AFD tritt in allen Bundesländern zur Wahl an

Der Alternative für Deutschland (AfD) ist es nach eigenen Angaben gelungen, in allen Bundesländern ausreichend Unterstützungsunterschriften für den Antritt zur Bundestagswahl zu sammeln. Insgesamt wurden bis Montag etwa 80.000 Unterschriften gesammelt, sagte Parteisprecherin Frauke Petry am gestrigen Montag in Berlin.

„Allein in Bayern wurden statt der erforderlichen 2000 Unterschriften insgesamt mehr als 7000 gesammelt. Die große Zahl der Unterschriften zeigt uns, daß wir vielen Wahlberechtigten aus der Seele sprechen“, betonte Parteichef Prof. Dr. Bernd Lucke. Die administrativen Hürden seien damit alle übersprungen worden. In Bayern hatte die Partei aufgrund eines Formfehlers bei der Aufstellung der Landesliste nur knapp drei Wochen Zeit für die Sammlung.

Kritik an aktueller Energiepolitik 

Zudem tritt die Partei mit 153 Direktkandidaten zur Bundeswahl an. Insgesamt gibt es 299 Wahlkreise. Auf der Pressekonferenz stellte die AfD auch drei Thesenpapiere zur Gesundheits,- Energie,- und Verteidigungspolitik vor. Darin geht die Partei hart mit der Bundeswehrreform (Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht) ins Gericht und spricht sich für eine grundlegende Überarbeitung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetzes) aus.

Die derzeitige Bevorzugung und Bezuschußung von Sonnenenergie bzw. Photovoltaik-Anlagen und Windenergie belaste besonders die ärmeren Bürger, kritisierte Prof. Lucke. Zwar müßten alternative Energieformen weiter erforscht und verbessert werden, dennoch sollte es einen stärkeren Wettbewerb auf dem Strommarkt geben.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Juden trauern heute um die Zerstörung ihres Tempels

Heute begehen Juden in aller Welt den Tischa beAv, den neunten Tag des Monats Av. Er ist ein Tag des Fastens und Trauerns, an dem der Zerstörung des Jerusalemer Tempels gedacht wird.

Nach rabbinischer Überlieferung (Mischna, Ta`anit 4,6) wurden an diesem Tag sowohl der erste als auch der zweite Tempel sowie die Festung Beitar während des Bar-Kochba-Aufstandes zerstört. IMG_0753

Der Tischa beAv ist neben Jom Kippur der einzige öffentliche Fastentag. Er dauert 25 Stunden: von Sonnenuntergang am Vorabend bis zum Erscheinen der Sterne am nächsten Tag. In den Synagogen wird heute vor allem das Buch „Klagelieder“ gelesen. Tausende Juden beten vor der Klagemauer in Jerusalem.  

Eine zum heutigen Gedenktag veröffentlichte repräsentative Umfrage ergab, dass zwei Drittel der Israelis die Klagemauer als die heiligste Stätte des Judentums ansehen.

Quelle: http://www.israelheute.com


BUCH-Tip zum Naturrecht: „Ins Herz geschrieben“ von Prof. Wolfgang Waldstein

Rezension von Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe

Buch-Daten: Waldstein, Wolfgang: Ins Herz geschrieben / Das Naturrecht als Fundament einer menschlichen Gesellschaft, Augsburg (Sankt- Ulrich-Verlag) 2010, 173 Seiten; 19,90 €  –    ISBN 978-3-86744-137-7.

„Wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist“, so zeigen sie damit, „dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist“, erklärt der heilige Apostel Paulus (Röm 2, 14-15). afc127c26a

Tatsächlich gab es zu allen Zeiten und in allen Kulturen „Heiden“, die bestimmte „christliche“ Gebote  –  etwa das Gebot, nicht zu töten bzw. das daraus resultierende Recht auf Leben  –  nicht nur fraglos befolgt, sondern auch als ebenso zeitlos wie universal gültige Normen erkannt und eingefordert haben.

