Israelhaß: „Süddeutsche Zeitung“ begibt sich per Karikatur ins „Stürmer“-Abseits

Wo bleibt die Empörung in Politik und Medien?

Bei der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ist man seit Jahrzehnten Kummer gewohnt, was linken Antizionismus betrifft. Dieses Münchner Blatt veröffentlichte zum Beispiel im März 2012 das absonderliche Anti-Israel-„Gedicht“ des sozialistischen Schriftstellers Günter Grass.

Bekanntlich ist eine ausgeprägte Israelfeindlichkeit  –  oft verbunden mit unterschwelligem Antisemitismus –  beileibe kein (un)geistiger Alleinbesitz rechtsextremer Krakeeler.

Man erinnere sich etwa an den Israelhaß kommunistischer Ostblock-Diktaturen, an die dazu passenden Parolen in der linksradikalen Hausbesetzer-Szene (Hamburger Hafenstraße etc) der 80er Jahre  – oder an den sattsam bekannten Anti-Israelismus in der grünen Partei, der mitunter bis heute seine Sumpfblüten liefert usw.  (Weitere Beispiele hier) sz_zion

Die linksgepolte und zudem weitgehend kirchenfeindliche „Süddeutsche Zeitung“ zieht sich meist nur dann ein scheinbar judenfreundliches Mäntelchen um, wenn es gilt, Konservative, demokratische Patrioten oder fromme Christen unfair mit der „braunen Keule“ zu attackieren und dabei Argumente durch Schlag-Worte zu ersetzen  – so geschehen z.B. im Vorjahr gegenüber der evangelikalen Lukas-Schule. (Wir hatten diese verleumderische SZ-Kampagne hier in dutzenden Artikeln widerlegt; die Münchner Privatschule konnte sich in allen Punkten rechtlich erfolgreich gegen die SZ zur Wehr setzen –  siehe hier.)

In eigener linker Sache kennt der Israelhaß bei der „Süddeutschen“ jetzt anscheinend keine Grenzen mehr. So wurde dort am gestrigen 2. Juli diese Zeichnung veröffentlicht, wobei das gefräßige Monster in der Bildunterschrift eindeutig mit dem jüdischen Staat identifiziert wird. (Der Karikaturist selber hatte mit dem Ungeheuer keineswegs auf Israel abgezielt und protestierte bereits gegen diese insoweit unerwünschte Verwendung seiner Zeichnung.)

Die Verknüpfung von Bild und Unterzeile ist der springende Punkt, denn es heißt dort:  “Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch.(…)

Es wird zwar auf dem sprachlich-trickreichen Umweg über „Israels Feinde“ ein allzu offensichtlicher Judenhaß zu vertuschen versucht, doch die „Botschaft“ ist eindeutig, wie der vorhergehende Satz belegt, der die deutsch-israelische Verbundenheit attackiert . Aufschlußreich ist zudem ein auf dieser SZ-Seite („Politisches Buch“) veröffentlichter Artikel: eine ausführliche SZ-Rezension, die von einseitiger Israelkritik nur so trieft. (Bitte insgesamt  zweimal nacheinander  –  also auch im Zwischenfeld  – klicken, dann erscheint die PDF-Datei mit der gesamten SZ-Zeitungsseite.)

SZ-Redaktionskonferenz stimmte zu!

Die für diese Causa verantwortliche SZ-Journalistin Franziska Augstein ist die Lebensgefährtin des bekannten SZ-„Enthüllungs“-Redakteurs Heribert Prantl, der sich seit Jahrzehnten gerne als oberste moralische Instanz aufspielt, wobei noch zu beachten ist, daß diese Karikatur nicht etwa halb aus „Versehen“ oder zwischen Tür und Angel in die SZ kam, sondern  – wie Franziska Augstein öffentlich ausplauderte  –  auf der „Großen Redaktionskonferenz“ mehrheitlich durchgewunken wurde!

Der ganze Vorgang ist ein unglaublicher Skandal, denn damit begibt sich die SZ ins Abseits des berüchtigten „Stürmer“, jenes NS-Hetzblattes, das Juden in übelster Form beleidigte, häufig auch durch infame Karikaturen, in denen Juden als Zerrbilder gezeichnet bzw. verzeichnet waren.

Es ist freilich aufschlußreich, daß die absurde Entgleisung der SZ  in bundesdeutschen Medien fast komplett totgeschwiegen wird, auch in den Nachrichtensendungen und der sog. „Qualitätspresse“. Selbst die seit jeher israelfreundliche Tageszeitung „Die Welt“ spricht in der Überschrift lediglich von einer „fragwürdigen“ Karikatur. 

Natürlich haben jüdische Verbände einhellig protestiert, sonst wären sie wohl lebensmüde. Auch die „Jüdische Allgemeine“ kritisierte den „bewusst bösartigen Effekt“, der an „schlimmste antijüdische Hetze“ erinnere.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum erklärte hierzu:

„Uns ist klar, dass Israel, genau wie jede andere Demokratie auch, nie über jeden Zweifel und jede Kritik erhaben sein kann. Allerdings ist die Charakterisierung des jüdischen Staates als gefräßiger Moloch (…) ein klassisches Instrument der Entmenschlichung und Animalisierung. Solche Klischees wurden sowohl in Nazi-Deutschland als auch in der Sowjetunion als bösartige Propaganda gegen Juden eingesetzt.“

CHRISTOFERUSWERK beschwerte sich beim Dt. Presserat

Das katholisch-ökumenische Christoferuswerk (CHR) in Münster, das diese Webzeitschrift CHRISTLICHES FORUM betreibt, hat beim Deutschen Presserat in dieser Causa bereits Beschwerde gegen die SZ wegen mehrfacher Verletzung des Pressekodex eingelegt.

Das CHR fordert alle Menschen guten Willens auf, sich ebenfalls kritisch an den Dt. Presserat zu wenden, wobei dies online per Beschwerdeformular ganz unkompliziert ermöglicht wird.

Doch insgesamt hält sich die Empörung der „veröffentlichten Meinung“ hierzulande in erstaunlich engen Grenzen. Die Republik würde aber tagelang Kopf stehen, wenn sich ein derartig krasser Fall von Juden- bzw. Israelhaß auf konservativer Seite ereignet hätte!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Ergänzender Artikel mit weiteren Detail-Infos hier: http://www.suedwatch.de/blog/?p=10854


Evangelischer SELK-Bischof reagiert mit Hirtenwort auf EKD-Desorientierungspapier

Mit einem kritischen Hirtenwort hat der Bischof der SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche), Hans-Jörg Voigt, auf die EKD-„Orientierungshilfe“ zum neuen Familieverständnis reagiert. Die theologisch konservative SELK umfaßt 175 Gemeinden mit rund 34.000 Mitgliedern.

In dem Familienpapier rückte das EKD-Leitungsgremium von der Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein „erweitertes“ Familienbild, das z.B. auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern einschließt. 120505518_B_July und Mike mit Rahmen

Wie SELK-Bischof Voigt schreibt, hat Verunsicherung nun auch „den inneren Bereich der Kirchen erreicht“. Mit dem Hirtenwort wolle er für den Fragenbereich von Ehe und Familie an die Grundlage der Heiligen Schrift und das Bekenntnis der Kirche erinnern.

Christen müssen heute eine „Gegenkultur“ leben

Er ermutigt besonders junge Menschen, „sich auf eine Eheschließung und auf die Gründung einer Familie mit Kindern einzulassen“. Es brauche heute Christen, die eine Zustimmung aus der Gesellschaft zu biblisch ausgerichteten Lebensentwürfen nicht mehr erwarteten und daher versuchten, sehr bewusst eine kirchliche „Gegenkultur“ zu leben, schreibt er.

Die biblischen Mahnungen, sich von „Unzucht“ fernzuhalten, machten deutlich, dass die frühchristlichen Gemeinden sich als Gegenkultur zum hellenistischen Heidentum verstanden. Voigt ermutigt auch zu einem Leben mit Kindern: „Jedes Kinderlachen und jede Kinderträne, die nach Trost fragt, ist ein Gegenentwurf zu einer Welt, in der Gewinnstreben und Materialismus weithin beherrschend sind.“ 

Kirche kann homosexuelle Paare nicht segnen

Auch zu Polygamie (Vielehe) und Homosexualität äußert sich der evangelische Oberhirte der SELK: „Jesus, mit ihm das Neue Testament und in seinem Gefolge die weltweite Christenheit vertritt die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau mit der grundsätzlichen Möglichkeit der Zeugung von Kindern als den von Gott gewollten Lebensentwurf; daneben steht die Ehelosigkeit als die andere rechtmäßige Option.“

Homosexualität werde von der Heiligen Schrift in großer Klarheit als Sünde bezeichnet: „Deshalb kann die Kirche keine gleichgeschlechtlichen Paare segnen.“  –  Dass sie homosexuell empfindenden Menschen respekt- und liebevoll begegne und zudem gegen ihre Diskriminierung auftrete, sei „Frucht und Folge gewinnender Liebe Christi, die allen Menschen gilt“.

Quelle: http://www.idea.de


Indien: Der Satanismus zieht immer mehr Jugendliche an

Im Nordosten Indiens wenden sich immer mehr Jugendliche dem Satanismus zu. Wie der katholische Informationsdienst Fides berichtet, bezeichneten sich allein in Kohima, der Hauptstadt des Bundesstaates Nagaland, mehr als 3000 Jugendliche als „Verehrer Satans“. Vor allem durch Facebook und Twitter breite sich der Satanskult wie ein Flächenbrand aus.

Kirchenvertreter vermuteten, dass sich in Nagaland  –  dort sind 95 Prozent der Bevölkerung Christen  –  bereits eine „verborgene satanische Kirche“ gebildet habe. Laut Fides haben christliche Gemeinden im April einen geistlichen „Kreuzzug“ begonnen, um betroffene Jugendlichen zu finden und sie von den okkulten Gruppen zu lösen.

Außerdem böten die Kirchen verstärkt Bildungs- und Seelsorgeprogramme an. Dadurch hofften sie, das Übel bald ausmerzen zu können, zitiert Fides den Sekretär der vatikanischen Kommission „Justitia et Pax“, Pater Charles Irudayam.

Mehr als 1000 Überfälle in drei Jahren

Auch im Bundesstaat Andra Pradesh geraten Christen zunehmend in Bedrängnis. Nach Angaben der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ (HMK) häufen sich Übergriffe auf Christen. Die meisten Gewalttaten würden von einer nationalistischen Hindu-Organisation begangen; ihr Ziel sei es, alle Nicht-Hindus aus Indien zu vertreiben.

Bei einem Treffen von Christen hätten Experten auf ein beängstigendes Ausmaß an Bibelverbrennungen, Zerstörungen von Kirchen, Verhaftungen, Schlägen und sogar Morden hingewiesen. In den vergangenen drei Jahren seien in Andra Pradesh rund 1000 derartige Vorfälle registriert worden. Dabei würden die Angreifer selten gerichtlich belangt. 

Quellen: Idea, HMK, Fidesdienst


Ökumene für Lebensrecht und Ethik: Vatikan lud führende Evangelikale nach Rom ein

Evangelischer Thomaner-Chor wirkte an der Papstmesse mit

ERKLÄRUNG des evangelikalen BUCER-Instituts:

Der Vorsitzende der Theologischen Kommission der weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, sprach als einziger evangelischer Redner bei einer hochrangigen Begegnung im Vatikan zwischen Kirchenführern, Politikern und Experten auf Einladung des Dignitatis Humanae Institute (DHI).

Thema war der zunehmende Druck in westlichen Staaten auf die christliche Ethik beim Anfang und Ende menschlichen Lebens sowie in Fragen der Sexualethik. Foto1

Dr. Schirrmacher wurde begleitet von Professor Thomas K. Johnson, der die Theologische Kommission in Fragen der Menschenrechte berät.

Die Tagung fand in den Räumen der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften in den Vatikanischen Gärten statt. Teilnahmer waren u.a. 6 Kardinäle, 5 Verantwortliche von Päpstlichen Räten, 15 Minister und Parlamentsabgeordnete sowie 10 Wissenschaftler und Experten, die insgesamt aus 18 Ländern kamen.

Lebensschutz ab der Empfängnis

Schirrmacher und Johnson (siehe Foto) waren die einzigen evangelischen Experten. In seiner Eröffnungsansprache betonte der Ehrenpräsident des DHI, Kardinal Renato Raffaele Martino, der zuvor 16 Jahre Botschafter des Vatikan bei der UN gewesen war, dass überzeugte Christen aller Konfessionen dafür kämpfen müssten, dass Menschenwürde und Menschenrechte keine beliebigen Allerweltsbegriffe würden, die heute dies und morgen das bedeuteten, sondern gemäß des christlichen Ursprungs der Menschenwürde auch den Lebensschutz von der Zeugung bis zum Sterben beinhalteten. Foto4

In der Abschluss-Ansprache dankte Kardinal Raymond Leo Burke (siehe Foto), Präfekt des höchsten vatikanischen Gerichts („Apostolische Signatur“), allen Politikern, Menschenrechtsaktiven und Wissenschaftlern, die das Lebensrecht und die göttliche Stiftung von Ehe und Familie verteidigen und hochhallten.

Gebote Gottes stehen unter Beschuß

Schirrmacher betonte in seinem Beitrag, dass in der Offenbarung des Johannes Christen verfolgt würden, „weil sie Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu Christi haben“. Die ungewöhnliche Reihenfolge zeige, dass nicht zuerst das Christsein an sich, sondern die Ethik der Christen unter Beschuss stehe.

So sei in Europa und der westlichen Welt die Freiheit der Ausübung gottesdienstlicher Veranstaltungen praktisch überall gewährleistet. Wenn aber Christen das ethisch ausleben und umsetzen wollten, was sie für gut und nützlich hielten, würden sie zunehmend unter medialen, gesellschaftsdiskriminierenden und dann auch juristischen Druck kommen.

Religionsfreiheit umfasse aber nie nur den Gottesdienst in eigenen Räumen, sondern immer auch das öffentliche Eintreten für die eigenen Überzeugungen und das Leben nach den eigenen Überzeugungen aufgrund der Gewissensfreiheit.

DHI-Präsident für Ökumene mit Evangelikalen

Der Präsident des DHI, der Italiener Luca Volonté, zugleich Fraktionsvorsitzender der European People Parties in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, kündigte eine engere Zusammenarbeit mit evangelikalen Experten an. Es gäbe zu viel Gemeinsamkeiten in Fragen des Lebensrechtes und des Einsatzes gegen Christenverfolgung, als dass man aneinander vorbei arbeiten dürfe. Foto3

Abschluss der Tagung (siehe Foto) war die samstägliche Papstmesse „Petrus und Paulus“ mit ökumenischem Akzent durch eine starke Delegation des Ökumenischen Patriarchats der Orthodoxen Kirche und der erstmaligen Teilnahme eines evangelischen Chores an der Liturgie im Petersdom:

Der Leipziger Thomanerchor sang Teile von Johann Sebastian Bachs Kantate „“Jesus, meine Freude““ und wirkte zusammen mit dem katholischen ältesten Chor der Welt an der Liturgie mit.

Der Präsident des sog. Einheitssekretariats des Vatikan, Kardinal Kurt Koch, begrüßte u.a. den evangelikalen Theologen Dr. Werner Neuer, der für das Zustandekommen dieses einmaligen Ereignisses mitverantwortlich war.

Prof. Schirrmacher: „Das gab es noch nie!“

Schirrmacher kommentierte: „Es war wirklich erhebend und einmalig, die mir von klein auf vertraute Lieblingsmusik meiner Mutter, ‚“Jesus, meine Freude“‘, im Petersdom zu hören. Ein protestantischer Chor als Teil einer Papstmesse, dazu sehr freundliche Worte des Papstes zur Begrüßung, das gab es noch nie.

Es war ein gelungener Abschluss zur Tagung in der Päpstlichen Akademie mit ökumenischer Beteiligung.“

Info-Links:
Thomaner-Chor: http://www.lvz-online.de/kultur/news/leipziger-thomanerchor-singt-bei-messe-im-vatikan-papst-franziskus-bedankt-sich/r-news-a-195295.html
Tagungs-Programm: http://www.bucer.de/fileadmin/dateien/Dokumente/BQs/zu_BQ200-299/zu_BQ262/Conference_and_Irish_College_Information_Packet.pdf
Detaillierte Rednerliste: http://www.bucer.de/fileadmin/dateien/Dokumente/BQs/zu_BQ200-299/zu_BQ262/Confirmed_Speakers-1.pdf

Quelle für Text und Fotos:  http://www.bucer.org/bq.html


„Lumen fidei“: Erste Enzyklika von Papst Franziskus über das „Licht des Glaubens“

Die erste Enzyklika von Papst Franziskus wird am kommenden Freitag veröffentlicht. Sie trägt nach ihren lateinischen Anfangsworten den Titel Lumen fidei – das heißt: „Licht des Glaubens“. Dies gab der Vatikan am Montag bekannt.

Das Lehrschreiben, von dem wesentliche Teile noch durch Papst Benedikt verfaßt worden sind, wird am Freitag, den 5. Juli, ab 11 Uhr, auf einer Pressekonferenz vorgestellt  – und zwar von Kardinal Marc Ouellet und Erzbischof Gerhard L. Mülller, also den Präfekten der Bischofskongregation und der Glaubenskongregation, sowie vom Präsidenten des Neuevangelisierungs-Rates, Rino Fisichella.

Mit dieser Enzyklika vollendet Franziskus das begonnene Werk seines Vorgängers, nämlich eine Trilogie (dreifaches Werk) zu den christlichen Tugenden „Glaube, Hoffnung, Liebe“, wozu dann  jeweils ein päpstliches Lehrschreiben vorliegt.

Quelle: Radio Vatikan

WORTLAUT der neuen ENZYKLIKA hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/07/05/die-enzyklika-lumen-fidei-uber-den-glauben/


CDL kritisiert Wahlprogramm der CDU

Lebensrecht der Ungeborenen ausgeblendet

Scharfe Kritik am Programm der CDU/CSU für die Bundestagswahl kommt aus der eigenen Partei. Die Bundesvorsitzende der Initiative „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Mechthild Löhr (siehe Foto), beklagt, dass zentrale ethische Fragen in dem 127-seitigen Programm nicht thematisiert werden. _DSC4662

„Mit vagen Aussagen wird vom Tisch gewischt, dass Deutschland seit langem viel zu geringe Geburtenzahlen und bleibend hohe Abtreibungszahlen aufweist“, schreibt Löhr in einem Beitrag für die evangelische Nachrichtenagentur IDEA.

Es fehle in dem Programm jedes Bekenntnis zum Lebensrecht ungeborener Menschen: „Das politische Ziel, jedes menschliche Leben zu schützen, scheint gänzlich aufgegeben.“  – Stattdessen heiße es im Programm: „Bester Tierschutz ist für uns von zentraler Bedeutung.“

Die CDL-Bundesvorsitzende fragt: „Sind da die christlichen Prioritäten tatsächlich noch richtig gesetzt?“

Während kritische Themen kaum angesprochen oder gar vertieft würden, stehe im Programm „Der wichtigen Arbeit der Imker gilt unsere Wertschätzung“ und „Zum Schutz der Bienen werden wir Forschungsprojekte ausbauen“.  – Löhr dazu: „Warum nicht? Aber wie steht es mit Forschungsprojekten zur besseren Familienförderung oder über die Spätfolgen von Abtreibungen und Scheidungen?“

Auch Kritik an „gefährlichen bioethischen Entwicklungen“ suche man in dem Wahlprogramm vergeblich, etwa an den schnell wachsenden Selektionsmöglichkeiten von Embryonen nach Präimplantationsdiagnostik oder Gentests. Die wachsende Zahl an Spätabtreibungen sei ebenso wenig ein Thema wie „die inzwischen intensiv in Deutschland ausgeweitete verbrauchende Embryonenforschung“.

Zur Forderung, „keine Biopatente auf Nutztiere und Nutzpflanzen“ zu erteilen, schreibt Löhr: „Schön, aber das Verbot von Patenten auf menschliche Gene  –  das wäre doch auch ein wichtiges Anliegen.“

Nach Ansicht Löhrs ist das Wahlprogramm der Unionsparteien ein „richtiges Wohlfühlprogramm“ geworden. „Wirkliche Orientierung“ sollte man davon nicht erwarten: „Die Praxis nach der Wahl bleibt damit wie bisher völlig offen.“

Quelle: http://www.idea.de


Christen sind „Hausgenossen Gottes“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Eph 2,19-22:

Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht,
sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut;
der Schlußstein ist Jesus Christus selbst.
Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten
und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn.
Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.