Buch-TIP: Erhellende Analyse zur Causa Groër

In den letzten Jahren erfreuen sich Krimis und Thriller, die in einem kirchlichen, meist katholischen Milieu spielen, großer Beliebtheit, man denke nur an die Bücher von Dan Brown wie zum Beispiel „Illuminati“.

Ein leider realer Krimi, der vor ca 15 bis 20 Jahren geschah, waren die Geschehnissse um Kardinal Groër, dem papst- und kirchentreuen Erzbischof von Wien. 41K5btz22VL__

Er wurde von linken Medien und Vertretern der Politik des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und verleumdet und von seinen kirchlichen Mitbrüdern im Bischofsamt im Stich gelassen, eben weil er den Linksruck der Erdiözese Wien und damit der katholischen Kirche Österreichs, der sich irrtümlicherweise auf das Zweite Vatikanische Konzil beruft, nicht mitmachte, sondern in katholischer Gelassenheit den bewährten Weg der Mitte ging.

Dr. Gabriele Waste schildert in íhrem neuen Buch die damaligen Geschehnisse detailliert nach und zeigt auf, welche Kreise sich gegen Groër verschworen haben und auch warum.

Sehr hilfreich sind eine Zeitleiste und mehrere Dokumente, die zum Verständnis dieses vielschichtigen und teilweise komplizierten „Falles“ beitragen. Die Fußnoten in dieser ausgezeichneten Arbeit ergänzen mit erhellenden Informationen die Beweisführung der Autorin.

Weil auch innerkirchliche Geschehnisse wie das sog. „Kirchenvolksbegehren“, das eine andere Kirche als die katholische zum Ziel hat, in diesem Werk mitanalysiert werden, ist ihm nur zu wünschen, dass es dazu beitragen möge, die kirchenfeindlichen Strategien unserer Zeit besser zu durchschauen.

Buch-Daten: Gabriele Waste: Hans Hermann Kardinal Groër. Realität und Mythos (2013). 200 Seiten. Kardinal-von-Galen-Kreis. ISBN 978-3-9812187-8-7, Preis 15,50 €  –  Bestellung beim Galen-Kreis oder bei uns: felizitas.kueble@web.de

Hier unsere eigene Besprechung: https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/19/buch-tip-exzellente-analyse-des-vernichtungsfeldszugs-gegen-kardinal-groer/


Pflegemittel bis 31 Euro monatlich kostenlos

Wer einen Angehörigen pflegt, kann Hilfsmittel beanspruchen

Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als pflegebedürftig. Jeder, der Leistungen aus einer der drei Pflegestufen erhält und zuhause von Angehörigen oder Bekannten gepflegt wird, hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von 31 Euro – und zwar jeden Monat.

Die Kosten werden komplett von der Pflegekasse übernommen. „Viele Betroffene wissen das gar nicht“, sagt Marc Krupp vom neuen Online-Hilfsdienst Pflege-Paket.de:

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

„Außerdem muss man einen Antrag bei der Pflegekasse stellen und die Mittel monatlich abrechnen – vor diesem Aufwand scheuen viele zurück.“ 

Typische Pflegehilfsmittel sind Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz, Schutzschürzen und Bettschutzeinlagen. Seit Januar haben auch Menschen mit eingeschränkter Alltagstauglichkeit (Pflegestufe 0) gesetzlichen Anspruch auf diese Leistungen, zum Beispiel Demenz-Patienten.

Den Anspruch unkompliziert geltend machen

Pflege-Paket.de verhilft den Pflegebedürftigen unkompliziert und kostenlos zu ihrem Recht.  Das monatliche Hilfspaket läßt sich ganz einfach und rezeptfrei über die Webseite bestellen. Dafür muss man nur ein Mal online einen Antrag ausfüllen, alle weiteren Formalitäten übernimmt Pflege-Paket.de. Sobald der Antrag von der Pflegekasse genehmigt wurde, was normalerweise wenige Tage dauert, bringt der Paketdienst die erste Lieferung. Die Kosten rechnet der Dienstleister direkt mit der Pflegekasse ab.

Wer den neuen Service nutzt, erspart sich nicht nur Papierkram, sondern auch den Gang zur Drogerie. Ob saugende Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel für Hände und Flächen, Schutzhandschuhe, Schutzschürzen oder Mundschutz  –  je nach aktuellem Bedarf läßt sich das Pflegepaket jeden Monat online neu zusammenstellen. Jedes Paket enthält Waren im Wert von rund 31 Euro. „Zusätzlich legen wir Flyer mit wichtigen Informationen rund um die Pflege bei – und eine nette Überraschung für die Pflegenden“, erklärt Marc Krupp von Pflege-Paket.de.

Das 2012 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Hamburg: www.brand-interactive.net


IRAN: Sechs Christen verurteilt – Keine Hoffnung auf Wandel

Sechs iranische Christen sind am Wahlwochenende wegen ihres Glaubens zu Haftstrafen verurteilt worden. Vier Männer, eine Frau und ein Teenager wurden von einem Revolutionsgericht in Shiraz für schuldig befunden, Mitglied einer christlichen Hauskirche zu sein. Sie saßen bereits seit Februar 2012 in Untersuchungshaft, wo sie 16 Monate auf ihren Prozeß warten mußten. Das Gericht verurteilte die Männer zu 44 bzw. 52 Monaten Gefängnis, die Frau und ihr Sohn im Teenageralter zu je zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung.

Von dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani erwarten Christen indes keinen wirklichen Wandel. Ein Open Doors-Kontakt sagte in Bezug auf den neuen Präsidenten: „Die Christen, mit denen ich vor kurzem sprechen konnte, sind eher nüchtern. Sie haben keine großen Hoffnungen, dass sich etwas bewegt.“ 

Eine iranische Christin erklärte: „Machen wir uns nichts vor: In den westlichen Medien wurden die Kandidaten in Konservative und Reformer eingeteilt. Aber alle gehören zum Team von Ayatollah Khamenei.“

Quelle: Hilfswerk Open Doors


AfD-Bundesvorstand geht auf Distanz zum Berliner Landesverband wg. Homo-Ehe

Alternative für Deutschland: Ehe ist „eine Marke unseres Wertekanons“

Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD) hat sich von Äußerungen seines Berliner Landesverbandes zur Homo-Ehe distanziert. Die von der Berliner AfD geforderte „steuerliche Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ sei lediglich ein „Nebenkriegsschauplatz“, heißt es in einer über Facebook verbreiteten Stellungnahme: „Die Ehe ist aber eine Marke unseres Wertekanons, den wir schützen müssen.“

Die steuerliche Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften dürfe deswegen nicht zu „einer faktischen Entwertung der durch das Grundgesetz geschützten Ehe führen“, heißt es weiter.

Zuvor hatte der Landesverband der AfD in der Hauptstadt eine Pressemitteilung unter dem Titel „Auf dem schwul-lesbischen Motzstraßenfest in Berlin erhält die Alternative für Deutschland viel Zuspruch“ verbreitet. Darin heißt es, die Alternative für Deutschland stehe „ohne Vorbehalte zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur steuerlichen Gleichstellung von Ehen hetero- und homosexueller Paare“. Auch die „Orientierungshilfe“ der EKD wurde dort positiv gewürdigt.

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


Israel ist am aktivsten gegen Menschenhandel

Das US-Außenministerium hat in seinem Jahresbericht zum weltweiten Menschenhandel den Staat Israel bereits zum zweiten Mal in Folge als den am aktivsten gegen Menschenhandel vorgehenden Staat benannt.

„Diese Auszeichnung ist begrüßenswert und nicht selbstverständlich“, kommentiert Rita Chaikin, die ein Projekt gegen Frauenhandel für das Haifaer Feministisches Zentrum Isha le-Isha leitet.

Zwischen den frühen 1990er Jahren und Mitte des vergangenen Jahrzehnts war Israel eines der Hauptziele für Frauenhandel aus der früheren Sowjetunion, dies war auch einem mangelnden Interesse der Strafverfolgungsbehörden geschuldet.

Allein 2002 seien 6000 Frauen nach Israel geschmuggelt worden, so Chaikin. In der Regel habe man ihnen die Pässe entwendet und sie gezwungen, unter harten Bedingungen als Prostituierte zu arbeiten.

Erst nachdem im Jahresbericht 2001 des US-Außenministeriums Israel auf dem letzten Platz aufgeführt worden war, seien die Behörden aufgewacht, erklärt Sigal Rozen.

Nichtsdestotrotz kritisiert der diesjährige Bericht die Behandlung von Asylsuchenden und Folteropfern des Menschenhandels im Sinai, das neue Gesetz zum Schutz vor illegaler Einwanderung und die Abschiebungspolitik sowie die Bedingungen, unter denen ausländische Arbeiter häufig arbeiten müssten.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Uruguay: Katholische Bischöfe fordern zur Teilnahme an Volksabstimmung über Abtreibung auf

Die katholische Kirche in Uruguay fordert die Bürger des Landes zur Teilnahme an einer Volksabstimmung gegen das Gesetz zur Abtreibungsfreigabe auf. Die Bischöfe bezeichnen die Abstimmung als „bürgerliches Engagement“ dafür, dass das uruguayanische Gesetz das Recht auf Leben respektiert.

Die Oberhirten weisen darauf hin, dass Menschenrechte und besonders das „Recht auf Leben“ nicht von Mehrheitsverhältnissen einer Regierung oder bestimmter Wahlbündnisse abhängen dürfen. Zudem verfügten die Bürger über Mittel, um eine Gesetzgebung zu ändern.

Am kommenden 23. Juni sollen insgesamt 2,6 Millionen wahlberechtigte Bürger in Uruguay über die Einberufung eines Referendums zur Abschaffung des neuen Abtreibungsgesetzes abstimmen, das Ende letzten Jahres in Kraft trat.

Am vergangenen 3. Mai hatten die Bischöfe mit einem Hirtenbrief ein Referendum zur Abschaffung des Abtreibungsgesetzes vorgeschlagen; diesem Vorschlag schlossen sich zahlreiche Politiker des Landes an.

Quelle: Fidesdienst


„Spiegel“-Autor kritisiert EKD-Papier zum „erweiterten“ Ehe- und Familienverständnis

Jan Fleischhauer: „EKD betreibt Verweltlichung von innen

Der einstmals linksorientierte, heute aber bürgerlich-konservativ denkende „Spiegel“-Redakteur Jan Fleischhauer befaßte sich in einer am 20. Juni 2013 in „Spiegel-online“ veröffentlichen Kolumne mit der sog. „Orientierungshilfe“ der EKD (Evang. Kirche in Deutschland) zu Ehe und Familie, die zwar nicht im „Stuhlkreis“ (oder doch?) entstand, aber im Rahmen dreijähriger Beratungen einer 14-köpfigen „Expertenkommission“…

Ausgerechnet in einem „Spiegel“-Artikel wird diesem umstrittenen „Leitfaden“ der EKD nun der „spektakuläre Versuch“ einer „Verweltlichung von innen“ vorgeworfen, der einzigartig in der Religionsgeschichte sei. 120505209_B_July und Mike

Für den Autor steht fest:  Die Selbstsäkularisierung der Protestanten strebt einem neuen Höhepunkt zu.“

Die Heilige Schrift ist für den Rat der EKD offenbar nicht mehr verbindlich, wie dieses modernistische Grundsatzpapier zu Ehe und Familie belegt. Hierzu heißt es in der „Spiegel“-Kolumne:

„Alles, was an den biblischen Texten zu streng oder bevormundend wirkt, hat sie soweit entschärft, dass man sich von ihr heute völlig unbesorgt ein Kerzlein aufstecken lassen kann. Man sollte im Gegenzug nur nicht mehr erwarten, dass man weiterhin auch zu den Fragen verlässlich Auskunft bekommt, für die sie bislang das Privileg besaß – also alle, die über das Diesseits hinaus weisen.“

Überall waltet eines weichgespülte Kuschel-Theologie ihres Amtes, die alles versteht und nichts und niemanden verurteilt  – mit Ausnahme der Unternehmer natürlich, wie Fleischhauer zutreffend erläutert:

„Genau besehen gibt es nur einen Bereich, in dem die Kirche noch für sich in Anspruch nimmt, den Sündern heimzuleuchten, und das ist die Wirtschaft. Wer zu den sogenannten Leistungsträgern zählt und damit irgendwie zu den Reichen, kann auf keine Nachsicht hoffen. Da wird selbst der sanfte Nikolaus Schneider, der Käßmann im Amt des EKD-Ratsvorsitzenden nachfolgte, ganz alttestamentarisch. Die Reichen müssten endlich begreifen, dass weniger mehr sei, donnert es dann von der Kanzel.“

Zudem kritisiert der Verfasser, daß bei allem demonstrativem Mitgefühl für Geschiedene von den „seelischen Kosten einer Scheidung für die Kinder“ nur am Rande die Rede sei.

Abschließend heißt es dann mit leichter Ironie:

„Die beruhigende Nachricht ist: Wenn man Heranwachsende nach ihren Zukunftsträumen fragt, steht die Ehe ganz weit oben. Gegen die romantische Natur hat auch die kahle Rationalität der EKD keine Chance.“

Wenn eine Kirche nicht einmal mehr die natürliche Lebensordnung hochhält, von einer fälligen Wertschätzung der göttlichen Schöpfungsordnung, der Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe ganz schweigen, dann sägt sie den Ast ab, auf dem sie sitzt  – falls sie überhaupt noch drauf sitzt.

Martin Luther hat zwar die Ehe bereits als „weltlich Ding“ bezeichnet und ihren sakramentalen Charakter bestritten, doch als bürgerliches Leitbild blieben Ehe und Familie auch im Protestantismus noch erhalten  –  diese Zeit scheint nun vorbei. Die EKD paßt sich dem Zeitgeist nicht nur an (wie seit Jahrzehnten dort üblich), sie rennt ihm sogar voraus.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster