Syrien: Rebellen enthaupten christliche Zivilisten, darunter einen Geistlichen

Radikal-islamische Rebellen haben im syrischen Idlib zwei christliche Zivilisten enthauptet, berichtet die Nachrichtenagentur ABNA (Ahlul Bayt News Agency). Eines der Opfer war ein katholischer Geistlicher. Die Bluttat wurde auf einem Video festgehalten.  906cde3333

Das Video, das ABNA wegen des brutalen Inhalts nur in Ausschnitten veröffentlichte, zeigt die Terroristen, wie sie brüllen und kreischen, während sie die Köpfe der beiden Christen mit einem Messer abschneiden.

In derselben nordsyrischen Region war zuvor am 23. Juni der französisch-syrische Pater Francois Mourad (siehe Foto) von Rebellen ermordet worden. Der 49-jährige Ordensmann hatte im Kloster des christlichen Dorfes Ghassanieh mit einigen Franziskaner-Brüdern, vier Ordensfrauen und zehn Christen Zuflucht gefunden, als Milizionäre von „Jabhat-al-Nursa“ das Kloster  überfielen.

Als die Aufständischen alles zusammenrafften oder zerstörten, wollte Pater Mourad ihnen entgegentreten, um die Hausbewohner zu schützen. Daraufhin wurde er von radikal-islamischen Milizionären kaltblütig erschossen.

„Pater Mourad war bereit, sich zu opfern“

Der Bischof der katholischen Eparchie in Hassaké Nisibi, Jacques Hindo, erklärte gegenüber dem Fidesdienst:

„Die Geschichte der Christen im Nahen Osten ist vom Blut der Märtyrer und der Verfolgung gezeichnet. Pater Murad hatte mir in jüngster Zeit mitgeteilt, dass er bewußt bereit war, in einer gefährlichen Situation zu leben und sein Leben für den Frieden in Syrien und in aller Welt zu opfern“.

Derzeit ist das Dorf Ghassanieh nahezu völlig verlassen. Die Rebellen beschlagnahmten mit ihren Familien die wenigen noch nicht zu Ruinen gewordenen Häuser.

Quellen: katholischer Fidesdienst und evangelische HMK: http://www.verfolgte-christen.org/aktuell/aktuell-syrien-hinrichtung/

 


Abhöraffäre NSA und Prism: „Kann man es denen verdenken?“

Einspruch von Hans Bernd Ulrich

Wie in einem aufgescheuchten Hühnerhof gackert es seit Tagen im deutschen Politikbetrieb. Überall aufgeregtes Herumflattern, Krähen und Kikeriki.  – Der Grund: NSA und Prism.

Diese  neuen Vokabeln stehen noch nicht im jüngst erschienenen Duden und sorgen trotzdem schon für gehörige Aufregung. Denn nun ist jedem klar, daß jenseits von Ärmelkanal und Atlantik nichts geheimblieb, was hier so über die Datenleitungen summte.

Indessen: wer glaubte, daß unsere befreundeten Siegermächte mit Ende des Kalten Krieges alle Lauschaktivitäten eingestellt  hätten, der musste schon grenzenlos naiv sein. Von daher wirkt die ganze Aufregung reichlich gekünstelt. 0022

Nun ja, kann man es denen in Washington und London verdenken?

Schauen wir doch mal unsere Repräsentanten an: Da hatten es auch schon mal ehemalige Terroristenanwälte nicht nur in die Parlamente, sondern in hohe Staatsämter gebracht: Hans-Christian Ströbele, Otto Schily, Gerhard Schröder. Ein APO-Aktivist und Polizistenprügeler wurde zum Außenminister befördert. 

Ins Europaparlament schicken wir ehemalige Anarchisten und Pädophile: Daniel Cohn-Bendit. Und im Südwesten der Republik regiert ein ehemaliger Kommunist als Ministerpräsident, inzwischen von rot auf grün gewendet. 

Verständlich, dass unsere Freunde da etwas genauer hinschauen möchten. Getreu dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Betrachten wir die Sache doch mal von der anderen Seite: Ohne Abhörmethoden wären weder die Manipulationen im Europäischen Fußball bekannt geworden noch hätte man die Mafiabosse in Sizilien und Kalabrien dingfest machen können. (…) Und ging letztens nicht noch ein mitgeschnittenes Telefonat, in dem irische Banker über deutsche Steuerzahler witzeln, durch die Presse?

QUELLE und FORTSETZUNG des Kommentars hier: http://hansberndulrich.wordpress.com/2013/07/04/abhoren-und-mitlesen-ja-bitte/

Siehe zudem den Artikel des deutsch-jüdischen Historikers Prof. Dr. Michael Wolffsohn: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article117714471/Die-USA-haben-guten-Grund-uns-zu-misstrauen.html


Gemeinsames Forschungsprogramm der Jerusalemer und der Berliner Universität

Die Hebräische Universität Jerusalem und die Freie Universität Berlin werden ab Herbst 2014 ein gemeinsames Forschungsprogramm mit dem Titel „Human Rights Under Pressure“ starten.

BILD: Die Hebräische Universität Jerusalem auf dem Mount Scopus (Foto: wikicommons)

In dem Projekt sollen in den nächsten Jahren etwa 40 israelische und deutsche Doktoranden die neuen Herausforderungen erforschen, die für die Umsetzung von Menschenrechten heute bedeutsam sind.

Es ist das erste deutsch-israelische Forschungsprogramm, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wird (Umfang: 4,5 Millionen Euro).

Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen wie Jura, Politikwissenschaften, Internationale Beziehungen, Philosophie, Geschichte und Soziologie werden sich mit Fragen aus drei großen Themenfeldern auseinandersetzen: Krisen und Katastrophenfälle, Diversität und Globalisierung.

Das Programm zeigt die zunehmende internationale Zusammenarbeit der beiden Universitäten. Der Präsident der Hebräischen Universität, Prof. Menahem Ben-Sasson, sagte:

„Der Austausch von Experten aus Jerusalem und Berlin schafft ein hervorragendes Forschungsumfeld für zukünftige Doktoranden.“ 

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Peter-André Alt, ergänzte: „Wir wollen internationale und regionale Synergien verbinden und jungen Forschern die Möglichkeit geben, früh in ihrer Karriere internationale Erfahrungen zu sammeln.“

Quelle: Pressestelle der Hebräischen Universität Jerusalem vom 2.7.2013


Kritik der Israelischen Botschaft an der SZ: „Dämonisierende Darstellung“

Amtliche Stellungnahme:

Die Botschaft des Staates Israel kritisiert die am Dienstag, den 9. Juli, im Literaturteil der Süddeutschen Zeitung veröffentlichte Zeichnung.

Dies hat Botschafter Yakov Hadas-Handelsman auch in einem Brief an Chefredakteur Kurt Kister zum Ausdruck gebracht.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass die Süddeutsche Zeitung mittlerweile zustimmt, dass eine solche dämonisierende Darstellung Israels als „gefräßigen Moloch“ in Bild und Text nicht mit Israelkritik in Zusammenhang gebracht werden darf.

 

 


„Lebendige Gemeinde München“: EKD soll Desorientierungspapier zu Ehe und Familie zurücknehmen!

Lebendige Gemeinde München e.V.  /  Grünwalder-Straße 103c  /  81547 München

OFFENER BRIEF an Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Öffentliche Stellungnahme zur „Orientierungshilfe“ der EKD zu Ehe und Familie

Sehr geehrter Herr Landesbischof,

Leitungskreis und Vorstand der Lebendigen Gemeinde München haben folgende öffentliche Stellungnahme beschlossen:

„In der „Orientierungshilfe“ der EKD zu Ehe und Familie ist Verlässlichkeit zwischen Menschen Hauptkriterium für die Beurteilung eheähnlicher Beziehungen. Zwar stemmt sich die EKD damit gegen den Trend zur Individualisierung. Das wäre positiv für das Funktionieren der Gesellschaft, wenn darüber nicht das Leitbild der auf Dauer verlässlichen Familie bestehend aus Vater, Mutter und Kindern als Kern unserer Gesellschaft relativiert würde  –  zu Gunsten vielfältiger Lebensformen, zum Beispiel gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sogar mit Kindern.

Foto: M. Löhr, CDL

Foto: M. Löhr, CDL

Biblische Argumente, die das herkömmliche Verständnis von Ehe und Familie beschreiben, werden durch hermeneutische Umdeutung zurechtgebogen  –  hilfsweise durch Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes.

Damit wird das neutestamentliche Familienbild ersetzt, was der neuen gesellschaftlichen Wirklichkeit Rechnung tragen soll. Das widerspricht dem Auftrag der Kirche: Paulus fordert im Brief an die Römer im Kap. 12,2: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert Euch durch Erneuerung eures Sinnes…“

Abgesehen davon, dass christliche Moralvorstellungen schon immer Korrektiv der gesellschaftlichen Wirklichkeit waren – und nicht umgekehrt, sollten wir auch die Konsequenzen bedenken.

Die Ehe ist auf Kinder ausgerichtet

Es besteht kein Zweifel, dass die Ehe nach dem Willen Gottes auf Kinder ausgerichtet ist. Sie soll auf Lebenszeit  –  also auf Dauer verlässlich sein. Die meisten kennen aus ihrem Elternhaus eine auf Dauer stabile Familie mit Vater, Mutter und Kindern als Leitbild in unserer Gesellschaft  –  im Einklang mit der Bibel (Mt 19,5; Mk 10, 11, 12, 1.Kor 7,10; 39, Eph 5,21 – 6,4; Heb 13,4).

Das Verständnis von Ehe und Familie hat sich nicht von selbst gewandelt; dieses Fundament unserer Gesellschaft wurde gezielt geschwächt. Lenin würde seine Forderung „Schafft die Familie ab“ bestätigt sehen. Auch die heute gängigen gender-ideologischen Bestrebungen zur Veränderung des Bildes der Frau und Mutter wirken in die gleiche Richtung.

Kirchenleitungen und Politikern scheint weithin nicht mehr bewusst zu sein, dass die Institution der Ehe mit den sie begleitenden Geboten und schützenden Gesetzen sowie die damit einhergehende soziale Kontrolle den mächtigen Sexualtrieb einhegt und so dessen zügellose Auswüchse bändigt.

Wer die Familie  –  Vater, Mutter, Kinder  –  als dauerhaft verlässlichen Rahmen für die Ehepartner auch bei Krankheit und im Alter und als verlässlichen Entwicklungs- und Schutzraum für Kinder sowie als wichtiges Element der sozialen Einbindung in unsere Gesellschaft für unverzichtbar hält, muss diese Entwicklung und deren dramatische Auswirkungen mit großer Sorge sehen.

EKD-Papier erschwert die Ökumene

Außerdem vertieft die „Orientierungshilfe“ den Graben zwischen den ethischen Positionen der EKD und der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Kirchen. Insbesondere sind zu nennen: die unklare Haltung zu Abtreibung und Sterbehilfe, zur Auflösung des Zusammenhangs von Ehe, Fruchtbarkeit und Sexualität, zur Akzeptanz von praktizierter Homosexualität sogar in Pfarrhäusern bis hin zur „Trauung“ gleichgeschlechtlicher Paare.

Hinzu kommen die Infragestellung der Heilsbedeutung des Leidens Christi am Kreuz und seiner Auferstehung als angeblich aus Vernunftgründen nicht mehr glaubwürdig  –  gar als „fundamentalistische Zumutung“.

Unsere Kirchenleitungen erschweren die Bemühungen um Ökumene dadurch, dass sie einen bibelkritischen Sonderweg weitergehen, mit dem sie sich sowohl von der biblisch-apostolischen Lehre wie auch von der römisch-katholischen, den orthodoxen und altorientalischen Kirchen  –  ja auch von evangelischen Geschwisterkirchen weltweit absetzen.“

Als Glieder der ELKB (Evang.-lutherischen Kirche Bayerns), deren Bindung an Schrift und Bekenntnis uns unverzichtbar ist (siehe Grundartikel unserer Kirchenverfassung), fordern wir Sie auf, darauf hinzuwirken, dass die “Orientierungshilfe“ der EKD zu Ehe und Familie zurückgenommen wird.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Pfr. Dieter Kuller
gez. Bolko von Bonin
Vorstand Lebendige Gemeinde München e.V.
 
 

Syrien: Selbstmord eines Mädchens, das von „Rebellen“ 15-fach vergewaltigt wurde

Sie hieß Mariam, ein 15-jähriges Mädchen aus Quasir, einem 35 km südlich von Homs, der Hauptstadt des Regierungsbezirks gelegenen Ort. Er war zur Festung der radikal-islamischer Rebellen geworden und wurde Anfang Juni von den Regierungstruppen zurückerobert.

Das erschütternde Schicksal von Mariam, von der die kath. Nachrichtenagentur Fides durch zwei katholische Priester erfuhr, zeigt erneut, wie brutal der Konflikt in Syrien ausartet und wie verwundbar die christliche Minderheit ist, die zwischen allen Stühlen sitzt und vor allem von Aufständischen angefeindet wird.

Foto: E. Gründler

Foto: E. Gründler

Die Familie von Mariam befand sich in der Stadt, als die Milizen   –  Anhänger der Jihadisten-Gruppe „Jabhat al-Nusra“   –  sie erobert und besetzt hatten. Die Angehörigen konnte fliehen, Mariam aber wurde aufgegriffen und vom Kommandanten des Battallions “Jabhat al-Nusra” in Qnuasir ergriffen und vergewaltigt.

Am nächsten Tag wurde das Mädchen zu einer islamischen „Zeit-Ehe“ mit einem anderen Soldaten gezwungen. Auch er hat sie vergewaltigt und dann „verstoßen“. Dieselbe schrecklich Dynamik wiederholte sich 2 Wochen lang ; Mariam wurde von 15 Männern vergewaltigt.

Das führte zu einem psychischen Zusammenbruch und sie wurde psychisch gestört.  Am Ende hat sich das Mädchen in ihrer Verzweiflung umgebracht.

„Diese Greueltaten werden von keiner internationalen Kommission berichtet“, sagen zwei griechisch-katholische Priester, P. Issam und P. Elias, die vor kurzem in die Stadt zurückgekehrt sind.

Die beiden fangen die Tränen und Klagen zahlreicher Familien auf. „Wer wird etwas tun, um die Zivilbevölkerung, die am meisten Verwundbaren zu schützen?“ fragen sie entmutigt.

Wie der Fidesdienst berichtet, haben die beiden Geistlichen eine hl. Messe zelebriert, um die katholische Kirche von St. Elia in Quasir neu einzuweihen. Das Gotteshaus war von Rebellen geplündert, verwüstet und als  Logistikzentrum mißbraucht worden.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Ägypten: Übergangsregierung unterstützen

“Mursi ist weg – die meisten Probleme sind geblieben”

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) appelliert an die Bundesregierung und an die EU, der neuen ägyptischen Übergangsregierung Hilfe anzubieten.

Die strukturellen Probleme des Landes seien so gewaltig, dass auch eine demokratische, liberale Regierung ohne nachhaltige Hilfe von außen scheitern werde, so die IGFM. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

In Ägypten fehlten funktionierende staatliche Strukturen weitgehend. Auch beim Entwurf der neuen Verfassung und beim erhofften Versöhnungsprozess könne Deutschland seine Erfahrung aus der Wiedervereinigung anbieten.

Nur sehr wenige Persönlichkeiten in der ägyptischen Parteienlandschaft hätten Erfahrung in praktischer Politik und Verwaltung. Würde die neue demokratische Regierung ebenso scheitern wie die Muslimbrüder, dann wäre in den Augen vieler Ägypter  die Demokratie selbst gescheitert, so die IGFM weiter.

Die schwierigsten Hindernisse auf dem Weg zu einer Genesung Ägyptens sind nach Einschätzung der IGFM die desolate wirtschaftliche Lage, nicht  funktionierende staatlichen Strukturen, Analphabetismus und das praktisch völlige Fehlen von Rechtssicherheit.

Außerdem habe die ägyptische Gesellschaft nach Jahren der Diktatur und einem starken radikal-islamischen Einfluss noch großen Nachholbedarf auf dem Weg zu einer freien Gesellschaft.

Terminhinweis
Pressekonferenz zur aktuellen Entwicklung in Ägypten
Dienstag, 9. Juli, 11.30 Uhr, 50667 Köln (Nähe Dom und Hauptbahnhof)
M-Gallery-Hotel Mondial, Kurtz-Hackenberg-Platz 1

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland