Bibelbund-Vorsitzender äußert sich kritisch zu himmlischen „Botschaften“ an Sarah Young

Sehnsucht nach dem „heißen Draht“ kann in die Irre führen

Die evangelische Erfolgs-Autorin und Philosophin Sarah Young aus Perth in Australien behauptet in ihren Büchern, Einsprechungen  bzw. direkt „Offenbarungen“ von Jesus Christus persönlich erhalten zu haben. In der aktuellen christlichen Bestsellerliste in Deutschland ist sie gleich mit zwei Andachtsbüchern auf den Plätzen 1 und 8 vertreten.

Der Vorsitzende des Bibelbundes,  der Theologe Michael Kotsch, erklärt hierzu im evangelikalen Magazin IDEA-Spektrum, Gott habe sich „ein für alle Mal klar und deutlich in der Bibel ausgedrückt“. Wenn Christen der Ansicht seien, sie hätten Gottes Stimme gehört, stünden häufig „Machtinteressen und Geltungssucht“ dahinter. kt2012-p1110153

Hierzu erläutert der evangelikale Theologe:

„In einer maßlosen Selbstüberschätzung meinen heute viele Christen, jede innere oder äußere Stimme stamme von Gott. Vielfach hat man verlernt, seine eigenen Hoffnungen, Wünsche, Ängste, Sympathien und Assoziationen von Gottes Mitteilungen zu unterscheiden.“

Damit würden „die eindeutigen Mitteilungen Gottes in der Bibel entwertet, weil ihre Glaubwürdigkeit auf dieselbe Stufe gestellt wird wie die Spekulationen offenbarungshungriger Christen“.

Kotsch zeigt Verständnis für den Wunsch, „einen heißen Draht direkt zu Gott zu haben“. Doch sollte es zu denken geben, wenn eine solche Informationsdichte wie heute in der Bibel nicht vorkomme.

In der Bibel hätten selbst die großen Propheten und Apostel „relativ selten direkte Mitteilungen Gottes“ erhalten. Und wenn, habe es sich „nicht um private Entscheidungshilfen, sondern um Wegweisung für das ganze Volk Israel oder die gesamte Gemeinde gehandelt“.

Quelle: http://www.idea.de

Konkrete INFOS über die Problematik der Youngschen „Himmelsbotschaften“ siehe hier  –  aus biblisch-evangelikaler Sicht: http://distomos.blogspot.de/2012/01/sarah-young-jesus-ruft-dich.html

Aufschlußreich ist allein schon die Tatsache, daß Sarah Young  – eigenen Angaben zufolge  –  das „automatische Schreiben“ praktiziert, das ansonsten aus dem Okkultismus, dem Spiritismus und der Esoterik bekannt ist.


Hoffe auf den HERRN und sei stark!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:Psalm 27 (26),1.4.13-14:

Der HERR ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?                                                                             0013
Der HERR ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?
Nur eines erbitte ich vom HERRN, danach verlangt mich:
Im Haus des HERRN zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des HERRNzu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.
Ich bin gewiß, zu schauen die Güte des HERRN
im Land der Lebenden.
Hoffe auf den HERRN und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den HERRN!

Syrien: Großmufti will am 7.9. beim Friedensgebet auf dem Petersplatz dabeisein

Der Großmufti von Syrien, Ahmad Adreddin Hassou, Oberhaupt der sunnitischen Muslime in Syrien, ist zutiefst bewegt vom Appell des Papstes für den Frieden in Syrien und möchte am öffentlichen Friedensgebet auf dem Petersplatz teilnehmen, das Papst Franziskus für den 7. September angesetzt hat.

Diesen Wunsch habe der Großmufti bereits in einem Schreiben an den Apostolischen Nuntius in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari, zum Ausdruck gebracht, erklärten Beobachter dem „Fidesdienst“.

Auf jeden Fall werde man sich mit der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Damaskus „der Einladung anschließen, mit der sich Papst Franziskus an alle Religionen wendet, und auch in den Moscheen im ganzen Land für den Frieden in Syrien beten.“

Für die syrischen Muslime sei Papst Franziskus ein „geistliches Oberhaupt, das frei von politischen, individuellen und kollektiven Interessen handelt, sondern sich für das Wohl der Menschen in Syrien einsetzt“.

