Grüne und Kindersex: Dokumentation der CDU Hessen wird totgeschwiegen oder abgewertet

Mathias von Gersdorff

Vergangene Woche veröffentlichte die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag eine Broschüre mit dem Titel „Das unangebrachte Schweigen der Grünen“. Die Dokumentation analysiert, wie diese Partei in den 1980er Jahren Pädosexualität nicht nur toleriert, sondern auch begünstigt und unterstützt hat:

„Bereits unmittelbar nach ihrer Konstituierung als Partei im Jahre 1980 wurden pädophile Bewegungen und Gruppierungen von den Grünen nicht nur toleriert, sondern ihre Anliegen auch entsprechend gefördert“, so die ersten Sätze.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Das Echo auf das Erscheinen der Broschüre war verblüffend gering. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmete ihr eine Kurzmeldung, die Frankfurter Rundschau einen mittellangen Artikel im Regionalteil. Auch im Internet hielten sich die Reaktionen ziemlich in Grenzen.

Die in der Broschüre enthaltenen Informationen sind tatsächlich nicht ganz neu.

Doch die Tatsache, daß die CDU  –  immerhin die größte Partei in Deutschland  –  eine raschere und vor allem entschlossenere Aufklärung verlangt, ist durchaus eine wichtige Nachricht.

Die Broschüre der CDU-Fraktion fordert sehr deutlich: „Die Grünen bleiben daher aufgefordert, durch eine objektive und unverzügliche Aufklärung ihre fortwährende Bagatellisierung früherer pädophiler Umtriebe in den eigenen Reihen zu beenden und durch eine Trennung von den Pädophilie-Befürwortern ein klares Zeichen gegen Kindesmißbrauch zu setzen.“

Grünen und Kirche unterschiedlich behandelt

Wie wäre wohl die Reaktion gewesen, wenn es um pädosexuelle Handlungen katholischer Geistlicher gegangen wäre?

Man braucht kaum daran zu erinnern, daß viele Medien eine hysterische Kampagne gegen die Kirche losgetreten haben für Vorfälle, die Jahrzehnte zurücklagen. Die katholische Kirche ließ keinen Zweifel daran, daß diese Vorfälle kriminell sind und auch der katholischen Lehre widersprechen. Laut biblischer und kirchlicher Verkündigung werden unbußfertige Kinderschänder mit ewiger Verdammnis in der Hölle bestraft.

Im Falle der Grünen ging es jedoch um eine inhaltliche Rechtfertigung und um strafrechtliche Freiräume für Pädosexuelle. Der Natur der Sache nach ist das viel schwerwiegender als das, was in katholischen Einrichtung geschehen ist, weil man die Untaten an sich rechtfertigt und für moralisch zulässig empfindet.

Linkspresse wertet Aufklärungs-Broschüre ab

Grüne und SPD spüren wohl, daß man sie nicht „in die Pfanne hauen wird“, wie man das damals mit der katholischen Kirche getan hat.

Die Frankfurter Rundschau berichtet: „Der schmutzige Wahlkampf 2013 à la Hessen-CDU hat begonnen“, sagt der (grüne) parlamentarische Geschäftsführer Mathias Wagner. „Wie immer, wenn es für die Hessen-CDU in Wahlkämpfen eng wird, schreckt sie vor nichts mehr zurück.“

Günter Rudolph (SPD) sucht vergebens nach dem Neuigkeitswert und kommt zu dem Schluß: „Da hat jemand fleißig Zeitungen und Zeitschriften gelesen und eine Zusammenstellung gemacht. Weitere Erkenntnisse sind nicht darin enthalten.“

Für die linksorientierte Frankfurter Rundschau ist die Veröffentlichung allein ein Wahlkampfmanöver. Das mag sein.

Dennoch würde man normalerweise erwarten, daß das Thema allgemein und speziell die Veröffentlichung einer entsprechenden Broschüre Munition für viele liefern, die entweder eine Liberalisierung der Pädophilie verhindern oder gegen die Grünen polemisieren wollen.

Schließlich sind auch die Grünen nicht gerade zurückhaltend, wenn sie jemanden fertig machen wollen, man denke bloß an die Kampagne gegen Bundestagspräsident Philipp Jenninger.

Wenn der Grund für diese Zurückhaltung das Geflecht politischer Interesse ist, so wäre das äußerst besorgniserregend. Wenn es aus politischer Taktik unvorteilhaft ist, sich mit Gruppen oder Personen, die eng mit Pädosexuellen verquickt waren, anzulegen, so wären die Vorbereitungen für eine Liberalisierung schon sehr vorangeschritten.

Wer sind die „Freunde der Grünen“?

Wer die Geschichte der Christenheit studiert hat, weiß, daß moralische Dekadenz und Christenverfolgung dann geschahen, wenn daraus auch politischer Nutzen geschlagen werden konnte. In der Bibel wimmelt es von solchen Beispielen: Herodes ließ die Neugeborenen Bethlehems töten, weil er als König Konkurrenz durch einen Messias fürchtete.

Das entscheidende Argument für die Kreuzigung Christi seitens Pilatus war die Drohung, er würde ansonsten die Freundschaft des Kaisers verlieren. Die „Freundschaft des Kaisers“ war ein Ehrentitel für Beamte, dessen Entzug die Entlassung bedeutete. Dieser folgte aber eine Flut von Beschuldigungen und Denunziationen, die dem abgesetzten Beamten nur einen Ausweg offenließen: den Selbstmord (Suetons, Augustus 66, in: Gerhard Kroll: Auf den Spuren Jesu)

Unsere Aufgabe ist nun, genau zu beobachten, wer die „Freunde der Grünen“ sind, die den politischen Selbstmord fürchten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholische Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Wochenzeitung http://www.jungefreiheit.de


4 Kommentare on “Grüne und Kindersex: Dokumentation der CDU Hessen wird totgeschwiegen oder abgewertet”

  1. Manfred Blank sagt:

    auf welchen anerkannten Forschungsberichten beruht die Studie der CDU? Oder ist es nur ein wahlkampftaktisch zusammrngschludertes Machwerk?

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    • Guten Tag,
      lesen Sie doch diese quellensicher belegte Studie, statt nur Vorurteile auszubreiten, dann werden Sie schon sehen, daß sie gut dokumentiert ist.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Manfred Blank sagt:

        Inwiefern ist die Studie „quellensicher“? Weil sie von der CDU stammt?
        Bevor ich so etwas lese, bin ich gerne darüber informiert, welche Quellen benutzt wurden, alleine wegen der Seriosität……..

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      • Guten Tag,
        was soll diese dümmliche Frage: „Weil sie von der CDU stammt?“ – In der Dokumentation werden Behauptungen und Zitate genau belegt. Warum verdächtigen Sie die Dokumentation als „zusammengeschludertes Machwerk“ und stellen von vornherein die Seriösität infrage, obwohl sie noch keine Zeile gelesen haben? Deutlicher kann man Vorurteile kaum demonstrieren!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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