Jordan-Buch: Der innere Werdegang einer einmaligen Persönlichkeit

Buch-Daten: Volker Joseph Jordan. Endlich zuhause. Mein Weg zur Kirche. Felizitas Küble im Gespräch mit einem Konvertiten. Dominus-Verlag, Augsburg 2013. (ISBN 978-3-940879-29-5)  –  352 S., 14,80 €.

Die Leiterin des Christoferuswerks in Münster hat ein sehr lesenswertes Interview über den Weg eines jungen Mannes zum katholischen Glauben in Buch-Form veröffentlicht: „Endlich zuhause. Mein Weg zur Kirche“ von Volker J. Jordan.

Im protestantischen Bereich aufgewachsen, schildert Jordan ausführlich seinen inneren Werdegang. Interessant ist hierbei vor allem die Vielfalt und Zerrissenheit in kleine und kleinste Grupierungen innerhalb des Protestantismus, was sogar mich, der ich in Tübingen katholische Theologie studiert habe, mehrfach in Erstaunen versetzte. Jordan_10-100

Der junge Kirchenhistoriker hat sich in dieser Zerrissenheit immer weniger wohl gefühlt und sich folgerichtig verstärkt jener Einheit zugewandt, welche die katholische Kirche mit dem Papst als ihrem sichtbarem Oberhaupt seit jeher verwirklicht.

Dass dies gewiß kein bequemer Weg war, lässt sich leicht nachvollziehen, denn es gehört Wage-Mut dazu, jene Grundsätze, die in der Kindheit von Eltern und Verwandten  vermittelt worden sind und die zweifellos prägend wirken, immer mehr   –  in einem positiven Sinne  –  zu hinterfragen.

Jordan hat dies stetig und konsequent gewagt  –  und er ist so der vollen Wahrheit immer näher gerückt, jener Wahrheit in Fülle, die von HERRN stammt, der von sich selber sagte, dass er die Wahrheit in Person ist – und die Kirche sein Werk. Das hat der Konvertit Jordan klar erkannt und eingehend begründet.

Leider ist diese sicherlich einmalige Persönlichkeit seinem Krebsleiden erlegen, aber wir dürfen glauben und hoffen, dass er nun diese Wahrheit, die er auf Erden gesucht und gefunden hat, in der Ewigkeit für immer schauen darf.

Unser Autor ist Dipl.-Theologe und wohnt in Bochum.


CDU/CSU-Fraktion: „Die deutsche Sprache ist eine wahre Kunst“

Deutsche Sprache prägend für unsere Identität

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat in dieser Woche eine Initiative auf den Weg gebracht, die deutsche Sprache zu fördern und zu sichern. Der gemeinsame Antrag der Koalitionsfraktionen wird am heutigen Donnerstag besprochen.

Dazu erklärt der kulturpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen:

„Die deutsche Sprache ist prägend für die deutsche Identität und ein zentrales Integrationsmittel unserer Gesellschaft. Sie ist schon seit dem Mittelalter eine der bedeutendsten Literatursprachen Europas und damit nicht nur Mittel zur Verständigung, sondern wahre Kunst.

Mit 500.000 Wörtern des allgemeinen Sprachgebrauchs gehört Deutsch zu den besonders wortreichen Sprachen. Weltweit gibt es etwa 100 Millionen deutsche Muttersprachler, 125 Millionen sprechen bereits Deutsch als Erst- oder Zweitsprache. In Europa ist unsere Sprache auch wirtschaftlich Nummer eins. 63 Millionen Menschen lernen sie derzeit weltweit.

Deutsche Sprache wird in der EU vernachlässigt

Trotz des wirtschaftlichen Einflusses des deutschen Sprachraumes hat Deutsch im täglichen Betrieb der EU nicht dieselbe Bedeutung wie Englisch und Französisch. Die deutsche Sprache ist meist lediglich auf Papier eine der drei Amtssprachen der Europäischen Union und wird im europäischen Politikbetrieb zunehmend verdrängt.

Auch im wissenschaftlichen Bereich besteht die Gefahr, dass die deutsche Sprache weiter an Bedeutung verliert und wichtige deutschsprachige Beiträge nicht ausreichend anerkannt werden.

Deutsch als internationale Sprache fördern

Daher ist es besonders wichtig, weltweit für Mehrsprachigkeit zu werben und Deutsch als internationale Sprache zu fördern sowie den Zugang zur deutschen Sprache und Kultur im Ausland zu erleichtern. Auch im Inland sollte die deutsche Sprache durch gezielte Sprachprogramme unterstützt und eine durchgängige Verwendung der deutschen Sprache gewährleistet werden.

