Dichterisch-demütiger Brief eines Oberhirten an die hl. Hildegard von Bingen

Erzbischof Hillin von Trier an Äbtissin Hildegard von Bingen:

Hillin, durch die Gnade Gottes demütiger Diener, Knecht und  –  obwohl unwürdig  –  Erzbischof von Trier, wünscht der geliebten Schwester Hildegard, sie möge dem Lamm, ihrem Bräutigam, folgen, wohin immer es geht.

Weil es der Weisheit Gottes, die „das Schwache in der Welt erwählt, um das Starke zu beschämen“ (1 Kor 1,27), gefallen hat, sich in deiner Jungfräulichkeit eine angenehme Wohnung zu erwählen, hat sie das Licht ihrer Gnade im Geist des Rates und eines umfassenden Wissens freigiebig auf dich ausgegossen. Boppard-Severus-DSC_0344

Durch diesen Erguß des Lichtes wollte sie  –  wie ich glaube  –  durch deine Vermittlung, ehrwürdige und in aufrichtiger Liebe zu umfangende Mutter, auch den Geist anderer zu besserem und dem Heil nahekommenderem Streben anregen und erleuchten. (…)

Was du umsonst empfangen hast, gib umsonst weiter, damit du nicht etwa beschuldigt wirst, du wolltest jene dir  zum Nutzen der Nächsten entzündete Leuchte unter dem Scheffel verbergen.

So bitte ich dich, heilige Mutter, mit allen, die zum Hafen deiner Tröstung ihre Zuflucht nehmen, auf die Hoffnung gestützt, mein Verlangen überreich erfüllt zu sehen; ja, ich bitte und beschwöre dein mütterliches Herz in reiner Liebe:

Lass ein paar Tropfen aus jenem Weinkeller des Königs, dessen Überfülle dich schon in diesem Leben wundersam trunken macht, durch den Überbringer dieses Schreibens brieflich auf mich Sünder träufeln (…).

Jener aber, der das gute Werk in dir begonnen hat, möge es im Dasein der Lebenden vollenden.

Quelle: Hildegard von Bingen. Werke (Band VIII): Briefe. Epistolae. Herausgeber: Abtei St. Hildegard in Eibingen. Beuroner Kunstverlag.

Bild: Hildegard-Kirchenfenster in Boppard  / Fotograf: Dr. Bernd F. Pelz


Arabischsprachige Christen, die bewußt israelische Staatsbürger sein wollen

In Jafia bei Nazareth haben arabischsprachige israelische Christen eine Solidaritätskundgebung für junge Leute aus ihren Reihen veranstaltetet, die sich zur israelischen Armee melden. Man versteht sich als Teil des Staates Israel und will wie alle anderen Israelis seinen Beitrag dazu leisten, wie es auf Facebook heißt. accumulator_default_img

Sie nennen sich bewusst nicht „arabische Christen“, sondern „Arabisch sprechende israelische Christen“. Sie sagen von sich, dass sie nicht arabischen Ursprungs seien, sondern lediglich im Laufe der Jahrhunderte dazu kamen, Arabisch zu sprechen. Diese Menschen in Jafia wollen bewußt integriert sein im demokratischen Staat Israel. 

Die Gemeinde wird dabei unterstützt von ihrem griechisch-orthodoxen Priester, Pater Gabriel Nadaf. Als Nadaf die Solidaritätskundgebung mitverantwortete, forderte die palästinensische Regierung das Jerusalemer Orthodoxe Patriarchat auf, Pater Nadaf aus dem Dienst zu entfernen. Die Einschüchterungskampagnen gegen den Priester häufen sich. 

Quelle: http://www.israelheute.de


Esoterik für Kinder: „Stuttgarter Zeitung“ wirbt für magisches Kartenlesen

Unter dem Titel „Karin Kristan spickt in die Zukunft“ veröffentlichte die  –  ansonsten wohl als seriös gelten wollende  –  „Stuttgarter Zeitung“ am 6. Juli auf ihrem Online-Portal einen positiven, völlig unkritischen Beitrag über Hellseherei und Magie mittels einer Reportage über eine hübsche Kartenlegerin, die großformatig abgebildet ist.

Der  äußerst wohlwollende Artikel über Karin Kristans Karten-„Kunst“ findet sich ausgerechnet unter der Sparte „Kinder-Uni“ und im Ressort „Wissen und Computer“:  L1022966

„Nichts ist so spannend, wie in die Zukunft zu blicken“, so beginnt der Reklame-Artikel der SZ, der die jungen Leser dann darüber informiert, worauf sich die als Strahlefrau präsentierte Wahrsagerin verläßt: 

„Sie glaubt an das Wissen der Geister und an die Wahrheit ihrer Tarotkarten. Viel mehr noch: je weniger sie über die Person, deren Zukunft sie voraussagen soll, wisse, desto besser.“

Danach wird erzählt, daß es in ihrer Wohnung nach Räucherstäbchen riecht und daß sie Federn, Trommeln, Rasseln und Flügel als „Kraftquellen“ in ihrem – so wörtlich – „außergewöhnlichen Beruf“ betrachtet: „Die Kartenlegerin sagt Menschen seit mehr als 20 Jahren die Zukunft voraus.“  –  Auch in ihrer eigenen Lebensentwicklung hätten ihre „Kartenblätter“ immer recht behalten, betont die 42-Jährige.  Vogel-Katze

Jene Menschen, die magische „Hilfe“ bei ihr in Anspruch nehmen, stecken oft in einer Krise, meist in „Liebesangelegenheiten“, berichtet Frau Kristan, wobei sie keineswegs auf eigene Erlebnisse und Einsichten zurückgreife, sondern vielmehr auf Kräfte aus der „Anderswelt“, genauer: „auf die Erfahrungen der Geister“, wie sie wörtlich erklärt.

Die Hellseherin fügt ohne Wenn und Aber hinzu: „Die Karten irren nicht. Die Karten sind die Wahrheit.“  – Wenn etwas Anderes als das eintreffe, was sie voraussage, dann habe sie die Karten „falsch interpretiert“.

Mit dieser speziellen „Logik“ ist die magische Dame natürlich immer fein aus dem Schneider, wenn Prognosen nicht zutreffen.

Doch das eigentliche Problem ist  –  insgesamt gesehen  –  weniger die Esoterik einer Frau Kristan, sondern die unverhohlene Werbung einer vermeintlich soliden Tageszeitung für heidnische Magie, Aberglauben und Geister-Spiritismus, noch dazu im Kinder-Teil des Blattes, der überdies mit dem anspruchsvollen Titel „Kinder-Uni“ auftritt.

Esoterik und Spiritismus feiern heute als Ersatzreligion in einer Zeit des Glaubensverlustes fröhliche Urständ. Das läßt uns an den alten Spruch denken: „Wo der Glaube zur Tür hinausgeht, kommt der Aberglaube zum Fenster herein.“  – Ähnlich drückt es der bekannter Vierzeiler aus:

Glaube, dem die Tür versagt,
kommt als Aberglaub durchs Fenster,
wenn die Gottheit ihr verjagt,
kommen die Gespenster.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


EAK im Ländle protestiert: Rot-Grün wie der Titel ist der Inhalt des EKD-Papiers

Gegen Desorientierung durch die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) und Bevormundung der Christen durch die Partei Bündnis 90/Die Grünen wendet sich der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU in Baden-Württemberg. Er wirft der EKD vor, mit der umstrittenen Orientierungshilfe zur Familie eine Bestandsanalyse weiter Teile der heutigen Gesellschaft geleistet zu haben, „ohne über den Ist-Zustand hinauszuweisen“.

Das Papier verkenne, dass junge Menschen Ehe und Familie weiterhin als Ideal betrachteten und bewusst nach lebenslangen Beziehungen strebten. Nach Ansicht der EAK-Landesvorsitzenden, MdL Sabine Kurtz, hat sich die EKD „ganz offensichtlich von ihren Mitgliedern entfernt und völlig von ihrer Basis abgehoben“.

Anhängern von Grünen und SPD gelinge es zunehmend, die EKD von innen heraus zu vereinnahmen. „Nicht nur das Titelblatt der Orientierungshilfe ist rot-grün gehalten, sondern auch der Inhalt“, so Kurtz.

Laut EAK verfolgt die grüne Partei „kirchenkritische, wenn nicht sogar kirchenfeindliche Ziele“. Beispielsweise wolle sie christliche Feiertage durch solche aus anderen Religionen ersetzen. Christliche Symbole sollten aus der Öffentlichkeit entfernt werden. Dies bedeute eine Missachtung des prägenden Einflusses, den das Christentum auf Kultur und Gesellschaft habe. 

Quelle: http://www.idea.de


Singt dem HERRN ein neues Lied!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Psalm 33 (32),2-3.10-11.18-19:

Preist den HERRN mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!         TochterZion
Singt ihm ein neues Lied,
greift voll in die Saiten und jubelt laut!
 
Der HERR vereitelt die Beschlüsse der Heiden,
ER macht die Pläne der Völker zunichte.
Der Ratschluß des HERRN bleibt ewig bestehen,
die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten.
 
Doch das Auge des HERRN ruht auf allen,
die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
denn ER will sie dem Tod entreißen
und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.
 
 

Ehrenamtlich Aktive leben länger

Um durchschnittlich sieben Jahre verlängert sich das Leben bei ehrenamtlicher Aktivität. Deshalb ermutigt der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen zum Einsatz für das Allgemeinwohl.

Sei es in kirchlichen Einrichtungen, Vereinen, Kindertagesstätten oder Kulturinitiativen, der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen ruft zur ehrenamtlichen Mitarbeit auf.

«Ehrenamtliche Arbeit macht nicht nur glücklich und zufrieden, sie verlängert auch das Leben um durchschnittlich sieben Jahre», sagte Hirschhausen bei dem Seniorenfachkongress «Wie wollen wir leben? » am 3./4. Juli in Frankfurt. Er bezog sich auf eine Studie der Universität in Michigan (USA).

Veranstalter des Kongresses mit 250 Teilnehmern waren die Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) und die Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe (Hannover).

Quelle: Idea / http://www.jesus.ch


Frankfurt: Journalistin Karolina Kristo informierte über Sexualpolitik und ihre pädosexuellen Wurzeln durch Alfred Kinsey

Von Tomislav Cunovic

Die kroatische Fernsehredakteurin Karolina Vidovic Kristo (siehe Foto) sprach auf Einladung des „Frankfurter Katholikenkreises“ am 6. und 7. Juli über kaum bekannte pädosexuelle Wurzeln in der modernen Schulsexualerziehung. Die engagierte Katholikin stellte fest: Karolina

„Die unter dem Etikett des Fortschritts seit den siebziger Jahren praktizierte Sexualpolitik in den westlichen Industrienationen hat ihre erklärten Ziele weit verfehlt. Stattdessen hat sie Strukturen entstehen lassen, welche der Pädosexualität schleichend Tür und Tor geöffnet haben.

Recherchieren Sie selber, verfolgen Sie die Spuren, die von Alfred Kinsey, dem Vater der sexuellen Revolution, bis in die heutige Sexualpädagogik führen“, waren zentrale Aussagen der kroatischen Journalistin.

Karolina Vidovic Kristo hatte am 29. Dezember 2012 mit ihrer in Kroatien ausgestrahlten Doku-Sendung äußerst unangenehme Wahrheiten über das geplante Sexualerziehungsprogramm für kroatische Schulen ans Tageslicht gebracht und eine landesweite Protestwelle ausgelöst. Hierfür wurde sie dann umgehend von ihrem Arbeitgeber – dem kroatischen Staatsfernsehen –  entlassen.

Das Problem sei global und nur global könne es gelöst werden, betont Kristo. Beispiel Brasilien: „Erst kürzlich ist die Altersgrenze für legalen Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen auf 12 Jahre gesenkt worden. Ist das nur Zufall oder steht das etwa im Zusammenhang mit der näherrückenden Fußballweltmeisterschaft in Brasilien?“, so Karolina Kristo.

Karolina Vidovic Kristo hielt Vorträge am 6. Juli 2013 in der Polnischen Katholischen Gemeinde in Frankfurt/Sachsenhausen statt und in der Kroatischen Katholischen Gemeinde in Mannhein, zudem am 7. Juli 2013 im voll ausgefüllten Gemeindesaal der Kroatischen Katholischen Gemeinde im Frankfurter Westend.

Unter Hinweis auf Ereignisse in Borken (Deutschland), wo erst kürzlich während des Sexualkunde 10 Schulkinder ohnmächtig wurden und ärztlich versorgt werden mußten, berichteten anwesende Eltern von ähnlichen Situationen an Frankfurter Schulen, wo Schulkinder nach der Konfrontation mit unsittlichen Sachverhalten zum Teil panikartig reagiert haben: „Das grenzt an sexuelle Nötigung seitens des Erziehungspersonals und erfüllt uns mit großer Sorge“,  war aus den Reihen des Initiatorenkreises zu vernehmen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/07/vortrag-am-67-juli-in-frankfurt-am-main.html