Gazastreifen: Christliche Schulleiter besorgt über staatliche Maßnahmen

„Es ist der Zeitpunkt gekommen, dass Parlamente und Bildungsinstitutionen die Stimme erheben und davor warnen, was bald im Gazastreifen geschehen könnte, damit auch palästinische Politiker aufhorchen: unserer Schulen könnten durch die neuen Maßnahmen in eine Krise geraten“, so Pater Faysal Hijazin, Leiter der Schule des lateinischen Patriarchats von Jerusalem zum Fidesdienst, der damit zur internationalen Mobilisierung für die fünf christlichen Schulen im Gazastreifen aufruft.

Die jüngst von der Hamas-Regierung veranlassten Maßnahmen könnten die Existenz dieser Schulen belasten. Ein im April 2013 vom palästinensischen Bildungsministerium erlassenes Gesetz sieht vor, dass alle Altersklassen in Mädchen- und Jungenklassen aufgeteilt werden sollen und dass Lehrer oder Lehrerinnen keine Schüler des anderen Geschlechts im Alter über 9 Jahren unterrichten dürfen.

„Dies, so P. Faysal, „wird für die Verwaltung unserer Schulen problematisch sein: wir werden neue Räume und neues Personal brauchen“. Über die logistischen Aspekte hinaus, stellen diese Maßnahmen auch eine mentale Engstirnigkeit unter Beweis: „Wir“, so P. Faysal, „versuchen den Gazastreifen zu bereichern und die Vielfalt der Kulturen zu garantieren. Eltern schicken ihre Kinder auf unsere Schulen, weil sie ihren Horizonte erweitern wollen.

Quelle: kath. Fidesdienst



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