Selbst religiös indifferente Organisationen und Institutionen wie die Vereinten Nationen oder die Europäische Union gründen auf der Überzeugung, dass es Rechte gibt, die jedem einzelnen Menschen als solchem zu eigen sind, und dass die daraus resultierenden Normen im Umkehrschluss von jedem einzelnen Menschen als unveräußerlich erkannt werden können und befolgt werden müssen.

Doch wo liegen Ursache und Ursprung dieser so genannten Menschenrechte? Sind sie vielleicht das Produkt einer wie auch immer gearteten Evolution, eines utilitaristisch motivierten gesellschaftlichen Konsenses oder einer demokratischen Mehrheitsentscheidung?

Das Naturrecht beansprucht universale Gültigkeit

Wenn dem so wäre, könnten sie weder universale noch zeitlose Gültigkeit beanspruchen und folglich auch nicht als unveräußerlich deklariert und eingefordert werden. Gerade in einer Zeit, in der die Menschenrechte mehr denn je gefährdet sind  –  man denke etwa an ihre Infragestellung durch kommunistische oder radikal islamische Regime wie in China oder im Iran  –  ist es unerlässlich, daran zu erinnern, dass ihr Ursprung nirgends anders denn in der Natur des Menschen selbst begründet ist. Rothe_Benedikt_Lit_Vers

Darum können die Existenz und Geltung von Menschenrechten nur dann und insoweit begründet und eingefordert werden, als ihre naturrechtliche Grundlage anerkannt wird: Ohne Naturrecht keine Menschenrechte!

FOTO: Dr. W. Rothe überreicht sein Buch „Liturgische Versöhnung“ an Papst Benedikt

„Nur wenn diese Grundlagen wieder mehr anerkannt und tatsächlich beachtet werden, kann es einen wirksamen Schutz der Menschenrechte geben“ (S. 65), betont Wolfgang Waldstein in seiner jüngsten Monographie, die „eine kompakte Einführung“ in die naturrechtliche Thematik bietet und trotz ihres uneingeschränkt wissenschaftlichen Anspruchs „für ein breites Publikum“ (so der Text im Buchrücken) geeignet ist.

Kompendium der Rechtsphilosophie

Das Buch bildet gleichsam ein Kompendium der zahlreichen einschlägigen Publikationen des Verfassers, der zunächst an der Universität Innsbruck, dann von 1965 bis 1992 an der Universität Salzburg und schließlich bis 1998 an der zivilrechtlichen Fakultät der Päpstlichen Lateranuniversität doziert und sich auf vielfache Weise  –  nicht zuletzt auch als Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben  –  um die Begründung und Wahrung der Menschenrechte, insbesondere des Rechts auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, verdient gemacht hat.

Das Buch gliedert sich in zehn aufeinander aufbauende und zugleich in sich abgeschlossene Kapitel, deren erstaunliche Themenvielfalt und -breite deutlich macht, dass es in der Auseinandersetzung um das Naturrecht nicht um irgendeine juristische bzw. rechtsphilosophische Spitzfindigkeit geht, sondern um nicht weniger als um „die europäische Rechtskultur“ als solche, die ohne die „Wirklichkeit des Naturrechts nicht zu verstehen“ (S. 7) ist.

Dabei hat sich der Verfasser  –  wie er in dem als „Einleitung“ (S. 7-14) konzipierten ersten Kapitel erklärt  –  zum Ziel gesetzt, zunächst „die wichtigsten Argumente gegen das Naturrecht [zu] überprüfen“ (S. 8), sodann „die Grundlagen und die Wirklichkeit des Naturrechts in der historischen Rechtsentwicklung“ aufzuzeigen und schließlich „auf einzelne Menschenrechte ein[zu]gehen, deren wichtigstes das zum Leben ist“ (ebd.).

 „Ungeachtet der naturrechtlichen Wirklichkeit in der historischen Entwicklung haben sich, beginnend mit der Reformation seit dem 16. Jahrhundert über die Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts Theorien entwickelt, mit denen die Existenz eines Naturrechts bestritten wurde.“ (S. 8)

„Gibt es ein Naturrecht?“

In Anbetracht dessen stellt sich der Verfasser im zweiten Kapitel der grundsätzlichen Frage: „Gibt es ein Naturrecht?“ (S. 15-30)  – Die gewichtigsten Einwände gegen eine zustimmende Beantwortung dieser Frage beruhen auf „der Behauptung, Naturrecht könne nur durch einen ‚naturalistischen Fehlschluss’ aus der Natur abgeleitet werden“  –  mit anderen Worten: „aus der Natur als etwas Seiendem könne kein Sollen abgeleitet werden“ (S. 15).

Zwar sei es tatsächlich „eine logische Selbstverständlichkeit, dass man von der physischen Natur nicht auf die Existenz geistiger Gegebenheiten schließen kann“, doch könne aus der physischen Natur „aber auch nicht umgekehrt auf die Nichtexistenz geistiger Gegebenheiten, wie etwa der Gesetze der Logik“ (ebd.) geschlossen werden, hält der Verfasser dem entgegen.

„Nach der Darstellung einiger der wichtigsten Argumente gegen das Naturrecht“ und deren Widerlegung zeigt der Verfasser in den daran anschließenden Kapiteln auf, „welche Wirklichkeit des Naturrechts die Quellen seit der Antike bezeugen“(S. 30), wobei er im kurzen, aber gehaltvollen dritten Kapitel zunächst „Das Naturrecht in Zeugnissen der Antike“  (S. 31-37) vorstellt.

Im Zuge dessen macht er deutlich, dass zu den wesentlichen Grundzügen bereits des vorchristlichen Menschenbildes die Erkenntnis gehört, „dass der Mensch in seinem Handeln an objektive Normen gebunden ist, die für ihn erkennbar sind, und dass der Sinn seines Lebens sich nicht in diesem Leben erschöpft“ (S. 31).

„Römisches Recht und europäische Rechtsentwicklung“ (S. 38-65) ist das umfangreiche vierte Kapitel überschrieben, in dem sich der Verfasser einmal mehr als ausgewiesener Kenner der im Römischen Recht wurzelnden europäischen Rechtstradition erweist.

So ist es ihm ein besonderes Anliegen aufzuzeigen, wie die Erkenntnis und Anwendung des Naturrechts durch die römischen Juristen eine ungebrochene, bis in die Gegenwart hinein reichende Rechtstradition begründet hat:

„Römisches Recht“ auf  naturrechtlicher Basis

„Die römischen Juristen haben das Naturrecht als eine dem Menschen vorgegebene und für diesen mittels seiner Vernunft erkennbare normative Ordnung mit Selbstverständlichkeit als verbindlich erkannt und in konkreten Entscheidungen angewandt. […] Das Ergebnis dieser Arbeit wurde im Jahre 533 n. Chr. vom oströmischen Kaiser Justinian […] in dem als Digesten bezeichneten Werk als eines seiner Gesetzbücher veröffentlicht.

Die Wiederentdeckung dieses Werkes im Mittelalter und dessen Studium an der ursprünglichen Schule der artes in Bologna ließ zunächst aus dieser Schule die erste Universität Europas entstehen. Sie hat dann die gesamte weitere Entwicklung der europäischen Rechtskultur geprägt. Im 18. und 19. Jahrhundert sind auf dieser Grundlage die ‚Naturrechtsgesetzbücher’ entstanden, das preußische Allgemeine Landrecht von 1794 (AL), der französische Code civil von 1804 und das österreichische Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch von 1811 (ABGB).“ (S. 53)

Vor allem aber gilt es daran zu erinnern, dass das Naturrecht „auch die Grundlage der modernen Menschenrechte“ (S. 62) bildet.

In den nun folgenden Kapiteln thematisiert der Verfasser einige der wichtigsten Naturrechte im Einzelnen, so vor allem im fünften Kapitel „Das Menschenrecht zum Leben“ (S. 66-104), das er zu Recht als „das grundlegendste aller Menschenrechte“ ( S. 77) bezeichnet.

Insofern dieses Recht durch eine weitgehende Legalisierung von Abtreibung und (so genannter) Sterbehilfe „nicht mehr uneingeschränkt geachtet wird“, haben die betreffenden Staaten nach Meinung des Verfassers „die Grundlage ihrer Legitimität längst verloren“ (S. 104).

Während es im sechsten Kapitel um das „Naturrecht als Grundlage der Ehe“ (S. 105-115) geht, steht „Das Erziehungsrecht der Eltern“ (S. 116-121) im Mittelpunkt des siebten Kapitels; Ausführungen „Zur Bedeutung des Naturrechts für das Recht auf Eigentum“ (S. 122-130) schließen sich im achten Kapitel an, die im knappen neunten Kapitel im Hinblick auf die „Naturrechtliche[n] Grundlagen des Vertragsrechts“ (S. 131-133) fortgeführt und ergänzt werden.

Aus dem Naturrecht folgt Gerechtigkeit

Von bemerkenswerter Aktualität ist die Thematik des zehnten, überschriebenen Kapitels, in dem der Verfasser aufzeigt, dass es „nur auf der Grundlage des Naturrechts […] Gerechtigkeit geben“ kann: „Wenn seit jeher […] Gerechtigkeit darin gesehen wird, dass ‚jedem das Seine’ zuteil wird, so kann das, was ‚jedem das Seine’ ist, nur auf der Grundlage des Naturrechts erkannt werden.“

Einer besonderen Würdigung unterzieht der Verfasser in diesem Zusammenhang dem monumentalen Werk des österreichischen Sozialethikers Johannes Messner (+ 1984), das nach wie vor einer angemessenen wissenschaftlichen Erschließung zumal unter rechtswissenschaftlichem und kanonistischem Aspekt harrt.

Im „Ergebnis“ (S.157-160) titulierten Schlusskapitel schreibt der Verfasser unter Verweis auf die Präambel der europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten:

„Die Bildung des Rechtsbewusstseins ist […] eine der wichtigsten Aufgaben, um eine europäische Wertegemeinschaft auf der Grundlage des ‚gemeinsamen Erbes an geistigen Gütern’ wiederherstellen zu können. Anders kann eine menschenwürdige Zukunft der Menschheit nicht gesichert werden“

Mit seinen ebenso kompakten wie informativen Ausführungen über das Naturrecht als dem einem jeden Menschen ins Herz geschriebene Gesetz ist es dem Verfasser gelungen, einen beeindruckenden Beitrag zur Bewältigung dieser ebenso drängenden wie gewaltigen Aufgabe zu leisten.

Unser Autor Dr. Dr. Wolfgang Rothe ist katholischer Priester, Pfarrvikar in München und promovierter Kirchenrechtler

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in „Theologisches“ (3-4/2010)


Das Muttersein – die spannendeste und verantwortlichste Aufgabe der Welt – wird entwertet

Von Almut Rosebrock

Die Hatz um Erfüllung des Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab einem Jahr ist in vollem Gange.

Zur Erinnerung: Einjährige Kinder essen gerade anfänglich mit dem Löffel, beginnen langsam die ersten Schritte (mit ständigem „Training“, Fallen und Wiederaufstehen), machen noch bis 2,5 oder 3 Jahre in die Windel  –  und das „Sprechen“ beginnt mit ca. 2 Jahren mit ersten Worten, bei dem einen Kind früher, beim anderen später.  

Almut Rosebrock

Almut Rosebrock

Gerade ist eine Studie herausgekommen, dass gestillte Kinder bessere Aussichten für die Zukunft hätten (die Fragestellung der Studie ist auch zu hinterfragen). Stillen kann nur die Mutter des jeweiligen Kindes, die es 9 Monate in ihrem Leib getragen und es als Frucht (und Krönung?) der Liebe zu einem Mann unter Schmerzen geboren hat. Sie ist von der Natur mit allem ausgerüstet, um für ein unbeschadetes Großwerden ihres Nachwuchses zu sorgen  –  es hat zehntausende von Jahren funktioniert.

Wirtschaft und Politik brauchen Geld  –  und Geld entsteht durch Produktion. Kinder sind zunächst eine riesige Investition in die Zukunft  –  und sie sind die Zukunft.

Kinder sollen rationell „verwahrt“ und „gebildet“ werden, während die Mütter „wichtigere Dinge“ tun  –  Erwerbsarbeit! (Wenn es denn Arbeitsplätze gäbe.) Dafür redet man ihnen ein, sie seien nicht (mehr) gut genug, ihre Kleinstkinder selbst zu betreuen, zu erziehen und zu „bilden“. Dafür brauche es Professionelle – die Mutter sei entbehrlich.

Ein Kind ist ein komplexes Wesen

Dass ein Kind in seinen Entwicklungsgängen ein äußerst komplexes Wesen ist, das sich sehr stark am (liebevollen) Gegenüber spiegelt, Nähe braucht, Liebe, Ermutigung, Trost, Geborgenheit, Einzigartigkeit im Sein auf dieser Erde, Spaß am Miteinander und Aufeinander-Eingehen erfahren darf  –  und das in einem sehr überschaubaren persönlichen Rahmen  –  wird in dieser „modernen Zeit“, die „perfektionieren“ will und andere Ziele hat, zurückgedrängt.

Die spannendste und verantwortlichste Aufgabe der Welt, nämlich eigenverantwortlich und aufmerksam für seine Kinder da zu sein, wird von den „Emanzipatoren“ permanent entwertet. Abtreibung ist das „Gebot der Stunde“, Kinder nur „nach Plan“ – und natürlich locker neben der „Karriere“.

Nur: Der Mensch nach „Wirtschaftsplan“ verliert seine Menschlichkeit! Er/sie muss seine Seele „abgeben“, um zu funktionieren. Geld regiert die Welt  –  und das Handeln der Menschen.

Man könnte auch Mütter (aus)bilden zum verantwortlichen Miteinander mit den Kleinsten der Gesellschaft. Aktuell redet man ihnen ihren Schutzinstinkt für die Kleinen aus  –  und lässt sie ohne Geld und Anerkennung stehen.

Nestwärme ist unverzichtbar!

Was braucht der Mensch, um dauerhaft gesund, kreativ, leistungsfähig, motiviert und stressresistent zu sein bzw. zu werden?  – Um die Tiefschläge und Probleme, die das Leben garantiert in Massen bringen wird, verarbeiten und letztlich in etwas Positives umwandeln zu können (hoffentlich)? –  Wie bekommt ein Mensch Wurzeln  –  und Persönlichkeit?

Mutterliebe und Nestwärme sind unverzichtbar! Die Hetze der heutigen Zeit ist nicht gut für das Leben – auch nicht für das der Frauen.

Mütter, Eltern, habt Mut zur Lücke, wenn das Herz es Euch sagt! –  Lasst Euch nicht drängen  –  das Leben ist noch so lang.

Aktuell kämpfen Eltern, anstatt sich an ihren Kindern zu freuen, darum, einen Betreuungsplatz zu ergattern. Die Wirtschaft wird immer weniger eine „Kinderpause“ akzeptieren, da es so am „bequemsten“ ist. Früher waren die 3 Jahre Elternzeit ein guter Berufseinstieg für Neuanfänger. Jetzt zählt die „durchgängige Erwerbskarriere“, bis die Firma zusammenbricht  –  oder die Gesundheit. Dann ist ein Mitarbeiter schnell ersetzt.

Kinder brauchen die Solidarität der Eltern

Was ist wirklich wichtig im Leben?  – Es ist mit Geld nicht zu bezahlen. Immer das neueste Handy und modernstes Spielzeug machen Kinder nicht glücklich, wenn die Eltern fehlen. Wenn das Miteinander sich auf das Nötigste beschränkt.

Zu schnell zerbricht es darüber auch  –  und damit die Solidarität von Mutter und Vater. Gesetzlich gefördert, muss das nun allein erziehende Elternteil ganz schnell alleine klarkommen. (Die Angst vor dieser Eventualität treibt die heutigen Mütter früh in den Beruf zurück.) Für das Wahrnehmen und Stillen der tiefen menschlichen Wunden ist keine Zeit und Kraft  –  alles muss ja weitergehen.

Die Sehnsucht bleibt

Sehnsuchtstiller: Schnelle „Liebe“, auch ohne Verbindlichkeit (die ja nicht gelernt und vorgelebt wurde), Konsum („Kaufrausch“ – Folge Verschuldung), Alkohol, Drogen, um die Gefühle der Haltlosigkeit aushalten bzw. unterdrücken zu können, Gewalthandeln („Macht“).

Ein haltloses und liebloses Aufwachsen bleibt nicht ohne Folgen – die das ganze Leben lang anhalten!

Bindungsfähigkeit ist nicht einfach „erlernbar“, sie beruht auf ganz früher Prägung. Erfahrung der Verlässlichkeit, der Liebe, des Angenommenseins, der freien Entfaltung und des selbstbestimmten Hineintastens in diese Welt.

Bindungsstörungen werden in die Gesellschaft getragen  – u.a. durch ständig zerbrechende und wechselnde (unreife) „Beziehungen“, sexuelle „Experimente“ (ggf. mit gesundheitlichen Folgen!), schwer zu bewältigende Aggressivität, übermäßiges „Machtstreben“, Suchtverhalten.  –   Die Gesellschaft muss wiederum für die Folgen aufkommen!

Jahr für Jahr werden mehr Kinder aus den Familien genommen und in Heimen oder Pflegefamilien (kostspielig) versorgt. Warum schaffen es Eltern nicht (mehr), selbst für ihre Kinder da zu sein?

Sind die „Werte“ dieser Gesellschaft richtig und „zukunftstragend“? Jeder und Jede ist verantwortlich, selbst zu denken – und auch zu hinterfragen  –  und   s e i n  Leben zu gestalten!

Almut Rosebrock, Apothekerin und Mutter,
Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de

Ägypten: Prälat Schroedel sieht für Christen Grund zur Hoffnung

Die Machtübernahme des Militärs in Ägypten gibt den Christen Grund zur Hoffnung. Das sagte der in Kairo ansässige Priester Joachim Schroedel bei einem Gesprächsabend der Seelsorgeeinheit Hohenfels im Landkreis Konstanz.

Der deutsche Monsignore wirkt seit achtzehn Jahren als Seelsorger der deutschsprachigen Katholiken in Ägypten und anderen Ländern der Region. Auf Einladung von Pfarrer Claus Michelbach, der rege Beziehungen nach Ägypten pflegt, stellte sich Monsignore Schroedel am vergangenen Samstag in Liggersdorf den Fragen des Journalisten Michael Ragg zur aktuellen Situation Ägyptens nach der Absetzung des Präsidenten Mursi. Ägypten-Abend in Hohenfels 1

Die Aussage von Außenminister Westerwelle, Mursis Sturz sei ein „Rückschlag für die Demokratie“, entspreche einem „statischen Demokratieverständnis“, sagte Schroedel. Lege man ein „dynamisches“ Verständnis zugrunde, könne man dieses Urteil nicht teilen.

