Vatikan: Zwei Tage für das Lebensrecht aller Menschen mit Papst Franziskus

An diesem Samstag und Sonntag werden im Vatikan zwei Tage des Lebensschutzes veranstaltet. Die Tage heißen Begegnung mit „Evangelium Vitae“, was an die Lebens-Enzyklika von Papst Johannes Paul II. aus dem Jahr 1995 erinnert.

Die Veranstaltungen gehören zum Programm für das aktuelle „Jahr des Glaubens“.

Für den Samstagabend ist ein Fackelzug von der Engelsburg über die Via della Conciliazione bis zum Petersplatz geplant.

Papst Franziskus feiert am morgigen Sonntag, den 16. Juni, um 10.30 Uhr mit dem „Volk des Lebens“ eine hl. Messe auf dem Petersplatz.

Radio Vatikan überträgt diese Messe live und mit deutschem Kommentar ab 10.20 Uhr.

Um die Live-Übertragung zu hören und zu sehen, klicken Sie einfach auf den Vatikanplayer auf der RV-Internetseite.
Hier gelangen Sie direkt zum Vatikanplayer


Papst Franziskus: Christlicher Friede ist nicht ruhig, sondern drängt nach vorne!

Ein christliches Leben führen bedeutet nicht, ungestört „in Frieden zu leben bis zum Himmel hin“, sondern in die Welt hinauszugehen und Jesus zu verkündigen, der sich geopfert hat, um die Menschen mit dem Vater zu versöhnen.

Dies hat Papst Franziskus am heutigen Samstag bei seiner hl. Messe in der Casa Santa Marta betont. Dabei ging er auf die liturgische Lesung aus dem 2. Korintherbrief ein, in dem das Wort „Versöhnung“ zentral ist: 1_0_701796

„Die wahre Versöhnung ist in Gott, in Christus. ER hat unsere Sünden auf sich genommen und ER hat den, der keine Sünde kannte, gleichsam für uns zur Sünde gemacht.“ 

Gleichzeitig betonte Franziskus, daß man das christliche Leben unterschätzt, wenn man es auf eine Liste moralischer Regeln beschränke. So verliere man das „Feuer des Glaubens“ und die Kraft der Liebe:

„Die Philosophen sagen, dass Friede eine gewisse Ruhe und Ordnung schafft: Alles ist geordnet und ruhig… Der christliche Friede sieht aber anders aus: es ist ein unruhiger Friede, der antreibt, damit die Botschaft der Versöhnung weitergegeben wird. Das ist die Wurzel des christlichen Glaubenseifers.“

Am Schluß forderte der Papst dazu auf:  „Bitten wir den HERRN, dass er uns diesen Drang gibt, Jesus zu verkündigen, dass er uns etwas dieser christlichen Weisheit gibt, die von Jesus ausgeht und von seinem Herzen, das aus Liebe für uns durchbohrt wurde…

Die Liebe Gottes ergreift Besitz von uns, sie treibt uns an, sie treibt uns voran, sie setzt uns unter den Druck mit dieser Empfindung, die der verspürt, der erkennt, dass Gott uns liebt. Bitten wir um diese Gnade.“

Quelle (Text/Foto):  http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/15/papstpredigt:_%E2%80%9Echristlicher_friede_ist_unruhig%E2%80%9C/ted-701796


Regensburger Bischof beim „Presseclub“: Diplomatisch in der Form, klar in der Sache

„Ich will auf gesunde Weise provozieren“

Die „Mittelbayerische Zeitung“ (MZ) berichtete am gestrigen Freitag, den 14. Juni 2013, online von Bischof Rudolf Voderholzers erstem Auftritt im Regensburger „Presseclub“.

Er habe sich, so Redakteur Pascal Durain einleitend, „diplomatisch“ präsentiert, „zog aber klare Grenzen“. Der Bischof sei im Bistum und beim Kirchenvolk „angekommen“, heißt es im MZ-Artikel weiter. 

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

In einem zweistündigen Redaktionsgespräch habe der Regensburger Oberhirte „mit seiner ruhigen und diplomatischen Art überzeugt“, aber zugleich auch erklärt, daß er „auf gesunde Weise provozieren“ wolle. 

