Ägypten/Sinai: Vier Christen und ein Pfarrer bei religiösen Unruhen ermordet

Im Schatten der Ausschreitungen um die Entmachtung der Muslimbrüder sind in mehreren Teilen Ägyptens unbeteiligte Christen zur Zielscheibe heftiger Gewalt geworden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, starben dabei in der Ortschaft Nag Hassan im Gouvernement Luxor vier Kopten bei Übergriffen gegen die christliche Minderheit. Häuser und Geschäfte von Christen wurden ausgeraubt und angezündet, zahlreiche Kopten verließen aus Angst um ihr Leben den Ort, so die IGFM weiter. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Auf der Sinai-Halbinsel in el-Arish erschossen maskierte Angreifer den koptischen Pfarrer Mina Cheroubim, als er seine Kirche in el-Arish in Nordsinai verließ.

Die IGFM fordert von der kommenden Übergangsregierung mehr Schutz für religiöse Minderheiten, insbesondere für Christen und Schiiten, die in den vergangenen Tagen ebenfalls mehrfach Opfer islamistischer Gewalt wurden.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht vor allem die christlich-koptische Minderheit Ägyptens als Opfer der politischen Instabilität im Land. „Die Wut der Islamisten entlädt sich in vermehrten Angriffen gegen die ohnehin bereits diskriminierte koptische Minderheit. Sobald eine Übergangsregierung gebildet ist, muss der Schutz der Minderheit ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung sein“, so Lessenthin.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/


6 Kommentare on “Ägypten/Sinai: Vier Christen und ein Pfarrer bei religiösen Unruhen ermordet”

  1. Gabi sagt:

    Warum spielen Sie diverse Opfergruppen gegeneinander aus?

    Guten Morgen Frau Küble,

    das ist eine unglaubliche Unterstellung. Ansonsten kann ich Ihren Ton, im Moment nicht nachvollziehen. Ich habe Ihnen weder etwas unterstellt, noch bin ich Sie so angegangen. Wenn es für Sie ein Grund ist, dass wenn man feststellt, dass solche Auseinandersetzungen und speziell diese Situation LEIDER etliche Menschenopfer fordert, eine solche Reaktion auslöst, tut es mir leid. Und in Anbetracht der Umstände möchte ich mich auch überhaupt nicht weiter über Opfer die gefordert wurden und werden weiter auslassen. Solche Unruhen bringen leider immer viel Leid mit sich.

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    • Guten Tag,
      Sie hatten sich wohlgemerkt beschwert, wir hätten „nur Christen erwähnt“ und das – so wörtlich – „tut in der Seele weh“, wobei ich Ihnen nachwies, daß dieser Vorwurf nicht zutrifft, weil auch die muslimischen Schiiten ausdrücklich in der IGFM-Meldung genannt sind. Statt dies einzuräumen, bestanden Sie darauf, die „allgemeine Situation“ sei das Zentrale…
      Worüber wir „zentral“ berichten, überlassen Sie bitte uns.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. Gabi sagt:

    Guten Morgen Frau Küble,

    wie kommen Sie darauf, dass die Morde an Christen weniger schmerzen ?Ein Leid hebt das andere nicht auf. Die Lage in Ägypten wird noch mehr Opfer fordern, daher ist die allgemeine Situation der zentrale Mittelpunkt. Es kann nicht schaden, wenn man allen Opfern gedenkt, die sterben mussten und müssen.

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    • Guten Tag,
      was bitteschön soll wohl diese unsinnige Rückfrage „Wie kommen Sie darauf….?!“, nachdem (!) Ihnen diese Meldung der IGFM über fünf ermordete Christen offensichtlich „in der Seele wehtat“. Warum spielen Sie diverse Opfergruppen gegeneinander aus?! Wie bereits berichtet, wurden die Schiiten dort auch erwähnt, einmal abgesehen davon, daß es durchaus seine Berechtigung hat, eine spezielle Nachricht über ermordete Christen zu verbreiten. Wir werden das weiterhin tun, Ihr „Seelenweh“ hin oder her.
      Der „zentrale Mittelpunkt“ ist in unserer Berichterstattung eben keineswegs „die allgemeine Situation“, die doch in den sonstigen Medien schon allgegenwärtig ist. Ich schrieb bereits, daß wir keine Tageszeitungs-Kopie sind. Wie schon so oft, gehen Sie wieder einmal nicht auf meine Argumente ein, sondern drehen nur stur an Ihrem Beschwerde-Rad weiter.
      Was wir hier im CF besonders erwähnen, wollen Sie bitte uns überlassen, zumal wir seit ca. vierzig Jahren mit der IGFM prima zusammenarbeiten und deren Meldungen auch weiterhin mit besonderer Berücksichtigung verbreiten werden, ohne Sie zu fragen!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  3. Gabi sagt:

    Sehr geehrte Frau Küble ,

    eigentlich tut es in der Seele weh, dass Sie den Umständen entsprechend nur Christen erwähnen, die von dem schlimmen Leid in Ägypten geplagt werden.

    Mit freundlichen Grüßen Gabi

    http://www.fr-online.de/politik/tote-in-kairo-aegypten-droht-der-buergerkrieg,1472596,23636132.html

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    • Guten Tag,
      es handelt sich hier ersichtlich um eine Meldung der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ und es ist völlig berechtigt, daß die IGFM in diesem Text auf fünf ermordete Christen hinweist.
      Merkwürdig, daß es Ihnen „in der Seele wehtut“, daß in dieser Meldung darüber und nicht über die allgemeine Lage geschrieben wird. Tut Ihnen der Mord an fünf Gläubigen etwa nicht „in der Seele weh“? Was haben Sie denn für ein „seelisches“ Problem damit, daß wir hierzu die Nachricht einer Menschenrechtsorganisation veröffentlichen?!
      Die weiteren aktuellen Ereignisse in Ägpyten sind bekannt und zudem problemlos der Glotze und der Tagespresse zu entnehmen.
      Wir sind hier kein Spiegelbild der Tageszeitung und Tagessschau etc., sondern werden auch weiterhin speziell auf die Situation verfolgter christlicher Minderheiten hinweisen, zumal dies in den Medien durchaus zu wenig geschieht. Auch die CDU/CSU-Fraktion hatte übrigens gestern in einer Pressemeldung eigens auf die Ermordung dieser Christen hingewiesen.
      Überdies wurde hier mehrfach auch über andere (nichtchristliche) bedrängte Minderheiten berichtet, falls Ihnen das entgangen ist, auch über bedrängte islamische Minderheiten (zB. unter buddhistischer Herrschaft).
      Zudem wurde hier schon x-mal allgemein über die Situation in Ägypten geschrieben, keineswegs allein über die allerdings besonders (!) bedrängte Lage der christlichen Kopten.
      Noch etwas: Korrekt lesen wäre direkt sinnvoll für Sie, in dieser Meldung ist nämlich ausdrücklich auch von den (bekanntlich moslemischen) „Schiiten“ die Rede, „die in den vergangenen Tagen ebenfalls mehrfach Opfer islamistischer Gewalt wurden.“
      Ihre Beschwerde ist somit von A – Z unbegründet.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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