Diözese Linz: Vorwürfe gegen Pfarrer wg. „sexuellem Mißbrauch“ als unwahr erwiesen

Wie die österreichische „Kath. Presseagentur“ KAP berichtet, haben sich öffentlich geäußerte Anschuldigungen gegen einen Priester des Bistums Linz als unbegründet erwiesen. Der falsch beschuldigte Geistliche aus dem Innviertel klagt nun gegen die Mißbrauchsvorwürfe eines 41-jährigen Mannes auf Schadensersatz und Widerruf im Fernsehen. foto 31.5.2010a - Kopie

Seitens der Diözesanleitung hieß es am gestrigen Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber „Kathpress“, daß es zu einem früheren Zeitpunkt Gespräche mit dem betroffenen Pfarrer gab, in denen aufgrund der konkreten Umstände und der Glaubwürdigkeit seiner Angaben die Möglichkeit einer Unterlassungsklage erörtert worden sei.

Das angebliche „Opfer“, ein früherer Ministrant, behauptet nunmehr, der Pfarrer wolle ihn fertigmachen: „Ich finde das eigentlich komisch, dass ein Täter sein Opfer klagt. Der hat das damals gemacht, und die ganzen psychischen Belastungsprobleme, die ich habe, hängen mit dem Missbrauch zusammen“, erklärte er im Gespräch mit dem österreichischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender OFR.

Laut dem Vorsitzenden der Opferschutzkommission der Diözese Linz, Josef Gruber, haben sich die Vorwürfe gegen den Geistlichen nach Recherchen und Gesprächen mit anderen ehemaligen Ministranten als unzutreffend erwiesen. 

Quelle: Katholische Presseagentur KAP

 

 


FDP-Politiker beklagt einseitige rotgrüne Ausrichtung der Evangelischen Kirche

Stefan Ruppert wünscht sich mehr „geistliches Profil“ von der EKD

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) positioniert sich in ihren Leitungsgremien zu einseitig bei „Rot-Grün“. Diesen Eindruck hat der religionspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Stefan Ruppert.

Wie er bei einem Redaktionsbesuch der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA in Wetzlar sagte, nimmt er eine „politische Verengung“ wahr. Führende Repräsentantinnen engagierten sich gerade im Bundestagswahlkampf stark parteipolitisch. Als Beispiele nannte er u.a. die Präsidentin des evang. Hilfswerks „Brot für die Welt“, Pfarrerin C. Füllkrug-Weitzel, die zum Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück gehört.

Die zweithöchste Repräsentantin der EKD, Synodenpräses Katrin Göring-Eckardt, ist Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen. Beide lassen ihre kirchlichen Ämter im Wahlkampf ruhen. Laut Ruppert sind auch in EKD-Verlautbarungen oft große Übereinstimmungen mit Positionen von SPD und Grünen festzustellen. Er wünsche sich, dass die große Bandbreite des Kirchenvolks besser abgebildet werde.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und engagierte Protestant würde es ferner begrüßen, wenn kirchliche Aussagen stärker theologisch begründet würden. Die evangelische Kirche sollte seiner Ansicht nach „teilweise biblischer“ werden.

Er habe den Eindruck, dass sich in der Gesellschaft „das Christliche“ auf dem Rückzug befinde. Viele Kirchenmitglieder seien nur noch aus Gewohnheit Christen. Er wünsche sich mehr geistliches Profil und Orientierung von der evangelischen Kirche.

Quelle: http://www.idea.de


Syrien: Christliche Dörfer von radikal-islamischen Rebellen angegriffen

IGFM: „Die Tragödie des Irak darf sich nicht wiederholen!“

In Syrien wurden in den vergangenen Wochen ganze christliche Dörfer von Rebellengruppen angegriffen. In Ägypten griffen islamistische Muslimbrüder koptische Kirchen, Geschäfte und Wohnviertel mit Brandsätzen und Molotov-Cocktails an.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fürchtet, dass es in Syrien und Ägypten zu einem regelrechten „Exodus“ der christlichen Minderheit kommen könnte und fordert die deutsche Bundesregierung auf, bei Ihren außenpolitischen Entscheidungen besonderes Augenmerk auf den Schutz der christlichen Minderheiten zu legen. Allein aus Aleppo seien nach Schätzungen bereits 200.000 Christen geflohen.

Foto: K. Ruprecht

Foto: K. Ruprecht

Wie die IGFM erläutert, werden die kurdische, drusische und christliche Minderheiten in Syrien von der „Freien Syrischen Armee“, einer der größten Rebellengruppen Syriens, als Gegner und als angebliche Unterstützer des Regimes von Baschar Al-Assads gesehen. Vor allem die christliche Minderheit ist ein bevorzugtes Ziel islamistischer Rebellen.

