Schweiz: Ausstellung im Museum Nidwalden: „Spuk, Geister, Sagen, Gänsehaut“

Sonderausstellung vom 5. Mai bis 20. Oktober 2013

Die neue Sonderausstellung des Nidwaldner Museums nimmt sich einem schwer faßbaren Thema an  –  im wahrsten Sinn des Wortes: Es geht um Geister.

Die nebelhaften Gestalten sind auch in Zeiten von Aufklärung und Naturwissenschaften sehr präsent. Wir begegnen ihnen im Kino und in Buchhandlungen, in Spielwarenabteilungen, an der Chilbi und auf Stadtführungen  –  sie sind überall! Die Wesen aus der Zwischenwelt faszinieren uns, aber ernst nehmen wir sie nicht. Oder doch? L1022966

Laut Umfragen glaubt mehr als die Hälfte aller EU-Bürger an die Existenz von unsichtbaren Wesenheiten. Die meisten behalten das aber für sich. Wer nämlich an Geister glaubt, läuft Gefahr, belächelt zu werden und sich erklären zu müssen. 

Geisterglaube früher und heute

Die Ausstellung des Nidwaldner Museums befaßt sich sowohl mit den sogenannt echten wie auch mit den fiktiven Geistern und lotet die Grenzen aus zwischen beliebt und verpönt, zwischen wohligem Gruseln und echtem Grauen: Ein Blick in die Geschichte zeigt auf, welche Vorstellungen von Geistwesen unsere Vorfahren hatten und wie sie sich vor zwielichtigen Wesen zu schützen versuchten.

Der moderne Geisterglaube wird ebenfalls unter die Lupe genommen. Medien, Geisterjäger und Jenseitsforscher haben Geister zum Beruf gemacht, legen Beweise vor und berichten offen von ihren Erfahrungen. Zu Wort kommen aber auch Menschen, die erklären, wieso es schwierig ist, mehr wahrzunehmen als andere.

Sagen und Spuk

Von mehrheitlich unangenehmen Geistererfahrungen handelt das Kapitel Spuk: Betroffene hören Stimmen und Klopfgeräusche, werden von lichten Gestalten überrascht oder heimtückisch im Schlaf überfallen. Gibt es dafür eine Erklärung?

Während sich die Wissenschaftler uneins sind, weiß der Volksmund schon lange Bescheid: Die Nidwaldner Sagen erklären das Unerklärliche mit dem Wirken von Armen Seelen, dem Toggeli oder anderen jenseitigen Wesen. Über Jahrhunderte gesammelt, erfreuen sich Sagen noch heute großer Beliebtheit, werden als Hörbuch neu aufgelegt und an Geschichtenabenden zum Besten gegeben. Daß stimmt, was sie erzählen, glaubt eigentlich niemand mehr. So ganz ist allerdings nicht klar, wo die Realität aufhört und die Fiktion anfängt.

Die Ausstellung wurde vom Mühlerama Zürich konzipiert, vom Nidwaldner Museum leicht überarbeitet und um einen regionalen Teil ergänzt.

Hier gelangen Sie zum Filmbeitrag von art.tv:

http://www.art-tv.ch/10007-0-Salzmagazin-Spuk.htmlL1023786

Rahmenprogramm:
Samstag, 6. Juni, 16 Uhr: Sagen-Nachmittag 

Höfli, Alter Postplatz 3

Sonntag, 16. Juni, 16 Uhr: Öffentliche Führung 
Salzmagazin

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Podiumsdiskussion im Höfli, Alter Postplatz 3

Szenische Führungen mit den Nidwaldner Theaterkids:
11., 13. und 14. September, jeweils 18 und 20 Uhr
15. September, 18 Uhr

Ort der Ausstellung: Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, CH-6370 Stans
Öffnungszeiten: Mi – Fr von 14 bis 17 Uhr und Sa + So von 11 bis 17 Uhr

Hier gelangen sie zum Flyer der Ausstellung.

Quelle für Text und Fotos: http://www.nidwaldner-museum.ch/dynamic/page_detail.asp?seiid=9&nwcid=172


Erfolg für Lebensrechtler in Litauen

Das litauische Parlament hat jetzt ein Gesetz für ein weitgehendes Verbot von Abtreibungen auf den Weg gebracht. In den letzten zehn Jahren haben die vorgeburtlichen Kindstötungen im Land stetig abgenommen.

Der Seimas sprach sich laut litauischen Presseberichten vom vorigen Mittwoch in erster Lesung mit 46 gegen 19 Stimmen für einen entsprechenden Entwurf aus, 25 Abgeordnete enthielten sich. SDC12467

Abtreibungen sollen demnach künftig allein bei Gefahr für Gesundheit oder Leben der Mutter sowie nach Vergewaltigung straffrei sein. Bisher sind in Litauen Abtreibungen in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen ohne Einschränkungen zulässig.

Der Gesetzentwurf der „Wahlaktion der Polen in Litauen“, der kleinsten der vier Regierungsparteien, muß nun in den zuständigen Parlamentsausschüssen beraten werden. Im Herbst soll der Seimas endgültig darüber entscheiden.

In dem Land mit drei Millionen Einwohnern sank die Zahl der registrierten Abtreibungen in den vergangenen Jahren stetig: von 16.259 im Jahr 2000 auf 6.205 im Jahr 2011.  –  Auf 100 Geburten kamen nach Angaben der nationalen Statistikbehörde zuletzt 21,5 Kindestötungen im Mutterleib.

Frühere Initiativen gegen die geltende Fristenregelung fielen im Parlament bislang stets durch, so daß die jetzige Initiative den ersten Erfolg der Lebensrechtler darstellt.

Quelle: http://www.jesus.ch / Kipa


Satire am Sonntag: Aktueller Newsticker

Wien: Die Gemeinschaft für eine weltoffene Kirche lobte den Einsatz der Wiener Donau-City-Kirche für einen Dialog auf Augenhöhe. Indem der konservativ-katholische Redner Christian Zeitz rechtzeitig ausgeladen worden sei, sprächen in der Gemeinde nur noch Vertreter von toleranten, menschenfreundlichen und heilsrelevanten Religionen. 1_0_661004

Washington: Leadership Conference of Women Religious (LCWR) glaubt an eine Verschwörung der Kurialen in Rom. Man könne sich nicht vorstellen, wie ein demütiger und nächstenliebender lateinamerikanischer Papst wie Franziskus die Haltung des arroganten und gesetzlich orientierten Benedikt XVI. bestätigen konnte. Man nehme daher an, Franziskus werde von der Vatikanbank wie einst Johannes Paul I. mit dem Tod bedroht, wenn er nicht die Maßnahmen bestätige. Was die Vatikanbank gegen die LCWR haben soll, konnten die Schwestern auf Nachfrage nicht beantworten.

Paris: Die FIZ (Freie Intelligente Zeitung) berichtet vom Aufmarsch einiger tausend Rechtsgerichteter gegen die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare in Paris. Bei einem Großteil der Marschierenden handle es sich um Rechtsextreme und Neonazis, die Paris in Unruhe versetzten und den halben Champ de Mars abgebrannt hätten. Die offiziellen Zahlen von 100.000 Teilnehmern sei hingegen durch eine unangemeldete Gegendemonstration von Menschenrechtsfreunden zustande gekommen, die auf den Luftbildern der Polizei wie eine große Demonstration gewirkt habe.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/06/samstaglicher-newsticker.html

Zeitlose Mahnung des Apostels Paulus: „Kein anderes Evangelium!“

Aus der heutigen Sonntagslesung der kath. Kirche: Brief des hl. Paulus an die Galater 1,1-2.6-10:

Paulus, zum Apostel berufen, nicht von Menschen oder durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und durch Gott, den Vater, der  IHN von den Toten auferweckt hat, und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien: header_buch

Ich bin erstaunt, daß ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat  –  und euch einem anderen Evangelium zuwendet. Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen.

Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch gelehrt haben, der sei verflucht  –  auch wenn wir selbst dies tun würden oder ein Engel vom Himmel. Und noch einmal sage ich: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr es von uns angenommen habt, der sei verflucht.

Geht es mir nun um Zustimmung von Menschen oder um Gott?  –  Versuche ich etwa, Menschen zu gefallen?  – Wollte ich den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht  Christi.


Zur aktuellen Debatte um Joseph Beuys: Er verstand sich als „Eingeweihter“ von Steiners antroposophischem Weltbild

Von Bernd Harder

Eine neue Joseph-Beuys-Biografie, die vor wenigen Tagen im Aufbau-Verlag erschienen ist, sorgt für Wirbel. Der umstrittene Künstler sei zudem “eine ziemlich gestrige und gefährliche Figur” gewesen, gibt eine Spiegel-Rezensentin die Meinung des Biographen Hans Peter Riegel wieder.

Und zwar nicht nur im Hinblick auf Beuys “reaktionäres Alt-Nazitum”, sondern auch wegen seiner existentiellen Verbindung mit Rudolf Steiner. In jedes einzelne Werk seiner symbolschweren Kunst sei Steiners Weltbild eingesickert. (…)

Die Welt hat beim Beuys-Biographen Hans Peter Riegel selbst nachgefragt. Die Redaktion kommt zu dem Schluss, dass in der Tat …

„… die eigentliche Sprengkraft des Buches in dem Nachweis [liegt], welchen gewaltigen Einfluss die anthroposophische Lehre Rudolf Steiners auf Beuys’ Werk hatte. Riegels These: Beuys habe zeit seines Lebens unter einem grünen, anarchistischen Deckmäntelchen die Welt mit völkischen und totalitären Ideen in der Nachfolge Steiners missioniert.”

Ein Auszug aus dem Interview:

Hans-Peter Riegel: „In einem Gespräch mit Michael Ende sagte Beuys: “Die Anthroposophie ist der einzige Weg”. Die Anthroposophen eine Sekte zu nennen, wäre jedoch fatal. Man handelt sich schnell eine einstweilige Verfügung ein. Aber betrachtet man Steiners organisches Gesellschaftsmodell, das im ersten Moment wunderbar klingt, einmal genau, dann muss man zu dem Schluss kommen: Es ist totalitär.

