Aufrüttelnde TV-Sendung von Silvia Matthies: „Wer bestimmt am Lebensende?“

Von Dr. med. Regina Breul

Am Sonntag, den 8. Sept. 2013, wird um 20,15 Uhr auf dem Spartenkanal der ARD „Tagesschau 24″ die Dokumentation von Silvia Matthies „Wer bestimmt am Lebensende?“ wiederholt.

Es geht u. a. um einen sog. „chronischen Hirntod“. Ein Patient des Klinikums Worms hat seinen bereits dokumentierten Hirntod um 11 Tage überlebt, weil seine Familie das Abstellen der künstlichen Beatmung verweigert hatte. Die Angehörigen waren sich sicher, dass der Vater noch Reaktionen zeigte, wenn vertraute Personen an seinem Bett standen.

Schockierende Fakten:

Der Patient war  –   trotz explizierter Ablehnung der Ehefrau  –  vom behandelnden Oberarzt bereits 1 Tag nach der Einlieferung an die Dt. Stiftung Organtransplantation (DSO) gemeldet worden. Diese Meldung überlebte er um mehrere Wochen.

Der Hirntote erkrankte während der 11 Tage seines Üblebens nach Ausstellung des Totenscheins noch an einer schweren Lungenentzündung. Außerdem zeigte er nach Angaben der Familie mehrfach Atemanstrengungen, die später aber von den Klinikärzten mit Artefakten erklärt wurden.

Für die 11 Tage des Überlebens (nach Ausstellen des Totenscheins) soll die Ehefrau 27.000 Euro für die Behandlung des Toten bezahlen. Der Fall liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft  Mainz und wurde  von den Angehörigen der Prüfungs- und Überwachungskommission der Bundesärztekammer gemeldet.

Die Dokumentation wurde im vorigen Jahr für den Grimme- Preis nominiert.


Italien: Gottes Zehn Gebote unbekannt?

Über 80 Prozent der Italiener können die Zehn Gebote nicht vollständig aufzählen. Fast jeder Fünfte kann keines der Gebote nennen, auf denen die christliche Ethik aufgebaut ist und an denen sich Europas Gesetzgebung orientiert. media-444757-2

Dabei sind die Gebote Gottes kurz, prägnant und handfest formuliert. Dennoch sind laut einer Umfrage 80 Prozent der Italiener nicht in der Lage, sie vollständig aufzuzählen. 41 Prozent kennen nur ein einziges Gebot und 17,2 Prozent gar keines.

20 Prozent glaubten zudem, Christus habe die Evangelien selber geschrieben und 84 Prozent brachten Noah, Abraham, Moses und Christus nicht in die richtige Reihenfolge.

Die Zeitschrift „Reader’s Digest“ führte vor zehn Jahren auch in Deutschland eine Zehn-Gebote-Umfrage durch. Damals zeigte sich, dass nur wenige Deutsche mehr als ein paar Gebote aufzählen können. Dennoch waren selbst unter Leuten, die sich zu keiner Religion bekennen, 45 Prozent der Meinung, dass diese Gebote gut sind.

Quelle: Daniel Gerber in http://www.jesus.ch/n.php?nid=242060


Streit um die Ehe: Muß die EKD ihr „Familienpapier“ nachbessern?

Die Forderungen, das umstrittene EKD-Familienpapier zurückzuziehen oder zumindest nachzubessern, nehmen zu. Auch in der Leitung der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) mehren sich kritische Stimmen. Das Gremium befaßt sich am 6. und 7. September mit dem Thema.

Die EKD-„Orientierungshilfe“ rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das etwa auch homosexuelle Partnerschaften und sog. „Flickenteppich-Familien“ (Patchwork) einschließt. 120505416_B_Judy und Mike in der Kirche

Bisher haben vier Ratsmitglieder öffentlich Kritik geübt – zuletzt Klaus Winterhoff (Bielefeld) – Juristischer Vizepräsident des westfälischen Landeskirchenamtes. Nach seinen Worten hat sich die Kommission, die das Papier erarbeitet hat, von ihrem ursprünglichen Auftrag entfernt, Ehe und Familie zu stärken. Der Rat müsse „aufarbeiten, was wir da unterschätzt haben“, sagte Winterhoff der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Zuvor hatte sich der stellv. EKD-Ratsvorsitzende, der sächsische Landesbischof Jochen Bohl, für eine Nachbesserung ausgesprochen. In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung sagte er: „Ich räume selbstkritisch ein, dass die unverändert große Bedeutung der Ehe in dem Papier zu kurz kommt.“  – Er könne sich vorstellen, dass die theologische Klärung, was Ehe ist, noch einmal gründlicher vorgenommen werde: „Das können wir besser, als es in der Orientierungshilfe gelungen ist.“

Zwei weitere Ratsmitglieder  –  die Vertreterin der schwäbischen Pietisten, Tabea Dölker, und der badische Landesbischof Ulrich Fischer  – hatten nach eigenen Angaben bereits vor der Veröffentlichung im Gremium widersprochen.

Theologische Schwächen in dem Papier beklagten u.a. der Bischofsrat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers mit Landesbischof Ralf Meister, der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Markus Dröge, und die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, Kirsten Fehrs.

Auf Ablehnung stieß das Papier bei theologisch konservativen Gruppen in der evangelischen Kirche, aber auch bei hochrangigen Vertretern der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche.

Der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider stellte angesichts der Kritik eine Ergänzung der „Orientierungshilfe“ in Aussicht. Er könne sich vorstellen, „dass wir in einer weiteren Auflage noch erläuternde oder ergänzende Texte dazuschreiben“.

Quelle: http://www.idea.de


Führende Evangelikale lehnen Militärschlag gegen Syrien ab

Opfer der „Arabellion“ sind vor allem die Christen

Führende Evangelikale haben sich gegen einen Militärschlag in Syrien ausgesprochen. Der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Geoff Tunnicliffe (New York), richtete ein Schreiben an die US-Regierung und den UN-Weltsicherheitsrat.

Darin weist er darauf hin, dass die Christen in Syrien und dem gesamten Nahen Osten eine US-geführte militärische Intervention als Reaktion auf den Giftgaseinsatz im syrischen Bürgerkrieg ablehnen. Übereinstimmend seien christliche Führungskräfte der Region der Meinung, dass ein solches Eingreifen den Christen schaden würde. Ohnehin würden sie bereits von Rebellen verfolgt. Man drohe ihnen, dass sie nach einem Sturz Assads in einem muslimischen Syrien nicht mehr willkommen seien, so Tunnicliffe.

Auch in den USA lehnen fast zwei Drittel der evangelikalen Pastoren ein militärisches Eingreifen ab. 62,5 Prozent aller Geistlichen hätten sich bei einer Umfrage der „Nationalen Vereinigung der Evangelikalen“ (NAE) dagegen ausgesprochen, teilte der Präsident der Dachorganisation, Leith Anderson (Washington), mit.

Die NAE repräsentiert mehr als 45.000 Gemeinden in den USA und die WEA rund 600 Millionen Evangelikale in 128 Ländern.

Laut Tunnicliffe sind arabische Christen zunehmender Verfolgung ausgesetzt. Sie litten besonders in Ägypten und Syrien unter Übergriffen muslimischer Extremisten, obwohl sie „seit 2000 Jahren loyale Bürger in der arabischen Welt sind“, sagte Tunnicliffe bei einer Konferenz in der jordanischen Hauptstadt Amman, die sich mit den „Herausforderungen arabischer Christen“ beschäftigte.  

Quelle: http://www.idea.de


Orthodoxer Patriarch von Konstantinopel begrüßt Gebets-Initiative des Papstes

Der Patriarch von Konstantinopel, Bartholomeos I., unterstützt den Appell seines „Bruders in Christus, Papst Franziskus“ und dessen Aufruf zum Fasten und Beten für den Frieden in Syrien.

In diesem Zusammenhang bittet er auch die in St. Petersburg versammelten Teilnehmer des G20-Gipfels um Verhandlungen für eine nichtmilitärische Lösung des syrischen Konflikts.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

„Das Ökumenische Patriarchat und ich persönlich“, heißt es in der Erklärung, „verfolgen mit großer Sorge die Entwicklung der Lage in Syrien und im ganzen Nahen Osten. Wir beten dafür, dass der Frieden siegen möge. Nur der Friede wird es auch Christen im Nahen Ostern ermöglichen künftig ohne Einschränkungen in ihren Heimatländern zu leben.“

„Die Kirche in Konstantinopel begrüßt die Initiative des Bischofs von Rom, Papst Franziskus, und dessen Bitte an die Christen in aller Welt, am Samstag gemeinsam zu Fasten und zu beten, und um den Frieden in Syrien, diesem gemarterten Land zu bitten“, heißt es in der Verlautbarung weiter, „in der Hoffnung, dass Gott die Gedanken der verantwortlichen Politiker erleuchten möge und damit militärische Aktionen verhindert werden, die unvermeidlich zum Tod vieler unschuldiger Opfer führen würden.“

„Auch ich“, so der orthodoxe Patriarch, „werde dem Appell unseres Bruders in Christus, Papst Franziskus nachkommen und am kommenden Samstag für dieselben Anliegen beten, wir dies seit Beginn des blutigen Konflikts in Syrien tun“. 

Quelle: Fidesdienst