Israelische Botschaft trauert um deutschen Judenretter Berthold Beitz

Die Botschaft des Staates Israel schließt sich der Trauer um den am vergangenen Dienstag verstorbenen Unternehmer Berthold Beitz an.

Berthold Beitz arbeitete ab 1941 als kaufmännischer Leiter der Karpaten-Öl AG im galizischen Boryslaw. In dieser Funktion gelang es ihm, hunderte von Juden vor der Ermordung in NS-Vernichtungslagern zu bewahren, indem er sie als unverzichtbare Facharbeiter im Unternehmen unterbrachte.

Für seinen lebensrettenden Einsatz erkannte die Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem Berthold Beitz am 3. Oktober 1973 als einen „Gerechten unter den Völkern“ an.

Beitz selbst sah sein Handeln bescheiden als selbstverständlich an: „Das war kein Antifaschismus, kein Widerstand. Wir haben von morgens bis abends hautnah miterlebt, was in Boryslaw mit den Juden geschah. Wenn Sie sehen, wie eine Frau mit einem Kind auf dem Arm erschossen wird, und Sie haben selbst ein Kind, dann haben Sie eine ganz andere Reaktion.“

Auf der Webseite von Yad Vashem finden Sie eine ausführliche Biographie von Berthold Beitz:
http://www.yadvashem.org/yv/de/righteous/stories/beitz.asp



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