privilegierte Existenz, auch gemessen an ihren amerikanischen Mitschülern. Am Eßtisch im Hause Gajdusek löffelten Weltberühmte mit: die Ethnologin Margaret Mead, die über das Sexualleben der Südsee-Jugendlichen ein weitverbreitetes Buch geschrieben hat; der Nobelpreisträger und Gajdusek-Lehrmeister Linus Pauling; der Philosoph und Erfinder Richard Buckminster Fuller.“

Sodann heißt es weiter: „Gajdusek kann sich selbst nur als Wohltäter sehen“  –  und seine „früheren Zöglinge“ würden ihn angeblich „auch so betrachten“. 

Überdies ist vom „knabenfrohen Tagebuch“ des Wissenschaftlers zu lesen, auch wird allen Ernstes von seinem „kinderlieben Lebensstil“ geflötet.

Daß er als Sexualstraftäter überführt wurde, ist wohl arges Pech für den „knabenfrohen“ Päderasten. Wörtlich schreibt der „Spiegel“-Autor hierzu:

„Zwei frühere Abhängige des Wohltäters jedenfalls ließen sich zu Aussagen bewegen, die ihn der Unzucht (nämlich mit ihnen) beschuldigen. Dem widerspricht energisch-liebevoll, doch nicht immer überzeugend, die Mehrheit der dankbaren Zöglinge.“

Im Gefängnis ist Schluß mit der „Knabenliebe“ des „Wohltäters“, greint der „Spiegel“-Redakteur; seinem „schuldfreien Kindertraum“ kann er dort nicht mehr nachgehen, was ihm immerhin 30 Jahre lang vergönnt war  –  und das „beinahe unbehelligt“:

„Seinen Versuch, sich als Erwachsener diesen schuldfreien Kindertraum zu erfüllen, hat der Metzgerssohn aus Yonkers über drei Jahrzehnte beinahe unbehelligt betreiben können.“

Der so gerne auf einem hohen Roß sitzende „Spiegel“ befindet sich also tief im Glashaus, zumal er noch 1996  – als es längst ausführliche Mißbrauchsberichte in Medien gab  –  die Untaten eines rechtskräftig verurteilten Sextäters nicht „nur“ verharmloste, sondern regelrecht glorifizierte.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


„Tag der Organspende“: KAO fordert neutrale und umfassende Information statt einseitiger Werbung

KAO wurde von betroffenen Eltern gegründet

Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation eV. (KAO) fordert anlässlich des Tags der Organspende am 1. Juni neutrale umfassende Information statt einseitiger Werbung und weist zudem auf mögliche Widersprüche in Patientenverfügungen zu Organspende-Erklärungen hin.

„Am ‚Tag der Organspende‘ wird wieder um Organspender geworben, als sei der ‚Hirntod‘  –  das Kriterium für eine Organentnahme in Deutschland  –  todsicher, als sei jeder Mensch moralisch verpflichtet, seine Organe im Fall des Hirnversagens abzugeben. Alle Zweifel, Erkenntnisse und Erfahrungen werden abgetan, es zählt nur ein Argument: ‚Wir brauchen mehr Organe!‘ “,  erklärt Renate Focke, 1.Vorsitzende von KAO.

KAO ist ein Verein, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen. 0022

Ausgeblendet werde in den aktuellen Werbekampagnen nach wie vor die anhaltende Kritik am Hirntod. In internationalen Fachdiskussionen wird der Hirntod schon länger nicht mehr als der Tod des Menschen angesehen, sondern als eine Phase im Sterbeprozess.

„Organe von Toten können nicht transplantiert werden. Daher wurde der Todeszeitpunkt medizinisch und juristisch vorverlegt und als ‚Hirntod‘ bezeichnet, um lebende Organe transplantieren zu können. Dies bedeutet, dass Patienten, denen Organe entnommen werden sollen, unter anderem bis zum Ende der Organentnahme beatmet werden, dass sie warm und durchblutet sind“, erläutert Renate Focke.

Der Soziologieprofessor Dr. Werner Schneider von der Universität Augsburg stellte in einem Namensbeitrag für ein Bioethik-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung vom 15.5.13 unter der Überschrift „Soziologische Konturen der Transplantationsgesellschaft“ treffend fest:

Wie tot ist man beim „Hirntod“?

