Bibel ade? – Erstes schwules Paar in einer evangelischen Kirche „getraut“

In Hessen ist erstmals in Deutschland ein homosexuelles Paar kirchlich getraut worden. In Seligenstadt bei Frankfurt am Main erhielten die beiden schwulen Männer am vergangenen Samstag den Segen der evangelischen Kirche.

„Jeder Schritt in Richtung Normalität ist für Homosexuelle ein richtiger Schritt“, begründete der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Stephan Krebs, die Entscheidung laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa.

Die Bibel spreche sich zwar in einzelnen Passagen des Alten und Neuen Testaments klar gegen Homosexualität aus, doch sei das Wort Gottes zu einer bestimmten Zeit entstanden und daher nicht mehr uneingeschränkt gültig, interpretierte Krebs. Er sei davon überzeugt, daß sich Jesus heutzutage für gleichgeschlechtliche Paare einsetzen würde, wenn diese „Verantwortung übernehmen und auf Dauer beieinander sein wollen“.

Erst im Juni hatte die Synode der EKHN (Evangelische Kirche von Hessen-Nassau) die Segnung homosexueller Paare mit der traditionellen Trauung von Mann und Frau weitgehend gleichgestellt.

Quelle: http://www.idea.de


Nigeria: Internationaler Strafgerichtshof wirft „Boko Haram“ systematische Verbrechen vor

Verbrechen gegen die Menschlichkeit wirft der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag der inzwischen verbotenen islamischen Sekte Boko Haram aus Nigeria vor. Nach Ermittlungen des Gerichtshofes sind in den vergangenen vier Jahren bei „systematischen und zahlreichen Anschlägen“ mindestens 1200 Menschen ums Leben gekommen. Ausmaß und Intensität der Anschläge hätten im Lauf der Zeit zugenommen. Das gab die Chefanklägerin Fatou Bensouda jetzt bekannt.

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

Der Internationale Strafgerichtshof wertet in seinem Bericht Statistiken bis zum Dezember 2012 aus. Zusätzliche und weiterführende Ermittlungen werden erwogen. Gleichzeitig prüft das Gericht, ob die bislang unternommenen Anstrengungen der Regierung in Nigeria ausreichen, um Anschläge zu verhindern und Täter einer gerechten Strafe zuzuführen.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag ahndet Vergehen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Völkermorde, wenn die Gerichte eines Landes sie nicht strafrechtlich verfolgen.

Auch Pastor Ayo Oritsejafor, der Präsident der Christlichen Allianz von Nigeria, spricht von zunehmenden und immer heftiger werdenden Anschlägen:

„In meiner ersten Amtszeit wurden mehr als 3000 Christen getötet, davon im vergangenen Jahr allein durchschnittlich 100 pro Monat. Im März 2010 wurden in einer Nacht 500 Christen bei Angriffen auf ihre Dörfer umgebracht, ein Jahr später verloren wir innerhalb von 48 Stunden mehr als 500 Kirchen, Tausende von Häusern und Geschäften. 2012 starben ungefähr 70 Prozent der weltweit getöteten Christen im Norden Nigerias“, faßt Oritsejafor zusammen.

Quelle: Hilfswerk Open Doors


Wiener Jugendforscher beklagt Verdummungstendenzen in der nachwachsenden Generation

Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier beklagt die zunehmende Verdummung der heranwachsenden Generation. Schuld sei ein Bildungssystem, in dem nur nach ökonomischen Aspekten unterrichtet werde.

Der 53-Jährige Autor und Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien kritisiert in seinem Buch „Performer, Styler, Egoisten: Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben“ die systematische Verdummung der Jugend, die in eine unmenschliche Leistungsgesellschaft gedrängt werden.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Foto: KOMM-MIT-Verlag

In einem Interview benennt er Hintergründe zu Bildungsstand und Sozialkompetenzen unserer Jugend: „Sie ist auf dem besten Weg, in die absolute Verblödung geführt zu werden. Wenn unser Erziehungs- und Bildungssystem nur noch nach ökonomischen Gesichtspunkten von OECD und Pisa funktionieren muss, rechne ich den Jugendlichen keine guten Chancen aus.“

Bei der Zusammensetzung der Bildungsinhalte zähle nur noch die wirtschaftliche Logik. Die Lehrinhalte werden danach ausgewählt, was später auf dem Arbeitsmarkt auf jeden Fall verwertbar ist. Seit Jahren findet in den Schulen eine Verlagerung zugunsten naturwissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Inhalte statt. Unterrichtsstunden in Musik, Literatur und Kunst werden gekürzt, weil diese Fächer keinen ökonomischen Nutzeffekt beinhalten.

Der Verzicht auf kulturelle Bildung wird unsere demokratische Grundordnung über kurz oder lang gefährden. Es fehle der Nachfolgegeneration an politischer Urteilsfähigkeit.

Ebenso nimmt die Wirtschaft immer mehr Einfluss darauf, was an den Hochschulen in der Lehre und Forschung stattfindet, obwohl viele junge Menschen das Bedürfnis nach humanistischer Bildung haben. Heutzutage stehen Jugendliche durch die vielen Wahlmöglichkeiten unter einem permanenten Entscheidungsdruck. Viele von ihnen sagen: „Die Welt ist zu komplex, wir hätten es gerne wieder etwas einfacher.“

Früher sorgten Traditionen für Orientierung

Wo früher die Orientierung an Traditionen Sicherheit gab, herrscht heute Beliebigkeit und Unübersichtlichkeit. Anstelle von sozialen und beruflichen Kompetenzen ist vielfach die Selbstvermarktungsfähigkeit getreten. Das Produkt, das die Jugend primär verkauft, sind sie selbst.

Letztlich geht es um Erfolg, Image und Konsum. Wichtiger als wie ich mich fühle, ist es, wie die anderen mich sehen. Wie sehe ich aus? Welche Statussymbole habe ich?  – Dieses Verhalten lernen Kinder und Jugendliche schon sehr früh, und sie lernen auch, sich selbst gut zu verkaufen. Die neuen Medien verstärken dieses Bedürfnis nach Selbstdarstellung und Selbstvermarktung nur noch.

Die Familie stellt den letzten geschützten Rückzugsraum in dieser Gesellschaft dar, ein nach außen abgeschlossenes System, in dem sich der Mensch aufgehoben fühlen kann. Je unwirklicher die Welt draußen ist, desto wichtiger werden die kleinen Lebenswelten. Insofern ist die Suche nach Geborgenheit fast eine Art Reflex auf die wachsende Unsicherheit in unserer Gesellschaft.

Fazit: Wir müssen wegkommen von einer Lebenshaltung, in der es nur um materielle Güter geht, und von einer Bildungspolitik, die nur den Interessen der Wirtschaft dient. Wir brauchen eine neue Bewegung mitten aus dem Bürgertum heraus, wenn humanistische Werte wieder eine Rolle spielen sollen.

Quelle: Kultur und Medien online


Israel: Arabisch-christliche Staatsbürger wollen in die Armee

Premierminister Benjamin Netanjahu hat offiziell damit begonnen, persönlich junge israelisch-arabische Christen darin zu bestärken, der israelischen Armee beizutreten und sich damit voll in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Foto: KOMM-MiT-Verlag

Die Regierung hatte bereits mehrmals versucht, Programme in diese Richtung auf die Beine zu stellen. Bislang führte dies jedoch innerhalb der christlichen Gemeinschaft zu Zerwürfnissen. 

Diesmal kommt die Initiative von Christen selbst. Letzte Woche traf sich Netanjahu mit Pater Gabriel Naddaf, einem griechisch-orthodoxen Priester aus Nazareth, der junge Christen vor Ort zum Armeedienst animiert. Pater Naddaf hat zusammen mit christlich-arabischen Armeeoffizieren aus der Gegend ein Forum ins Leben gerufen, das christliche Jugendliche überzeugen soll, auf anti-israelische Voreingenommenheit zu verzichten und den jüdischen Staat als ihr Zuhause  zu sehen.

Bereits vor Monaten, als Pater Naddaf heftiger Kritik ausgesetzt war und sogar von arabischen Knessetmitgliedern Drohungen erhielt, wandte sich der Geistliche an die israelische Regierung, denn ohne deren Unterstützung würde eine solche Bewegung, welche arabische Christen dem israelischen Staat näherbringt, zum Scheitern verurteilt sein.

Quelle: http://www.israelheute.com


90% der Deutschen fühlen sich in puncto Euro-Krise von Politikern belogen

Neun von zehn Deutschen glauben, sie werden von der Politik in der Euro-Krise belogen. Dies geht aus einer Umfrage der Universität Hohenheim hervor. Außerdem gehen nur 17 Prozent der Befragten davon aus, daß die schlimmsten Turbulenzen der Gemeinschaftswährung bereits vorüber sind, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“.

Obwohl das Thema im Wahlkampf nur eine nebensächliche Rolle zu spielen scheine, sei es bei den Bürgern sehr präsent. „Wenn die Politiker weiterhin die Euro-Krise und die Auswirkungen für Deutschland aus dem Wahlkampf heraushalten, laufen sie Gefahr, daß sich immer weniger Bürger mit ihren Ängsten und Sorgen von den Abgeordneten und Parteien vertreten fühlen”, kritisierte die Kommunikationswissenschaftlerin Claudia Mast.

Jeder zweite Bundesbürger befürchtet Auswirkungen der Euro-Kriese auf den Wohlstand in Deutschland. Auch Altersarmut und Niedrigzinspolitik bereiten den Befragten zunehmende Sorgen. 91 Prozent gehen davon aus, daß die Euro-Krise sie noch lange beschäftigen werde.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Papst Franziskus: Die Kirche im Ringen zwischen Kampf und Herrlichkeit

„Das Magnificat ist ein Gesang der Hoffnung“

Auch wenn die Kirche und Gläubigen an der Herrlichkeit Gottes teilhaben, erleben sie Prüfungen und Herausforderungen. Dies sei die Konsequenz des Kampfes zwischen Gott und dem Bösen.

Das betonte der Papst am gestrigen Mittwoch in seiner Predigt zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel. In Castel Gandolfo feierte Franziskus mit mehreren tausend Gläubigen eine hl. Messe. In seiner Predigt ging es um drei Schlüsselworte: Kampf, Auferstehung und Hoffnung.

Foto: Radio Vatikan

 

Ausgehend von der ersten Lesung erläuterte der Papst jene Stelle der Offenbarung des Johannes, welche die Vision eines Kampfes zwischen der Frau und dem Drachen darstellt. Die Gestalt der Frau stehe für die Kirche: sie sei einerseits herrlich, triumphierend, und andererseits liege sie noch in Geburtswehen, so der Papst:

„Und in diesem Kampf, dem die Jünger Jesu sich stellen müssen, lässt Maria sie nicht allein; die Mutter Christi und der Kirche ist immer bei uns. In gewissem Sinne teilt auch Maria diesen zweifachen Zustand. Natürlich ist sie bereits ein für allemal in die Herrlichkeit des Himmels eingetreten. Doch das bedeutet nicht, dass sie fern, dass sie von uns getrennt ist; im Gegenteil, Maria begleitet uns, sie kämpft an unserer Seite, sie unterstützt die Christen im Kampf gegen die Kräfte des Bösen. Das Gebet mit Maria, besonders der Rosenkranz, besitzt auch diese „kämpferische“ Dimension des Ringens; es ist ein Gebet, das in der Schlacht gegen den Bösen und seine Helfershelfer Unterstützung bietet.“

Bei der zweiten Lesung – aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Korinther – geht um die Auferstehung.

„Der Apostel Paulus betont in seinem Brief an die Korinther mit Nachdruck, dass Christ sein bedeutet, daran zu glauben, dass Christus wirklich von den Toten auferstanden ist. Unser ganzer Glaube gründet sich auf diese fundamentale Wahrheit, die keine Idee, sondern ein Ereignis ist. Und auch das Geheimnis von der Aufnahme Marias in den Himmel mit Leib und Seele ist ganz in die Auferstehung Christi eingefügt. Die Menschsein der Mutter ist vom Sohn in dessen Übergang durch den Tod hindurch gleichsam „mit hineingezogen“ worden.“

Das Evangelium schlage dann das dritte Schlagwort vor: Hoffnung.  –  Bei Lukas wird das Magnificat zitiert, das Loblied Mariens:

„Hoffnung ist die Tugend dessen, der im Erleben des Konflikts, des täglichen Ringens zwischen Leben und Tod, zwischen Gut und Böse an die Auferstehung Christi, an den Sieg der Liebe glaubt. Das Magnificat ist der Gesang der Hoffnung, es ist der Gesang des Gottesvolkes, das in der Geschichte unterwegs ist.“ 

Quelle (Text/Foto): http://de.radiovaticana.va/news/2013/08/15/papst:_%E2%80%9Ekirche_erlebt_pr%C3%BCfungen_und_herausforderungen%E2%80%9C/ted-719802

Christi JA zur Ehe: „Was aber GOTT verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen“

Heutige Evangelienlesung der kath. Kirche: Mt 19,3-12:

In jener Zeit kamen Pharisäer zu Jesus, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen?

Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und daß er gesagt hat: Darum wird d120505416_B_Judy und Mike in der Kircheer Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen  –  und die zwei werden ein Fleisch sein.  –  Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, daß man (der Frau) eine Scheidungsurkunde geben muß, wenn man sich trennen will?
Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. Ich sage euch: Wer seine Frau entläßt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe.

Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten.

Jesus sprach zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist: Denn einige sind von Geburt eheunfähig, manche wurden von den Menschen dazu gemacht  –  und manche sind es um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es.