„Gott hat uns zur Heiligkeit berufen“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Thess 4,1-8:

Im übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des HERRN: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener!  Ihr wisst ja, welche Ermahnungen wir euch im Auftrag Jesu, des HERRN, gegeben haben.  slider5-640x360

Das ist es, was Gott will: eure Heiligung. Das bedeutet, dass ihr die Unzucht meidet, dass jeder von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu verkehren, nicht in leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen  –  und dass keiner seine Rechte überschreitet und seinen Bruder bei Geschäften betrügt, denn all das rächt der HERR, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben.

Denn Gott hat uns nicht dazu berufen, unrein zu leben, sondern heilig zu sein.  Wer das verwirft, der verwirft also nicht Menschen, sondern Gott, der euch seinen Heiligen Geist schenkt.


2 Kommentare on “„Gott hat uns zur Heiligkeit berufen“”

  1. Manfred Thewissen sagt:

    Liebe Frau Küble,
    auch bei diesem Beitrag fällt es mir immer wieder sauer auf, daß die angeführten biblischen Aussprüche und Ermahnungen von der Sprache her so gestaltet sind daß sie von Jedem in einer vom biblischen Verfasser nicht gemeinten Weise für sich auslegen kann; ja muß.
    Die Sprache ist es in der mitgeteilt, ermahnt, informiert, getröstet aber auch manipuliert wird. Jeder versteht unter den Worten die benutzt werden etwas Anderes. Wie kann man da den Wunsch des Paulus erfüllen alle eines Geistes zu sein. Worte anders verstanden als wirklich gemeint können zu falschen Vorstellungen führen, können Reizworte sein, können deshalb zum Glauben aber auch genau so gut von Glauben wegführen. Was z. B. versteht man unter Heiligkeit? Sünde? Unzucht ? Oder sehen sie allein die unterschiedliche Auffassung der Kirchen über das Wirken des „Heiligen Geistes“. Die katholische Kirche glaubt z.B. (so kommt es für mich unausgesprochen aus der Glaubensbelehrung aus einer Zeit vor 60 Jahren) daß der Geist Gottes vor Allem zu den „Vertretern Christi“, also dem Klerus spricht um ihnen den Auftrag zu geben es den normalen Gläubigen belehrend kundzutun. Die evangelische Kirche glaubt, daß der geist Gottes wirkt (weht) wo er will. Ich dagegen glaube erkannt zu haben, daß der Geist Gottes immer und überall und in allen Menschen zu wirken bemüht ist und daß er nur eine Sprache beherrscht; nämlich die Sprache der Liebe. Viel Christen können heute nicht mehr glauben, daß die Männer der Kirche (Klerus) wie Christus in der religiösen Belehrung ausschließlich von sich geben was sie durch den Geist Gottes vernommen haben. Ist es leider nicht so, daß viele Priester oft lediglich ihre eigene Meinung sagen. Woher sonst die Unterschiede in der Verkündigung.
    Oder was ist Unzucht? Reicht es denn nicht, unzüchtig zu sein, wenn man ausschließlich mit seinem Ehepartner verkehrt. Ist es keine Unzucht, wenn z.B. der Mann immer nur dann zu seiner Frau kommt, wenn ihn die sexuelle Begier dazu treibt. Wenn er geschlechtlichen Verkehr verlangt, auch wenn die Frau krank ist, sich ausgesprochen elend fühlt, oder von Sorgen zerfressen keine Lust auf geschlechtlichen Verkehr hat.
    Oder was ist eine heilige Weise ? Achtungsvoll verstehe ich ja noch.
    Was versteht man unter Reichtum, Armut, Almosen,Gehorsam (wem gegenüber) Liebe, Barmherzigkeit, Sündenvergebung, Lüge, Notlüge, läßliche Sünde, Todsünde ect,ect.
    Früher hat man einfach das Wort des Priesters vernommen und sich bemüht zu gehorchen. (religiöse Autorität). Heute wollen Menschen wissen was sie glauben, was richtig ist und was falsch ausgelegt worden ist.
    Ich glaube, daß all die Worte derer man sich bedient wieder neu definiert werden müssen. Und zwar von der Kirche selbst. Vom Papst in Übereinstimmung mit den Bischöfen.
    Es ist typisch für den Menschen daß er glaubt so wie er denkt und fühlt so müsse doch eigentlich Jeder denken und fühlen. Aber genau das gegenteil ist der Fall.

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    • Guten Tag, Herr Thewissen,
      auf alle von Ihnen angesprochenen Punkte kann ich nicht eingehen, das würde hier den Rahmen sprengen. Daher ein paar Anmerkungen:
      1. Die kath. Kirche glaubt sicherlich, daß die Priesterweihe und überhaupt das kirchliche Amt von Christus gestiftet wurde, um sein Werk auf Erden fortzusetzen durch Wort und Sakrament. Das bedeutet aber nicht, daß der Heilige Geist im Kirchenvolk nicht ebenfalls wirksam wäre. Immerhin erhalten wir durch die Taufe die Kindschaft Gottes – und der dreieinige Gott schenkt uns die „göttlichen Tugenden“ (Glaube, Hoffnung, Liebe). Daher ist der Hl. Geist schon in der Taufe wirksam.
      Zudem kennt die katholische Kirche das Sakrament der Firmung, das die „Sieben Gaben des Hl. Geistes“ vermittelt, die schon beim Propheten Jesaja erwähnt worden sind: Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rates, der Stärke, der Wissenschaft (Erkenntnis), der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.
      Die katholischen Gläubigen sollen diese Geistes-Gaben in ihrem Leben wirksam werden lassen, das ist ihre Berufung und Aufgabe.
      2. Unzucht ist zunächst jede praktizierte Sexualität außerhalb der Ehe, kann aber, wie Sie richtig erwähnen, insofern auch innerhalb der Ehe stattfinden, wenn sie von liebloser sexueller Begierde geprägt ist, denn der Ehepartner ist kein Lustobjekt. Deshalb schreibt Paulus auch, christliche Eheleute sollten in ihrer intimen Beziehung ebenfalls rücksichts- und respektvoll miteinander umgehen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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