Glaubensstarker Prälat Hermann Scheipers wird heute 100 Jahre alt

Der letzte überlebende Priester aus dem KZ Dachau

Das Erzbistum München und Freising berichtet derzeit über Prälat Hermann Scheipers. Dieser tapfere Mann ist der letzte noch lebende Geistliche, der im KZ Dachau im Priesterblock inhaftiert war.

Wie viele seiner Amtskollegen wurde er wegen „Widerstands“ gegen das NS-Regime verhaftet und überlebte die Zeit im Konzentrationslager, weil er während eines sog. Todesmarsches fliehen konnte.

Nach dem 2. Weltkrieg wirkte er als Priester im Bistum Dresden Meißen – und eckte dort ein weiteres Mal an, denn die sozialistischen Machthaber der „DDR“ hatten mit glaubensfesten Christen ebenfalls nichts am Hut.

Prälat Scheipers nahm in der roten Diktatur ebenso kein Blatt vor den Mund wie zuvor in der braunen; er warnte vor allen totalitären Ideologien, die Gottes Gebote und die Menschenrechte mit Füßen treten.

Prälat Hermann Scheipers wird am heutigen 24. Juli 2013 genau 100 Jahre alt.

Wir gratulieren diesem mutigen Mann herzlich und wünschen ihm weiterhin gute Gesundheit und Gottes reichen Segen!

Wir danken ihm für sein mannhaftes Zeugnis und lernen daraus, daß ein starker Glaube das einzige Licht in dunklen Zeiten ist.

Ausführliche Würdigung auf der Presseseite des Erzbistums München.

Quelle: http://www.beiboot-petri.blogspot.de

WEITERER aktueller ARTIKEL zu Pfr. Scheipers: http://www.vaticanista.info/2013/07/25/ehemaliger-kz-insasse-pralat-scheipers-feierte-100-geburtstag/

Foto: CDU in Ochtrup


Jugendverband der Linkspartei erhält Staatsknete wegen Verwaltungsgerichtsurteil

„Solid“, der Jugendverband der Linkspartei, erhält künftig öffentliche Fördergelder vom Bundesfamilienministerium. Wie das Neue Deutschland berichtet, einigten sich die Nachwuchsorganisation der Linkspartei und das Ministerium auf einen Vergleich.

Danach erhält solid vom Bund bis zum 30. August dieses Jahres 160.000 Euro. Diese Mittel dürfen nur zum Zweck der politischen Jugendarbeit verwendet werden. Im Gegenzug verzichtet solid auf sämtliche Anträge auf öffentliche Gelder seit 2006.

Über Anträge ab dem Haushaltsjahr 2014 wird das Ministerium auf der gleichen Rechtsgrundlage entscheiden wie bei Anträgen von Nachwuchsorganisationen anderer Parteien.

Bislang hatte die Bundesregierung solid Fördergelder verweigert, weil der Verband wegen seiner linksextremistischen Ausrichtung vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Dagegen hatte sich die Linksjugend juristische gewehrt.

2009 entschied das Berliner Verwaltungsgericht, die grundsätzliche Verweigerung von Fördergeldern an solid sei rechtswidrig, weil die konkreten Projekte, für die solid Gelder beantragt hatte, nicht einzeln bewertet wurden. Das Familienministerium müsse die Anträge daher neu prüfen.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Ägypten sperrt Hamas-Schmuggeltunnel

Die Palästinenser im Gazastreifen müssen derzeit auf die vielen Waren verzichten, die üblicherweise durch Tunnel aus Ägypten eingeschmuggelt werden – bis hin zu Geländewagen. Ägyptische Soldaten haben einen Großteil der Tunnel gesprengt oder blockiert.

