Münster: CDU-Politiker erinnert am „Tag der Heimat“ an die Bedeutung der Vertriebenen

Am heutigen Sonntag, den 15. September, veranstaltete der Bund der Vertriebenen (BdV) im Festsaal des Rathauses von Münster den „Tag der Heimat“ mit einem eindrucksvollen und sangesfreudigen Festakt. PICT0105

Auch Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) war anwesend; zudem Vertreter der Jungen Union, ein Männerchor, zwei Volkstanzgruppen und eine Musikkapelle. PICT0109

Die Stadt Münster hatte das Rathaus auffällig mit der Deutschlandfahne beflaggt; im Festsaal selbst hingen vorne die Flaggen der östlichen Heimatländer der Vertriebenen (Ost- und Westpreußen, Ober- und Niederschlesien, Pommern, Sudetenland usw).

Die Veranstaltung begann mit dem „Jägermarsch“ beim Einzug des Sudetendeutschen Volkstanzkreises und der Volkstanzgruppe Münsterland unter musikalischer Begleitung des Streicher-Ensembles Kolophon.  PICT0121

Nach einem Grußwort des Münsteraner OB sangt der Männerchor „Eintracht Appelhülsen“ einige Heimatlieder.

Es folgte das Gedenken an alle Opfer von Krieg, Flucht und Vertreibung. Nach der würdevollen Totenehrung sangen hunderte Teilnehmer bekannte Volkslieder wie „Ade, Du mein lieb Heimatland“, „Die Gedanken sind frei“,“Wenn alle Brünnlein fließen“ usw.

Sehr eindringlich wirkte die engagierte Rede des CDU-Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier. Unter dem Motto „Unser Kulturerbe – Reichtum und Auftrag“ beleuchtete er die Bedeutung von Heimat und nationaler Identität auch für die Menschen von heute. PICT0112

Der Parlamentarier erwähnte u.a. die sinnlose Bombardierung Münsters noch bis kurz vor Kriegsende. Die Vertriebenen forderte er auf, ihre Bedeutung für unser Land „mit Stolz und Selbstbewußtsein“ wahrzunehmen. Rund 15% der Einwohner Westfalens seien Heimatvertriebene aus den Ostgebieten.

Gelungene Integration

Der CDU-Politiker erinnerte sodann an den Nahost-Konflikt, wo es   –  im Gegensatz zur Integration der Vertriebenen in der Bundesrepublik  – kaum Wege der Verständigung gäbe. Hingegen seien in Deutschland keine provisorischen „Zeltstädte“ errichtet worden; vielmehr hätten die Menschen aus den Ostgebieten friedlich und konstruktiv am Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg mitgewirkt. 

Zudem seien es nicht zuletzt die Vertriebenen gewesen, die durch das Wachhalten am PICT0113Gedanken der deutschen Einheit zur Wiedervereinigung beitrugen. Durch ihre Heimatverbundenheit hätten sie überdies das kulturelle Erbe in Deutschland bereichert. Er hoffe, dies werde so weitergeführt, so daß auch in zwanzig Jahren ebenso wie jetzt dieser „Tag der Heimat“ in Münster begangen werde. 

Werner Jostmeier appellierte an die Vertriebenen, sich weiterhin für die Pflege und Würdigung der deutschen Sprache einzusetzen. In anderen Völkern sei die Freude an der eigenen Muttersprache selbstverständlich, weniger jedoch hierzulande.

Der Redner erwähnte außerdem Umfragen, wonach 87% der Bevölkerung in den heute polnisch verwalteten Heimatregionen der Vertriebenen die Deutschen als „beste Nachbarn“ ansehen; diese Sympathiewerte für Deutschland lägen höher als in den sonstigen Landesteilen Polens.

Europäische Erinnerungskultur

Dies könne nicht zuletzt daran liegen, daß viele Vertriebene ihre einstige Heimat besucht und dort gute Kontakte mit Polen gepflegt haben. So werde eine positive europäische Erinnerungskultur geschaffen.
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Besonders deutlich würdigte der CDU-Politiker die Bedeutung der „Charta der Heimatvertriebenen“ von 1950; sie sei „eine der großartigsten Dokumente der deutschen Geschichte“.  Jostmeier betonte: „Vertreibung ist und bleibt ein Verbrechen“  – das gelte auch heute, zumal angesichts von weltweit 45 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen.

Auch in NRW einen Gedenktag für Vertriebene einführen

Großen Beifall erhielt der Parlamentarier für seine Forderung, auch in Nordrhein-Westfalen einen Gedenktag für die Vertriebenen einzuführen, wie dies bereits die Bundesländer Bayern und Hessen vollzogen haben. Die Politik solle die Bedeutung der Heimatvertriebenen stärker würdigen, insbesondere ihre Rolle als Brückenbauer und Friedensstifter.

Nach dieser engagierten Rede gab es stimmungsvolle Saxophonklänge der jungen Solo-Musikerin Viktoria Wolzenin, die zudem bald darauf das Gedicht „Wer bin ich?“ von Irmgard Stoldt-Holzwarth vortrug, das sich poetisch mit der Selbstwahrnehmung und Identität der Deutschen befaßte.PICT0122

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ präsentierten die beiden Tanzkreise einige Volkstänze aus der ostdeutschen Heimat.

„Es lebe unsere Heimat im Osten,
es lebe unser Zuhause im Westen!“

In ihrem Schlußwort bedankte sich Roswitha Möller, die seit Jahrzehnten ehrenamtlich als BdV-Vorsitzende von Münster tätig ist, bei allen Mitwirkenden und Anwesenden, auch beim Münsteraner Oberbürgermeister für die Überlassung des Festsaales.

Frau Möller  – eine geborene Danzigerin  – beendete ihre Ansprache mit den kernigen Motto: „Es lebe unsere Heimat im Osten, es lebe unser Zuhause im Westen!“

Der Festakt im Rathaussaal schloß mit der deutschen Nationalhymne: „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland…“  PICT0126

Die Teilnehmer konnten sich danach an vielen Info-Tischen mit Büchern, Materialien und kulinarischen Spezialitäten aus dem Heimatgebieten der Vertriebenen eindecken.

Es gab auch einen originellen Ausstellungsstand mit ansprechenden, wunderschönen Bastelarbeiten vom Kreativ-Studio Prestige.

Zu guter Letzt begaben sich die Teilnehmer und Gäste zu Fuß zum Gedenkstein für die Heimatvertriebenen in Münster.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


„Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist“

Heutige liturgische Sonntags-Lesung der kath. Kirche:

Psalm 51 (50),3-4.12-13.17.19.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir!

HERR, öffne mir die Lippen,
und mein Mund wird dein Lob verkünden.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.


Kritik eines junges Priesters am Hirtenwort der Deutschen Bischöfe zur Bundestagswahl

Von Kaplan René Pfeiffer aus Berlin

Hochwürdiger Herr Generalvikar,

herzliche Grüße aus meinen derzeitigem Kurzurlaub. Das Schreiben Ihres Sekretariates habe ich erhalten und bin ganz froh, daß ich aus erwähnten Abwesenheitsgründen dieses Schreiben nicht verlesen muß, denn damit hätte ich einige Probleme. Auch wenn Sie eigentlich nicht der richtige Adressat sind, erlauben Sie mir bitte, meine Bedenken zu äußern. foto 31.5.2010a - Kopie
 
Der Name / Begriff „Gott“ taucht im Schreiben der Deutschen Bischöfe das erste Mal auf Seite 3 auf („Gabe Gottes“) – in unserem Grundgesetz im ersten Satz: „In Verantwortung vor Gott und …“  –  Ist schon seltsam, oder???
 
In weiten Teilen könnte der inhaltliche Teil dieses  Briefes auch aus dem Wahlprogramm der SPD, ja sogar der Grünen abgeschrieben sein – ich verzichte auf konkrete Zitate – die fallen dem kritischen Leser schon beim ersten Lesen auf.
 
In keinem einzigen Satz weisen die Bischöfe darauf hin, daß wir als Katholiken den 10 Geboten und der Lehre der Kirche verpflichtet sind und daß auch Parteien, die das „C“ in ihrem Namen führen, sich daran messen lassen müssen, wie sie die Gebote des christlichen Gottes in ihrem Parteiprogramm umsetzen und daß dies für gläubige Christen auch ein Wahlkriterium darstellen müßte.
 
Dieser Brief der deutschen Bischöfe ist für gläubige Katholiken keine wirkliche Orientierungshilfe und es wäre fast besser, wenn er nicht geschrieben worden wäre.
 
Abgesehen von den natürlich sehr wichtigen Punkten des Lebensschutzes und der Homoehe vermisse ich einen konkreten Gottesbezug und den Hinweis, daß wir als Katholiken verplichtet sind, umsere Wahlentscheidung auch danach auszurichten, wie die Parteien Gottes Geboten entsprechen.
 
Wenn nicht mehr daran erinnert wird, können wir uns unser Tauf- und Firmversprechen sparen, denn dann ist dies eh nur noch ein Farce, eine Witzveranstaltung, da wir zwar zu besagten Anlässen etwas versprechen müssen, aber an die Umsetzung zu einem so konkreten Anlaß wie einer Wahl nicht mehr erinnert wird…
 
Im Gebet verbunden
Kaplan René Pfeiffer

Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

Limburg: Die FIZ berichtet: Kardinal Lajolo traf diese Woche zur Apostolischen Visitation ein, die der Limburger Bischof in einem gefälschten Brief der Bischofskommission zum brüderlichen Besuch herabzustufen suchte. Lajolo werde mit den Befürwortern der Reform des Bistums Limburg sprechen und mit ihnen Wege entwickeln, wie langfristig die Kontrolle des Bistums durch Liberale Kreise sichergestellt werden kann. Er übermittelte den Mitgliedern des Katholik_Innenkreises St. Leonardo Boff, die führend an der Reform mitwirken wollen, den Apostolischen Segen und das Wohlwollen von Papst Franziskus.  0022

Limburg: Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich nach Medienberichten in seinen unterirdischen Bunker geflüchtet und verschanzt sich dort mit seinen letzten Getreuen. Nach Angaben des „Weltfensters“ (Weltfenster – Zeitung für die Welt und Deutschland) erklärt das auch die Kosten von 90 Millionen, die der Bau verschlungen haben soll. Denn die Bunkeranlage, die bis zu 35 Metern tief reicht, soll sich unter dem Gebiet zwischen Schloss und Lahnbrücke erstrecken und Platz für 12 BMW-Limosinen, drei Barockkapellen, 7 Spiegelsäle, 5 Bischofssakristeien mit 22 Weihrauchfässern und 87 Paramenten sowie Räume für 22 Geheim-Messdiener bieten.

Limburg/Rom: Die FIZ fragt den Vatikan: Wann wird Kardinal Lajolo Bischof Tebartz-van Elst abberufen und Hubertus Janssen oder Daniel Deckers zum neuen Bischof ernennen und weihen?  –  Rom antwortet: Eine Absetzung ist bei einem brüderlichen Besuch nicht vorgesehen.  – Die FIZ berichtet: Beim momentanen Stand der Gespräche von Kardinal Lajolo ist der Zeitpunkt der Absetzung von Tebartz-van Elst und die Nachfolge zwischen zwei liberalen Kandidaten noch nicht genau geklärt.

Quelle: Samstäglicher Newsticker