Am 17. August wurden in der vorwiegend von Christen bewohnten Ortschaft Ain al-Ajouz elf Menschen, darunter Frauen und Kinder, durch einen Rebellenangriff getötet; neun davon waren Christen. Während die staatliche Nachrichtenagentur SANA von einem „Massaker“ sprach, gaben die Rebellengruppen an, dass sie auf regierungstreue Militärs gefeuert hätten.

Nach Angabe von IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin treiben islamistische Terrorgruppen eine „religiöse Säuberung“ voran:

„In Syrien und Ägypten werden Christen zu Sündenböcken für die Konflikte degradiert und gezielt angegriffen. In Ägypten sind die Kopten aus der Sicht der Muslimbrüder Unterstützer des Militärs, das ihren Präsidenten Mohammed Mursi nach landesweiten Massenprotesten entmachtete. In Syrien werden sie als angebliche Unterstützer der Regimes Baschar Al-Assads und als vermeintliche Fremdkörper in einen islamischen Staat bekämpft“, so Lessenthin.

Die IGFM ruft die internationale Gemeinschaft auf, sich für einen angemessenen Schutz der christlichen Minderheit stark zu machen. „Hunderttausende Christen sahen sich während des Irak-Krieges gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen, ohne dass ihnen nennenswerter Schutz geboten wurde. Diese Tragödie darf sich nicht wiederholen.“

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/


Bayern und Hessen führen zentralen Gedenktag für deutsche Heimatvertriebene ein

Die Sudetendeutsche Zeitung berichtet in dieser Woche: „Die Ministerpräsidenten von Bayern und Hessen, Horst Seehofer  (CSU) und Volker Bouffier  (CDU), unterzeichneten am Dienstag die Proklamation zur Einführung des Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation.

Die Kabinette beider Länder hatten zugestimmt. Der Gedenktag wird in Bayern und Hessen künftig jedes Jahr am zweiten Sonntag im September begangen werden, erstmals am 14. September 2014.“

Auf der Webseite des Bayerischen Rundfunks erhalten Sie weitere Infos:  http://www.br.de/nachrichten/gedenktag-vertreibung-100.html


IGFM fordert Umdenken von Außenminister Westerwelle gegenüber Muslimbrüdern

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat Bundesaußenminister Westerwelle aufgefordert, Deutschlands Position bei den Konflikten in Ägypten und in Syrien zu überdenken. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Muslimbruderschaft und andere islamistische Gruppen hätten sich durch ihre beispiellose Gewalt gegen Andersdenkende als mögliche Partner Deutschlands disqualifiziert. Eine direkte oder auch mittelbare Unterstützung des inhaftierten ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mursi und seiner militanten Anhänger durch Deutschland sei sachlich nicht gerechtfertigt und würde Ägypten weiteren Schaden zufügen, warnte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin am heutigen Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Köln.

„Wer Kirchen niederbrennt, wahllos Angehörige von Minderheiten verfolgt und Andersdenkende misshandelt oder tötet ist ein Terrorist und eine tödliche Gefahr für jede demokratische Gesellschaft“, so die IGFM weiter. Die Muslimbrüder hätten ihre Gewaltorgie angekündigt und ihre demokratische Legitimation bereits spätestens im vergangenen November verloren, als der damalige Präsident Mursi sich selbst über die Verfassung und alle demokratischen Kontrollinstanzen stellte.

Deutschland solle nach Ansicht der IGFM jetzt seine finanziellen Hilfen für Ägypten freigeben. Dabei sollten aber von den deutschen Partnern die Empfänger der Hilfe sorgfältig ausgewählt werden. Hilfe aus Deutschland sollte nicht in die Hände von Organisationen fließen, die den Islamisten nahe stehen.

Gleichzeitig müsste bei der ägyptischen Regierung konsequent die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards angemahnt werden. Die Probleme des Landes können nach Überzeugung der IGFM nur mit Pressefreiheit, Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit gelöst werden.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/


Chaldäischer Patriarch lehnt westliche Militäraktion gegen Syrien ab

Louis Raphael I. erinnert an die Irak-Lüge

Ein militärisches Eingreifen unter Leitung der USA in Syrien wäre „ein großes Unheil. Es wäre, als ob man einen Vulkanausbruch verursacht, der Irak, Libanon und Palästina überrollt. Vielleicht ist für manche gerade dies das Ziel“, erklärte der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako gegenüber dem „Fidesdienst“ mit Blick auf ein mögliches Eingreifen gegen das Assad-Regime.

Der Patriarch leitet die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Irak. Ein eventuelles Eingreifen des Westens erinnert ihn an die Entwicklung im eigenen Land: „Zehn Jahre nach dem Eingreifen der so genannten ‚Koalition der Willigen’ zum Sturz des Saddam-Regimes ist unser Land immer noch von Bomben gemartert und es gibt Sicherheitsprobleme, Instabilität und eine Wirtschaftskrise“.

Im Fall Syriens, so der chaldäische Patriarch weiter, seien die Dinge noch komplizierter, da die tatsächliche Dynamik des Bürgerkriegs schwer zu verstehen sei: „Die Oppositionellen“, so der Patriarch, „sind gespalten und die verschiedenen Gruppen bekämpfen sich untereinander. Es gibt immer mehr dschihadistische Milizen…“

Die Gründe, die westliche Länder als Rechtfertigung für ein mögliches Eingreifen nennen, hält der Vertreter der chaldäischen Kirche im Irak für zweckbestimmt und konfus:

„Alle sprechen von Demokratie und Freiheit, doch damit diese Ziele erreicht werden muss es historische Prozesse geben, man darf nicht denken, dass dies auch mechanische Weise oder noch weniger durch Erzwingen geht. Der einzi9ge Weg in Syrien und anderswo ist die Suche nach politischen Lösungen. Man muss Kämpfer zu Verhandlungen bewegen und sich eine provisorische Regierung vorstellen können, an der sowohl das Regime als auch die Opposition beteiligt sind. Man sollte auf die tatsächlichen Wünsche der Mehrheit der syrischen Bevölkerung hören“.

Der chaldäische Kirchenführer äußerte auch Zweifel an der Rechtfertigung des Eingreifens mit dem Einsatz von Chemiewaffen seitens der syrischen Armee:

„Auch das westliche Eingreifen gegen Saddam wurde damit gerechtfertigt, dass dieser angeblich Massenvernichtungswaffen besaß. Doch diese Waffen wurden nie gefunden“.

Quelle: Fidesdienst 


„Hexen“-ABC: Vorurteile widerlegt

A wie Altertum:  In der Antike gab es „Hexen“-Verbrennungen allein bei den heidnischen Religionen (auch bei den „alten Germanen“), nicht jedoch im Christentum. Die Vorstellung von „Hexen“ existierte zwar dem Ausdruck nach noch nicht (es gab diesen Begriff erst ab dem 15.  Jahrh.), der Sache nach aber schon, denn es wurden sowohl im Römischen Reich (sog. „Zwölftafelgesetz“, Tafel VIII.)  wie in den germanischen Stämmen die sog. „Schadenszauberer“ verfolgt (männliche ebenso wie weibliche). Vogel-Katze

Hierzu Wikipedia: „Die vorchristlichen Germanen kannten die Verbrennung von Schadenszauberern seit frühester Zeit.“ –  Ursache hierfür war eine „panische“ Angst vor Schwarzmagiern.  (Das Wort „Pan“ stammt übrigens vom griechischen Waldgötzen „Pan“, der Schrecken verbreitete). Das Ergebnis der Zauberer-Verfolgung entdeckten Forscher z.T. bei den sog. „Moorleichen“.

B wie Bibel: Hierzu heißt es bei Wikipedia: „Hexen im Sinne der Frühen Neuzeit kennt die Bibel nicht.“  – Auch der Begriff „Hexe“ kommt in der Heiligen Schrift nicht vor. Gebildete Angehörige des Jesuitenordens wußten, daß der Hexenwahn heidnische Wurzeln hat, weshalb sie gegen den Hexenwahn in der Frühen Neuzeit auftraten, nicht allein der bekannte Pater Friedrich von Spee SJ, sondern schon vor ihm Pater Adam Tanner SJ: http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Tanner

C wie Christentum: Das frühe Christentum kannte im Unterschied zur heidnischen Umwelt keine Verfolgung von „Magiern“.  Wikipedia schreibt: „Die alte Kirche war an Verfolgungen nicht beteiligt und lehnte die mit Hexerei verbundenen Ansichten und Praktiken als Aberglaube (Canon episcopi) ab.“  –  Im frühen Mittelalter bis hinein ins 11. Jahrhundert gab es keinerlei Hexenverfolgung von christlicher Seite. Der Glaube an „Hexen“ und erst recht deren Ermordung bzw. Verbrennung wurde vom Kirchenrecht sogar schwer bestraft, im Mord-Falle mit der Todesstrafe.

Hierzu ebenfalls Wikipedia: „Im karolingischen Frühmittelalter gab es jedoch keine Hexenverfolgung. Karl der Große bestätigte durch das Gesetz den Beschluss des Konzils von Paderborn aus dem Jahr 785: „Wer vom Teufel verblendet nach Weise der Heiden glaubt, es sei jemand eine Hexe und fresse Menschen, und diese Person deshalb verbrennt oder ihr Fleisch durch andere essen lässt, der soll mit dem Tode bestraft werden.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster