Homeschooling: Erfolgreicher Freilerner Moritz Neubronner bei „Stern-TV“

Gelungenes Beispiel für Bildungsfreiheit

Die „Schulverweigerer-Familie“ Neubronner aus Bremen ist im Lauf der letzten acht Jahre bundesweit bekannt geworden, weil die Eltern „Bildungsfreiheit“ praktizieren, also ihre Kinder zuhause selbst unterrichten, was in Deutschland nicht erlaubt ist – sehr im Unterschied zu den USA und dem europäischen Ausland, die das natürliche Elternrecht (Hoheitsrecht auf Erziehung ihrer Kinder) respektieren.Seeschaukeln am Seil (2)

Diese Causa inklusive Gerichtsverfahren, Zwangsgeldern, Kontensperrung und Gerichtsvollzieher sowie letztendlich ein Exil im europäischen Ausland wurde von etlichen Medien mit großer Aufmerksamkeit begleitet. Im Januar dieses Jahres kehrte Freilerner Moritz (siehe Foto) in seine Heimatstadt Bremen zurück.

Auch er wurde per „Homoschooling“ von seinen Eltern Tilman und Dagmar Neubronner unterrichtet; in einer Bremer Oberschule, die er zur viermonatigen Vorbereitung regulär besuchte,  hat er jetzt den erweiterten Realschulabschluß mit dem vorzüglichen Notendurchschnitt 1,4 bestanden.

Am morgigen Mittwoch-Abend ist der 16-Jährige zu Gast bei „Stern-TV“. In dieser Sendung geht man auch der Frage nach: Wie ist dieser gute Abschluß ohne richtigen Schulunterricht möglich?   – Darauf kann Moritz dann selber die Antwort geben!

Hintergrundinfo zum Thema FREILERNEN hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/10/25/beschwerdeschrift-an-die-uno-kritisiert-diskriminierung-von-christen-schulzwang-und-sexualkunde-pflicht-in-deutschland/

 

ONE OF US: Menschenschutz von Anfang an

In Deutschland fehlen noch über 50.000 Unterschriften

Unter dem Leitwort  „ONE OF US – Einer von uns“ sammelt eine europäische Bürgerinitiative Unterschriften gegen die verbrauchende Forschung an menschlichen Embryonen. Ihr Ziel ist, dass die EU-Kommission die Vergabe von EU-Geldern für Experimente an Embryonen stoppt. borMedia1802201

Bei den Forschungen, von denen sich Wissenschaftler Therapiemöglichkeiten für bislang als unheilbar eingestufte Krankheiten erhoffen, werden Embryonen getötet. Die Bürgerinitiative beruft sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes, wonach die Würde des Menschen von Anfang an zu schützen sei. Als Lebensbeginn gelte die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle.

Damit sich die EU-Kommission mit dem Anliegen der Initiative befasst, müssen bis Oktober insgesamt eine Million gültige Unterstützungsbekundungen in einem Viertel aller EU-Mitgliedsstaaten gesammelt werden. Nach Angaben der Initiatoren haben acht Länder ihr Quorum bereits erreicht. In Deutschland sind von 75.000 notwendigen Unterschriften bisher etwas mehr als 22.000 zusammengekommen.

Die Initiative wird auch von Papst Franziskus und zahlreichen katholischen Oberhirten  sowie evangelikalen Verbänden und Lebensrechtsvereinigungen unterstützt.

Einzelpersonen können den Appell direkt im Internet unterschreiben (http://www.1-von-uns.de/typo3/); für Gruppen gibt es dort Sammellisten.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


Säuglings-Euthanasie in Holland eröffnet neue Phase im Kampf für das Lebensrecht

Mathias von Gersdorff

Zweifelsohne war die Nachricht über die geplante Legalisierung der Tötung kranker Säuglinge in den Niederlanden schockierend und empörend. Die Einführung der Säuglings-Euthanasie eröffnet eine völlig neue Phase im Kampf für das Lebensrecht.

Nun soll es möglich sein, geborene Menschen ohne ihre Einwilligung zu töten. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Die Tötung von Säuglingen ist keine Erfindung der modernen Zeit. Sie wurde in heidnischen Völkern praktiziert. Erst das Christentum hat durch einen Bewußtseinswandel diese unmenschliche, ungerechte und grausame Praxis (wie auch die Abtreibung) beendet.

Die Einführung der Euthanasie für Säuglinge dokumentiert somit nicht nur den geringeren Einfluß des Christentums in unserer Zeit, sondern auch, wohin unsere Gesellschaften aufgrund des schwindenden christliches Einflusses hinsteuern: Sie fallen zurück in Barbarei und Heidentum.

Diese Nachricht  –  so erschreckend sie auch ist  –  kam dennoch nicht ganz unerwartet. Wie der Autor vor vier Wochen bereits beschrieb, errechnet die Pränataldiagnostik (PND), also die medizinische Untersuchung der Kinder im Mutterleib, eine Wahrscheinlichkeit über das Vorhandensein von genetischen oder sonstigen Krankheiten.

In der Praxis geht es vor allem darum, festzustellen, ob Trisomie 13, 18 oder 21 (Down-Syndrom) vorliegen, also die folgenreichsten genetischen Abweichungen. Etwa 90 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom werden nach einer solchen Untersuchung abgetrieben.

In der Regel ist eine Abtreibung die klare Perspektive bei einer vorgeburtlichen Diagnose, denn nur in einem verschwindend geringen Anteil der Fälle sind irgendwelche Eingriffe oder Therapien überhaupt möglich. Beabsichtigt ist also bei der Pränataldiagnostik und bei den Gentests eindeutig die Selektion von Menschen mit Behinderungen.

Es ist wichtig zu wissen, daß die unterschiedlichen PND-Verfahren nur eine Wahrscheinlichkeit über das Vorhandensein von Krankheiten liefern können und keine absolute Sicherheit. Dadurch werden auch gesunde Kinder getötet (und kranke überleben).

Da viele dieser Abtreibungen ohnehin sehr spät erfolgen  –  deshalb werden sie Spätabtreibungen genannt  –  hat man sich wohl gesagt: Eigentlich wäre es besser, auf natürliche Weise das Kind zur Welt kommen zu lassen, um es erst dann zu töten, falls es tatsächlich krank ist. Dann hätte man Sicherheit über die Gesundheit des Kindes und die Ärzte würden Haftungsrisiken vermeiden.

Von der Abtreibung zur Säuglings-Euthanasie

Bei der Novellierung des Paragraphen 218 StGB Anfang der 90er Jahre wurde die sog.  „Eugenische Indikation“ unter dem Namen „embryopathische Indikation“ (§ 218a StGB) eingeführt, die danach in der erweiterten „medizinischen“ Indikation aufging. Diese erlaubt Abtreibungen bis unmittelbar vor der Geburt im Falle der gesundheitlichen Gefährdung der Mutter. Das ist aber reine Theorie.

In der Praxis gilt schon das Risiko (Gentests und Pränataldiagnostik ergeben ja keine 100ige Sicherheit) eines schwer behinderten Kindes als eine dermaßen große psychische Belastung für die Mutter, daß einer Abtreibung nichts im Wege steht. Dies ist wiederum die rechtliche Voraussetzung für die große Entfaltung von Pränataldiagnostik und Gentests. Die pränatale Medizin ist gegenwärtig ein stark wachsendes Wirtschaftssegment.

Diese Überlegung ist keinesfalls neu. Im Fachmagazin Journal of Medical Ethics argumentierten zwei in Melbourne (Australien) tätige Akademiker  –  lberto Giubilini und Francesca Minerva  – ,  daß aus logischer Sicht erlaubt werden müsse, Neugeborene zu töten, deren körperlicher oder geistiger Gesundheitszustand gesetzlich eine Abtreibung gerechtfertigt hätte. Baby (2)

Dieser wissenschaftliche Beitrag über die moralische Bewertung von Kindesmord im Vergleich zu Abtreibung sorgte in der Welt für Empörung. Die beiden setzten den „moralischen Status“ des Babys mit dem eines Fötus gleich. Beiden fehlten jene Fähigkeiten, die die Zuerkennung eines Rechtes auf Leben rechtfertigen, so Giubilini und Minerva.

Wir dürfen uns nicht damit begnügen, über die Lage in den Niederlanden besorgt zu sein, denn in Deutschland sind die Voraussetzungen für die Euthanasie an Säuglingen ebenfalls schon gesetzt…

Auch in Deutschland wird man sich fragen: Wieso soll man die unsicheren, sehr teuren und vor allem für die Mutter äußerst belastenden Tests durchführen? Wenn man das Kind sowieso eine Minute vor der natürlichen Geburt töten kann, wieso nicht ein paar Minuten nach der Geburt, wenn die Gesundheit des Kindes deutlicher erkennbar ist?

Hier wird klar: Die Legalisierung der Abtreibung war ein Dammbruch, der uns von einer moralischen Katastrophe zur anderen führt. Kompromißlösungen halten die Entwicklung nicht auf. Hinsichtlich des Lebens muß gelten, was das Christentum von Anfang an gelehrt hat: Keine Kompromisse!

Das komplette Verbot der Abtreibung muß das Ziel des Kampfes für das Lebensrecht bleiben.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ 

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Peter Hahne übt scharfe Kritik an EKD-Desorientierungshilfe zu Ehe und Familie

Die Kritik am Familienpapier der EKD weitet sich aus. Immer mehr Stimmen aus Kirchen und Politik äußern ihren Unmut. In der „Orientierungshilfe“ rückt die EKD von der Ehe als der alleinigen Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das vielfältige Lebensformen  –  zum Beispiel gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern  –  einschließt. 120505518_B_July und Mike mit Rahmen

Der Fernsehmoderator Peter Hahne, der von 1991 bis 2009 der Leitung der EKD angehörte, nannte das Papier gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA „ein Beispiel für geistliche Substanzlosigkeit“ .

Er fragt: „Auf welch unterstes Niveau begibt sich der Rat als oberste EKD-Leitung, solch ein trendiges Mode-Allerlei durchzuwinken?“

Die „sogenannte Orientierungshilfe“ sei ein „Zettelkasten des Flachsinns voller banaler Beliebigkeiten aus dem Betroffenheits-Stuhlkreis  –  was für ein Start ins Lutherjubiläum“.

Die evangelische Kirche surfe sich auf den „Wanderdünen des Zeitgeistes endgültig ins Abseits und hat es final geschafft, von niemandem mehr ernst genommen zu werden“.

Die „vernichtenden Kommentare“ der „weltlichen“ Presse sprächen eine deutliche Sprache: „Aus dem Vatikan ist Verachtung zu hören.“

Quelle: http://www.idea.de


Kuba: Lange Haftstrafen für Bürgerrechtler

Der politische Gefangene Osvaldo Rodríguez Acosta hat am vergangenen Wochenende seinen vierwöchigen Hungerstreik unterbrochen und wartet auf die geforderte Neuverhandlung seines Falls.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde die gesamte Familie des Sprechers der oppositionellen Bewegung “Patriotische Allianz” am 23. September 2012 verhaftet. Acosta und sein 23-jähriger Sohn Castillo wurden am 8. April diesen Jahres wegen angeblichen “tätlichen Angriffs” zu neun bzw. sieben Jahren Haft verurteilt. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Der tatsächliche Grund für die Bestrafung ist nach Angabe der IGFM die kritische HaltungAcostas zur kommunistischen Diktatur in Kuba. 

Am 23. September 2012 drangen Beamte der Polizei und der kommunistischen Staatssicherheit gewaltsam in das Haus der Familie ein und misshandelten und verhafteten den Demokratie-Aktivisten sowie seine beiden Söhne. 

Der Familie wurde vorgeworfen, bei einer früheren Hausdurchsuchung Beamte der Staatssicherheit angegriffen zu haben. Der zweite, noch minderjährige Sohn der Familie, wurde wenige Stunden nach der Verhaftung im September 2012 freigelassen. Erschwerend kam bei der Gerichtsverhandlung hinzu, dass Osvaldo Rodríguez Castillo, der 23-jährige Sohn der Familie, den Militärdienst verweigert hatte.

Acosta und Castillo sitzen in Havannas für Folter berüchtigtem Gefängnis “Combinado del Este” ein. Am 10. Mai trat Rodríguez Acosta in den Hungerstreik, um eine Neuverhandlung seines Falls zu fordern. Seit dem 4. Juni befindet er sich im Nationalen Krankenhaus von Havanna.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/


Abram überläßt Lot den „besseren Teil“

Wie Abram (Abraham) großzügig Frieden stiftete

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Buch Genesis 13,2.5-18:

Abram hatte einen sehr ansehnlichen Besitz an Vieh, Silber und Gold. Auch Lot, der mit Abram gezogen war, besaß Schafe und Ziegen, Rinder und Zelte. Das Land war aber zu klein, als daß sich beide nebeneinander hätten ansiedeln können; denn ihr Besitz war zu groß, und so konnten sie sich nicht miteinander niederlassen. 

Foto: KOMM-MiT-Verlag

 

Zwischen den Hirten Abrams und den Hirten Lots kam es zum Streit; auch siedelten damals noch die Kanaaniter und die Perisiter im Land. Da sagte Abram zu Lot: Zwischen mir und dir, zwischen meinen und deinen Hirten soll es keinen Streit geben; wir sind doch Brüder. Liegt nicht das ganze Land vor dir? Trenn dich also von mir! Wenn du nach links willst, gehe ich nach rechts; wenn du nach rechts willst, gehe ich nach links.

Lot blickte auf und sah, daß die ganze Jordangegend bewässert war. Bevor der Herr Sodom und Gomorra vernichtete, war sie bis Zoar hin wie der Garten des HERRN, wie das Land Ägypten. Da wählte sich Lot die ganze Jordangegend aus. Lot brach nach Osten auf, und sie trennten sich voneinander.

Abram ließ sich in Kanaan nieder, während Lot sich in den Städten jener Gegend niederließ und seine Zelte bis Sodom hin aufschlug. Die Leute von Sodom aber waren sehr böse und sündigten schwer gegen den HERRN.

Nachdem sich Lot von Abram getrennt hatte, sprach der HERR zu Abram:

Blick auf und schau von der Stelle, an der du stehst, nach Norden und Süden, nach Osten und Westen. Das ganze Land nämlich, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen für immer geben. Ich mache deine Nachkommen zahlreich wie den Staub auf der Erde. Nur wer den Staub auf der Erde zählen kann, wird auch deine Nachkommen zählen können. Mach dich auf, durchzieh das Land in seiner Länge und Breite; denn dir werde ich es geben.

Da zog Abram mit seinen Zelten weiter und ließ sich bei den Eichen von Mamre in Hebron nieder. Dort baute er dem HERRN einen Altar.