Quelle: Fidesdienst


Bistum Regensburg: Fortbildung für Firmvorbereitungs-Helfer in Beratzhausen

Im Rahmen der Firmvorbereitung sind soziale Projekte meist ein wichtiger Baustein. Beliebt sind u.a. Besuche in einem Seniorenheim.

Dabei sollte es nicht nur um das Kennenlernen der sozialen, kirchlichen Einrichtung gehen, vielmehr kann eine Begegnung von Jung und Alt gewinnbringend sein für beide Seiten. Nightfever in Rom

Die Arbeitsstellen Gemeindekatechese und Altenpastoral im Seelsorgsamt Regensburg bieten hierzu gemeinsam mit der Kath. Erwachsenenbildung und dem Seniorenheim St. Hedwig eine Fortbildung für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) in der Firmkatechese an: Montag, 7. Oktober 2013, von 15 bis 18 Uhr im Seniorenheim St. Hedwig in Beratzhausen.

An diesem Nachmittag wollen wir uns dem Thema aus drei Blickwinkeln nähern: Firmung und Begegnung mit Senioren – was haben beide miteinander zu tun und wo gibt es Anknüpfungs- und Berührungspunkte? Was ist gut zu wissen, wenn ich mit Firmlingen in ein Seniorenheim gehe? Dazu wird uns die Heimleitung einige Informationen geben. Wie kann eine aktive Begegnung zwischen Jung und Alt ermöglicht werden? Dazu gibt es konkrete Impulse und Möglichkeiten zum Austausch.

Referenten aus den jeweiligen Bereichen werden sein: Referentin für Gemeindekatechese Heidi Braun, Leiterin des Senioren- und Pflegeheims Ramona Riecke, Pastoralreferent Bartholomäus Meister (Altenseelsorge) und Pastoralreferent Thomas Albertin (KEB, Regensburg Land).

Anmeldung bis 30. September 2013 an Pastoralreferentin Heidi Braun, Bischöfl. Seelsorgeamt, Obermünsterplatz 7, 93047 Regensburg, Tel.: 0941/597-2603, Fax: 0941/597-2626, Mail: hbraun.seel@bistum-regensburg.de

Quelle: Presseamt des Bistums Regensburg


Prostitution ist kein Beruf wie jeder andere – und Deutschland der „Puff Europas“

Mathias von Gersdorff

Möglicherweise sind die pädophilen Strömungen in den achtziger Jahren nicht die einzige Zeitbombe in den Händen von Bündnis 90/Die Grünen. Auch die Anerkennung der Prostitution als regelrechter Beruf könnte sich zum Bumerang für die Gutmenschen-Partei entwickeln. 

Zur Erinnerung: Ende 2001 hat die damals regierende rot-grüne Koalition das Prostitutionsgesetz (Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten – ProstG) verabschiedet, das am 1. Januar 2002 rechtswirksam wurde. Im wesentlichen wurde damit die Prostitution zum normalen Beruf erklärt. Davor war diese Tätigkeit nicht illegal, galt aber als sittenwidrig, wurde also toleriert.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Die rot-grüne Regierung argumentierte, sie wolle den Prostituierten mehr Sozial- und Rechtssicherheit geben. In Wahrheit gehörte diese Initiative zu deren gesellschaftspolitischen Vorhaben, wie auch die Einführung der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“, die (regulierte) Abgabe von schweren Drogen usw.

Medial wurde damals das Gesetz insbesondere durch die Talkshows von Arabella Kiesbauer, Hans Meiser, Vera am Mittag, Sonja und andere vorbereitet. Dort traten laufend Prostituierte auf und berichteten im Detail von ihrem Broterwerb.

Das Gesetz war aus sozialpolitischer Perspektive ein Flop, denn wenige haben ihre Tätigkeit überhaupt als Gewerbe eingetragen. Im Jahr 2007 besaßen nicht einmal ein Prozent aller Betreffenden einen Arbeitsvertrag. Eine Krankenversicherung hatten die wenigsten.

Trotzdem wurde durch dieses Gesetz Werbung für Prostitution möglich. Davor war sie aufgrund der Sittenwidrigkeit verboten. (Hier gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen, doch die wichtigsten Gerichtsurteilte begünstigen die Werbefreiheit). Einzige Beschränkung dieser Werbung ist heute der Jugendschutz.

Menschenhandel wesentlich erleichtert

Das Gesetz passierte aufgrund der Mehrheitsverhältnisse leicht die Abstimmungen im Bundestag und erzeugte auch sonst relativ wenig Polemik. Heute sähe das anders aus:

Aufgrund des rasant steigenden Menschenhandels  –  auch in Industriestaaten, inklusive Deutschland  –  sind Gesetze wie das deutsche Prostitutionsgesetz inzwischen mächtig in die Kritik geraten. Laut Schätzungen der OSZE bringen Menschenhändler jedes Jahr zwischen 120.000 und 500.000 Frauen von Mittel- und Osteuropa nach Westeuropa und zwingen sie oft zur Prostitution (vgl. Die Welt vom 5. April 2013). Menschenhandel geht meist mit Zwangsprostitution, Kinderprostitution und Kinderpornographie einher.

Zehn Jahren nach der Einführung des Prostitutionsgesetzes weiß man: Die Anerkennung und Legalisierung der Prostitution als Beruf erleichtert den Menschenhandel. Eine Studie, die von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben wurde, hat gezeigt, daß Deutschland eine Drehscheibe moderner Sklaverei ist.

Demnach stieg der Menschenhandel hierzulande allein zwischen 2008 und 2010 um 18 Prozent. Der Leiter der Abteilung Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt Niedersachsen, Christian Zahel, geht davon aus, daß neun von zehn Betroffenen zur Prostitution gezwungen werden.

Das rot-grüne Gesetz wirkte sich aus verschiedenen Gründen fatal aus. Zum einen ermöglichte es die Einrichtung von Bordellen und damit eine Struktur, in welchem illegale Aktivitäten hinter einer legalen Fassade organisiert werden können.

Prostitutionsgesetz erschwerte Polizeikontrollen

Aber das ist nicht alles. Kriminalexperte Manfred Paulus, der sich mit seinen Büchern über die organisierte Pädophilie einen Namen machte (z. B. „Grünkram“, 1998), erklärte Anfang des Jahres 2013 gegenüber dem Deutschlandfunk, daß das Prostitutionsgesetz die Polizeikontrollen erheblich erschwerte:

„Ich habe dieses Gesetz schon als Zuhälterschutzgesetz bezeichnet, weil ich gewaltige Nachteile einfach sehe. Da wurde im Zusammenhang mit dieser Gesetzgebung zum Beispiel die Förderung der Prostitution aufgehoben, der Tatbestand, das war immer ein Ermittlungstatbestand, der uns die Türen geöffnet hat. Die Polizei hat mehr oder weniger inzwischen Schwierigkeiten, solche Kontrollen vorzunehmen, und das führt natürlich nicht zur Aufdeckung von Kriminalität.“

Im selben Interview erklärte Paulus, daß das Gesetz im „Milieu“ nie angekommen sei, was auch nicht erwartet werden konnte.

Anfang dieses Jahres ging die FAZ der Frage nach, ob die Legalisierung der Prostitution die Kriminalität reduzieren könne. Das Ergebnis: „Die Liberalisierung fördert den Menschenhandel und steigert damit die Zahl der Menschen, die als Ware in ein Land geschafft werden“.

Aus diesem Grund wird Deutschland laut Focus vom 20. Dezember 2012 als „Puff Europas“ bezeichnet: „Deutschland ist für die Menschenhändlerringe ein wichtiger Markt.“  –  Nicht verwunderlich: Nach Recherchen des früheren Bundespolizisten und jetzigen Bestsellerautoren Stefan Schubert erreichten selbst schmucklose mittelgroße Bordelle einen Jahresumsatz von mehr als einer Million Euro. Insgesamt würden im deutschen Rotlicht-Milieu geschätzt jährlich 14,5 Milliarden Euro umgesetzt.

Alice Schwarzers scharfe Kritik an den Grünen 

Das Ganze ist dermaßen ein Skandal, daß sich selbst Linke inzwischen zu Wort melden. Alice Schwarzer kritisierte in einem taz-Artikel vom 13. August 2013 zum Pädophilie-Skandal bei den Grünen, daß diese Partei nicht verstehe, daß Prostitution immer Ausbeutung sei:

„Heute sagt derselbe Beck über Prostitution, für ihn ‘ein Beruf wie jeder andere’, wörtlich: ‘Wenn Leute etwas anbieten, andere es kaufen wollen und es keine ökologischen oder sozialen Nebenwirkungen gibt, die man dringend unterbinden muß, dann nehme ich das zur Kenntnis und störe mich nicht weiter dran.’ Sexualität als Ware. Der schlimmste Alptraum aufrichtiger AufklärerInnen ist wahr geworden. Und die Parallelen im Diskurs um die Pädophilie und dem über die Prostitution drängen sich regelrecht auf: Auch die heute über 90 Prozent Armuts- und Zwangsprostituierten in Deutschland werden geleugnet, und es ist  von ‘Einvernehmlichkeit’ und ‘Freiwilligkeit’ die Rede.“

In der nächsten Legislaturperiode müßte das Thema auf dem Tisch landen, nicht zuletzt auf Druck der EU, die schärfere Rechtsvorschriften fordert. Die Frist dazu war der 6. April 2013  –  Deutschland ließ sie verstreichen.

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


Brief des Limburger Bischofs an Priester, Ordensleute und Kirchenvolk

An alle Priester und Diakone im Bistum Limburg,
an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral,
an alle Ordensgemeinschaften,
an alle synodalen Gremien,
an alle Katholiken in den Bezirken, Pastoralen Räumen
und Pfarreien der Kirche von Limburg

DER BISCHOF VON LIMBURG

31. August 2013

Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Limburg,
ich weiß, dass viele von Ihnen in diesen Tagen voller Sorge sind um die Zukunft unseres Bistums, dass es viele offene Fragen gibt und auch Unmut und Kritik. Deshalb möchte ich mich heute direkt an Sie wenden. bischof

Es ist kaum möglich, in diesem Brief auf jede einzelne Frage einzugehen. Wo es etwa um die Kosten für das neue Bischöfliche Haus (Diözesanes Zentrum St. Nikolaus) geht, wird noch einmal ein genauerer Blick und die Überprüfung vieler Einzelheiten nötig sein. Gerne sage ich Ihnen zu, dass alles dafür getan wird, um diese Fragen klipp und klar zu beantworten. Und wichtiger noch: Ich will

Sie alle, jede einzelne Pfarrgemeinde in unserem Bistum, zu einem Besuch im Diözesanen Zentrum St. Nikolaus in Limburg und zu einer persönlichen Begegnung mit mir einladen. Das geht nicht innerhalb weniger Tage, da muss ich Sie um Geduld bitten. Es wird Zeit brauchen, aber diese Zeit nehme ich mir gern. Das Bischöfliche Haus ist unser gemeinsames Haus, und es steht Ihnen allen offen.

Manches, was in den letzten Wochen gesagt und geschrieben worden ist, hat mich verletzt. Anderes hat mich auch nachdenklich gemacht und dazu beigetragen, dass ich einige Entscheidungen heute mitunter in einem anderen Licht sehe. Rückblickend gibt es Dinge, die ich anders angehen würde. Auch ein Bischof ist nicht über jeden Zweifel erhaben und muss Kritik vertragen können, das ist wahr.

Deshalb will ich mich heute auch in besonderer Weise an diejenigen wenden, die mich aus kritischer Distanz beobachten. Lassen Sie uns aufeinander zugehen! Ich schätze Ihre skeptischen und kritischen Fragen. Aber mehr noch brauche ich Ihr Vertrauen. Wo nur noch Verdacht und Misstrauen regieren, kann keine christliche Gemeinschaft lebendig werden.

Bereits in dieser Woche habe ich mit Vertretern unserer synodalen Gremien im Bistum viele Gespräche geführt. Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir unseren bewährten synodalen Dialog vertiefen können. Für die Zukunft brauchen wir beides: Dialog und Einheit. Bischöflicher Dienst besteht gerade in der Sorge um dieses Miteinander.

Ich bitte Sie alle in diesen unbestreitbar schwierigen Tagen um Ihr Gebet für unser Bistum. Und auch ich ganz persönlich brauche Ihr Gebet. Seien Sie gewiss, dass auch ich Sie alle in meine Gebete einschließe.

