Zur Homo-Ehe: „Es geht nicht um Diskriminierung, sondern um Differenzierung“

Volkes Stimme: Leserkommentare zur Anne-Will-Talkshow

Ergänzend zu unserem aktuellen Bericht über diese Sendung vom gestrigen 12. Juni folgen hier einige Stellungnahmen aus der „Basis“. Bislang wurden auf der NDR-Internetseite von Anne Will (sie ist bekennende Lesbe) weit über 900 Leserposts veröffentlicht, wobei wir aus den ersten dreißig Zuschriften einige Beispiele zitieren:

Karin:  Die Ehe war noch nie “heilig” – höchstens in den Augen der Kirche. Ich finde es gerecht, das homosexuelle Paare heterosexuellen Paaren steuerlich gleichgestellt werden sollen.  – ABER: warum rückwirkend bis 2001? –  Gerecht, nein sozial fände ich es, wenn diese Gelder für Hochwasser-Opfer, Dammbauten und Renaturierung der Flüsse gespendet würden.

Egon:  “Gleiche Rechte für Homosexuelle” – hört sich gut an und birgt einen Hauch von Gerechtigkeit in sich. “Gleiche Rechte” assoziiert aber auch einen zweiten Teil: “gleiche Pflichten”! Und da haperts doch gewaltig! Ohne Kinder geht in einer Gesellschaft gar nichts, zumindest nicht mit Blick in die Zukunft. 120505393_BV_July und Mike

Homosexuelle sind irgendwann auf die jüngere Generation, bekanntlich produziert von Heterosexuellen, überlebensnotwendig angewiesen. Sie selbst haben sich in diesem Bereich unvollkommen beteiligt, pochen aber auf gleiche Anerkennung ihrer zweifellos schwächeren Leistung.
Überhaupt erscheint der Einfluss der Homosexualität in dieser Gesellschaft überproportional erhöht. Früher hat man Homosexualität weitgehend unterschwellig gehandelt, heute ist man auch noch stolz darauf, wie z.B. die Bekenntnisse selbst führender Politiker erkennen lassen. Nichts gegen ihr eigenes Selbstverständnis  –  aber die Kirche im Dorf lassen!

Wer heutzutage eine Ehebindung eingeht, wird beinahe bemitleidet. Die Ehe sei nicht mehr zeitgemäß, ein reaktionär geprägtes Rudiment vegangener Zeiten, sei hinderlich und die überwiegende Zahl werde ohnehin geschieden. Mehr als grotesk selbst das Urteil höchster Instanzen, homosexuellen Paaren “entgangene” Steuervorteile rückwirkend bis 2001 nachzahlen zu wollen. Da kommen bei nicht Wenigen so locker einige Zehntausend Euro zusammen.

Seltsam nur, dass man etwa bei Arbeitnehmern oder Rentnern eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation bestenfalls in die oftmals noch ferne Zukunft verlegt und dann nur portionsweise. Familien mit Kindern bleiben wie immer auf der Strecke. Für sie bleiben Gutscheine für den Sportverein u.ä.

Petra Singer:  Natürlicherweise ist die Ehe zwischen Mann und Frau die Keimzelle jeder Gesellschaft, das ist halt so –  rein biologisch, also natürlich. Kinder únd Zukunft gibt es, wenn Mann und Frau eine Familie gründen. Da aber Mann und Mann bzw. Frau und Frau natürlicherweise KEINE Kinder zeugen können, ist diese Lebensform eben anders. Anders, also keine Ehe. Anders und nicht mit der Ehe zu vergleichen. Jeder kann leben, wie er will, aber niemand soll so tun, als ob homosexuelle Paare GLEICH wären wie Mann & Frau = Ehe. Das ist keine Diskriminierung, das ist Differenzierung.

Paul aus Dresden:  Sagte nicht Martin Luther: ”Die Ehe ist ein gar weltlich Ding….”?  – Was soll an einer Heteroehe anders sein als bei einer Homoehe? Beide Paare übernehmen Verantwortung füreinander und dann auch für die eigenen wie adoptierten Kinder.

Hagen Ulrich: Warum muß man diese Thematik eigentlich mit ausgewiesenen Hetzern und Katholiban wie Erika Steinbach und Beverfoerde diskutieren? In Deutschland gilt das Grundgesetz und nicht der Codex Juris Canonicii, wir sind keine Filiale des Vatikans und der Staat bzw. der Gesetzgeber hat sich nicht an den Moralvorstellungen einer glücklicherweise im Schwinden begriffenen Fangruppe der geweihten Röckchenträger zu orientieren…

Monika Metternich: Ein zur Adoption freigegebenes Kind sollte die besten Voraussetzungen bekommen  –  und dazu gehören nun mal von Natur aus Vater und Mutter. Mich würde für den Fall, dass Homosexuelle Adoptionsrecht bekommen, interessieren, ob Adoptionswillige überhaupt ein Wörtchen mitzureden haben, wenn sie ihr Kind zur Adoption freigeben und NICHT wollen, dass ihrem Kind Vater oder Mutter abgeht, indem es in eine gleichgeschlechtliche Familie vermittelt wird.


2 Kommentare on “Zur Homo-Ehe: „Es geht nicht um Diskriminierung, sondern um Differenzierung“”

  1. Anonym sagt:

    Die steuerliche Gleichstellung der „Homo-Ehe“ in unserer Gesellschaft ist nur konsequent. Wem in unserer Gesellschaft gleiche Pflichten auferlegt werden, der muss auch in den Genuß gleicher Rechte kommen. Es geht hier nicht um christliche, sondern um gesellschaftsrechtliche Fragen.

    Außerdem entstehen uns „Hetero-Ehegatten“ durch eine steuerliche Gleichbehandlung der „Homo-Ehe“ keine steuerlichen Nachteile.

    Diese steuerlichen Grundsätze können allerdings auf ein Adoptionsrecht für die „Homo-Ehe“ nicht übertragen werden.

    Gottes Wort steht allerdings im Widerspruch zu unserer gesellschaftlichen Ausrichtung. Nichtsdestotrotz ist für Gott ein liebevoller Umgang mit Sündern wichtiger als die Sanktion von Gesetzesbrechern.

    „Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben. solche Frauen zu steinigen……………….. . Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich und Schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort. …….. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr.“ Joh. 8,7-11

    Uns Christen steht es also nicht zu, andere zu verurteilen.

    Mit Fingern auf Menschen und deren Gepflogenheiten zu zeigen, ist im übertragenen Sinne nichts anderes, als mit Steinen zu werfen.

    Jesus hat die Sünderin liebevoll ermahnt. Das dürfen wir selbstverständlich auch. Nur müssen unsere Worte dann liebevoll und gut überlegt sein.

    Jesus ermahnt an dieser Stelle auch die Pharisäer und Schriftgelehrten, also vor allem auch die Menschen, welche das Wort Gottes lehren.

    Fazit: Menschen sind nicht ohne Sünde und sollten sich deshalb vorrangig um ihr eigenes „Heilwerden vor Gott“ kümmern. Das ist für jeden Menschen eine Lebensaufgabe.

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  2. schwabe sagt:

    Hallo
    ich habe gestern abend mit grossem Interesse die Anne Will Show angesehen. Ich bin durchaus der Meinung, dass ein Kind das Recht hat auf eine Mutter und einen Vater. Ich bin selbst schwul und würde, wenn ich „nochmal“ auf die Welt käme, mir eine Mutter und einen Vater wünschen, vor allem, Eltern, die eine stabile Ehe leben. Leider,leider sind diese Ehen der absolute Ausnahmezustand. Sie waren es schon immer. Ich werde nie den Moment vergessen, an dem mir meine geliebte Grossmutter am Ende ihres Lebens sagte, sie würde nicht mehr heiraten wenn sie nochmal ihr Leben leben könne. Für diese Frau war die Ehe heilig und sie hat „bis zum Schluss durchgehalten“, aber diese Aussage hat mich ins Mark erschüttert. Meine leibliche Mutter liess mich im Krankenhaus zurück, ich wurde adoptiert von „normalen“ Menschen, die bestimmt sehr viel Gutes tun wollten, bei denen es aber in der Ehe geradezu „höllisch“ zuging und letztendes in der Katastrophe (Selbstmord) endete. Der hehre Wunsch nach der heilen Familie ist verständlich, kommt aber in der Realität äusserst selten vor.
    Auch in der sogenannten „guten, alten Zeit“ ging es drunter und drüber, es wurde nur nicht so offen darüber berichtet, der Teppich unter den man die Familiendramen gekehrt hat, hat sich auch damals schon stark gewölbt.
    Ist also ein Kind, das in einer chaotischen Beziehung von „normal veranlagten“ Eheleuten heranwächst, dennoch besser dran, als ein Kind, das „gewollt und geplant“ in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft aufwächst?
    Meine Bitte und meine Aufforderung an die „normal veranlagte“ Welt: Wenn sie es wirklich ernst meinen und einem Kind sein Geburtsrecht (Eltern, bestehend aus Vater und Mutter und einer stabilen liebevollen Beziehung) geben wollen und verhindern wollen, dass es in eine nicht „normale“ Beziehung hineingeboren wird und dort aufwachsen „muss“, dann machen sie mitte IHRE HAUSAUFGABEN!; sprich, leben sie so wie sie predigen, wie SIE Gottes Wort verstehen. Wenn Sie das nicht tun, wenn bei ihnen Ehebruch, Alkohol, Hass, Streit in der Familie herrscht, dann dürfen sie andererseits auch nicht den Finger auf diejenigen zeigen, die ihrer Meinung nach, kein Recht auf eine Familie und Kinder haben.
    Apropos: Christus erwähnt in Matthäus 19 Vers 12 drei Arten von Menschen, die nicht zur Ehe bestimmt sind. Für Gläubige, die Probleme haben mit dem Thema Homosexualität, bitte mal nachlesen. Das Gebot, „du sollst nicht liegen bei einem Mann wie bei einer Frau“, bezieht sich auf eine sehr gesundheitsschädiliche Sexualpraktik …

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