So sagte er beispielsweise: „Ich glaube nicht, dass die Leute zu wenig glauben. Im Gegenteil: Heute wird zu viel geglaubt“  –  und spielt damit auf ein Wort des katholischen Schriftstellers Chesterton an ; er fügte hinzu: „Ich ergänze: Die Leute glauben jeden Schmarrn.“

Die MZ berichtet sodann:

„Der Bischof blieb zwar versöhnlich, blieb aber bei grundlegenden Fragen konsequent. Zum Beispiel bei der Unauflöslichkeit der Ehe. So sollte der Begriff Ehe nur für die dauerhafte Verbindung von Mann und Frau gelten, als „Keimzelle der Familie“: „Ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn da politisch zu sehr experimentiert wird.“

Das Interview befaßte sich u.a. auch mit dem Beratungsverein „Donum Vitae“, der im Rahmen der staatlich anerkannten „Schwangerschaftskonfliktberatung“ tätig ist und dabei auch einen Schein ausstellt, der die straffreie Abtreibung ermöglicht. Wegen dieser potentiell tödlichen Wirkung wird dieser „Beratungsschein“ vom Vatikan und von romtreuen Bischöfen abgelehnt.

Dazu erklärte der Regensburger Bischof laut MZ, der wollte zwar „Brücken schlagen“, doch in einer „entscheidenden Frage“ habe der Verein den „gemeinsamen Boden“ dessen verlassen, was die Kirche für richtig halte.

Er finde nicht alles falsch, was „Donum vitae“ tue, doch er könne die Teilnahme dieser Organisation am nächsten Katholiken „nicht befürworten“„Das macht uns unglaubwürdig. Wir können die Hand nicht zur schlechtesten Lösung reichen.“

Allerdings sei hierüber nicht endgültig entschieden, weil darüber mit dem ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) noch „gerungen“ werde, erläuterte Bischof Voderholzer.


„Wenn jemand in Christus lebt, dann ist er eine neue Kreatur“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Kor 5,14 ff:

Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Ist einer für alle gestorben, so sind alle gestorben.borMedia1742201
ER ist für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.
 
Wenn also jemand in Christus lebt, dann ist er eine neue Kreatur: Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.

Das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung anvertraute. Wir sind also Gesandte an Christi Statt und Gott ist es, der durch uns mahnt.

Wir bitten an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott !
 


Roland Jahn: Der 17. Juni sollte wieder gesetzlicher Feiertag sein

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, schlägt vor, den 17. Juni in Erinnerung an den Volksaufstand in der „DDR“ 1953 wieder zum gesetzlichen Feiertag zu machen.

„Er wurde als Feiertag abgeschafft“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“ und fügte hinzu: „Stattdessen wurde der 3. Oktober zum Feiertag erkoren, ein Tag, an dem ein Vertrag in Kraft getreten ist, und kein Tag, an dem die Menschen auf die Straße gegangen sind. So ist der 17. Juni noch weiter in Vergessenheit geraten. Es war ein Fehler, den 17. Juni als gesetzlichen Feiertag abzuschaffen.“

Auf die Frage, ob er ihn wieder einführen wolle, erwiderte Jahn:

„Es kann nicht schaden, noch einmal darüber nachzudenken, ob man den 17. Juni als gesetzlichen Feiertag nicht wieder beleben kann. Ich fände einen Feiertag besser, der daran erinnert: Freiheit und Selbstbestimmung sind nicht selbstverständlich. Es sind die Bürger, die die Gesellschaft verändern.“

Der 59-Jährige erklärte, anders als früher gebe es heute „ein Bewusstsein dafür, dass es um einen Volksaufstand ging. Diese Erkenntnis hat sich durchgesetzt. Wir müssen der nächsten Generation nun vermitteln, was dieser 17. Juni bedeutet.“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Genderbewegung produziert Wahn statt Wissenschaft

PRESSEMELDUNG der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Die Kritik in säkularen Medien an der sog. Gender-Forschung wächst. „Gender Mainstreaming“ bedeutet die Gleichschaltung der Geschlechter, aber auch von Gruppen wie Homosexuellen oder Intersexuellen.

Auch in der evangelischen Kirche spielt diese Bewegung eine große Rolle, etwa mit Gender-Beauftragten. Die Bewegung huldige dem „absurden Gedanken, Männer und Frauen, dazu Hinz und Kunz, Homo und Hetero seien absolut gleich, die Unterschiede nur anerzogen“, schreibt die Kolumnistin der Stuttgarter Zeitung, Sibylle Krause-Burger.

„Sektiererischer Wahn“

Dies sei „nichts anderes als ein Wahn“; ihn in Dogmen zu verwandeln, habe nichts mit Wissenschaft zu tun. Das Bestreben der Gender-Bewegung habe „etwas Sektiererisches, ja Totalitäres, etwas Faschistisches“.  –  Es solle gegen jede Erfahrung geglaubt und gelebt werden. media-374460-2

Der Kolumnistin zufolge vermehren sich „die Gender-Lehrstühle wie die Kaninchen“. Sie habe in einer Statistik der Freien Universität Berlin 164 Gender-Professuren an deutschen Universitäten und Fachhochschulen gezählt: „Das ist schon fast eine Industrie, auf alle Fälle aber eine Jobmaschine für meschuggene Akademikerinnen.“

Auf den Lehrstühlen säßen fast ausschließlich Frauen. Sie hätten offenbar für sich selbst wegdiskutiert, „dass sich die Menschheit aus dem Quell des sichtbaren und spürbaren Gegensatzes von Mann und Frau fortpflanzt“.

Kritik auch von der liberalen „Zeit“

Auch in „ZEIT-online“ wird Kritik an der Gender-Forschung geübt. Der Journalist Harald Martenstein schreibt, die Wissenschaft sei sich einig: „Geschlechterunterschiede sind zum Teil sicher anerzogen. Vieles hängt aber auch mit der Evolution und mit den Hormonen zusammen.“

Die Gender-Frauen seien der Ansicht, „dass biologische Forschung insgesamt ein Herrschaftsinstrument der Männer sein muss“.  – Deshalb sagten sie: „Es gibt keine Unterschiede, basta. Warum? Weil es einfach keine geben darf.“

Martenstein hierzu: „Gender-Forschung ist wirklich eine Antiwissenschaft. Sie beruht auf einem unbeweisbaren Glauben, der nicht in Zweifel gezogen werden darf.“

In einem Interview mit dem „ZEIT-Magazin“ vertritt die Psychologin Prof. Doris Bischof-Köhler die Ansicht, dass die Gender-Bewegung kein Interesse an Objektivität habe:

„Hier scheint ein konstruktivistisches Weltbild vorzuherrschen, dem zufolge so etwas wie eine objektive Wirklichkeit, die es zu erforschen gilt, nicht existiert. Faktizität und Fantasie verschmelzen auf eine Weise, in der ich nicht recht mitdenken kann.“   –  Bischof-Köhler ist Autorin des Standardwerks „Von Natur aus anders – Die Psychologie der Geschlechterunterschiede“.

Quelle: http://www.idea.de


IGFM: „Die Wahl im Iran ist eine Farce; die tatsächlichen Machtfaktoren bleiben“

Mit der Präsidentenwahl im Iran wird sich die „desaströse“ Situation der Frauen und Minderheiten nicht grundlegend ändern, erklärte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), denn die tatsächlichen Machtfaktoren ständen gar nicht zur Wahl.

Der bisherige Präsident kann nach zweimaliger Amtszeit nicht wieder antreten; es wird also ein neues Staatsoberhaupt geben. Doch selbst wenn dieser gemäßigter auftreten wird als der bisherige, berechtigt dies nicht zu ernsthaften Hoffnungen auf einen wirklichen Wandel. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Der mit Abstand mächtigste Mann im Iran sei ohnehin keineswegs der Präsident, sondern der nicht demokratisch legitimierte geistliche „Führer“ Ayatollah Ali Khamenei, so die IGFM.

„Das Gesicht des Präsidenten wird sich am Freitag ändern  –  das Gesicht der Islamischen Republik und die Herrschaft islamistischer Geistlicher wird weiterbestehen, solange ‚Führer‘ Khamenei im Amt ist“, erläuterte Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Im Iran sind Frauen und religiöse Minderheiten wie Bahá’í und vor allem die Christen Bürger zweiter Klasse. Bürgerrechtler, Kritiker des Regimes und Konvertiten (Menschen, die den Islam verlassen und sich zB. taufen lassen) werden verfolgt – siehe hierzu beispielhaft unseren Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2013/01/16/iran-ex-muslim-und-evangelischer-pastor-saeed-abedini-von-todesstrafe-bedroht/

Die IGFM unterstreicht, daß das öffentliche Interesse nicht allein der nuklearen Bedrohung durch den Iran gelten dürfe, sondern auch der Entrechtung seiner Bürger. Der Iran habe völkerrechtlich verbindliche Menschenrechtsverträge ratifiziert wie etwa den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, zu dessen Vertragsstaaten auch Deutschland gehört. Dennoch schweige Europa zu diesen Vertragsbrüchen weitgehend.

Die systematische Entrechtung von Frauen, Andersdenkenden und Minderheiten werde sich nicht allein durch einen Wechsel im Amt des Präsidenten ändern. Deutschland und Europa müßten den Fokus ihrer Aufmerksamkeit auf die Menschenrechte legen, so die IGFM weiter.

Zur Lage der Menschenrechte in Iran unter:
http://www.igfm.de/laender/iran/

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland