Russisch-orthodoxe Kirche warnt vor moralischer Dekadenz und politischer Gesinnungsdiktatur im Westen

Die Russisch-Orthodoxe Kirche sieht Zeichen der Endzeit in einigen Ländern und Kirchen des Westens. Zu den Anzeichen zählten eine als Demokratisierung getarnte Säkularisierung, der Niedergang moralischer Autoritäten und der Weg in den Überwachungsstaat.

Auch die Legalisierung der „Homo-Ehe“ und die „Trauung“ gleichgeschlechtlicher Partner in evangelischen Kirchen seien „apokalyptische Symptome“, erklärten hohe Kirchenrepräsentanten. media-374638-2

Nach Ansicht von Patriarch Kyrill I. begibt sich ein Volk mit der Anerkennung homosexueller „Ehen“ auf „den Weg der Selbstzerstörung“. Homosexualität sei „Sünde“, und seine Kirche werde alles tun, dass sie in Russland niemals durch staatliche Gesetze sanktioniert werde, sagte er am 21. Juli nach einer Predigt in der Kasaner-Kathedrale in Moskau.

Das russische Parlament hatte vor kurzem die Verbreitung homosexueller Schriften an Kinder und die Adoption von Kindern durch Schwule oder Lesben verboten.

Der Außenamtsleiter des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, sieht westliche Staaten auf dem Weg in eine politische „Diktatur“, die sich über die Volksmeinung hinwegsetze. Als Beispiel führt er in der Zeitschrift Pravoslavnaya Beseda die Legalisierung der „Homo-Ehe“ in Großbritannien und Frankreich an. Obwohl „Millionen“ aufgebrachter Bürger dagegen auf die Straße gegangen seien, habe der Staat seinen Willen durchgesetzt und die entsprechenden Gesetze verabschiedet.

Kontakte zu einigen evangelischen Kirchen gekappt

Ferner kündigte der Metropolit an, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche ihre Beziehungen zu jenen lutherischen Kirchen einstellen werden, die die „Homo-Ehe“ eingeführt haben. Dazu zählt beispielsweise die schwedische Volkskirche. Zu solchen Kirchen wolle die russisch-orthodoxe keine Kontakte. Schwule oder lesbische Partner dürften nicht die gleichen Rechte erhalten wie Ehepaare, weil dies die herkömmliche Familie zerstöre.

Die evangelischen Kirchen in Deutschland erwähnte Hilarion nicht, obwohl einige von ihnen homosexuelle Partnerschaften segnen. 

Von den 143 Millionen Bürgern Russlands sind streng genommen 35 Millionen orthodoxe Kirchenmitglieder; gleichwohl bezeichnen sich rund 100 Millionen Einwohner als orthodox, weil sie die Volkszugehörigkeit mit der Konfession gleichsetzen. Ferner leben in Russland etwa 500.000 Katholiken, 250.000 Lutheraner, 150.000 Baptisten, 150.000 Charismatiker, 120.000 Pfingstler und 70.000 Adventisten.

Quelle: http://www.idea.de

 


4 Kommentare on “Russisch-orthodoxe Kirche warnt vor moralischer Dekadenz und politischer Gesinnungsdiktatur im Westen”

  1. Igor sagt:

    Wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit anständig aufführen, d.h. ihre Sexualität nur in ihren vier Wänden ausleben und anpreisen, dann wird man sie – wie in Deutschland – auch in Russland wohl kaum verfolgen. Zeit, daß die Homosexuellen bescheidener werden.
    Igor

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  2. Manfred Blank sagt:

    die russisch-orthodoxe Kirche befindet sich auf geradem Weg ins Mittelalter! Und leider gewinnt sie in Russland mehr und mehr Gewicht in der Gesetzgebung. Mittlerweile wurden Menschen verhaftet oder des Landes verwiesen, weil sie in der Öffentlichkeit über Homosexualität GESPROCHEN haben.
    Die politische Diktatur herrscht in Russland, wo man für kritische Meinungen für Jahre im Lager verschwindet.
    Und das Gefasel über den drohenden Weltuntergang durch Homosexualität, das der Patriarch von sich gibt, kenne ich sonst nur von den geistig verwirrten Predigern des „Bible Belt“ in Amerika.

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    • Ja, und ich wünsche den wegen ihrer sexuellen Orientierung in Russland durch Kirche und Staat verfolgten Menschen Hilfe und Unterstützung durch Leute, die unter Christsein Güte, Empathie, Mitgefühl und Barmherzigkeit verstehen. Diese Art von Christentum finden die Opfer sexueller Ausgrenzung aber manchmal vielleicht eher bei Humanisten und Atheisten.

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  3. Christoph Rebner sagt:

    Genau wie Papst Paul VI.

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