Ursprünglich hatten die Hamas-Islamisten in Gaza gehofft, Ägypten werde seine Blockade der Tunnel beenden. Nun ist genau das Gegenteil eingetreten. Die Ägypter wollen verhindern, dass Terroristen aus dem Gazastreifen durch die Tunnel auf die Sinai-Halbinsel gelangen und dort Anschläge gegen ägyptische Militäreinheiten verüben. Die Hamas-Terroristen sympathisieren mit der ägyptischen Muslim-Bruderschaft.

Quelle: http://www.israelheute.de


Christen twittern positiver als Atheisten

US-Studie untersuchte zwei Millionen Tweets

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, daß die Einträge von Christen bei Twitter insgesamt deutlich positiver ausfallen als jene von Atheisten. Die Studie untersuchte dazu das Twitter-Verhalten beider Gruppen und analysierte fast zwei Millionen Einträge (Tweets).

Forscher der University of Illinois haben die Tweets von 16.000 Followern untersucht, die prominenten christlichen oder atheistischen Persönlichkeiten auf Twitter folgen. 0022

Sie analysierten den emotionalen Inhalt der Beiträge, die Wortwahl, die Häufigkeit der Wörter und inwiefern diese einen analytischen Ansatz hatten. Dabei bestand ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Wörtern mit sozialer Interaktion und Wörtern, die positive Emotionen vermitteln.

Die Psychologie-Professorin Jesse Preston leitete die Studie mit den beiden Wissenschaftlern Ryan Ritter und Ivan Hernandez.  – Ritter schreibt dazu in der Studie: „Wenn religiöse Menschen wirklich glücklicher sind als nichtreligiöse Menschen, können uns bei der Analyse die Unterschiede im sozialen Rückhalt und im Denkmuster der entsprechenden Personen helfen.“  –  Prof. Preston ergänzt: „Atheisten haben eine analytischere Denkweise in ihren Beiträgen, was die Menschen im Extremfall auch unglücklicher machen kann.“

Sozialer Kitt stärker

Christliche Nutzer veröffentlichten auch mehr über ihre sozialen Bindungen in dem sozialen Netzwerk: „Allein die Tatsache, dass man Mitglied in einer religiösen Gruppe ist, verbindet Menschen miteinander. Es könnte dieser soziale Kitt sein, der die Menschen glücklicher macht“, vermutet Frau Prof. Preston.

Die aktuellen Ergebnisse deckten sich mit früheren Studien, die einen positiven Zusammenhang zwischen gläubigen Menschen und ihrer persönlichen Zufriedenheit feststellten. „Das Gute an Twitter ist, dass die Menschen über ihre Erlebnisse berichten, egal ob es ihnen gut oder schlecht geht. Für uns als Forscher bedeutet dies, dass wir gar nicht fragen müssen, wie sich die Menschen fühlen, weil sie es uns sowieso erzählen“, erklärt die Expertin.

Quelle: Medienmagazin PRO / http://www.jesus.ch/n.php?nid=240323


Ein Dankeschön an den (all)gemeinen Kirchensteuerzahler

Artikel aus der katholischen Webseite „Demut jetzt“:

Sonntagsgehende Katholiken wie ich blicken ja gerne auf sie herab, diese seltsamen Wesen, die an Ostern und Weihnachten die üblicherweise mittelmäßig besetzten Kirchenbänke voll machen, sonst aber nie gesehen werden.

Jene Geschöpfe, deren Christsein zweimal im Jahr, sowie an Taufen, Firmungen, Hochzeiten und bei Beerdigungen durchbricht, die ansonsten mit Kirche aber wenig zu tun haben. Wenig deswegen, weil es durchaus noch etwas gibt, was sie mit der Kirche verbindet: Die Kirchensteuer. Lilienherz-DSC_0060-2

Ein absonderliches Reptil aus vorvergangener Zeit, als der Staat die Kirche als Erziehungsanstalt und Kulturinstitut noch dringend nötig hatte und ihr daher nach dem großen Raub des Jahres 1803 das Recht zusprach, ihren Mitgliedern eine verbindliche Abgabe abzuknöpfen und sich zur Mitte des letzten Jahrhunderts sogar bereit fand, diesen Mitgliedsbeitrag über die Finanzämter einzuziehen.

Es ist die Kirchensteuer, die die Mehrheit der Deutschen immer noch mit der Kirche verbindet, obwohl die meisten von ihnen den Sonntag lieber ausschlafen und Sport treiben, als in der Messe zu knien. Die Kirchensteuer ist in gewisser Weise die Lebensader der deutschen Kirche, die sich durch nichts anderes auszeichnet als dadurch, finanziell gut ausgerüstet zu sein.

Dennoch ist die Kirchensteuer immer wieder Kritik ausgesetzt, weil sie den bequemen Sessel bildet, in dem sich wohldotierten Amts- und Berufskatholiken räkeln und der ihren Missionseifer untergräbt, weil die finanzielle Absicherung nicht von der Lauheit der Kirchenmitglieder bedroht ist.

Es gibt also berechtigte Kritik an der Kirchensteuer. Es gibt auch berechtigte Kritik an den Kirchensteuerkatholiken, die außer diese Abgabe zu leisten kein oder kaum Interesse an der Wahrnehmung ihrer religiösen Pflichten haben. Für einen Katholiken, der sich bemüht, seinen Glauben in sein Leben aktiv zu integrieren, ist so etwas ein Graus.

Deswegen blickt man ja auch so gerne auf sie herab oder spricht ein wenig despektierlich, optimal mit Verwunderung oder Bedauern über sie.

Aber ist das wirklich die angemessene Haltung ihnen gegenüber? Welche Botschaft senden wir diesen Katholiken, die sie ja immer noch sind, mit dieser Einstellung? Wir wollen euch nicht? Oder nur, wenn ihr es anders macht, intensivere Christen seid? Ist das nicht von uns selbst ein bisschen, wie sag ich das nett, großkotzig? Wer kann schon sagen, er sei ein intensiv lebender Christ?

Warum sollte ich zu einem Verein gehen wollen, wo alle auf mich herabschauen. Man kennt das, wenn man zu spät zur Messe kommt oder etwas anders gekleidet ist, wie oft man dann von den anderen Gläubigen mit diesem Blick „Was macht der hier und kann er nicht pünktlich sein, anständig rumlaufen, meine Andacht nicht stören etc.“

Wir sollten auch nicht vergessen, dass diese Katholiken, auch wenn ihr Glaubensleben wohl etwas defizitärer ist als das unsere, mit der Zahlung ihrer Kirchensteuer immer noch viel Gutes tun. Nicht nur dass viele caritative und kulturelle Aspekte in Deutschland ohne die Kirchensteuer nicht möglich wären. Auch der Umstand, dass viele Seelsorger ihr Leben dieser Aufgabe nicht nur als Berufung, sondern auch als geldwertem Beruf und damit  –  potentiell  –  umso intensiver nachgehen können, gehört dazu.

Dazu pumpen die reichen Bistümer Deutschlands jährlich Unsummen in die ärmere Weltkirche. Wer mal die endlose Akten an Dankesschreiben auch nur durchgeblättert hat, die in den Ordinariaten für kirchensteuerfinanzierte Beihilfen in afrikanischen, asiatischen und amerikanischen Bistümern eintreffen, bekommt ein ungefähres Bild von der Größe solcher Unterstützung.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/07/dem-gemeinen-kirchensteuerzahler-ein.html


Straffreiheit für Sex mit Kindern: „Spiegel“-Verkehrtes anno 1970

Pädosexuelle Tendenzen im Gefolge der 68er Revolte

Der „Spiegel“, seit jeher  d a s  „Enthüllungsmagazin“ der Nation, gehört selber mal genauer unter die Lupe genommen.