„Was offenbar nicht sein darf, ist eine erneute gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber, wie tot oder lebendig man ist, wenn man ‚hirntot‘ ist, und  –  damit eng verbunden  –  wer über eine Organentnahme und damit auch über die Verwertung von Körpern entscheiden kann, darf, soll.“

Die seit November 2012 in Deutschland geltende „Entscheidungslösung“, wonach jeder ab 16 Jahren mindestens einmal im Leben mit der Frage einer Organspende konfrontiert werden soll, hat nach Erfahrung von KAO die Bevölkerung noch zusätzlich verunsichert.

„Wie soll man eine so weit reichende Entscheidung treffen, zu der man von den Krankenkassen aufgefordert wird, wenn die für eine begründete Entscheidung erforderlichen Fakten fehlen?  –  In § 2 des Transplantationsgesetzes wird eine umfassende Aufklärung der Bürger gefordert.

Allerdings bemühen sich längst nicht alle darum, außer dem Werbematerial der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auch kritische Informationen zu verwenden. Sonst wüssten die Menschen, dass Organe nur Sterbenden im Hirnversagen entnommen werden können und dass die Angehörigen den Sterbenden nicht begleiten können. Zudem würden Menschen, die trotz aller Bedenken zu einer Organ-Spende bereit sind, eine Vollnarkose bei der Organentnahme einfordern“, so die KAO-Vorsitzende.

Enge Zustimmungslösung einführen!

Die Mitglieder von KAO und viele andere Bürger fordern daher, dass in Deutschland die enge Zustimmungslösung eingeführt wird: Nur Menschen, die sich nach umfassender Information durch eine neutrale Stelle schriftlich bereit erklären, ihre Organe und ihren Sterbeprozess zu opfern, dürfen als Spender in Betracht kommen. „Leider gibt es keine solche neutrale Stelle in Deutschland, und die bisher vorliegenden Informationen der Krankenkassen für ihre Mitglieder haben eher die Absicht zu werben als aufzuklären“, stellt Renate Focke fest.

Sie weist außerdem darauf hin, dass aktuell versucht wird, die Patientenverfügungen auszuhöhlen:

Die Bundesärztekammer (BÄK) behauptet in einem kürzlich vorgelegten Arbeitspapier, dass sich eine Organentnahme mit einer in der Verfügung festgelegten Ablehnung lebensverlängernder Maßnahmen vereinbaren lasse. Bei der dafür notwendigen intensivmedizinischen Behandlung gehe es ja nur um „Stunden, höchstens wenige Tage“, so die BÄK.

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. verwahrt sich gegen diese interessengeleitete Umdeutung des Patientenwillens und rät allen Menschen, die nicht als „Organspender“ dienen wollen, in der Patientenverfügung eine Hirntoddiagnostik zu untersagen. Damit kommt man nach jetzt gültiger Rechtslage als „Spender“ nicht in Frage.

Auf seiner Internetseite unter http://www.initiative-kao.de hält die KAO weitere Hintergrundinfos und Angehörigenberichte zum Thema Organspende, Transplantation und Hirntod bereit. Ebenso gibt es dort auch einen Nicht-Organspenderausweis.

Umfassende kritische Informationen zur Organspende bietet auch die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland, die mit der KAO zusammenarbeitet, unter http://www.organspende-aufklaerung.de/

Über den Verein „KAO“:

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. ist ein Verein, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen.

„Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut. Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien. Wir wollen deshalb durch Aufklärung andere Menschen davor bewahren, unvollständig informiert vorschnell einer Organentnahme zuzustimmen – sei es bei sich selbst oder Angehörigen.“

Kontakt:
Renate Focke, 1. Vorsitzende KAO
Ricarda-Huch-Str. 13  / 28215 Bremen
Tel: 0421-6734305
E-Mail: presse@initiative-kao.de
Internet: http://www.initiative-kao.de
 
 

Paßt unser Gesicht zum Friedhof oder zum Gotteslob?

Mit einem „Friedhofsgesicht“ lässt sich die christliche Freude nicht weitergeben. Das sagte der Papst am gestrigen Freitag bei seiner Frühmesse im Vatikan. Das Gesicht mancher Christen erinnere mehr an Friedhof als an Gotteslob. 1_0_697102

Aber das Gotteslob sei keine „vertane Zeit“, sondern etwas Freudiges und Schönes, erklärte Franziskus: „Ohne Freude können wir nicht frei werden, sondern bleiben Sklaven der Traurigkeit.“  – Der Heilige Geist sei der „Urheber unserer Freude“, sagte der Papst und fügte hinzu:

„“Manche klagen, wie lang doch die Messen sind,– aber wenn du Gott nicht lobst und daraus nicht deine Freude schöpfst, dann wird die Messe lang. Daraus wird die Ewigkeit bestehen: aus dem Gotteslob! Und das wird nichts Langweiliges sein, sondern wunderschön! Diese Freude macht uns frei.““

Quelle (Text/Bild): http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/31/%E2%80%9Egotteslob_ist_nicht_vertane_zeit%E2%80%9C/ted-697102

Religionssoziologe warnt vor „erdrutschartigen Abbrüchen“ vor allem bei Evangelischen

„Je mehr Kinder, desto kirchennäher“

Detlef Pollack ist Professor für Religionssoziologie in Münster. Er forscht zum religiösen Wandel in Deutschland und Europa und stellte jüngst im Interview mit dem Internetportal „evangelisch.de“ fest:

Die evangelische Kirche wird ihre Verankerung in der breiten Gesellschaft verlieren. Gerade bei jungen Menschen erkennt er „erdrutschartige Abbrüche“ in ihrem Verhältnis zu Glaubensinstitutionen.

Evangelische Kirche in Augsburg

Evangelische Kirche in Augsburg

Seit der Wiedervereinigung sei es im Westen wie im Osten Deutschlands fast normal geworden, nicht zur Kirche zu gehören. Vor allem junge Menschen beteten immer weniger und gingen seltener in den Gottesdienst:

„Sie haben weniger Vertrauen in diese Institution. Ihre Bereitschaft, die eigenen Kinder religiös zu erziehen, ist ebenfalls geringer geworden“, sagte Pollack im evangelisch.de-Interview.

Nach wie vor gebe es aber Unterschiede zwischen den neuen und den alten Bundesländern. Im Westen sei die Haltung der Bevölkerung zur Kirche „wohlwollend-distanziert“. Sie gehöre zwar dazu, die Menschen schätzten es aber nicht, wenn die Kirche autoritär und staatsnah auftrete.

In der ehem. „DDR“ habe die „religionsfeindliche Politik der SED gründliche Arbeit geleistet“. Viele Bürger hätten dort überhaupt kein Verhältnis mehr zur Religion und auch weniger Verständnis für religiös eingestellte Menschen. 

Auf die Frage, wie Christen sich verhalten sollten, um diesem Trend entgegenzuwirken, antwortete der Soziologe: „Entscheidend ist, dass die Kirche eine solide theologische und geistliche Arbeit betreibt.“ 

Laut seiner Untersuchungen spiele sozialer Kontakt eine entscheidende Rolle. Oft sei es ein glaubensstarker Seelsorger, der auch Kirchenferne beeindrucke und inspiriere.

Andere Menschen träten in die Kirche ein, wenn sie älter würden. „Am wahrscheinlichsten sind Wiedereintritte, wenn jemand als Kind und Jugendlicher bereits religiös erzogen wurde“, sagte Pollack.

Allgemein gelte: „Je mehr Kinder, desto kirchennäher!“ Denn mit der Zahl der Kinder nehme auch die Zahl der Anlässe, sich in der Kirche zu versammeln, zu.

Quelle: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=6689


In Hamburg wird ausgerechnet die „Informatik“ als Pflichtfach abgeschafft

Wie das „Hamburger Abendblatt“ vom 30.5.2013 berichtet,  wird in Hamburgs Stadtteilschulen Informatik als Pflichtfach abgeschafft  – ganz nach Plan von von Schulsenator Ties Rabe (SPD).  Bislang war Informatik ein Bestandteil des Faches „Naturwissenschaft und Technik“.

Foto: K. Ruprecht

Foto: K. Ruprecht

Man faßt sich an den Kopf!  Nun soll ausgerechnet der für Deutschland so wichtige Bereich der Informatik  –  bei dem es große Nachwuchssorgen in der Wirtschaft gibt  –  künftig nur noch Wahlpflichtfach sein.

Erschwerend kommt hinzu, daß diese unsinnige Entscheidung gegen den Widerstand von Lehrer- und Schülerkammer gefällt wurde, wie das „Hamburger Abendblatt“ schreibt  – und natürlich trotz massiver Kritik aus der Wirtschaft. 

Die Industrie- und Handelskammer stellte fest, daß die Schulen bisweilen am Bedarf vorbeiarbeiten: „Wir treten generell für eine radikale Durchforstung der Lehrpläne mit dem Ziel ein, dass die Schüler das nötige Rüstzeug für das Arbeitsleben erhalten“, sagte Hauptgeschäftsführer H. Schmidt-Trenz:

„Dazu gehören unser bislang unerfüllter Wunsch nach einem Schulfach Wirtschaft sowie ausreichende Grundkenntnisse in Informatik.“

Auch die Schülerkammer stellte sich vergeblich gegen das unsinnige Ansinnen: „Wir empfinden dies im 21. Jahrhundert als einen nicht nachvollziehbaren Vorschlag.“ – Die „informatische Bildung“ dürfe nicht in den Wahlpflichtbereich verdrängt werden, erklärte die Kammervorsitzende Yasemin Cec. 

Auch die Lehrerkammer verlangte durch ihren Vorsitzenden Lorenz Iversen eine Stärkung der Informatik auch an den Gymnasien. 


Zensus-Ergebnisse zu Volk, Religion und Zusammenleben

Etwa zwei Drittel der 80,2 Millionen Einwohner Deutschlands gehören dem Christentum an. Davon sind 3,8 Prozent nicht Mitglieder einer Kirche oder Freikirche. Das geht aus der ersten Volkszählung nach der Wiedervereinigung hervor.

Für den sog. „Zensus“ wurden am Stichtag 9. Mai 2011 alle Melderegister ausgewertet sowie zusätzlich rund zehn Millionen Deutsche befragt. Die Angaben zur Religionszugehörigkeit waren freiwillig. Deshalb liegen von 17,4 Prozent der Bevölkerung keine Zahlen vor. Kreuzkuppel

Wie der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler (Wiesbaden), am 31. Mai vor Journalisten in Berlin bekanntgab, wurde die Frage nach der Religionszugehörigkeit am häufigsten von Muslimen, Juden, Buddhisten und Hinduisten nicht beantwortet.

Die meisten haben  –  anders als die Kirchen und Freikirchen  –  auch keine eigene offizielle Mitgliedererfassung. Deshalb dürften die Angaben über die Zugehörigkeit zu nichtchristlichen Religionen zu niedrig angesetzt sein.

Der Zensus ermittelte beispielsweise einen muslimischen Bevölkerungsanteil von 1,9 Prozent. Nach Schätzungen leben aber etwa vier Millionen Muslime in Deutschland; das wären rund fünf Prozent.

Neue Bundesländer: jeder Dritte konfessionslos

Dem Zensus zufolge gehören 24,7 Millionen Deutsche der katholischen Kirche und 24,3 Millionen den evangelischen Kirchen an. 53,2 Millionen fühlen sich dem Christentum zugehörig. 10,5 Prozent gaben an, keiner Religion oder Weltanschauung anzugehören. Im Gebiet der früheren „DDR“ ist jeder Dritte konfessionslos, in der alten Bundesrepublik sind es sechs Prozent.

Die Volkszählung fragte auch nach den Formen des Zusammenlebens. Danach gibt es in Deutschland rund 18,2 Millionen Ehen und knapp 34.000 eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Davon sind rund 40 Prozent Partnerschaften von Frauen. Rund 5.700 Kinder leben in solchen Partnerschaften, davon 86 Prozent in lesbischen.

Insgesamt ergab die Volkszählung, dass Deutschland 80,2 Millionen Einwohner hat; das sind etwa 1,5 Millionen weniger als bisher angenommen. Etwa 92,3 Prozent haben die deutsche Staatsangehörigkeit. 15 Millionen Personen – knapp 19 Prozent – haben einen Migrationshintergrund. Dazu zählen alle Ausländer und Deutschen, die nach 1955 auf das Gebiet der heutigen Bundesrepublik zugewandert sind oder zumindest einen nach 1955 zugewanderten Elternteil haben.

Quelle: http://www.idea.de


„Die Gebote des HERRN sind richtig – sie erfreuen das Herz“

Aus der heutigen Lesung der kath. Kirche: Psalm 19 (18),8-11:

Die Weisung des HERRN ist vollkommen, sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des HERRNist verläßlich, den Unwissenden macht es weise.
Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz;
das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen.
Die Furcht des HERRN ist rein, sie besteht für immer.
Die Urteile des HERRN sind wahr, gerecht sind sie alle.
Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge.
Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.