Vatikan: Erzbischof Müller stellt sich eindeutig hinter den Limburger Bischof

Unter dem Titel „Rom vertraut diesem Bischof voll und ganz“ veröffentlichte die katholische Zeitung „Die Tagespost“ (DT) jetzt ein Interview von Regina Einig mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller.  

In dem Gespräch, das die DT am 18.9. online stellte, geht es vor allem um den Limburger Oberhirten Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst und um die seit Jahren anhaltenden Versuche, unliebsame Bischöfe durch hartnäckige Medienattacken zu zermürben und dann abzuservieren.

Auf die Frage der „Tagespost“, was Rom von der Limburger Bistumsleitung erwartet, antwortete der Glaubenspräfekt:

„Um es gleich zu sagen: Die Leitung eines Bistums ist gemäß der sakramentalen Verfassung der Kirche dem geweihten und mit dem Papst in Gemeinschaft stehenden Bischof aufgetragen. Wer die Aussagen des II. Vatikanischen Konzils über das Bischofsamt nicht kennt oder das Hirtenamt wie ein politisches Amt missversteht, ist fehl am Platz.

Das Domkapitel ist eine Gruppe von Priestern aus dem Presbyterium einer Diözese, die dem Bischof mit Rat und Tat zur Seite steht. Ihre Aufgabe ist es nicht, den Bischof zu kontrollieren, sondern ihn zu unterstützen. Der hierarchische Obere eines Bischofs ist allein der Papst und nicht etwa, wie in den Medien kolportiert, der Vorsitzende einer Bischofskonferenz.“

Bekanntlich soll es eine „Sonderprüfung“ zu den Limburger Baumaßnahmen geben, welche eine Kommission der Bischofskonferenz vornehmen will. Erzbischof Müller stellt hierzu allerdings klar:

„Für die Baumaßnahmen in einer Diözese sind die gewählten und berufenen Fachleute in den Gremien zuständig. Was die Finanzen angeht, hat der Bischof nur eine Stimme unbeschadet seines Vorsitzes, insofern er die übergeordneten pastoralen Gesichtspunkte einbringt. Die Deutsche Bischofskonferenz hat keine Aufsichtsfunktion über einzelne Diözesen und Bischöfe. Sie kann aber eine Hilfe bieten, um dem künstlich erzeugten Eindruck entgegenzuwirken, hier sei etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen.“

Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx ist seinem in Bedrängnis geratenen Amtskollegen kürzlich äußerst unfair in den Rücken gefallen:

Süffisant ließ der Kardinal die Öffentlichkeit wissen, daß die Medienvorwürfe gegen den Limburger Bischof wohl nicht nur aus heißer Luft beständen, denn eine Kampagne würde ins Leere laufen, wenn keine wirklichen Angriffsflächen vorhanden seien.

Hierzu erklärte der vatikanische Glaubenspräfekt gegenüber der DT:

„Die für jeden Menschen durchschaubare Kampagne gegen den Limburger Bischof ist im Kern ein sich selbst tragendes Lügengebäude. Sie hat das Ziel, Bischöfe, die nicht in das eigene Kirchenbild passen, einzuschüchtern oder zu eliminieren. (…) Medienkampagnen laufen ins Leere, wenn nichts dran ist. Aber die Unschuldigen, die sie vernichtet haben, werden nicht wieder lebendig.“

Außerdem stellte Erzbischof Müller eindeutig fest: „Da gegen Lehre und Leben des Bischofs von Limburg nichts vorliegt, vertraut Rom diesem Bischof voll und ganz. Der Bischof von Limburg bleibt!“

Quelle und vollständiges Interview hier: http://www.die-tagespost.de/Erzbischof-Mueller-Rom-vertraut-diesem-Bischof-voll-und-ganz;art456,146101

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Die grüne Mentalität im Gefolge der 68er und ihre Früchte

Mathias von Gersdorff

Eigentlich müßte man der Theodor-Heuss-Stiftung danken für ihre Wahl von Daniel Cohn-Bendit zum diesjährigen Träger ihres Preises.

Damit hat die Stiftung unbeabsichtigt eine Grenze überschritten und eine Debatte entfacht, die inzwischen nicht nur die pädophilen Strömungen bei den Grünen in der 1980er Jahren thematisiert, sondern generell die Ansichten über Sexualität dieser Partei und wie sie diese zum Politikum macht.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

„Die verstörenden Sex-Fantasien der Grünen Jugend“ –  so betitelte Dr. Alexander Kissler seine Kolumne am 10.9.2013 in Focus-Online und schrieb: „Hinter den Fantasien vom besseren Leben für alle verbirgt sich jedoch die Herrschaft von Gesetz und Sex, Quote und Umerziehung. Und Pädophilie ist sogar Anlaß für einen müden Witz.“

Am 15.9.2013 druckte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung den Artikel von Christian Füller, der einige Wochen davor von der taz in letzter Minute abgelehnt wurde. Füller schreibt:

„Wieso nahmen Grüne die offen pädophile Propaganda widerspruchslos an? Weil die Grünen Gläubige sind. Sie glauben fest an die Moral der grünen Kirche von der Bewahrung der Schöpfung, der ehrlichen Politik und einer besseren, grünen Welt.“  

Dieser Glaube, so Füller, ist bestimmend für die Mentalität der Grünen: „Die grüne Ideologie steht nicht in Parteiprogrammen: Sie steckt bis heute in den Köpfen der Parteigänger.“   –  „Selbstbestimmte Sexualität und Kritik an der patriarchalen Gesellschaft waren unsere Themen damals“, sagen jene, die den Aufbruch gegen die verkapselte Post-NS-Gesellschaft wagten.

Radikales Umbauprojekt der Grünen

Wie drückt sich diese Ideologie konkret aus? Die Debatte um die Pädophilie in den achtziger Jahren brachte manche dazu, nachzuforschen, was die Grünen sonst noch so parat haben und entdeckten etliches. Hiezu einige Beispiele:

Bundestagsabgeordneter Hans-Christian Ströbele und Grüne Jugend wollen Inzestverbot aufheben. Grüne Jugend will Ehe abschaffen, Mehr-Eltern-Adoption (im Grunde eine Form der Polygamie) einführen, Drogen liberalisieren, die Zweigeschlechtlichkeit überwinden (kein Scherz).

Grüne wollen Ehegesetz für homosexuelle Paare öffnen, Nahrungsvorschriften einführen, Abtreibung völlig liberalisieren und entkriminalisieren, Entsprechend der „Gender Mainstreaming“-Ideologie Kinder indoktrinieren und Ehegattensplitting abschaffen.

Das alles zusammen ergibt ein radikales Umbauprojekt der Gesellschaft.

Narrenfreiheit vorbei

Die Grünen hatten etwa 30 Jahre lang so etwas wie Narrenfreiheit und meinten, daß sich niemand um die irrsinnigen politischen Visionen mancher Untergliederungen, vor allem der Grünen Jugend, kümmern würde. Nun ist der deutschen Öffentlichkeit klar geworden, welche Kloaken menschlicher Dekadenz sich in dieser Partei unbeschwert entfalten konnten, und sie ist entsetzt. Bündnis90/Die Grünen sind in den Umfragewerten inzwischen auf ihre Stammwählerschaft geschrumpft.

Nun fragt man sich: Was ist in den Genen dieser Partei angelegt, was solch abstruse politische Visionen hervorbringt?

Eine Erklärung gibt das Buch „Die Pädagogik der Neuen Linken“ von Dr. Wolfgang Brezinka. Das Buch erschien 1972, ist aber immer noch aktuell und gerade im Hinblick auf die Debatte der letzten Monate äußerst interessant zu lesen. Sein Interesse galt vor allem den pädagogischen Theorien, die im Zuge der 1968er-Revolution entstanden und in den siebziger Jahren in die Praxis umgesetzt worden sind.

Grafik: PI-News

Grafik: PI-News

Doch die ersten Kapitel behandeln die Ideologie, die Mentalität und die Entstehung der Neuen Linken, also der Vorgänger der Grünen. Leider können hier nur sehr wenige Zitate wiedergegeben werden.

Brezinka schreibt: „Als Quelle aller Übel wurde die Autorität verketzert. Weltanschauliche Bindungen galten als überholt. Das Ethos des Dienstes an der Gemeinschaft erschien als Bedrohung der Freiheit. Das Kritisieren wurde als wichtigstes Mittel zur Vermeidung neuer Knechtschaft ausgegeben. (…) In dieser Situation hat die Neue Linke den Kampf um die Macht aufgenommen.“

Gefühl der Unfehlbarkeit

Die systematische Kritik an den „Strukturen“ begünstigte nicht nur die Selbstgerechtigkeit, sondern auch eine Myopie für die eingehenden schwachen Seiten: Man hielt sich für unfehlbar in jeglicher Hinsicht. Kritik an Strömungen innerhalb der Partei konnte sich kaum entwickeln. Das galt Anfang der achtziger Jahre für die Pädophilen, heute gilt das für Leute wie Ströbele oder die Grüne Jugend.

Eine Bewegung mit solchen Einstellungen konnte nach Ansicht von Wolfgang Brezinka gedeihen, weil die bürgerliche Gesellschaft ihre Abwehrmechanismen verloren hatte:

„Eine Gesellschaft, deren Mitglieder in erster Linie mit der Verfolgung ihrer wirtschaftlichen Interessen beschäftigt sind, besitzt wenig moralische Reserven, um sich in Krisenzeiten politisch behaupten zu können. Sie gewöhnt sich damit daran, selbstzufrieden dahinzuleben, die Gefahr zu verharmlosen und darauf zu bauen, daß politisch auch in Zukunft das bloße Hindurchwurschteln genügen wird.“ – Das ist derzeit genauso der Fall wie 1972.

Den Grünen ist heute besonders diese Eigenschaft zum Verhängnis geworden: „Die Neue Linke ist eine Protestbewegung gegen die Industriegesellschaft, die aus dem romantischen Glauben an die Utopie ‘neuer Menschen’ in einer vollkommen ‘herrschaftsfreien Gesellschaft’ lebt.“

Ja zu Tieren, Nein zu Ungeborenen

Dieser Utopismus war die Grundlage für die Akzeptanz und sogar Förderung der Pädophilie in den eigenen Reihen  –  heute ist das beispielsweise für den Inzest der Fall. Man hielt es nicht für möglich, daß Gruppierungen, die die Geburt des „neuen Menschen“ anstrebten, böse Absichten haben könnten.  Baby (2)

Dr. Brezinka beschreibt diese Haltung folgendermaßen: „Sie ist eine weltliche Erweckungsbewegung, vergleichbar religiösen Sekten, die ihre vermeintlich gute Gesinnung auch den Menschen aufzudrängen versuchen.“ – Stichwörter: Abschaffung der Ehe, Überwindung der Zweigeschlechtlichkeit, Veggie-Day.

Brezinka hat 1972 auf die Widersprüche der Neuen Linken hingewiesen, die heute die Grünen kennzeichnen: „Es finden sich neben naiv-fortschrittsgläubigen auch sehr pessimistische Aussagen über die Natur und die Zukunftsfähigkeit des Menschen.“

Die Grünen sind voll des Mitleids für die Tiere, die nicht „artgerecht“ leben und wollen ihnen alle möglichen „Rechte“ geben. Gleichzeitig sind sie für eine radikale Liberalisierung der Abtreibung, und ihre gesamte Umweltpolitik geht von der Vorstellung des Menschen als Raubtier aus.

Brezinka: „Die Deutung unserer gesellschaftlichen Situation reicht von einseitig übertriebenen Schilderungen tatsächlich vorhandener Schattenseiten, aus denen echte Sorge um wirkliche Menschen spricht, bis zur totalen Verneinung alles Vorhandenen, zur Verachtung des Menschen, wie sie sind, zum Haß auf jegliche Ordnung, zur Lust an der Zerstörung, an der Anarchie.“

Wie will die Neue Linke das alles verändern: „Erziehung und Umerziehung sollen also vorwiegend dazu dienen, die Menschen ihrer Kultur zu entfremden, sie von den Bindungen an die Normen ihrer Gesellschaft zu ‘befreien’“.  – Zu diesem Zweck sollten Schulen, Universitäten, Medien und der Kulturbetrieb erobert werden.

Weil man die Schöpfung des „Neuen Menschen“ anstrebt, haben die Grünen überhaupt kein Problem, die Liberalisierung von Inzest und die Abschaffung der Ehe, das Sonntagsfahren und Süßigkeiten verbieten oder den Veggie-Day  –  nur in der Oberfläche widersprüchliche Forderungen  –  gleichzeitig zu fordern. Der Mensch muß eben zu seinem Glück gezwungen werden  –  so die grüne Anthropologie.

Die Grünen haben schon viel Macht für das Erreichen ihrer Ziele ansammeln können. Unsere Aufgabe ist es, sie anzuhalten, bevor es nicht mehr möglich ist.

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Evangelischer Bischof von Berlin verteidigt den „Marsch fürs Leben“

Presse-Erklärung des BVL (Bundesverband Lebensrecht):

Der Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg/schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge, hat sich hinter den „Marsch für das Leben“ gestellt, nachdem der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVB) die Organisatoren als „religiöse Fundamentalisten“ bezeichnet hatte.

Foto: BVL

Foto: BVL

„Die Kritik des LSVB an den Initiatoren der Demo ist verwunderlich. Denn die Demonstration richtet sich nicht gegen das Selbstbestimmungsrecht von Homosexuellen“, betonte der Sprecher des Bischofs, Volker Jastrzembski, am Montag gegenüber dem evangelischen Pressedienst epd.

Die Äußerung des Verbandes belege vielmehr die Tendenz, „Religion aus dem öffentlichen Leben verbannen zu wollen“.

In den vergangenen Wochen hatten katholische und evangelische Kirchenvertreter ihre Unterstützung für den Marsch in Grußworten zum Ausdruck gebracht, so etwa der kath. Erzbischof von Berlin, Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Robert Zollitsch, sowie der ev. Bischof von Berlin, Dr. Markus Dröge.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann, erklärt hierzu:

„Wir sind dem evangelischen Bischof von Berlin, Dr. Markus Dröge, ausgesprochen dankbar für seine christliche Solidarität und die entschiedene Zurückweisung der absurden und böswilligen Unterstellungen seitens des Schwulen- und Lesbenverbands gegen die Freunde des Lebens. Bischof Dröge weist zurecht darauf hin, dass die sexuelle Ausrichtung beim Friedensmarsch für das Leben keine Rolle spiele, vielmehr das Lebensrecht und damit die gelebte Toleranz gegenüber Geborenen wie Ungeborenen im Mittelpunkt steht. (…) Wir sind mit Albert Schweitzer der Überzeugung: ,Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft!’  – Vielen Dank, Herr Bischof!“


Gottes Gerechtigkeit hat Bestand für immer!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 111 (110),1-6:

Den HERRN will ich preisen von ganzem Herzen
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.
Groß sind die Werke des HERRN,
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.

ER waltet in Hoheit und Pracht,
seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.
ER hat ein Gedächtnis an seine Wunder gestiftet,
der HERR ist gnädig und barmherzig.

ER gibt denen Speise, die ihn fürchten,
an seinen Bund denkt ER auf ewig.
ER hat seinem Volk seine machtvollen Taten kundgetan,
um ihm das Erbe der Völker zu geben.


Ist Steinbrück der neue „Genosse der Bosse“?

SPD-Blockade im Bundesrat bei Managergehältern

Nach Pressemeldungen zeichnet sich ab, dass die SPD-geführten Länder und Baden-Württemberg im Bundesrat am Freitag den Vermittlungsausschuss zur Aktienrechtsnovelle und damit zur Begrenzung der Managergehälter und –renten anrufen werden.

Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings:

„Die christlich-liberale Koalition hatte Ende Juni im Bundestag eine Aktienrechtsnovelle und damit eine Neuregelung zur besseren Kontrolle der Managervergütung einschließlich der Altersbezüge beschlossen. Erstmalig muss die Höhe maximal erzielbarer Einkünfte vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung bestätigt werden. Die Aktionäre und damit die Eigentümer des Unternehmens haben ein verbindliches Vetorecht. Die Eigentümer können so Gehalts- und Rentenexzesse ihrer Topmanager verhindern.

Die SPD verhindert mit ihrem Veto im Bundesrat eine Eindämmung von Managergehältern und ihrer Altersversorgung. Sie verstärkt so eine soziale Schieflage in Unternehmen anstatt diese, wie stets von ihr gefordert, zu beenden.

Die Bundesratsblockade findet offenbar auch die Billigung von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück. Damit ist klar, dass Peer Steinbrück kein ernsthaftes Interesse an Transparenz und Kontrolle der Gehälter seiner früheren Auftraggeber in den Vorstandsetagen hat. Steinbrück tritt damit endgültig in die Fußstapfen von Gerhard Schröder als Genosse der Bosse.“

Hintergrund:
Der Bundestag hat am 27. Juni 2013 das Gesetz zu Verbesserung der Kontrolle der Vorstandsvergütung und weiterer aktienrechtlicher Vorschriften angenommen. Der Aufsichtsrat soll zu den Vorstandsgehältern (einschließlich Renten und Abfindungen) einen Vorschlag für Vergütungssystem und konkrete Höchstgrenzen machen, die jährliche Hauptversammlung kann diese annehmen oder ablehnen.

Das Gesetz ist ein sogenanntes Einspruchsgesetz. Durch die Anrufung des in dieser Wahlperiode nicht mehr tagenden Vermittlungsausschusses fällt das Gesetz unter den Grundsatz der Diskontinuität und müsste in der kommenden Wahlperiode neu eingebracht werden.


Kritischer FOCUS-Report zu Alternativmedizin, Homöopathie etc.

Erfreulich kritisch fällt die aktuelle Focus-Titelgeschichte (Nr. 38/13) zum Thema “Sanfte Medizin” aus.

„Heilung oder Humbug?” ist der Artikel überschrieben. Schon im dritten Absatz wird World Skeptics Congress-Referent Prof. Jürgen Windeler vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zitiert:

„Für sogenannte alternativ-medizinische Verfahren [liegen] Wirksamkeitsnachweise nicht vor oder sind gescheitert.”

Anstatt der üblichen Jubel-Berichte über außergewöhnliche Heilerfolge der “Alternativen” liest man im Weiteren von absurden Diagnosen und ebensolchen Therapieempfehlungen. Und von Patienten, die sich heute wundern, “an was sie sich in ihrer damaligen Verzweiflung” klammerten.

Beda Stadler, Professor und Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern, erklärt dazu: „Schwindelerregend viele Studien sind zu alternativen Heilverfahren, insbesondere zur Homöopathie, gemacht worden. Es konnte nie nachgewiesen werden, dass Homöopathie wirkt.”

Dem widerspricht natürlich Cornelia Bajic vom Deutschen Zentralverein homöopatischer Ärzte (DZVhÄ), allerdings berückend substanzlos.

Die DZVhÄ-Vorsitzende verweist auf eine ADHS-Studie des Schweizer Kinderarztes Heiner Frei. Was es damit auf sich hat, kann man im Blog Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie nachlesen.

Quelle und Fortsetzung dieses Artikels hier: http://blog.gwup.net/2013/09/16/alternativmedizin-im-focus/


Katholische Wähler sicherten den CSU-Sieg

Zum Erfolg der CSU bei der bayerischen Landtagswahl am 15. September haben vor allem Katholiken beigetragen. Das ermittelte das Forschungsinstitut infratest-dimap im Auftrag der ARD. 56 Prozent der katholischen Wähler votierten für die CSU; vor fünf Jahren waren es 50 Prozent. Von den Protestanten stimmten 40 Prozent für die Christsozialen.

Die Sozialdemokraten schnitten überdurchschnittlich gut bei Protestanten (27 Prozent) ab. Freie Wähler und Grüne kamen bei den Evangelischen auf 8 bzw. 11 Prozent. Die Grünen hatten sich wiederholt mit kirchenkritischen Forderungen zu Wort gemeldet, etwa nach Abschaffung der Staatsleistungen für die Kirchen.

Von den Katholiken gaben 16 Prozent der SPD ihre Stimme, 10 Prozent den Freien Wählern und 7 Prozent den Grünen. Bei den nicht-konfessionellen Wählern halten sich CSU und SPD die Waage. Beide Parteien bekamen jeweils 29 Prozent.

Die Grünen erzielten bei den Konfessionslosen mit 13 Prozent ein überdurchschnittliches Resultat. Die Freien Wähler landeten hier bei 6 Prozent. Die FDP erhielt von den Katholiken 3 Prozent, von Protestanten und Konfessionslosen jeweils 4 Prozent.

Quelle: http://www.idea.de