Terroranschlag gegen die Bundeswehr: Wo bleibt der Aufschrei im Lande?

Brandanschlag mit 10 Millionen €uro Schaden: „Nie dagewesene Gewalt gegen die Bundeswehr in Sachsen-Anhalt“

In der Nacht zum Samstag wurde auf die Bundeswehrkaserne in Havelberg (Sachsen-Anhalt) ein terroristischer Brandschlag verübt, wobei 16 Lastwagen und gepanzerte Fahrzeuge beschädigt wurden.

Die Polizei in Mageburg schätzt den Schaden für die Elb-Havel-Kaserne (und letztlich für den Steuerzahler!) auf mindestens 10 Millionen Euro. f7e56f3557

Die mutmaßlich linksextremen Täter (in der Presse wird typischerweise meist von „Unbekannten“ geschrieben) deponierten auf dem Gelände der Kaserne mehrere Brandsätze.  Die Polizei sieht einen möglichen Zusammenhang mit Demonstrationen am Truppenübungsplatz Altmark.

Bei diesen Anti-Bundeswehr-Protesten, zu denen eine utralinke Gruppe „War starts here“ aufgerufen hatte, versammelten sich am vergangenen Samstagvormittag bis zu 250 Aktivisten. Am Rande der Veranstaltungen wurden „zahlreiche Straftaten“ begangen, wie die FAZ am 29.7. berichtete: „So seien mehrfach Bundeswehr-Gegner auf den Truppenübungsplatz eingedrungen…Zäune und Verkehrsschilder wurden beschädigt.“  

Es kam außerdem zu Farbanschlägen auf das Gelände.  Bahngleise des Gefechtsübungszentrums wurden beschädigt. Ein Soldatendenkmal wurde mit Parolen beschmiert etc.

Sprecher der Protestler äußert Verständnis

Die Organisatoren des Anti-Bundeswehr-Protestes bestreiten zwar eine Verantwortung für den Terroranschlag, doch der  Sprecher des Camps, Farin Skemp, zeigte unverhohlenes Verständnis: „Es ist in unseren Augen nachvollziehbar, wenn sich Menschen für Sabotage als antimilitaristisches Mittel entscheiden und Abrüstung selbst in die Hand nehmen“, schrieb er allen Ernstes auf der Internetseite des Camps.

„Ein Anschlag dieses Ausmaßes stellt eine bislang in Sachsen-Anhalt nie dagewesene Art der Gewalt gegen die Bundeswehr dar“, erklärte die Polizei. Das Verteidigungsministerium sei informiert, im Umkreis von militärischen Einrichtungen werde es verstärkte Kontrollen geben. Laut Polizei gingen die Wagen gegen 2 Uhr nachts in Flammen auf. Die Feuerwehr war drei Stunden lang mit Löscharbeiten zugange. Einige Brandsätze haben laut Polizei vermutlich nicht gezündet und werden nun untersucht.

Fast komplettes Totschweigen in Medien

Angesichts dieser Sachlage stellen sich aus unserer Sicht folgende Fragen:

1. Wo bleibt der „Aufschrei im Lande“?  – Einfache Antwort: Der „Mann auf der Straße“ kann davon kaum etwas wissen, da dieser Terroranschlag in den Fernseh-Nachrichten fast komplett unterschlagen wurde (in der „Tagesschau“ und in den „Heute“-Nachrichten kein einziges Wort davon!).

Auch im Blätterwald fristet der Brandanschlag allenfalls ein Randnotizen-Dasein. Selbst in der umfangreichen FAZ  handelte es sich um eine relativ kurze Meldung über das Geschehnis, wenngleich der Text immerhin mit einem großem Foto ausgebrannter Lastwagen versehen wurde.

2. Warum heißt es in den Nachrichten fast überall sehr verschwommen „Unbekannte Täter“ und nirgendwo: „Mutmaßliche Linksextreme“ oder zumindest „Bundeswehr-Gegner“, obwohl etliche Indizien dafür sprechen (Protestaktionen kurz zuvor, skandalöse Sympathie-Äußerungen des Camp-Sprechers)  –  und auch die Polizei selbst einen Zusammenhang nahelegt?

Abschaffung der Wehrpflicht unverständlich

3. Wie konnte es denn überhaupt zu dieser Attacke kommen? Steht der Bundeswehr kein ausreichendes Wachpersonal mehr zur Verfügung? – Dies wohl erst recht, seitdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, was ohnehin eine offensichtliche Fehlentscheidung war. 

Das Absonderliche an dieser Sachlage besteht zusätzlich darin, daß die allgemeine Wehrpflicht  –  sonst stets ein bürgerlich-konservatives Anliegen  –  durch Verteidigungsminister Theodor von Guttenberg und damit ausgerechnet unter einer CDU/FDP-Regierung „ausgesetzt“ wurde. Wenig erstaunlich also, daß der Bundes-CDU zu diesem Anschlag bislang immer noch keine Pressemeldung einfällt. Auf der Webseite der CSU findet sich auch keine Zeile dazu! Der zuständige Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) von Sachsen-Anhalt hat die Terorrattacke natürlich scharf verurteilt.

Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an die geradezu unverschämte Aufforderung des CDU-Verteidigungsministers an unsere Soldaten: „Hört einfach auf, dauernd nach Anerkennung zu gieren.“  – Der völlig berechtigte Wunsch nach Wertschätzung entsteht doch gerade deshalb, weil der Bundeswehr die nötige Anerkennung vielfach verweigert wird, wie die derzeitige Situation erneut sehr anschaulich offenlegt!

Bei den kürzlichen Überschwemmungen in Bayern und in mitteldeutschen Bundesländern kam die Hilfe unserer Soldaten freilich gerade recht, ansonsten findet die Bundeswehr offenbar keine Beachtung, nicht einmal bei einem derart terroristischen Brandanschlag. Dabei war die Unterstützung unserer Streitkräfte bei der Katastrophenbewältigung gerade im besonders vom Hochwasser betroffenen Sachsen-Anhalt äußerst wichtig.

Das weitgehende Totschweigen oder zumindest Kleinreden dieses Terroranschlags im Fernsehen und den sonstigen Medien läßt tief blicken. Solch ein unverfrorener Umgang mit den eigenen Streitkräften ist nicht nur undankbar, sondern einfach nur noch schäbig  – geradezu eine Schande für unser Land!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

ERGÄNZENDER ARTIKEL einer journalistischen Kollegin: http://elsalaska.twoday.net/stories/444876488/


7 Kommentare on “Terroranschlag gegen die Bundeswehr: Wo bleibt der Aufschrei im Lande?”

  1. Lisje Türelüre aus der Klappergasse sagt:

    Ich kommentiere hier einmal mit dem Zitat meines Lieblingsbloggers Manfred Kleine-Hartlage:
    „Non veni pacem mittere, SED GLADIUM“ !!! ( Matthäus 10,34).
    Im übrigen auch in meiner Lokalpresse Rheinland) nichts, rien, nada.

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  2. Sicherlich ist es wichtig, über eine solche Aktion zu reden und nach einem Lösungsweg zu suchen. Auch in christlichen Medien könnte ein solches Ereignis eine Notiz wert sein, etwa, um über das Verhältnis von Kirche und Militär resp. Friedensbewegung zu diskutieren.
    Eine dermaßen buchstäblich „schreiende“ Aufmachung des militärbezogenen Artikels hat mit einer Sinnsuche in einer durch christliche Barmherzigkeit geprägten Lebensweise jedoch nichts zu tun. Es ist ganz bestimmt nicht Aufgabe ausgerechnet von „Christen“, zum Aufschrei gegen Beschädigung militärischer Anlagen aufzurufen; ein menschlicher Umgang mit dem einzelnen Soldaten wäre wieder ein eigenes Thema.
    Diffuse Ängste, das deutsche Vaterland und sein Militär in seiner uns vertrauten Weise nicht halten zu können, sind sicherlich auf einer bürgerlich geprägten Basis verständlich. Wir alle haben als ganz normale und schwache Menschen auch Sorge um Leib und Leben.
    Jesus wollte uns aber gerade aus der dabei drohenden (hier: deutschtümelnden) Vermopsung heraushelfen.
    Im Geiste, in der inneren Motivation, müssen wir leben aus dem Grundsatz, Haus, Hof und Familie stehen und liegen zu lassen um „ihm nachzufolgen“.

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  3. Lucia sagt:

    Natürlich sind wir alle Kriegsgegner, aber die Missachtung unserer Bundeswehr hat für mich
    was von Masochismus: Wie der einzelne Mensch seine Aggressionen braucht, um einen persönlichen Abgriff abzuwehren bzw. sich von unliebsamen Gegnern distanzieren zu können, so braucht ein Staat die Fähigkeit sich zu wehren. Ein Einzelner, der nicht wenigstens die Bereitschaft zur Aggression hat, wird von keinem vernünftigen Menschen für voll genommen. Die rechtzeitige Aggression bzw. Distanzierung ist viel friedlicher als die langfristig gefährliche Verdrängung der Abwehrkräfte durch selbsternannte Friedensapostel, die ihre Aggressions-
    Hemmungen moralisch aufwerten..

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  4. ralros sagt:

    Einen #Aufschrei gibt es nur bei Herrn Brüderle…

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  5. Wohin man auch guckt: Deutschland schafft sich ab, unsere Kultur geht unter.

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