Wir hier im CF bereits an zwei Beispielen (1980 und 1996) aufgezeigt, hat das linke Hamburger Politblatt jahrzehntelang kriminellen Pädosex verharmlost oder prominente Kinderschänder gar verherrlicht.

Den Startschuß für diese verhängnisvollen Bestrebungen, Kindesmißbrauch legalisieren zu wollen, gab zweifellos die 68er Kulturrevolution und ihre damit verbundene sog. „sexuelle Befreiung“, die teils auch sexuelle Handlungen von Erwachsenen mit Kindern einbezog – oder Sexualität „vor“ Kindern (zB. Intimverkehr der Eltern vor den eigenen Sprößlingen).

Beides (Sex mit und Sex „vor“ Kindern) war und ist rechtswidrig, ja mit Recht strafbar. Doch damals wollte man die „bürgerlichen Regeln“ brechen und das Strafrecht liberalisieren. Tatsächlich wurde auch das Sexualrecht weitgehend „entschärft“, zB. die Pornografie legalisiert.

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Doch damit nicht genug, wollten die besonders revolutionär Gestimmten weitergehen und auch den Pädosexuellen (die im Volksmund als „Kinderschänder“ bezeichnet werden) zu ihrem vermeintlichen Recht verhelfen.

Ein typisches Beispiel dafür, wie diese Tendenzen pseudowissenschaftlich begünstigt wurden, lieferte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in einem Interview vom 24.8.1970 mit den parlamentarischen Staatssekretär Dr. Alfons Bayerl, einem bayerischen SPD-Politiker, der die unter der sozialliberalen Regierung Brand forcierte Liberalisierung des Sexualstrafrechts wesentlich mitgestaltete.

Doch wie sich aus dem Wortwechsel ergibt, positionierte sich der „Spiegel“ hierbei im Sinne der „sexuellen Revolution“ sogar noch deutlich links von Bayerl.

Im Laufe des Gesprächs kommt die Redaktion auch auf eine denkbare Strafrechtsreform beim Mißbrauchs-Paragraphen 176 zu sprechen.

Schon die Sprachregelung der  ersten diesbezüglichen „Spiegel“-Frage läßt tief blicken:
„Gewaltlose sexuelle Handlungen an Kindern sollen auch in Zukunft mit Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren geahndet werden können. Entspricht dieser Strafrahmen moderner wissenschaftlicher Erkenntnis über den Schaden, den diese Kinder tatsächlich erleiden?“

Die Antwort des sozialdemokratischen Politikers:

„Wir haben leider viel zuwenig wissenschaftliche Erkenntnisse, ob überhaupt und welchen Schaden Kinder davontragen. Wenn die Sexologen und andere Wissenschaftler in den nächsten Jahren mehr und bessere empirische Daten liefern, sind wir gern bereit, das Gesetz wieder zu ändern.“

Der „Spiegel“ bleibt weiter am Ball und behauptet munter drauflos:

„Einige Daten liegen ja immerhin schon vor. Wir denken da an den Tübinger Medizinprofessor Reinhard Lempp, der aufgrund einer Untersuchungsreihe an 97 Kindern zu folgender Feststellung gekommen ist:

„Die selbstverständliche Annahme einer seelischen Schädigung der Kinder durch sexuelle Delikte geht in Wirklichkeit auf eine tradierte besondere Tabuierung des Sexuellen überhaupt zurück und auf die bemerkenswerte Überbewertung der Verwerflichkeit sexueller Handlungen außerhalb ehelicher Beziehungen … Allein über solche sexuellen Dinge vor einem Kreis erwachsener Menschen reden zu müssen belastet solche Kinder mehr als die Tat selbst, ja, es belastet die Kinder oft ganz allein.“

Immerhin stellt der Staatssekretär klar, daß jene Studie wohl doch auf dünner Basis beruht: „97 Kinder sind noch nicht sehr viel.“ 

Trotzdem stimmt er grundsätzlich zu: „Aber ich bin derselben Ansicht: Solange unsere Gesellschaft die Sexualität noch so tabuiert, wird das allein schon immer einen Schaden bei den Kindern hervorrufen. Sie werden ja so erzogen, im Elternhaus, in der Schule, in ihrer ganzen Umgebung.“

Demnach entsteht der seelische Schaden bei Kindern weniger durch die Untat selber, sondern angeblich durch die „Tabus“ der Gesellschaft, die solche Verbrechen allerdings zu Recht nicht duldet.