Der Mensch steht bei Steiner in der Hierarchie auf der untersten Stufe der Existenz. Dann kommen “Erfinder, Künstler und Forscher”, dann die “geheimwissenschaftlichen Eingeweihten” und schließlich “übermenschliche Wesen”. Der Mensch überantwortet seine Freiheit übergeordneten Instanzen. Nur die Eingeweihten sind erkenntnisfähig. Das nenne ich totalitär. Und solches Denken ist wohl auch Sekten zu eigen.

Joseph Beuys war geradezu besessen davon, derartige Überzeugungen Steiners weiterzutragen. Wie Steiner hat auch er sich offenbar als Eingeweihter empfunden. Beuys’ existenzielle Krise 1956/57 mündete in eine Überhöhung der eigenen Person. Er selbst beschrieb sie als eine Art Erweckungserlebnis. Seitdem fühlte er sich, wie er selbst bekundete, von Rudolf Steiner beauftragt, dessen Weltanschauung und letztendlich ihn selbst zu vertreten.“

QUELLE und vollständiger ARTIKEL hier: http://blog.gwup.net/2013/06/01/beuys-steiner-und-das-ubersinnliche-in-der-kunst/


„Frustessen“: Übergewichtige Kinder müssen mit hohen Gesundheitsrisiken rechnen

Mangelnde emotionale Zuwendung bei Kindern bewirkt durch Frustessen häufig schon im frühen Lebensalter erhebliches Übergewicht. Dies  ist  bei Kindern und Jugendlichen ist mit einem höheren Gesundheitsrisiko verbunden als bisher angenommen.

„Ein symbolischer Hunger wie der nach Geborgenheit, Liebe oder Anerkennung kann […] den Magen so beeinflussen, als ob ein echtes Verlangen nach Nahrung gestillt werden sollte.“ (2)

„Weil Essen dann anderes bedeutet als den physiologischen Hunger zu stillen, geschieht auch anderes; es wird mehr gegessen, als für den Energiehaushalt nötig ist.“ (3)  

Prof. Dr. Neal Halfon (1) von der Universität California untersuchte mit seinem Team den Zusammenhang zwischen Körpergewicht und 21 psychosozialen, gesundheitlichen und sozio-demografischen Faktoren bei insgesamt 43.000 Kindern im Alter von 13 bis 17 Jahren:  15 % dieser Kinder wurden als übergewichtig eingestuft (BMI zwischen der 85. und 95. Perzentile) und 16 % als adipös (BMI > 95. Perzentile).

Die Untersuchung zeigt, dass übergewichtige und adipöse Kinder deutlich häufiger Gesundheitsstörungen aufweisen:
• Emotionale- oder Verhaltensstörungen
• Probleme in der Schule
• ADHS
• Depression
• Lernstörung
• Entwicklungsstörungen im Bereich der Knochen, Muskeln oder Gelenke
• Asthma
• Allergien
• Kopfschmerzen sowie
• Ohrentzündung

Diese Kinder litten darunter häufiger als gleichaltrige Studienteilnehmer mit Normalgewicht. Übergewichtige Kinder hatten ein 1,3-fach erhöhtes Gesundheitsrisiko für Entwicklungsstörungen und andere Dysfunktionen. Adipöse Kinder wiesen sogar ein doppelt so hohes Risiko für die genannten Störungen auf.

Vom Übergewicht betroffene Kinder sollten daher dringend bezüglich ihrer Komorbidität untersucht und begleitet werden. Vor allem aber sollten sich Eltern von klein auf Zeit nehmen für ihre Kinder und diese nicht ohne Not in Krippen und Horten abgeben, in denen sie emotional zu kurz kommen   –  mit den später daraus resultierenden Gesundheitsstörungen.

Quellen:
1 HALFON, N.; LARSON, K.; SLUSSER, W.: Associations Between Obesity and Comorbid Mental Health, Developmental, and Physical Health Conditions in a Nationally Representative Sample of US Children Aged 10 to 17. Academic Pediatrics, Volume 13, Issue 1, 2013, Pages 6–13.
2 LUBAN-PLOZZA,B.; PÖLDINGER,W.: Der psychosomatische Kranke in der Praxis. Lehmann, München 1973
3 MITSCHERLICH,A.: Krankheit als Konflikt. Studien zur psychosomatischen Medizin I. Suhrkamp, Frankfurt 1970.

 
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Aus dem Tempelweihegebet des Königs Salomo: „HERR, erhöre auch den Fremdling!“

Aus der heutigen Sonntags-Lesung der kath. Kirche: 1. Buch der Könige 8,41-43:

Auch Fremde, die nicht zu deinem Volk Israel gehören, werden wegen deines Namens aus fernen Ländern kommen;  denn sie werden von deinem großen Namen, deiner starken Hand und deinem hoch erhobenen Arm hören. Sie werden kommen und in diesem Haus beten.  PICT0028

Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft.

Dann werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen. Sie werden dich fürchten, wie dein Volk Israel dich fürchtet, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe.