Gregorianischer Flehruf um Frieden: „Da pacem, Domine“ aus dem 9. Jahrhundert

Latin.png Lateinisch

Da pacem, Domine, in diebus nostris
Quia non est alius
Qui pugnet pro nobis
Nisi tu Deus noster.

German.png Deutsch

Gib Frieden, HERR, in unseren Tagen
Denn es ist kein anderer
Der für uns kämpfen würde
Wenn nicht du, unser Gott.

English.png Englisch

Give peace, O Lord, in our time
Because there is no one else
Who will fight for us
If not You, our God.

French.png Französisch

Donne nous la paix Seigneur en ce jour
Car il n’y a personne d’autre que Toi notre Dieu
Qui combatte pour nous
si ce n’est toi notre Dieu.

Quelle: hier


Was Merkel verschweigt: CDU-Europa-Abgeordnete stimmten mehrheitlich für Beitritt Griechenlands zur Euro-Zone

Von Michael Leh

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirft ihrem Amtsvorgänger Gerhard Schröder vor, Griechenland in die Eurozone aufgenommen zu haben. Was sie jedoch verschweigt: Auch die Mehrheit der CDU-Europaabgeordneten hat im Jahr 2000 im  Europa-Parlament dem Beitritt Athens zur Euro-Zone zugestimmt.

Michael Leh

Michael Leh

Darunter waren ausweislich der Abstimmungsprotokolle auch solche CDU-Wortführer in Sachen Europa wie Elmar Brok oder Hans-Gert Pöttering; auch etwa der heutige CDU-Vorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet. Sie alle haben bei der Abstimmung die Hände für den Beitritt Griechenlands zur Eurozone gehoben. Es gab auch Nein-Stimmen und Enthaltungen unter den CDU-Europaabgeordneten  –  die Mehrheit jedoch stimmte zu.

Dabei gab es bereits damals Warnungen genug. Bemerkenswerterweise votierten die Europaabgeordneten der CSU nahezu geschlossen gegen den Beitritt Athens zur Euro-Zone. Doch auch das Stimmverhalten ihrer EVP-Fraktionskollegen von der CSU focht die Mehrheit der „Euromantiker“ von der CDU nicht an.

Warum sollte man heute irgendetwas darauf geben, wenn sich die Broks und Pötterings zur „Eurorettung“ einlassen? Sie sind hier noch genauso inkompetent wie ehedem.

SPD-Finanzminister Eichel begrüßte Griechenlands Beitritt

Im Bundestag hatte Finanzminister Hans Eichel (SPD) am 29. Juni 2000 erklärt, Griechenland habe einen „erfolgreichen Konvergenzprozess“ hinter sich. Dazu könne man Griechenland „nur gratulieren“.  – Eichel: „Ich freue mich, dass Griechenland mit seiner langen Geschichte und seinem großen Beitrag, den es zur europäischen Kultur geleistet hat, Mitglied der Euro-Zone wird.“

Das Bundestagsprotokoll verzeichnet Beifall bei Abgeordneten der SPD und der Grünen sowie von Friedbert Pflüger (CDU).

Direkt nach Eichel hielt auf dieser Bundestagssitzung Peter Hintze von der CDU eine lange Rede; mit keiner einzigen Silbe äußerte er jedoch Kritik am Beitritt Athens zur Euro-Zone. Auch kein anderer CDU-Abgeordneter kritisierte Eichel diesbezüglich.

CSU-Abgeordneter widersprach Eichel

Wieder war es nur ein Abgeordneter der CSU, Gerd Müller, der zwar nur kurz, aber klar widersprach: „Herr Eichel, die Aufnahme Griechenlands in den Eurokreis zum jetzigen Zeitpunkt war ein schwerer Fehler. Die Staatsverschuldung betrug 104 Prozent. Bei der Inflationsbekämpfung wurde manipuliert. Sie haben die Kriterien einfach einmal mit links hinweggeschoben und das Vertrauen in den Euro beschädigt.“

Dass Merkel damals dem Euro-Beitritt Athens widersprochen hätte, ist nicht überliefert. Als es auf sie als Bundeskanzlerin in puncto Euro entscheidend ankam – nämlich auf dem Brüsseler Gipfel vom  Mai 2010 – hat sie den Bruch der No-Bailout-Klausel abgesegnet und damit den Weg in die europäische Schuldenunion frei gemacht.

Dieses Versagen steht dem eines Gerhard Schröders kaum nach.

Auf einem CDU-Werbetext für den Euro aus dem Jahr 1999 hieß es noch: „Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein! Der Masstrichter Vertrag verbietet ausdrücklich, dass die EU oder die anderen EU-Partner für die Schulden eines Mitgliedstaates haften.“

Unser Autor Michael Leh ist Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung des Beitrags in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ vom 7. September 2013

 


Schüler lernen spielerisch: Wenn die Wüste zum Garten wird

Bei einem Workshop der israelischen Botschaft haben sich Schüler des Gymnasiums Carolinum in Neustrelitz mit dem “grünen” Israel beschäftigt. Der Workshop fand im Rahmen der 7. International Summerschool (Sommerschule) der Schule statt.

Das FOTO des Carolinums zeigt die jungen Teilnehmer.

In einem fiktiven Rollenspiel verhandelten die Schüler die Errichtung eines Wasserreservoirs in der Wüste Negev und schlüpften dafür in die Rollen verschiedener Interessensvertreter, wie dem jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL), der israelischen Regierung, deutscher Geldgeber, Beduinendörfer, eines Kibbutzes und des israelischen Verteidigungsministeriums.

Dabei galt es, die möglichen Konfliktpotentiale in Verhandlungen auszuloten.

So wurden spielerisch zwei Zwecke erfüllt: zum einen erhielten die Schüler Einblicke in die Herausforderungen und Interessensgruppen in Israel. Zum anderen erfuhren sie, wie kompliziert es sein kann, Projekte und Ideen fair zu diskutieren, bei denen nicht alle beteiligten Gruppen die gleichen Interessen teilen.

Die Summerschool wird von Henry Tesch, dem ehem. Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern und ehem. Schuldirektor des Gymnasiums organisiert. In seinen Summerschools und den sonstigen Aktivitäten liegt ihm besonders die Erinnerung an die NS-Judenvernichtung am Herzen.

Die Summerschool findet jährlich statt, wobei regelmäßig israelische Zeitzeugen und Philosophen eingeladen werden. Mehr zur 7. International Summerschool unter www.carolinum.de

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

 


Brief des Regensburger Bischofs an die Eltern der Schulanfänger

Liebe Eltern,
ich beglückwünsche Sie und Ihr Kind zum Eintritt in die Grundschule. Die Aufregung für Ihr Kind wird groß sein, neue Erfahrungen, neue Gesichter, neue Menschen, mit denen es nun in den nächsten Jahren täglich in Gemeinschaft zusammen ist. Im neuen Lebensraum „Schule“ gibt es für Ihr Kind viel zu entdecken und zu erforschen, zu erspüren und zu erkennen. Eine lehrreiche und spannende Zeit steht ihm bevor, in dem Neues und Unbekanntes zu Bekanntem und Vertrautem werden soll. borMedia1855001

Große Fragen des eigenen Lebens

Auch Ihr Kind ist wie alle Kinder wissbegierig, es stellt viele Fragen und stellt irgendwann auch vieles in Frage. Die großen Fragen der Menschheit werden über die Lippen Ihres Kindes kommen:

Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Wo ist meine Heimat und mein Platz in dieser Welt? Wie ist die Welt entstanden und wo ist der Himmel? Kann ich Gott Vater und Mutter nennen? Gibt es einen Sinn in dieser Welt?

Mit diesen Fragen und mit Ihrem Interesse, Ihren eigenen Erfahrungen und Ihrer Wertschätzung für den Glauben formt sich für Ihr Kind ein Welt- und ein Gottesbild.

Hier wird vielleicht spürbar, dass nicht eine materielle Sicht auf die Welt den Sinn des Lebens ausmacht, sondern die Wahrnehmung des Lebens und der Welt durch Vertrauen, Menschenfreundlichkeit, Gerechtigkeit, Aufmerksamkeit, Toleranz gegenüber anderen und Liebe einen Reichtum bereithält, der in jedem Menschen angelegt ist.

Diese Welt der Werte und der für jeden Menschen wichtigen Fragen nach Herkunft, Sinn und Ziel unseres Lebens, bilden auch die Mitte des Religionsunterrichtes, der für ganzheitliche Bildung und Erziehung steht. Der Religionsunterricht versteht sich deshalb als ein Stück Lebens- und Orientierungshilfe, damit aus Ihrem Kind ein glücklicher Mensch und eine starke, zuversichtliche Persönlichkeit werden kann.

Optik Jesu Christi borMedia1847901

Wir Christen sind davon überzeugt, dass hierfür die „Optik Jesu Christi“, der Blick eines liebenden und verzeihenden Gottes, der für jeden Menschen „da“ ist und ihn begleitet, unverzichtbar und lebensnotwendig ist. Dies einzuüben und sich miteinander auf den Weg zu machen, mit allen Hoffnungen und Zweifeln, allem Glück und allen Ängsten, dazu möchte der Religionsunterricht Raum geben in einer Welt, in der Leistungsdruck und Egoismen harte Anforderungen für Ihr Kind darstellen werden.

Wer glaubt, ist nie allein

Unser Glaube erzählt auch von den vielen guten Erfahrungen, die Menschen zu allen Zeiten mit Gott gemacht haben. Auch heute möchte der Religionsunterricht Ihrem Kind helfen, zu entdecken, dass Gott mit jedem von uns auf dem Weg zu seinem ganz persönlichen Lebensziel ist.

Auf diesem Weg Ihres Kindes stehen Ihnen Religionslehrerinnen und Religionslehrer zum Gespräch zur Verfügung und verdeutlichen so, dass Ihr Kind auf seinem Glaubensweg von vielen getragen und bestärkt wird.

Von Herzen wünsche ich Ihnen und Ihrem Kind einen guten Schulanfang, ein förderndes und hilfreiches Schulleben und angeregte Gespräche in Ihrer Familie über Gott und die Welt, über Leben und Tod, über Trauer und Freude, über die großen und kleinen Dinge, die das Leben so reich und so wunderbar machen.
Meine Segensgebete und Segenswünsche begleiten Sie
Ihr

+ Rudolf Voderholzer
Bischof von Regensburg
 

Quelle (Text/Fotos): Presseamt Bistum Regensburg


EAK beklagt einseitige rot-grüne Ausrichtung der Evangelischen Kirche

„Kirche muss eine Heimat für alle bleiben“

Eine einseitige Politisierung der Kirchen befürchten führende hessische CDU-Politiker. Die Kirchen dürften sich nicht „vor den Karren von Parteien spannen lassen“, sagte der Vorsitzende des hessischen Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK), Staatsminister Axel Wintermeyer (siehe Foto), am 5. September bei einem Redaktionsbesuch der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA in Wetzlar. wintermeyer_axel_pr12_01_6f450c6950

„Mit großer Besorgnis“ sehe er, dass die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt (Berlin), ihre kirchlichen Spitzenämter während des Bundestagswahlkampfs lediglich ruhen lässt.

Sie hätte sie laut Wintermeyer aufgeben sollen, weil die Kombination der beiden Funktionen nicht kompatibel mit der wünschenswerten überparteilichen Ausrichtung der Kirche sei. Frau Göring-Eckardt ist nach dem Ratsvorsitzenden, Nikolaus Schneider (Berlin), die zweithöchste Repräsentantin der EKD.

„Kirche muss eine Heimat für alle bleiben“, erklärte Wintermeyer. Wo dies nicht beherzigt werde, sei ein weiterer Mitgliederschwund vorprogrammiert, weil eine Trennung zwischen der spirituellen Funktion von Kirchen und politischer Parteinahme nicht mehr möglich sei.

Kirchen sollten sich „entpolitisieren“

Zunehmend ist, wie Staatsminister Wintermeyer sagte, bei gesellschaftlichen und politischen Äußerungen der evangelischen Kirchen damit das christliche Wertefundament oft kaum noch zu erkennen. Er nannte Beispiele dafür, dass sich ihre Stellungnahmen oftmals einseitig mit Forderungen von SPD und Grünen beschäftigten. (…)

Laut Wintermeyer müssen die Kirchen selbst für eine „Entpolitisierung“ ihrer Strukturen sorgen. Sonst gingen ihnen noch mehr Mitglieder verloren. Bürgerliche und Liberale seien nicht in erster Linie interessiert an politischen Diskussionen in der Kirche. Sie fühlten sich eher von geistlichen und seelsorgerlichen Predigten angesprochen. Wo dies praktiziert werde, seien die Kirchen voller.

Quelle: http://www.idea.de


Die WELT über Linkspartei-Kandidat Ralph Niemeyer und seine rote Filzokratie

Am gestrigen 9. September veröffentlichte die „Welt am Sonntag“ (Print-Ausgabe) einen ausführlichen Artikel von Martin Lutz und Uwe Müller über die reichlich unseriösen Machenschaften des Linkspartei-Journalisten Ralph Niemeyer.

Der Bericht erschien unter dem Titel „Vetternwirtschaft: Eine ziemlich linke Nummer in der Linkspartei“.  – Die ausführliche Dokumentation wurde in WELT-online ebenfalls publiziert.

Der ehem. Gatte der bekannten LINKS-Politikerin und Neo-Marxistin Sahra Wagenknecht hat, so die WELT, „viel Ärger mit Gläubigern und der Justiz“.  Die Zeitung fügt hinzu: „Doch die Parteiprominenz hilft ihm so großzügig, dass ein Fall von Vetternwirtschaft offen wird“.

Sahra Wagenknecht ist Vize-Chefin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag und inzwischen mit Oskar Lafontaine liiert.

Am 13. September wird sie mit ihrem Ex, mit dem sie weiter freundschaftlich verbunden ist,  einen gemeinsamen Wahlkampfauftritt in Wilhelmshaven durchführen. Niemeyer bewirbt sich dort als Kandidat der Linkspartei für den Bundestag; „Frau Wagenknecht ist auf seiner Kundgebung der größte Trumpf“, wie die WELT schreibt.

Ausführlicher WELT-Bericht hier: http://www.welt.de/politik/deutschland/article119802052/Eine-ziemlich-linke-Nummer-in-der-Linkspartei.html


Spanien: Regierung will Lebensschutz für Ungeborene verbessern

Spaniens konservative Regierung will die Abtreibungsgesetze verschärfen; die bisherige Fristentötungs-Regelung soll in Richtung einer Indikationsregelung eingeschränkt werden.

Justizminister Alberto Ruiz-Gallardon kündigte an, daß die regierende Volkspartei bis Ende Oktober dazu einen Gesetzentwurf vorlegen werde. media-388245-4

Demnach sollen einige  im Jahre 2010 unter der sozialistischen Vorgängerregierung eingeführte Regelungen geändert werden. Seit damals sind Abtreibungen bis zur 14. Schwangerschaftswoche ohne Einschränkungen erlaubt.

Die Frist kann bis zur 22. Woche verlängert werden, wenn ein Risiko für die Gesundheit der Frau besteht oder es Hinweise auf schwere Behinderungen des Ungeborenen gibt. In schwerwiegenden Fällen kann das ungeborene Kind auf Empfehlung einer „Ethikkommission“ bis zum 9. Monat einschließlich getötet werden.

Zudem können Mädchen im Alter von 16 und 17 Jahren Abtreibungen ohne Einwilligung der Eltern vornehmen lassen, wenn sie sich von einem Psychiater beraten lassen.

Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy will sich wieder mehr an den Regelungen des früheren Abtreibungsgesetzes aus dem Jahr 1985 orientieren. Damals waren Abtreibungen allein dann erlaubt, wenn die Frau vergewaltigt wurde, das Kind voraussichtlich Missbildungen aufwies oder schwere psychische oder physische Schäden bei der Mutter drohten. 

Quelle: http://www.idea.de


Bei GOTT kommt meine Seele zur Ruhe

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 62 (61),6-7.9:

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe;
denn von ihm kommt meine Hoffnung.
Nur ER ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg;
darum werde ich nicht wanken.

Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit!
Schüttet euer Herz vor ihm aus!
Denn Gott ist unsere Zuflucht.


Neuerscheinung: „Schluss mit der Sozialromantik!“ von Andreas Müller

Ein erfahrener Jugendrichter zieht Bilanz

Drei Jahre nach Kirsten Heisig meldet sich Jugendrichter Andreas Müller (Amtsgericht Bernau) ausführlich zu Wort. 0003775424_0001_170

Im Jugendstrafrecht wird weiter eingespart, das sog. Neuköllner Modell gerät in Vergessenheit, gleichzeitig werden die jungen Intensivtäter immer brutaler: Das will Müller nicht hinnehmen – jetzt ist Zeit für Veränderung.

Drei Jahre nach Kirsten Heisigs vieldiskutiertem Buch „Das Ende der Geduld“ zieht Jugendrichter Andreas Müller nach ca 20 Jahren Erfahrung kritisch Bilanz.

In seinem Buch „Schluss mit der Sozialromantik!“ erklärt er, warum er statt Jugendrichter eigentlich Erziehungsrichter sein müsste, was er vom Warnschussarrest hält, wie er mit Intensivtätern umgeht, was ihn mit Kirsten Heisig freundschaftlich verbindet und warum er die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe für eine „Bastion der linken Sozialromantik“ hält.

Buch-Daten: Andreas Müller, Schluss mit der Sozialromantik! Ein Jugendrichter zieht Bilanz, Herder-Verlag, 2013, Flexcover, 240 Seiten, EUR 16,99/ EUR [A] 17,50 / SFr 24.50. ISBN 978-3-451-30909-0

Quelle: Herders Presseinformation

 

 

 



USA: Christliche Mutter verhinderte geistesgegenwärtig ein Amoklauf-Massaker

Antoinette Tuff: „Ich bin keine Heldin, GOTT gebührt die Ehre!“

Die christliche Familienmutter Antoinette Tuff trug sich mit Selbstmordgedanken, nachdem ihr Mann sie nach 33 Ehejahren verließ. Doch der Himmel hatte andere Pläne mit der Afro-Amerikanerin. Inzwischen wird die leidgeprüfte Frau in den USA als Heldin gefeiert. Auch der US-Präsident gratulierte ihr telefonisch zu ihrem Mut.

Am 20. August 2013 konnte die Mutter eines behinderten Sohnes das Massaker an einer Grundschule im US-Bundesstaat Georgia verhindern. Wegen eines ungeplanten Schichtwechsels musste Tuff an diesem Tag arbeiten. Normalerweise hatte sie dienstags frei.

Plötzlich stand ein junger Mann mit einem Maschinengewehr im Empfangsbereich des Lehrinstituts. Nach einer Schießerei mit der Polizei brüllte er: „Ich habe nichts zu verlieren, ich werde heute sterben!“.  – Die Buchhalterin zögerte nicht lange und begann mit dem schwerbewaffneten Michael Hill ein Gespräch.

In einem Interview mit dem TV-Sender ABC News schilderte Antoinette Tuff die dramatischen Ereignisse: „Ich begriff, dass hier etwas passierte, was meine Kräfte übersteigt. Also begann ich, für den Täter zu beten und erzählte ihm, dass ich selbst schlimme Dinge erlebt habe und trotzdem heute noch hier bin“.

„Er sagte, daß niemand ihn liebt.“

Als Michael Hill wieder nach draußen gehen wollte, ahnte Frau Tuff, daß sie ihn zurückholen mußte, weil der 20-Jährige beginnen könnte, auf die Schüler zu schießen. Mutig bat sie den mit einer AK-47 herumfuchtelnden Amokläufer, bei ihr im Büro zu bleiben und sich zu ergeben. „Er sagte, dass ihn niemand liebe. Ich entgegnete ihm, dass ich ihn liebe.“

Bald danach legte Hill die Waffe und seine Munition (500 Kugeln) auf den Boden. Obwohl die Presse Frau Tuff als Heldin bezeichnet, will sie davon nichts wissen und stellt klar: „Ich bin keine Heldin, Gott gebührt alle Ehre. Nur durch seine Gnade habe ich überlebt“.

Laut Medienkonzern NBC News begrüßte FBI-Mitarbeiter Clint van Zandt das Vorgehen der couragierten Buchhalterin. Der Experte für Geiselbefreiung lobte die mutige und umsichtige Familienmutter: „Sie ging genau so vor, wie es ein Vermittler bei uns in der Ausbildung lernt.“

Webseite: ABC News: Interview mit Antoinette Tuff

Quelle: Guido Haus in http://www.jesus.ch/n.php?nid=241710