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Nach so viel grünem Licht bohrt der „Spiegel“ unermüdlich weiter:

„Sollte der Gesetzgeber nicht eher darauf hinwirken, diese Tabuierung abzubauen, statt sie gesetzlich zu zementieren“Darauf Bayerl: „Man kann mit dem Gesetz nicht positiv erzieherisch einwirken. Dafür ist das Strafrecht weiß Gott ein untaugliches Mittel. Verhängnisvoll sind für das Kind die vielen Vernehmungen bei Polizei und Gericht. Wie hoch wir den Strafrahmen ansetzen, spielt dabei überhaupt keine Rolle.“

Schaden entsteht nicht durch den Täter, sondern durchs Strafrecht…

Also für das Kind ist in dieser schrägen Logik offenbar nicht das Mißbrauchsverbrechen „verhängnisvoll“, sondern die „Vernehmungen“ im Falle einer Ahnung des Täters.

Für die Spiegel-Redaktion ist hier ein Faß aufgemacht, in dem gerne weiter gerührt wird, denn als nächstes wird der damalige Rechtsschutz für Minderjährige infrage gestellt:

„Im Bewußtsein der Gesellschaft ist aber eine hohe Strafdrohung ein Indiz, daß etwas als ganz besonders verwerflich gilt. Wer sexuelle Handlungen an abhängigen 14- bis 21jährigen vornimmt  –  Lehrer an Schülern etwa, Geistliche an Konfirmanden, Vorgesetzte an Untergebenen – , soll mit Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren bestraft werden. Haben Sie hier Forschungsergebnisse, die eine besondere Schutzbedürftigkeit nahelegen?“

Der Staatssekretär widersteht dem in der Fragestellungen liegenden Trend zunächst einigermaßen:

„Nein, auch nicht. Aber wir wollen Erwachsene hindern, manipulierend in die sexuelle Entwicklung der Kinder einzugreifen. Die Kinder sollen auch im sexuellen Bereich echte Partnerschaftsverhältnisse erfahren. Bei Autoritätspersonen ist das doch durchweg nicht der Fall.“

„Wenigstens die Altersgrenze herabsetzen…“

Doch der „Spiegel“ bleibt hartnäckig am Ball  – und zwar am falschen, indem er weiter bohrt:
„Müßte man nicht wenigstens die Altersgrenze herabsetzen, den Schutz auf 14- bis 16-jährige beschränken, wie es auch eine westdeutsche Professoren-Runde in einem Alternativ-Entwurf vorgeschlagen hat“

Bayerl widerspricht: „Fänden Sie es gut und richtig, daß ein 17jähriges Mädchen, das zur Erziehung in einem Heim untergebracht ist oder zur Ausbildung bei einem Lehrherrn, ständig sexuell belästigt wird?“

Auch hier beschwichtigt das Hamburger Blatt erneut und ignoriert dabei das Machtgefälle zwischen Vorgesetzten und Untergebenen mit einer dummdreisten Behauptung:
„Der Schaden, der bei diesem Mädchen entsteht, kann doch nicht größer sein, als wenn Hausverwalter oder Gesellen zudringlich werden.“

Das RECHT hilft der JUGEND

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Der Staatssekretär entgegnet erneut:

