6000 x Selektionstest gegen Ungeborene mit Down-Syndrom

Mathias von Gersdorff

Seit Einführung des umstrittenen pränatalen Bluttests zur Ermittlung einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) bei ungeborenen Kindern haben laut Angaben des Herstellers LifeCodexx fast 6000 Schwangere die Möglichkeit einer derartigen Untersuchung wahrgenommen.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Doch die Zeitungsberichte (FAZ, Handelsblatt, Süddeutsche u.a.) schweigen über die Anzahl der Kinder, die daraufhin abgetrieben worden sind.

Ebenso wird kaum auf die Vernichtung des Lebensrechts ungeborener Kinder hingewiesen.

Verfügbar ist der Test seit August 2012. Zunächst ließ sich damit nur Trisomie 21 nachweisen, seit Anfang des Jahres kann der Test auch die Trisomien 13 und 18 erkennen.

Fast jeder zweite Bluttest sei von deutschen Praxen und Kliniken in Auftrag gegeben worden, hieß es bei LifeCodexx. Etwa ein Viertel der Blutproben sei aus der Schweiz und ein weiteres Viertel aus anderen europäischen Ländern gekommen.

Viele Lebensrechtsverbände protestierten gegen die Einführung des Verfahrenes von LifeCodexx. Inzwischen kommen weitere – um Teil effizientere – Verfahren auf den Markt. Dadurch wir die Selektion von behinderten Menschen immer engmaschiger.

Die Aktion SOS LEBEN hat sich mehrmals gegen diesen Angriff auf das Leben der ungeborenen Kinder ausgesprochen.

Foto von Jorge V. Saidl



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