Medjugorje: Marienerscheinung fordert die „Seher“ im 33. Jahr zur Bekehrung auf

Schlußteil und Anfangsworte der jüngsten Botschaft widersprechen sich

Seit über 32 Jahren berührt in Medjugorje  – einem bosnischen Bergdorf  –  der Himmel die Erde, wie erscheinungsbewegte Katholiken glauben, wobei es teilweise sogar zu täglichen Visionen kommt.

Die katholische Kirche hat diese „Marienerscheinungen“ nicht anerkannt, die zuständigen Oberhirten  – Bischof Peric ebenso wie sein Vorgänger Zanic –  äußerten sich deutlich ablehnend zu diesen Vorkommnissen.

Jetzt wurde die sog. „Monatsbotschaft“ vom 25. August veröffentlicht, welche wieder an die Seherin Marija Pavolvic-Lunetti erging. Seit dem 24. Juni 1981 erscheint ihr angeblich täglich die Gottesmutter als „Königin des Friedens“.  An jedem 25. Tag des Monats empfängt sie von „Maria“ eine Botschaft, die  – wie die amtliche Medjugorje-Aussendung verkündet  –  „in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet“ ist. Walberberg-DSC_0311-2-2-7

Hier folgt der Wortlaut dieser weltbedeutsamen „Botschaft“:

„Liebe Kinder! Auch heute gibt mir der Allerhöchste die Gnade, bei euch zu sein und dass ich euch zur Bekehrung führe. Jeden Tag säe ich und rufe euch zur Bekehrung auf, damit ihr Gebet, Friede, Liebe seid und das Weizenkorn dass sterbend hundertfach Frucht bringt. Liebe Kinder, ich möchte nicht, dass euch all das reut, was ihr gekonnt hättet, aber es nicht wolltet. Deshalb, meine lieben Kinder, sagt von neuem mit Begeisterung: „ Ich möchte den Anderen ein Zeichen sein“. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“

Wir wollen davon absehen, daß die „himmlische“ Frau mit der Grammatik ein gewisses Problem zu haben scheint; dies mag vielleicht der Medjugorje-Übersetzung geschuldet sein.

Nun ist die Gottesmutter seit Anbeginn ihrer Existenz durch göttliche Huld „voll der Gnade“; sie ist die Gnadenvolle schlechthin, das von Gott höchstbegnadete Geschöpf – und zwar im Hinblick auf ihren Sohn, unseren göttlichen Erlöser.

Warum sollte es also für die verklärte, im Himmel vollendet glückselige Madonna eine „Gnade“ des Allerhöchsten sein, wie hier in der Botschaft behauptet wird, „bei euch zu sein“, also bei der Seherschar zu Medjugorje?  –  Geradezu drollig ist die Begründung hierfür: „…dass ich euch zur Bekehrung führe“.

Ist dieselbige etwa auch im 33. Jahr der Erscheinungen noch nicht vollzogen?

Warum möchte die angebliche Himmelsmutter zudem „nicht, daß euch all das reut, was ihr gekonnt hättet, aber es nicht wolltet“.  –  Was spricht gegen eine Reue bei unterlassenen Werken? Ist diese Reue etwa nicht wünschenswert?

Was heißt zudem der Aufruf am Ende, den sich die „Seher“ zu eigen machen sollen: „Ich möchte den anderen ein Zeichen sein.“  – Ein Zeichen wofür? 

Sodann heißt es abschließend wie üblich in zehntausenden Medju-Botschaften: „Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid“, was aber den ersten Worten widerspricht, wonach es mit der Bekehrung immer noch nicht geklappt hat  –  und dies trotz der „täglichen“ Aufrufe hierzu.

Man sieht wieder einmal: auch diese „Himmelsbotschaft“ ist ein Unsinn sondergleichen!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


2 Kommentare on “Medjugorje: Marienerscheinung fordert die „Seher“ im 33. Jahr zur Bekehrung auf”

  1. Sandra sagt:

    leider wieder mal ein besonders dümmlicher (zB. Grammatik, wie die ganze Welt ist noch nicht bekehrt?) und feindseeliger Artikel, der Schreiber scheint weitgehend ahnungslos zu sein

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  2. Imrahil sagt:

    Mit Verlaub… und ich sage das jetzt nicht, um die vorgeblichen Erscheinungen zu verteidigen – aber einer der Kritikpunkte ist keiner.

    >>“Liebe Kinder, ich möchte nicht, dass euch all das reut, was ihr gekonnt hättet, aber es nicht wolltet“

    ist – wie ich meine offensichtlich – nicht so gemeint, daß eine solche Reue schlecht wäre, sondern so, daß „all das“ getan werden soll, damit das Nichttun nicht später Anlaß zur Reue wird.

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