„Wir wollen die Freiheit im sexuellen Verhalten schützen. Ein unabhängiges 17jähriges Mädchen tut es im Einverständnis. In einem Abhängigkeitsverhältnis braucht die Autoritätsperson keine Gewalt anzuwenden, sondern macht sich das Mädchen aufgrund der autoritären Stellung gefügig.“

Doch der „Spiegel“ ist nicht zu bremsen: „Auch innerhalb von Abhängigkeitsverhältnissen gibt es einverständliche sexuelle Beziehungen. Die würden auch unter die Pönalisierung fallen.“

Bayerl stellt klar: „Wenn es um eine 16- bis 21jährige geht, nur „unter Mißbrauch der Abhängigkeit“.“

Straffreiheit für Pornos an Jugendliche

Als nächstes kümmert sich der „Spiegel“ darum, den damals noch geltenden Jugendschutz vor Pornografie infrage zu stellen:

„Für Erwachsene soll  –  seit langem überfällig  –  die Pornographie künftig freigegeben werden. Warum aber soll weiterhin jemand bestraft werden, der Jugendlichen unter 18 Jahren Pornos verschafft? Aus geschmacklichen Gründen? Oder haben Sie Beweismaterial dafür, daß Pornographie auf Jugendliche schädlich wirkt?“

Nachdem der Staatssekretär einräumt, er habe (angeblich) keine Kenntnis von Beweismaterial, bleibt der „Spiegel“ unerbittlich am Ball:

„Nach den bislang vorliegenden Untersuchungen spricht überhaupt nichts für schädliche Wirkungen auf Jugendliche. Vor allem hat man ausgeschlossen, daß Pornographie zu unkontrolliertem Sexualverhalten verleite und daß sie die Triebrichtung beeinflusse, wie früher angenommen wurde.“

Bayerl bemerkt war noch: „Ich sehe nicht recht ein, was für die Freigabe spricht“, doch der „Spiegel“ nimmt ihn mit seiner weiteren Fragestellung derart in die Zange, daß ihm die argumentative Puste ausgeht:

Frage des „Spiegel“: „Nach Paragraph 184 soll mit maximal einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft werden, wer einem Kind Pornos zugänglich macht. Nach Paragraph 176 Absatz 5 Ziffer 3 soll dieselbe Handlung drei Jahre Freiheit kosten, wenn sich der Erwachsene dabei sexuell erregt — was das Kind gar nicht bemerken muß und für den Grad der Einwirkung auf das Kind auch keinen Unterschied macht. Was soll hier eigentlich dreimal so hoch bestraft werden, die sexuelle Erregung des Erwachsenen?“

Bayerls entgegenkommende Antwort:

„Kein vernünftiger Richter wird den Strafrahmen dann ausschöpfen. Aber ich stimme Ihnen zu. Tatsächlich würden wir mit diesem Tatbestand wieder die wollüstige Absicht pönalisieren, was wir auf keinen Fall wollen. Man muß beim 176 den ausnehmen, der vorzeigt und sich selber erregen will, ohne daß das Kind davon Kenntnis erlangt.“

Das Interview verdeutlicht, wie zielstrebig die „Spiegel“-Redaktion sogar den SPD-Politiker vor sich hertreibt und ihn in die gewünschte Richtung lenkt  – und zwar zu Lasten des Schutzes für Kinder und Minderjährige.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Mail: felizitas.kueble@web.de  / Twitter: @felixitas

LOGO „Das Recht hilft der Jugend“ von der Juristenvereinigung für das Leben


EKD-Familienpapier weiter unter Beschuß

Die Kritik an der „Orientierungshilfe“ des Rates der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) zu Ehe und Familie reißt nicht ab. Sie kommt vermehrt aus den Reihen der eigenen Kirche.

Gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA äußerten das frühere EKD-Ratsmitglied und langjährige Präsidentin der sächsischen Landessynode, Gudrun Lindner, sowie der ehemalige Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der EKD, Prof. Axel von Campenhausen, schwere Bedenken.

In Baden haben zudem vier Pfarrer eine von 50 Geistlichen und 150 Gemeindemitgliedern unterschriebene Erklärung an Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe) überreicht, der dem Rat der EKD angehört. Darin fordern sie eine „Suspendierung“ der Orientierungshilfe.  120505518_B_July und Mike mit Rahmen

Die Orientierungshilfe ist besonders in der katholischen Kirche und der weltlichen Presse auf meist heftige Kritik gestoßen, während es von der Mehrheit der evangelischen Kirchenleiter verteidigt wird.

Lindner ist nach dem Fernsehmoderator und Buchautor Peter Hahne das zweite ehem. Ratsmitglied, das schwerwiegende Einwände vorbringt.

Wie die Ehe- und Familienbetreuerin in einem Leserbrief an das Nachrichtenmagazin ideaSpektrum schreibt, halte sie es angesichts der sich ausweitenden allgemeinen Orientierungslosigkeit für „fahrlässig“, „das Wort Ehe in der Überschrift überhaupt nicht mehr vorkommen zu lassen und im Text eigentlich nur entschuldigend als etwas noch Vorhandenes zu thematisieren“.

Es sei auch „nicht nachvollziehbar“, wie im theologischen Teil des EKD-Papiers die Ehe als Schöpfungsordnung gänzlich hinterfragt werde. Lindner: „Ehe als Schutz der sich bildenden Familie und Familie als Teilhabe an der Schöpfungsordnung durch Zeugung, Geburt und Sorge für Kinder wird Grundlage und Voraussetzung jedes Gemeinwesens bleiben und den Lebensfluss durch die Generationen sichern einschließlich der Kranken- und Altenvorsorge.“

EKD ermutigt nicht zu Ehe und Familie

Aus ihrer 16-jährigen Erfahrung als gerichtlich bestellte Betreuerin hinterfrage sie zudem die im EKD-Papier enthaltene Feststellung, wonach Trennung und Scheidung wohl eine starke Belastung, aber keine langzeitlich nachweisbare Folgen für Kinder hätten. Ferner könne sie „handfest nachweisen“, dass von den etwa 750 Menschen, die etwa aufgrund ihrer Sucht, psychischen Erkrankung oder seelischen Behinderung durch den Betreuungsverein der Region Zwickau begleitet wurden, fast alle Trennungs- oder Scheidungsgeschichten haben.

Lindner: „Es schmerzt mich, dass die Evangelische Kirche in Deutschland wohl in der Lage ist, sozial-ethische Befunde zu kommunizieren, aber ihrer Aufgabe als richtungweisende Institution nicht nachkommt, die ermahnt und Mut macht zu dem Einzelnen und dem Gemeinwesen dienenden Gestalten von Ehe und Familie.“

„Unglaublicher“ Umgang mit der Bibel

Axel von Campenhausen würdigt, dass die über 160 Seiten zählende Orientierungshilfe den sozialen Wandel in Familie und Gesellschaft sowie den rechtlichen Rahmen darstelle, doch mangele es an theologischem Tiefgang:  „Geradezu unglaublich ist der Umgang mit biblischen Befunden.“

Es werde zudem „kein Unterschied gemacht zwischen Erscheinungen, die im Zusammenleben der Menschen vorkommen, und solchen, die Billigung und Nachahmung verdienen.“   –  Allgegenwärtig sei die Herausstellung homosexueller Orientierung als gleichberechtigte Lebensweise. Dementsprechend würden Aussagen der Bibel zur Ehe eines Mannes mit einer Frau und die Missbilligung der Homosexualität nicht berücksichtigt.

Die Orientierungshilfe erwecke den Eindruck, als müsse die Kirche mit ihrer Ordnung von Ehe und Familie der Veränderung des Sozialverhaltens und der staatlichen Gesetzgebung angepasst werden. Doch das treffe nicht zu.

Quelle: www.idea.de