Dr. Penners Post an Öko-Aktivist Franz Alt zur „Energiewende“

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten 

OFFENER BRIEF an Franz Alt, Öko-Aktivist

Sehr geehrter Herr Alt,

Anfang Juni 2013 haben Sie an Bundesminister Altmaier zur „Energiewende“ geschrieben und Ihre bekannten Thesen wiederholt, denen ich nicht zustimme aus folgenden Gründen:

1. Kohlendioxid ist kein Schadstoff. Kohlendioxid-Emissionen haben keinen schädlichen Einfluß auf das Klima. Der Verzicht auf die „Energiewende“ würde deshalb keine Folgeschäden und keine Folgekosten verursachen.

2. Um den sehr geringen Kohlendioxid-Gehalt der Luft von 0,04% zu verdoppeln, müßte man sämtliche fossilen Brennstoff-Vorräte der Erde verbrennen. Laut IPCC würde die Globaltemperatur im Falle solcher Verdoppelung um 1,1°C steigen, was nicht schädlich wäre. Dieser Wert führt das „Zwei-Grad-Ziel“ der Bundeskanzlerin ad absurdum. pc_pi

3. Es besteht keine Korrelation zwischen dem Kohlendioxid-Gehalt der Luft und der Globaltemperatur. Seit 15 Jahren sinkt die Globaltemperatur, obwohl der Kohlendioxidgehalt steigt.

4. „Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung“,  wie Sie schreiben. Sie schicken uns aber auch keinen Strom. Der muß erst hergestellt werden. Solar- und Windstrom sind jedoch viel zu teuer und eignen sich nicht für die Einspeisung in Netze. Energiedichte und Stetigkeit sind viel zu niedrig.

5. Weil Solarstrom so teuer ist geht eine Solarfirma nach der anderen bankrott. Siemens und Bosch haben riesige Schäden in Kauf genommen und sind aus dem Solargeschäft ausgestiegen.

6. In Deutschland haben wir einschließlich Wattenmeer nicht genügend Platz, um die Fossilkraftwerke durch Windräder zu ersetzen.

7. Solardächer und Windräder können keine Fossilkraftwerke ersetzen, weil die Industrie auch dann Strom braucht, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint. Bei Flaute müssen Gaskraftwerke einspringen, in die aber niemand investieren will, weil sie niemals wirtschaftlich betrieben werden können.

8. Selbstverständlich wäre es schön, wenn wir auf Treibstoffimporte verzichten könnten. Das ist möglich, weil wir 90 Milliarden Tonnen Kohle haben.

9. Selbstverständlich wäre es schön, wenn wir auf Heizölimporte verzichten könnten. Das ist möglich durch Wärmepumpen, die durch Nuklearstrom betrieben werden.

10. Nuklearstrom ist der preisgünstigste Strom, deshalb nutzen 30 Nationen die Kernenergie. Weitere 7 Nationen wollen in die Kernenergie einsteigen. Gigantisch sind die weltweiten Pläne zum Ausbau der Kernenergie. Bei Königsberg wird ein Kernkraftwerk gebaut, um Deutschland mit Strom zu versorgen.

11. Kernenergienutzung hat keine Rohstoffprobleme. Nuklearstrom hat eine hohe Energiedichte und eine hohe Stetigkeit. Die Endlagerung von Restaktivität ist technisch längst gelöst, Deutschland hat ideale geologische Voraussetzungen. Die natürliche Radioaktivität der Salzlagerstätten ist viel größer als die eingelagerte künstliche.

12. Vor allem ist die Kernenergie sicher, unvergleichlich sicherer als die Kohleförderung. In 50 Jahren Kernstromerzeugung ist in Deutschland niemand zu Schaden gekommen. In Tschernobyl ist eine Atombombenfabrik vorhersehbar explodiert aufgrund eines kriminellen Befehls der Sowjetarmee. In Fukushima wurde ein Kernkraftwerk durch ein Seebeben zerstört. Trotzdem hat niemand gesundheitliche Strahlenschäden erlitten.

Die „Energiewende“ erfordert den Ersatz der Sozialen Marktwirtschaft, ohne die Wohlstand für alle nicht möglich ist, durch eine sozialistische Planwirtschaft im Sinne der DDR. Die „Energiewende“ hat durch drastische Stromverteuerung eine Desindustialisierung mit Arbeitslosigkeit zur Folge und eine Enteignung breiter Bevölkerungsschichten. Schon jetzt können über 800.000 Haushalte ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner


6 Kommentare on “Dr. Penners Post an Öko-Aktivist Franz Alt zur „Energiewende“”

  1. Ulli sagt:

    http://www.vzhh.de/ernaehrung/112918/radioaktivitaet-in-lebensmitteln.aspx

    Radioaktivität in Lebensmitteln

    19.Juni 2013: Verseuchtes Grundwasser beim zerstörten Atomkraftwerk

    Vier Wochen vor der Wahl muss sich die japanische Regierung wieder um ein großes Problem in Fukushima kümmern: Das Grundwasser um den Reaktor ist mit dem hochgiftigen strahlenden Stoff Strontium-90 belastet – zudem wurden auch deutlich überhöhte Mengen des ebenfalls gefährlichen Stoffes Tritium gefunden. Wenn Strontium in den menschlichen Körper gelangt, können dadurch insbesondere Zellen in den Knochen verändert werden. Knochentumore und Leukämie können die Folge sein. Die Belastung soll in den letzten Monaten um mehr als das Hundertfache gestiegen sein und mehr als das 30-Fache des gesetzlichen Grenzwertes betragen. Es beteht die Gefahr, dass dieses Wasser in den Pazifik gelangt und das Strontium sich danach in der Nahrungsktte, z.B. in Fischen, anreichert.

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  2. Ulli sagt:

    Fast 16.000 Tote gab es, mehr als 2700 Personen gelten bis heute als vermisst. 315.000 Menschen im Umkreis von 40 Kilometern von Fukushima mussten umsiedeln.

    Hoffentlich nutzen Terroristen nie Flugzeuge auf Kernkraftwerke stürzen zu lassen.
    Dann müßten bei uns auch Massen umgesiedelt werden.

    http://www.tagesspiegel.de/sport/fussball-in-fukushima-mit-dem-geigerzaehler-zum-spiel/8384592.html

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  3. Anonymous sagt:

    Lieber Hr.Penner,
    alle Ihre Argumente stimmen und sind nur mit Borniertheit zu ignorieren. Leider feiert diese jedoch zur Zeit in Deutschland rauschende Feste.
    Trotzdem und gerade deshalb heißt es weiter aufklären! Für die Klimaideologen ist die Erde quasi eine Scheibe und jene die die Wahrheit aufdecken sind die Häretiker der schönen neuen Welt!!!! Aber dieser Klimalügen werden keinen dauerhaften Bestand haben. Gruß und Dank für Ihr mutiges Statement.
    T.M.Adam

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  4. Es kann nicht angehen, den äußeren Handlungsspielraum ohne Rücksicht auf allfällige Schäden aufrechtzuerhalten. Der evangelische Pfarrer Walter Lechner hat in Publik – Forum dazu folgendes zum Thema Wirtschaftswachstum / Wachstum vor dem Hintergrund eines christlich orientierten Lebenswandels geschrieben:

    Die beiden großen Kirchen arbeiten an einem neuen Sozialwort, sie nennen es »Sozialinitiative«. Allerdings wird das Papier hinter verschlossenen Türen geschrieben. Die Kirchenoberen scheinen nicht daran interessiert zu sein, dass sich die Basis beteiligt. Dabei gibt es in den Kirchen und in ihrem Umfeld zahlreiche mutige Initiativen und Konzepte, die Wege zu einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft weisen. Deshalb bietet Publik-Forum in seiner »Aktion Sozialwort 2013« genau diesenVerbänden, Basisorganisationen und Einzelnen ein Forum.
    Kirchen-Sozialwort 2013

    16.06.2013 Alternativen zum Wachstum
    19.05.2013 Kirchen: Neues Sozialwort – ohne Basis

    Ich meine: Ein Sozialwort der Kirchen kann seiner orientierenden und gesellschaftsverändernden Wirkung nur gerecht werden, wenn es eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum als gesellschaftlichem Leitziel fordert und sich für Alternativen stark macht.

    Die Gleichung »Wirtschaftswachstum steigert Lebensqualität« hat sich selbst ad absurdum geführt. Eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts sagt nichts über die Verteilung des Wohlstands innerhalb der Gesellschaft aus. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland bedient heute nur noch den Zinshunger der großen Geldvermögen, kommt aber der breiten Bevölkerung praktisch nicht mehr zugute.

    Vielmehr wird Wirtschaftswachstum auf dem Rücken der Ärmsten erzielt. Das belegen nicht nur Katastrophen wie jüngst der Fabrikeinsturz mit mehr als tausend Toten in Bangladesch, wo westliche Kleiderfirmen Menschen systematisch ausbeuten und durch die höheren Gewinne das Wirtschaftswachstum in unseren Ländern steigern. Das spüren auch Millionen Deutsche, die seit Jahren unter der konsequenten Umverteilung von unten nach oben leiden.
    Angesichts schwindender Ressourcen und eines sich beschleunigenden Klimawandels stur weiter auf Wirtschaftswachstum zu setzen, ist wahnwitzig. Jedes Jahr rückt der »Global Overshoot Day«, also der Kalendertag, ab welchem die verbrauchten Ressourcen die Kapazität der Erde, diese zu generieren, übersteigen, weiter nach vorne und hat inzwischen den August erreicht.

    Jede Steigerung des Bruttoinlandsprodukts zieht zwingend einen wachsenden Raubbau an natürlichen Ressourcen nach sich. Wie können wir Deutschen, die wir im Durchschnitt das Fünffache (!) des gerade noch verträglichen Kohlendioxid-Ausstoßes pro Kopf verursachen, ernsthaft glauben, wir könnten durch weiteres Wirtschaftswachstum mehr Ökologie erzielen? Eine absolute Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom steigenden Ressourcenverbrauch ist nicht möglich!
    Eine Gesellschaft, die ohne Selbstbegrenzung auf die stetige Zunahme des materiellen Wohlstands baut und davon ihr Wohl und Wehe abhängig macht, hat jedes Maß verloren und die Maßlosigkeit zum Maß aller Dinge und zum Götzen gemacht.

    Eine Kirche, die von der Alternative des Reiches Gottes weiß und dessen Maßstäben verpflichtet ist, muss dem Alternativlosigkeit beanspruchenden Wirtschaftswachstumsdogma den Gehorsam verweigern und die gesellschaftliche Debatte für alternative Entwürfe einer Postwachstumsgesellschaft öffnen.

    Die Abkehr vom Wirtschaftswachstum eröffnet neue Wachstumsmöglichkeiten: in Kultur, Glaube, Zeit, Wissen, Beziehung, Kreativität, Ehrenamt, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung. Wo wollen wir wirklich wachsen? Jesus sagt: Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein (Matthäus 6, 21).

    »Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum.« An dieser Forderung, die zahlreiche prominente Kirchenvertreterinnen und -vertreter wie Margot Käßmann, Katrin Göring-Eckardt, mehrere Bischöfinnen und Bischöfe sowie leitende Geistliche und mehr als 3000 Petitionsunterzeichner unterstützen, kommt kein Sozialwort der Kirchen vorbei, wenn es glaubwürdig sein und auf eine soziale und ökologische Transformation der Gesellschaft hinwirken will.

    Was ist das Ziel unserer Gesellschaft? Wie definiert sich Lebensqualität? Woran messen wir gesellschaftliche Entwicklung? Kirche hat zu diesen Grundfragen unserer Existenz aus ihrer Gottesbeziehung heraus Entscheidendes zu sagen. Sie sollte es tun.

    Walter Lechner ist evangelischer Pfarrer im sächsischen Frauenhain und einer der Leiter der christlichen Initiative »anders wachsen«. Ihr Ziel: Die Evangelische Kirche in Deutschland soll sich dieses Themas annehmen – mit einer breiten Öffentlichkeitskampagne. Auf http://www.anders-wachsen.de kann eine entsprechende Petition an die EKD unterzeichnet werden. Kontakt: Tel. 035263-65677; walter.lechner@evlks.de

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