CDU rückt auch bildungspolitisch nach links

Abschied vom dreigliedrigen Schulsystem

Die CDU will ihre Schulpolitik grundsätzlich neu ausrichten. Das von der Bundespartei bisher vertretene System aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium soll zukünftig durch ein zweigliedriges Modell ersetzt werden, wie aus dem Entwurf eines Bildungskonzepts hervorgeht, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

Demnach soll es neben dem Gymnasium künftig nur noch eine „Oberschule“ geben, die Haupt- und Realschule in sich vereint.

In dem Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag in Leipzig schreibt der Vorstand: “Derzeit haben wir zu viele Schulformen, die Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen verwirren, deshalb treten wir für eine Reduzierung der Schulformen und die Einführung des Zwei-Wege-Modells in allen Ländern ein: Gymnasium und Oberschule.“

Das 30-seitige Papier wurde am Dienstag an die Vorstandsmitglieder verschickt und soll bei einer Sitzung am Montag mit Parteichefin Angela Merkel beschlossen werden. Die neue Oberschule solle neben dem Gymnasium einen weiteren und gleichwertigen Weg, entweder in die berufliche Bildung oder zur allgemeinen Hochschulreife eröffnen.

Außerdem soll künftig die Deutsch-Förderung für Kinder vor der Einschulung verpflichtend werden. Schicken Eltern ihre Kinder nicht dorthin, obwohl sie es sollten, müssen sie künftig mit einem Bußgeld rechnen. Niedersachsen hatte 2002 als erstes Bundesland einen Sprachtest für Kinder vor der Einschulung eingeführt – seitdem gibt es für diejenigen, die Förderbedarf haben, im Jahr vor der Einschulung Deutschunterricht.

Quelle: Kultur und Medien online


2 Kommentare on “CDU rückt auch bildungspolitisch nach links”

  1. profschieser sagt:

    Der CDU — und jeder Partei — in’s „Stammbuch“:
    Der Staat hat KEIN Mandat in Bildungsfragen, sondern lediglich eine „Aufsichts-Funktion“ (vergleichbar mit der Aufsichtspflicht eines Lehrers in der Schulpause: nicht befehlen, sondern dafür sorgen, dass nichts passiert!). Das Elternrecht (siehe Grundgesetz! Universale Menschenrechtsdeklaration!) ist „primär“ (= kommt VOR dem Staat!); der Staat hat nur ein „sekundäres“ (= an zweiter Stelle und als „Hilfe“).

    Das kann man nicht oft genug sagen, vor allem nach den Erfahrungen mit Systemen, die Kinder als „Eigentum des Staats“ betrachten, und die „Lufthoheit“ beanspruchen.
    Was da von der CDU kommt, haben die Roten und Grünen und Braunen schon immer vertreten!.

    Erinnern wir uns daran bei den nächsten Wahlen!

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  2. Birgit sagt:

    Es gab nicht allzuviel an der DDR zu loben,aber das Schulsystem war gut bis sehr gut,von der Ideologisierung einmal abgesehen,die es aber sowieso in jedem säkularen Staat gibt (siehe heutige Gender-Ideologie).

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