Führender evangelikaler Theologe fordert Präses Schneider zum Rücktritt auf, wenn dieser am EKD-Familienpapier festhält

OFFENER BRIEF an Dr. Nikolaus Schneider

 Prof. em. Dr. Peter Beyerhaus, 72810 Gomaringen bei Tübingen, Schulstr. 1

Sehr geehrter Herr Präses Schneider!

Seit Wochen beschäftigt sich die kirchliche und weltliche Öffentlichkeit mit der im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland veröffentlichten Orientierungshilfe zum Thema Ehe und Familie „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“.

Eine heftige Debatte entzündet sich vor allem daran, dass in der „Orientierungshilfe“ erklärt wird, die Kirche sei aufgefordert, Familie neu zu denken, von dem Ausgangspunkt her: Beziehung bedeute auch für Christen vor allem eines: ein verlässliches Miteinander.

Foto: M. Löhr, CDL

Foto: M. Löhr, CDL

„Liest man die Bibel von dieser Grundüberzeugung her“, heißt es wörtlich, „dann sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften, in denen sich Menschen zu einem verbindlichen und verantwortlichen Miteinander verpflichten, auch in theologischer Sicht als gleichwertig anzuerkennen”.

Das fragliche Dokument gipfelt in den Aufforderungen:

„Wo sich Menschen in den ihre Beziehungen entscheidenden Lebenssituationen unter den Segen Gottes stellen wollen, sollte die Kirche sich deshalb auch aus theologischen Gründen nicht verweigern.”

Die Form, in der Familie und Partnerschaft gelebt werde, dürfe nicht ausschlaggebend sein: „Alle familiären Beziehungen, in denen sich Menschen in Freiheit und verlässlich aneinander binden, füreinander Verantwortung übernehmen und fürsorglich und respektvoll miteinander umgehen, müssen auf die Unterstützung der evangelischen Kirche bauen können.”

Die im Namen der EKD ergangene Erklärung stellt  –  so ist aus theologischer Sicht zu konstatieren  –  mit diesem neu eingeführten Konzept eine Revolution in der gesamten bisherigen Tradition evangelischer Ehe- und Familienethik dar. Sie steht auch im Gegensatz zu fast allen Stellungnahmen, welche die EKD und ihre Gremien bisher zu diesem lebenswichtigen Thema abgegeben haben.

„Was Gott nicht segnet“

Bisher wusste man, dass die Kirche nicht das segnen darf, was Gott nicht segnet.

Weshalb „Revolution“?   –  De facto verabschiedet sich die evangelische Amtskirche damit von dem uns in der Bibel gewiesenen Leitbild der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau als Stiftung Gottes des Schöpfers. Er hat auf diese seinen Ursegen gelegt, damit sie seine Aufforderung verwirklichen können, fruchtbar zu sein und die Erde zu füllen, um so in Seinem Auftrag die Herrschaft über alle irdischen Wesen auszuüben (1. Mose 1, 26 – 29).

Auch Jesus hat sich eindeutig zu diesem Schöpfungsplan für die unauflösliche Ehe zwischen Mann und Frau bekannt (Matthäus 19, 4 – 6 u. ö.) und sie für bleibend verbindlich erklärt. kt2012-p1110153

Zwar gesteht auch die OH dem traditionellen Familienmodell Gültigkeit zu, jedoch nicht mehr als einziger Form des familiären Zusammenlebens. Stattdessen werden auch moderne Formen des Zusammenlebens als gleichberechtigte Alternativen  in Schutz genommen.    

„EKD beugt sich dem sittlichen Verfall“

Homosexuelle und lesbische Partnerschaften wie auch „Patchwork-Familien“ werden nicht mehr als Ausdruck bzw. Folgen sündhaften Vergehens gegen das sechste Gebot verstanden, sondern in der christlichen Gemeinde als legitim willkommen geheißen. Dadurch aber beugt sich die protestantische Kirche in Anpassung an den Zeitgeist dem sittlichen Verfall und der Auflösung der Grundlagen unserer christlich-abendländischen Kultur. Sie betrachtet sie als eine der heutigen Zeit entsprechende Entwicklung, die hinzunehmen, ja anzuerkennen sei.

Dagegen haben verantwortliche evangelische Christen, einschließlich bekannter Bischöfe wie Frank Otfried July und Hartmut Löwe, wie auch die Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz Dr. Michael Diener und der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß,schärfsten Protest eingelegt.

Dazu ertönen aus der Römisch-katholischen Kirche Stimmen, die in diesem Alleingang eine ernste Gefahr für die ökumenische Gemeinschaft zwischen den Konfessionen erblicken.

EKD-Papier: skandalöser Vorgang

Was diesem skandalösen Vorgang nun die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, dass kein Geringerer als Sie, Herr Dr. Schneider, sich als Ratsvorsitzender der EKD und Präses der Ev. Kirche im Rheinland mehrmals in der Öffentlichkeit positiv zum dem unsäglichen Familienpapier geäußert und es gegen die Kritik von kirchlicher und weltlicher Seite verteidigt haben.

Sie taten es beim Jahresempfang der EKD am 27. Juni in Berlin, bei dem Sie die scharfe Kritik an der „Orientierungshilfe“ mit den Worten zurückwiesen, die traditionelle lebenslange Familie bleibe „das Leitbild unserer Kirche, aber nicht mehr die einzige Form, die auf den Segen Gottes hoffen kann…Wir können und dürfen als evangelische Kirche unsere Augen nicht vor der gesellschaftlichen Realität verschließen“.

Im gleichen Sinn äußerten Sie sich jüngst hier in Tübingen bei Ihrem Besuch am 5. Juli. So berichtete das Schwäbische Tagblatt, dem Sie ein Interview gaben, unter der Überschrift: „Auf dem Weg zur modernen Partnerschaft.  –  Nikolaus Schneider setzt sich als EKD-Ratsvorsitzender für ein neues Verständnis von Familie und für mehr Ökumene ein.“

Welchen moralischen Flurschaden die Orientierungshilfe der EKD und deren Ratsvorsitzender anrichten, kann ich hier vor Ort miterleben.

Familienpapier ist „Desorientierungshilfe“

Die „Orientierungshilfe“, die in Wirklichkeit eine „Desorientierungshilfe“ darstellt, bildet nicht nur eine aktuelle sittliche Gefahr; sie ist auch fahrlässig oberflächlich erarbeitet. Das lässt sich leicht an dem Gebrauch missverstandener bzw. bewusst missdeuteter Bibelstellen aufzeigen.

Der Informationsdienst der Evangelischen Allianz ideaSpektrum zitiert in seiner Ausgabe vom 27. Juni einige Schlagzeilen, unter denen Presseorgane über die OH kommentierend berichten: „Schwafelkirche in Selbstauflösung“ (Cicero-Magazin) – „Murks“ (FAZ) – „Es ist zum Katholischwerden! (Wiesbadener Kurier).

Der letztgenannte Ausruf entstammt dem Urteil des ehemaligen Verfassungsrichters Hans-Joachim Jentsch. Es  ist besonders ernst zu nehmen; bringt es doch die Reaktion zahlreicher anderer evangelischer Christen zum Ausdruck, auch die meine.

Das Alarmierende ist: Immer mehr glaubenstreue evangelische Christen empfinden, bei ihrer reformatorischen Mutterkirche ihre geistliche Heimat verloren zu haben. Diese jüngste Verlautbarung ist nach der Verabschiedung des Pfarrdienstgesetzes, welches das Zusammenleben homosexueller Paare in evangelischen Pfarrhäusern sanktioniert, ein weiterer bedrohlicher Schritt in dieser Richtung.

Katholische Kirche bietet klare Orientierung

Jene Christen ringen darum ernstlich mit der Frage, ob sie in die Katholische Kirche übertreten sollen. Zwar gibt es auch hier, wie die aufgedeckten Missbrauchskandale zeigten, sexuelle Verwilderung; doch das päpstliche und bischöfliche Lehramt der Römisch-Katholischen Kirche ist bisher intakt geblieben. Es bietet den Gliedern eine eindeutige geistlich-ethische Orientierung auf dem Boden von Bibel und Tradition.

In der Evangelischen Kirche, der „Kirche des Worts“, hingegen ist das schon lange nicht mehr der Fall. Man denke nur an einige ihrer Stellungnahmen zu Themen wie Abtreibung, Euthanasie, Embryonen-Experimente und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.

In diesen allen schaden die protestantischen Kirchen nicht nur sich selbst; sie zerstören in mehreren europäischen Ländern damit auch die ökumenische Gemeinschaft, die sie bis dahin in ethischen Fragen mit der  Katholischen und der Orthodoxen Kirche verband. Auch hohe katholische Amtsträger sehen das so. Dass daraus eine Gefahr für die Fortsetzung des interkonfessionellen Dialogs erwachsen ist, ist nur ein Aspekt der fatalen Auswirkungen der geschehen Weichenstellungen.

Nun frage ich Sie, Herr Dr. Schneider, in Konsequenz des Gesagten:

Wollen Sie es in Kauf nehmen, dass Sie sich durch Ihre Bejahung und Apologie dieser Desorientierung weiter schuldig an der ethischen Verwirrung in den evangelischen Gemeinden machen?

Schöpfungsordnung für Ehe und Familie

Mehr noch: Wollen Sie das Ihnen anvertraute exponierte Amt, das vor Ihnen u.a. so herausragende Persönlichkeiten wie Theophil Wurm, Otto Dibelius und Hermann Dietzfelbinger vorbildlich ausgeübt haben, vollends durch ein bewusstes Mitwirken an der Zersetzung der von Gott gegebenen Schöpfungsordnung von Ehe und Familie in unserem Volk beflecken?

Oder sind Sie unter dem Eindruck des durch das EKD-Papier und Sie selber entfesselten Sturms bereit, eigene Fehlorientierung einzugestehen und sich angesichts der Heiligkeit Gottes  –  möglichst gemeinsam mit dem gesamten Rat der EKD  –  von ihm zu distanzieren?

Sollten Sie sich dazu durchringen, so dürfen Sie sich der dankbaren Unterstützung vieler Amtsträger und Gemeindeglieder in den evangelischen Landeskirchen gewiss sein, auch der Bekennenden Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands.

Sollten Sie, Herr Dr. Schneider, jedoch  –  was Gott verhüte!  –  in Ihrer bisherigen Haltung verharren, so fordere ich Sie im Namen vieler ähnlich denkender Mitchristen hiermit öffentlich  auf:

Legen Sie bitte Ihr Hirtenamt als Ratsvorsitzender der EKD, das Sie  –  und ob aus dem Willen zur Güte heraus  –  zu einem Kompromiss mit höchst einschneidenden Folgen missbraucht haben, nieder!

Tun Sie dies ebenso bereitwillig, wie das einsichtiger Weise Ihre Vorgängerin im Amt, Frau Dr. Margot Käßmann, nach ihrer im Trunk vollzogenen Rotlicht-Überquerung getan hat. Dabei war ihr Vergehen verhältnismäßig harmlos; denn sie hat gegen die von Menschen aufgestellte Verkehrsordnung verstoßen; Sie, Herr Präses Schneider, aber haben sich öffentlich den Ordnungen Gottes widersetzt!

Es grüßt Sie mit dem Ausdruck des Bedauerns

Peter P. J. Beyerhaus

Universitätsprofessor em. und Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften


TV: In Bayern und im „Ländle“ wird am wenigsten „geglotzt“

Eine Auswertung des Mediendienstleisters Media-Control zeigt, daß die Deutschen ab dem 14. Lebensjahr im ersten Halbjahr 2013 durchschnittlich 242 Minuten täglich vor der Mattscheibe saßen, also gut 4 Stunden.

Mit 304 Minuten pro Tag wird in Sachsen-Anhalt deutschlandweit am längsten „geglotzt“. Mit einem Zuwachs von 16 Minuten nahm der Fernsehkonsum in Sachsen-Anhalt zudem am zweitstärksten zu.  In den neuen Bundesländern wird allgemein deutlich mehr ferngesehen wird als in den alten. 

Eine Analyse der Bundesländer zeigt, daß der Fernsehkonsum in Schleswig-Holstein mit 19 weiteren Minuten am stärksten zunahm.  Dennoch liegt Schleswig-Holstein noch unter dem deutschen Durchschnitt.

Wie auch im Vorjahr sind es die südlichen Bundesländer, in denen die Mattscheibe am längsten kalt bleibt.  Beim Fernsehkonsum belegen die Länder Baden-Württemberg mit 211 Minuten und Bayern mit 220 Minuten die glorreichen letzten Plätze.

Quelle: Kultur und Medien online


Pakistan: Lebenslängliche Haft für jungen Christen wegen angeblicher „Blasphemie“

Der umstrittene „Blasphemieparagraph“ des islamisch-geprägten Strafrechts in Pakistan forderte ein weiteres Opfer unter den Christen des Landes:

Der 28-jähige Sajjad Masih Gill wurde in Gojra (Provinz Punjab) zu lebenslanger Haft und Zahlung einer Geldstrafe von 200.000 Rupie (rund 2000 Dollar) verurteilt. Das Urteil wurde am 13. Juli ausgesprochen. 

Gemälde: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Gill ist Mitglied einer christlichen Adventistengemeinde und wurde von mehreren muslimischen Religionsvertretern beschuldigt, „blasphemische“ (islamkritische) SMS verschickt zu haben.

Es handelt sich dabei um den ersten Fall von „Blasphemie per SMS“, mit der sich die pakistanische Polizei befasste. „Es war nicht zu erwarten, dass der Richter ein solches Urteil ausspricht und Masih bestraft, weil es keine Beweise gibt, die ihn belasten“, so der katholische Anwalt Nadeem Atnhony gegenüber dem „Fidesdienst“.

Wie aus einer Rekonstruktion des Falls hervorgeht, die der Herausgeber der Zeitschrift „Minorities Concern of Pakistan“ dem Fidesdienst zur Verfügung stellt, soll der muslimische Stoffhändler Malik Saleem am 18. Dezember 2011 mehrere  SMS (Handy-Kurzmitteilungen) erhalten haben; er beschuldigte Sajjid Gill, was zu dessen Festnahme führte.

Die Anklage konnte keine Beweise liefern: vom Mobiltelefon des Angeklagten, das der Polizei übergeben wurde, wurden keine derartigen SMS verschickt; es gibt auch keine Augenzeugen. Sajjad Masih selbst bekräftigte seine Unschuld. Die Anwälte des Verurteilten kündigten einen Antrag auf Berufung beim Hohen Gericht an.  

Quelle: Fidesdienst


Staatsterror in Kuba: 12 “Damen in Weiß” nach hl. Messe mißhandelt

In Kuba gehen die kommunistischen Behörden mit neuer Härte gegen Menschenrechtler vor. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, hätten regimetreue Schläger und Polizisten gestern in der Provinz in mehreren Städten Frauen und Männer der kubanischen Bürgerrechtsbewegung geschlagen, misshandelt, gedemütigt und verhaftet. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

In Colón wurden 12 Mitglieder der Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“ geschlagen und misshandelt, als sie wie jeden Sonntag nach der hl. Messe aus Protest gegen willkürliche Verhaftungen schweigend durch die Straßen marschierten. In Cárdenas wurden 11 weitere „Damen in Weiß“ verhaftet, um sie davon abzuhalten, den kath. Gottesdienst zu besuchen, so die IGFM.

Mehrere Opfer der Übergriffe erlitten Verletzungen, darunter Rippenbrüche und in einem Falle ein schwere Kopfverletzung. Nach Angaben der IGFM berichtete der Gewerkschafter Iván Hernández Carrillo, dass mehrere der Bürgerrechtler mit dem Tod bedroht wurden: „Einer von Castros Schergen sagte zu mir, dass sie uns alle umbringen werden, sobald der Befehl dazu gegeben wird“. 

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland


Islamexperte E. Troeger über den Stellenwert von Koran und Sunna etc.

Eberhard Troeger, ein evangelischer Islamkenner, der zwischen 1966 und 1975 im Missionsdienst in Ägypten tätig war, erklärte auf dem Seminar „Islam: Zwischen Mission, Aggression und Toleranz“ der Dt. Evangelischen Allianz in Bad Blankenburg: 

Heute wollten „die meisten Muslime ihre religiösen und politischen Ziele in den westlichen Gesellschaften auf friedliche und demokratische Weise erreichen, zum Beispiel durch politische Lobbyarbeit im Rahmen der UNO“.  –  Er fügte hinzu: „Muslime wollen oft Sonderrechte.“  – Der demokratische Rechtsstaat müsse derartige Forderungen abwehren.

Moschee in Bonn

Moschee in Bonn

„Aus christlicher Sicht hat der Koran ein Geschichtsbild, das der Bibel widerspricht“, sagte der Redner. Zudem erläuterte er:

„Muslime meinen, dass der Islam die natürliche Religion des Menschen sei und die meisten Menschen durch ihr Lebensumfeld vom wahren Islam weggezogen und zum Beispiel Juden oder Christen werden.“  –  So sprächen sie neuerdings auch nicht von einer Konversion zum Islam, sondern von einer Reversion, einer Rückkehr.

Der Koran habe für Muslime nicht denselben Stellenwert wie etwa die Bibel im Christentum. Die sog. Sunna, die Überlieferung des Lebens Mohammeds, habe „im Alltag der Muslime fast einen höheren Stellenwert als der Koran“, denn sie sei leichter verständlich. Im Grunde sei sie „der Auslegungsschlüssel des Korans“.

Der Koran ist nicht aus einem Guß

Es gebe im Koran unterschiedliche Perioden der „Offenbarung“. Spätere Verse höben die früheren Verse auf. Hier stelle sich die Frage: Was ist gültig? Der modernen Salafismus wolle den kompletten Koran in der heutigen Zeit anwenden. Andere Muslime wollten den Koran mehr an die moderne Zeit anpassen, wieder andere ließen ihn nur als eine allgemeine ethische Anweisung gelten.

Es sei umstritten, was zeitbedingt und was ewig gültig ist. Die einzelnen Texte seien zu Lebzeiten Mohammeds auswendig gelernt und rezitiert worden. Erst nach seinem Tod habe es eine Niederschrift des Konsonantentextes gegeben, erläuterte Troeger.

Es seien verschiedenen Fassungen im Umlauf gewesen. Im Hochmittelalter seien dann sieben Rezitationsarten anerkannt worden, eine davon habe sich durchgesetzt. Diese sei im 20. Jahrhundert gedruckt worden und bilde heute die Grundlage aller Koran-Ausgaben. Troeger sagt dazu: „Es gibt einen vereinheitlichten Text, aber keinen einheitlichen Text.“

Quelle: Medienmagazin PRO / Dt. Evangelische Allianz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Finnische Innenministerin löst Kontroverse aus – Evangelischer Erzbischof distanziert sich

„Tiere genießen mehr Schutz als Ungeborene“

„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“: Aus dem Mund der  christdemokratischen Innenministerin Päivi Räsänen sorgt dieses Bibelzitat derzeit für eine aufschlußreiche Debatte in Finnland.

ZoomBei den lutherischen Missionstagen in Kankaanpää erklärte die Politikerin, es gebe Fälle, in denen die Bibel über dem Gesetz stehe.
Zugleich kritisierte sie, Tiere genössen in Finnland mehr Schutz als ungeborene Kinder bzw. menschliche Embryonen. Es sei ein Skandal, dass Finnland neben Schweden das einzige Land sei, in dem medizinisches Personal nicht aus Gewissensgründen die Teilnahme an einer Abtreibung ablehnen könne.

Justizministerin Anna-Maja Henriksson bezeichnete die Aussagen als „unglücklich“ für ein Regierungsmitglied und als „falsches Signal“. Auch Finnlands lutherischer Erzbischof Kari Mäkinen schaltete sich in die Debatte ein und erklärte, man könne den Standpunkt der Ministerin teilen oder auch ablehnen, dürfe diesen aber in keinem Fall mit der Haltung der evangelischen Kirche verwechseln.

Der lutherische Bischof von Porvoo, Björn Vikström, sagte, es könne Fälle geben, in denen ziviler Ungehorsam notwendig sei. Die Rolle von Päivi Räsänen als Innenministerin sei aber in diesem Zusammenhang problematisch.

Lediglich der  evangelische Bischof von Turku, Kaarlo Kalliala, erklärte, Gesetze müssten nicht immer richtig sein    und Frau Räsänen habe das Recht auf eine eigene Ansicht, auch wenn sie damit keine Mehrheit vertrete. Zugleich unterstrich er die grundsätzliche Gesetzestreue seiner Kirche.

Quelle: Livenet / Kipa / Jesus.ch


„Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Psalm 124 (123),2-8:

Hätte sich nicht der HERR für uns eingesetzt, als sich gegen uns Menschen erhoben,
dann hätten sie uns lebendig verschlungen, als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
Dann hätten die Wasser uns weggespült, hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.
 
Gelobt sei der HERR, der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.
Unsere Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen;
das Netz ist zerrissen und wir sind frei.
Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.