FOTO: von links: Michael Ragg, Prälat Schroedel, Pfarrer Claus Michelbach

Mursi und die Muslimbrüder hätten schon lange die Unterstützung der großen Mehrheit der Ägypter verloren. Es sei ihnen nicht gelungen, den Menschen Sicherheit zu geben und die Versorgung mit elementaren Gütern zu organisieren. Für viele, auch für fromme Muslime, habe sich nun gezeigt, dass der Islam eben nicht „die Lösung“ für alle Probleme sei.

Ägyptens Christen, die mindestens zehn Prozent der Bevölkerung stellen, seien seit der Eroberung durch Muslime im siebten Jahrhundert Bürger zweiter Klasse. Die weitaus größte christliche Gemeinschaft dort, die koptische Kirche, werde nicht ohne Grund „Kirche der Märtyrer“ genannt. Unter Mursi habe sich ihre Lage noch weiter verschlechtert. 

Schroedel appellierte eindringlich an die Christen in Deutschland, das Glaubensleben ernster zu nehmen, und den Muslimen zu signalisieren, dass auch der Westen nicht gottlos sei. Gerade Deutschland als Land der Kultur und Bildung habe in Ägypten einen guten Ruf. Was hier geschieht, werde jenseits des Mittelmeeres aufmerksam beobachtet.

Die sachkundigen Fragen der Hohenfelser Katholiken im Anschluss an das Podiumsgespräch zeigten, wie sehr die Pfarreien hier ihre weltkirchliche Verbundenheit pflegen und ihre Solidarität mit bedrängten Glaubensgeschwistern in anderen Weltgegenden ernst nehmen.

Quelle: Raggs Domspatz


Unser BUCH-Tip: „Ich warne vor Goethe“ von Max Lackmann

Von Uwe C. Lay

Dem Humanismus wird man wohl erst gerecht, wenn man diese Aussage, daß der Mensch noch nicht „ist“, sondern erst noch zu „werden“ hat, begreift.

Die alte metaphysische Frage nach den Übeln der Welt, warum sie so arg ist, wie sie ist, erfährt so eine radikal humanistische Wendung: weil der Mensch noch nicht Mensch ist.   –  Aber wie kann der Mensch Mensch werden?

Das sei die Kontroverse gewesen zwischen dem Dichterfürsten Goethe und seinem Freund und Kritiker Lavater. 50236_m

Dieser Auseinandersetzung widmet Max Lackmann seine Studie: „Ich warne vor Goethe“.

Ein hundertjährig wütender Religionskrieg in Europa, die Schrecken der Französischen Revolution mit ihrer Guillotine bilden den Hintergrund dieses Konfliktes. Es ist der Konflikt zwischen dem goethischen Humanismus, dem Jesus gerade als wahrer Mensch das Vorbild gelebter Humanität ist  –   und einem christologisch fundierten Humanismus, dessen Vertreter Lavater ist.

Lackmann führt in diese historische Kontroverse ein als ein an Karl Barth geschulter, protestantischer Christozentriker, dem es aber darum geht, die Aktualität dieser Grundsatzfrage humanistischen Denkens aufzuzeigen.

Die Frage der Humamität des Menschen und der Möglichkeit einer Humanisierung der Welt steht und fällt nach Lackmann mit der Frage: christologischer oder säkularer Humamismus?

Und in dem Dichterfürsten Goethe den Anfang der Fehlentwicklung eines nur menschlichen Humanismus zu entdecken, ist das genuine Anliegen dieses Buch. Sehr gewagt wird dabei eine Linie von Goethe bis zu Adolf Hitler ausgezogen  –  eine sehr provokante These, die es aber lohnt, bedacht zu werden.

Unser Autor Uwe C. Lay war evangelisch-reformierter Vikar, konvertierte und ist katholischer Theologe und Publizist

Dieses fundierte Buch kann zum Sonderpreis und im Inland portofrei für nur 5 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de, Tel. 0251-616768

Ergänzendes Info zu diesem Buch aus der Verlags-Beschreibung:

Der 33-jährige Lavater besucht in Frankfurt den 25-jährigen Goethe. Lavater erkennt in Goethe den grössten Genius seiner Zeit. Goethe bewundert in Lavater das Spiegelbild eines geordneten, göttlichen Kosmos, ein Christsein, das nicht verklemmt, sondern befreit.

Die Freundschaft bleibt nicht an der Oberfläche, sie wird zu einem zähen, faszinierenden Ringen um Christus. Der Autor des Buches  –  ein in Europa und in den USA durch zahlreiche Bücher bekannter evangelischer Theologe, inoffzizieller Beobachter am Zweiten Vatikanischen Konzil  –  beschreibt in diesem Buch den Verlauf und die Hintergründe dieses Kampfes.

Lavater kam nach Jahren harten Ringens zum Schluss, der ‚allgemeine Glaube‘ Goethes müsse folgerichtig zum Anti-Christentum und Atheismus führen. Die hier vorgelegten Belege sind unzweideutig.

Lackmann, als Gegner des antichristlichen Nationalsozialismus bereits zur Studienzeit von deutschen Universitäten ausgeschlossen, seinen Schweizer Lehrern Karl Barth und Eduard Thurneysen den Abschluss des Studiums an der Universität Basel verdankend, wegen seiner Verkündigung ins KZ Dachau verbannt, ist gewohnt, eine deutliche, die Dinge beim Namen nennende Sprache zu sprechen.


Kinderbuch-Autor übt scharfe Kritik am feministischen Genderwahn

„Statt Rose für die Liebste: Rechtsanspruch auf Plastikblume“

Der Kinderbuchautor Bernhard Lassahn hat scharfe Kritik an den Auswüchsen des Feminismus geübt. Aus diesem sei ein mächtiger Staatsfeminismus geworden, der die Züge einer Despotie angenommen habe und eine totale Überwachung anstrebe, schrieb Lassahn in einem Beitrag für das Politmagazin FOCUS.

Der Staat wache argwöhnisch darüber, daß es keine Ungleichheit mehr zwischen den Geschlechtern gebe: „Aus der Gleichberechtigung vor dem Gesetz wurde eine Gleichstellung vor der Statistik, aus der Rose für die Liebste der Rechtsanspruch einer jeden Frau auf eine Plastikblume.“  pc_pi

Empört zeigte sich der Autor von „Käpt´n Blaubär“ auch von der Entscheidung der Universität Leipzig, künftig für alle Studenten und Dozenten nur noch weibliche Bezeichnungen zu verwenden.

„Wenn an der Uni Leipzig ein Professor als ‘Professorin’ bezeichnet wird, ist das keine Gerechtigkeit. Es ist ein Zivilisationsbruch. Sprache wird nicht mehr zur Abbildung der Wirklichkeit genutzt, sondern als Therapie zur Demütigung der Männer im Allgemeinen“, monierte der Schriftseller.

Die Vertreibung der männlichen Form, offenbare einen weit fortgeschrittenen Männerhaß. Wer eine grammatisch männliche Form nicht mehr akzeptieren könne, wolle in Wirklichkeit den natürlichen Mann nicht mehr. „Wenn das die berühmte weibliche Zukunft sein soll, dann wird das eine Zukunft in Einsamkeit und Armut werden. Ohne Kinder und Enkel. Ohne den Gewinn, den Treue und eine Liebe auf Gegenseitigkeit ermöglicht hätten“, warnte Lassahn.

Buchtip: Bernhard Lassahn: Der Krieg gegen die Zukunft. Frau ohne Welt. Bd. 3.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“