Dies wurde auch im Regierungsprogramm 2013  –  2017 festgehalten, in dem sich die Fraktion dazu bekennt, die Ausdruckskraft der deutschen Sprache zu erhalten und finanziell zu ihrer Förderung im Ausland beizutragen.

Wir begrüßen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie die Entscheidung der Deutschen Bahn, innerhalb ihres Serviceangebots so weit wie möglich auf Anglizismen zu verzichten und stattdessen deutsche Begriffe einzuführen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, der außerhalb des politischen Einflussbereiches stattgefunden hat.“

Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion


Israel: Tel Aviv feiert „Weiße Nacht 2013“

Tausende Gebäude im Bauhaus-Stil

Zum neunten Mal in Folge feiert die Stadt Tel Aviv die Weiße Nacht, die jedes Jahr am letzten Donnerstag im Juni stattfindet. Mit ihr wird die Ernennung der Weißen Stadt von Tel Aviv  – die über 4000 Gebäude im Zentrum der Stadt, die vor allem im Bauhaus-Stil erbaut wurden  –  zum Weltkulturerbe der UNESCO gefeiert.
Mehr als 1500 Veranstaltungen finden von heute Abend bis morgen früh in ganz Tel Aviv statt, die meisten von ihnen kostenlos.

Das Programm der Weißen Nacht findet sich hier (englisch): http://bit.ly/WeisseNachtProgramm

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Sierra Leone: Pater Berton – Apostel afrikanischer Kindersoldaten – verstorben

Gestern Abend starb im Mutterhaus der Xaverianer Missionare in Parma (Italien) im Alter von 81 Jahren Pater Giuseppe Berton.

Seit 1973 lebte der Pater im afrikanischen Sierra Leone, wo er sich zunächst in der Diözese Makeni und später in der Hauptstadt Freetown der Missionsarbeit und sozialen Einsätzen widmete.

Während der Jahre des Krieges in Sierra Leone (1992 – 2000) wurde er von Rebellen entführt. Er mußte mitansehen, wie Kindersoldaten mißbraucht wurden und sah Verstümmelungen, Morde und Gewalttaten jeder Art. Zmitser Dashkevich

Damals brachte er Programme für ehemalige Kindersoldaten auf den Weg, die diesen die Rückkehr in ein normales Leben ermöglichen sollten, vor allem auch durch Erlernen beruflicher Fertigkeiten.

Für seine unermüdliche und aufopferungsvolle Arbeit wurde der katholische Geistliche mehrmals von internationalen Organisationien gewürdigt. Im Jahr 2001 besuchte der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, den Missionar und sein Zentrum für Kindersoldaten in Kissy, einem Vorort von Freetown.

Nach diesem Besuch wurde P. Berton immer wieder zu internationalen Kongressen eingeladen, um als „Experte für humanitäre Rehabilitationsarbeit“ über seine Tätigkeit zu berichten.

Quelle: Fidesdienst


Kommunistisches Kuba: Hurrikan-Hilfe bei Opfern nicht angekommen

Katholischer Pfarrer kritisiert Korruption des Castro-Regimes

Der Großteil der ausländischen Hilfsgüter für die Opfer des verheerenden Hurrikans Sandy ist nicht bei den Opfern in Kuba angekommen, sondern zu Regierungsinstitutionen und Militär „umgelenkt“ worden.

Das kritisierte der katholische Pfarrer José Conrado Rodríguez in Santiago de Cuba. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, handelte es sich bei den Hilfsgütern vor allem um Baumaterialien, doch nach wie vor seien allein in Santiago de Cuba immer noch rund 100.000 Familien obdachlos. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Im Oktober 2012 forderte der Hurrikan Sandy in Kuba 11 Menschenleben, es entstanden Schäden in einer Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar. Die Menschen in Santiago de Cuba sind nach Angabe der IGFM verzweifelt und frustriert, Baumaterialen seien rar und würden auf dem Schwarzmarkt zu horrenden Preise gehandelt.

Pfarrer José Rodríguez schreibt in einem offenen Brief an die Kommunistische Partei vom 16. Juni: “Bestürzt mussten wir feststellen, dass die Regierungseinrichtungen in Rekordzeit saniert waren, während die Hurrkan-Opfer weiterhin kein Dach über dem Kopf haben.”

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin kritisiert die Korruption des Castro-Regimes aufs Schärfste und erinnert in diesem Kontext daran, dass im November 2012 zwölf Mitglieder der Vereinigung “Pastoren für den Wandel” mit Hilfsgütern für die Hurrikan-Opfer festgenommen wurden. Die Behörden beschlagnahmten die Hilfsgüter und verkauften sie später zu erhöhten Preisen weiter. “Wieder einmal hat das Regime von Raúl Castro bewiesen, dass es das Wohl der Menschen jederzeit dem eigenen Führungsanspruch unterordnet”, so Lessenthin.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/


Was empfindet ein Kind im Mutterleib?

Mathias von Gersdorff

Hören, tasten, Glücksgefühle  –  was kann ein Baby im Bauch einer Schwangeren fühlen?  –  Bekommt es Stress, Freude oder Trauer mit?  – Ab wann kann es hören, sehen oder Schmerz empfinden?

Wissenschaftler sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Die Meinung, dass eine Frau erst dann ein Baby hat und Mutter ist, media-388245-4wenn ihr Kind die Gebärmutter verlassen hat, ist durch die Möglichkeit, im Ultraschall schon frühe Blicke auf das Ungeborene zu werfen, zurückgegangen. 

Heute spüren immer mehr Eltern, dass sie bereits Vater und Mutter sind, wenn sich ihr Baby noch im Mutterleib befindet. Sie bauen also früher eine Beziehung zu dem Kind auf und interessieren sich dadurch zunehmend, was der Fötus eigentlich schon alles kann. Fragen, auf die Wissenschaftler erstaunliche Antworten haben:

Wie wichtig der Bauch im Seelenleben eines Menschen ist, sagt schon die Umgangssprache: Man hat „Wut im Bauch“ oder spürt „Schmetterlinge im Bauch“. Wie ist es erst, wenn man einen kleinen Menschen im Bauch hat? Kommen die Bauchgefühle der Mutter beim Ungeborenen an?

Der Psychologe Dr. Ludwig Janus ist sich da absolut sicher: „Wenn wir mit einem andren Menschen so eng zusammen sind, wie das vor der Geburt der Fall ist, nehmen wir dessen Gefühle auf sehr vielen Ebenen wahr“, betont er in einem Interview. Janus glaubt sogar: „Die vorgeburtlichen Prägungen sind die tiefsten“. images (2)

Als sicher gilt, dass unter anderem bestimmte mütterliche Hormone als Botenstoffe wirken. Sie sind verantwortlich für An- und Entspannung, Trauer, Wut oder Freude der Mutter, was für das Baby fühlbar ist, denn die Plazenta gibt diese Botenstoffe an das Kind weiter; die Gefühle der Mutter werden durch das Nabelschnurblut rasch an das Ungeborene weitergeleitet.

Die Gemütsverfassung der Mutter scheint die junge Seele des Babys nachhaltig zu beeinflussen. „Das entstehende Gehirn des Ungeborenen schaltet sich so, wie das Milieu es vorgibt“, erklärt Dr. Janus, Lehranalytiker und Dozent an verschiedenen Forschungsinstituten.

„Wenn dieses Umfeld sehr beängstigend ist, dann werden eher die Synapsen (Nervenverbindungen) für Angst, Unruhe und Stress ausgebildet und weniger die für Glück und Zufriedenheit. Steht aber die Mutter in einem guten Verhältnis zur Schwangerschaft, so ist es umgekehrt. Dann fühlt sich das Kind auch gewünscht“, glaubt Janus.

Wie wichtig positive Gefühle der Mutter während der Schwangerschaft sind, beobachten Wissenschaftler im Mutterleib durch Ultraschall. Babys reagieren sichtbar auf negative Gefühle der Schwangeren. Die einen werden unruhig, ihre Bewegungen sind fahrig. Die anderen machen sich klein und ziehen Arme und Beine dicht an den Körper heran.

Auch die Mimik des Gesichts zeigt, dass das Kind bereits in der 28. Woche ein reiches Gefühlsleben hat. Im hochauflösenden Spezial-Ultraschall sieht man, wie Babys die Stirn in Faltenlegen oder ihr kleines Gesicht entspannen. Sie zeigen sogar schon Andeutungen eines Lächelns.

Wie schädlich überwiegend negative Gefühle der Schwangeren sind, zeigt sich auch am Neugeborenen. Werdende Mütter, die überdurchschnittlich gestresst, depressiv oder angsterfüllt waren, bekommen häufiger Kinder mit einem unterdurchschnittlich entwickelten Gehirn. Solche Kinder, sagt Janet Di Pietro, Professorin an der John Hopkins Universität von Baltimore (USA), wirken auch noch sechs Wochen nach der Geburt zurückgeblieben, sind schlaffer, schwächer und motorisch ungeschickter.


„Sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten?“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 7,21 ff:

Nicht jeder, der HERR! HERR! zu mir sagt, wird ins Himmelreich gelangen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.

Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: HERR, HERR, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunder vollbracht? kt2012-p1110153

Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Hinweg von mir, ihr Übeltäter!

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.

Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat  –  und nicht wie ihre Schriftgelehrten.