Lassen Sie uns den Weg, der vor uns liegt, gemeinsam gehen, im festen Vertrauen auf den auferstandenen HERRN. Nicht wir, sondern Er steht in der Mitte. Und wie tröstlich ist auf unserem Weg dieses Wort des HERRN:  ER ist bei uns, alle Tage!
Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen
Ihr
+ Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst
Bischof von Limburg


Mehr als wunderlich: Familie Wunderlich wg. Hausunterricht auseinandergerissen

Skandalös: Homeschooling-Familie wie Verbrecher behandelt

Die Home School Legal Defense Association (HSLDA), eine US-amerikanische Organisation für Homeschooling (Hausunterricht), berichtete am 30.August 2013 über ein unverhältnismäßig hartes Vorgehen gegen Dirk und Petra Wunderlich, die ihre Kinder nicht an öffentlichen Schulen unterrichten lassen und stattdessen Homeschooling praktizierten, ihre Kinder also zuhause unterrichten, wie dies in den meisten westlichen Staaten erlaubt ist, in Deutschland wegen Schulzwang hingegen verboten. wunderlich-300x180

Am 29. August um 8 Uhr am verschaffte sich ein Team von 20 Sozialarbeitern, Polizeibeamten und Sonderkräften Zugang zur Wohnung der Wunderlichs nahe Darmstadt  –  und nahmen die vier Kinder der Familie im Alter von 7 bis 14 Jahren in Gewahrsam. Die Kinder wurden an einen unbekannten Ort verbracht. Den Eltern wurde mitgeteilt, dass sie ihre Kinder „nicht so bald wiedersehen“ würden.

HSLDA erhielt die richterliche Anordnung, die diese Maßnahme ermöglichte. Der einzige juristische Grund für die behördliche Maßnahme, die Kinder von der Familie zu trennen, bestand darin, dass Wunderlichs ihre Kinder zuhause unterrichteten. Familienrichter König unterzeichnete den Beschluss, weil die Wunderlichs sich weigerten, der deutschen Schulpflicht nachzukommen.

Dirk Wunderlich beschreibt die überraschenden Ereignisse mit folgenden Worten:

„Ich schaute durch ein Fenster und sah viele Leute, Polizei und Sondereinsatzkräfte, alle bewaffnet. Sie sagten mir, sie wollten hereinkommen, um mit mir zu sprechen. Ich versuchte Fragen zu stellen, aber innerhalb von Sekunden brachten drei Polizeibeamte einen Rammbock, um die Türe einzubrechen. Also öffnete ich. Die Polizei drückte mich in einen Stuhl und ließ mich nicht einmal telefonieren. Es ging chaotisch zu, als sie mir sagten, dass sie die Kinder mitnehmen würden. Bei der kleinsten Bewegung packten mich die Beamten, so als wäre ich ein Terrorist. Man hätte niemals erwartet, dass sich so etwas in unserem ruhigen, friedfertigen Dorf ereignen würde. Es war wie eine Szene in einem Science Fiction. Unsere Nachbarn und Kinder wurden durch dieses Eindringen traumatisiert.“

Die HSLDA verfolgt die Geschichte der Wunderlichs seit Jahren. Die Familie zog in mehrere Länder der EU, um einen Ort zu finden, wo sie ihre Kinder zuhause unterrichten konnten. Letztes Jahr kehrten die Wunderlichs nach Deutschland zurück und ließ sich bei Darmstadt nieder. Das Jugendamt wurde auf die Familie aufmerksam, ließ diese jedoch unbehelligt, weil die Kinder in der Familie gut versorgt wurden.

Die Behörden zogen allerdings die Pässe der Kinder ein, um zu verhindern, dass die Familie fliehen kann  –  laut Michael Farris von HSLDA ein Verstoß gegen die Europäischen Menschenrechtskonvention. „Das Recht auf Homeschooling ist ein Menschenrecht, ebenso wie das Recht auf Freizügigkeit und darauf, ein Land zu verlassen… Dieses aktuelle Vorgehen, die vier unschuldigen Kinder aus der Familie zu nehmen, ist ein unerhörter Akt“, so Farris, Experte für internationales Recht.

FORTSETZUNG des Beitrags hier: http://www.schneider-breitenbrunn.de/2013-09/homeschooling-staat-nimmt-kinder-in-obhut/

Foto: HSLDA