Rundbrief von Prof. Dr. Bernd Lucke, dem Sprecher der „Alternative für Deutschland“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Förderer der AfD,

das amtliche Endergebnis liegt noch nicht vor, aber leider müssen wir davon ausgehen, dass die Alternative für Deutschland den Einzug in den Deutschen Bundestag sehr knapp verfehlt hat. So enttäuschend dies ist, so darf es nicht den Blick darauf verstellen, dass unsere Partei bei ihrem ersten Wahlantritt mit rund 4,9% der Wählerstimmen ein beeindruckendes Ergebnis erzielt hat. timthumb

Nie zuvor hat eine gerade erst gegründete Partei so erfolgreich an Wahlen zum Deutschen Bundestag teilgenommen!

Dieser Erfolg ist maßgeblich einem phantastischen Wahlkampf zu verdanken, den Sie als Mitglieder der Alternative für Deutschland geführt haben. Ihre Einsatzbereitschaft, Ihr Kampfeswille und Ihre finanzielle Opferbereitschaft waren vorbildlich. Ich möchte mich bei Ihnen allen, die Sie so unermüdlich für uns gekämpft haben, sehr herzlich bedanken!

Mein Dank geht auch an Ihre Familien und Freunde, die Sie gewiss oft entbehren mussten, die aber in vielen Fällen auch das ihrige zur Unterstützung der gemeinsamen Sache beigetragen haben. Engagement und Enthusiasmus waren die bestimmenden Kennzeichen unseres Wahlkampfes und ich bin glücklich darüber, dass ich das mit Ihnen erleben durfte!

Wie geht es nun weiter mit der Alternative für Deutschland?

Zunächst einmal sei es jedem vergönnt, von den zurückliegenden Strapazen und Belastungen ausruhen zu dürfen und die privaten oder beruflichen Dinge zu ordnen, die in den letzten Monaten nicht die nötige Aufmerksamkeit fanden. Aber danach lassen Sie uns nach vorne blicken und unsere gemeinsamen Ziele weiterverfolgen.

Im kommenden Jahr stehen die Europawahl und die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen an. In Ostdeutschland hat die Alternative für Deutschland besonders gut abgeschnitten, mit Ergebnissen von mehr als 6%. Der direkte Einzug in den Bundestag war uns nicht vergönnt, aber Erfolge in diesen Wahlen werden unsere Anliegen bald wieder allen Mitbürgern vor Augen führen. Bitte helfen Sie dabei, dass dies möglich sein wird!

Es gibt aber noch eine wichtige weitere Lektion, die wir aus der Bundestagswahl lernen können und müssen: Nur gemeinsam sind wir stark!

Wir sind nicht so zahlreich, dass wir es uns leisten könnten, irgendwelche Gruppen in der Partei auszugrenzen und zu verprellen. Die Alternative für Deutschland besteht aus Menschen, die aus vielen unterschiedlichen politischen Richtungen zu uns gestoßen sind. Es ist wichtig, dass wir dies nicht nur respektieren sondern sogar aktiv fördern.

Auch wenn manche von uns früher eher liberal, sozialdemokratisch, grün oder konservativ gedacht und gewählt haben – heute und ab jetzt müssen wir eine Einheit bilden. Wir werden eine breite Programmdebatte in der Partei führen und dabei werden manche Vorstellungen aufeinandertreffen, die schwer miteinander zu vereinen sind.

Es ist überaus wichtig, dass die Auseinandersetzung mit Andersdenkenden in der Partei stets mit gegenseitigem Respekt und dem Bestreben, die Sichtweise des Anderen zu verstehen, geführt wird. Es ist ebenso wichtig, dass unterschiedliche Strömungen, die in der Partei existieren, miteinander freundschaftlich und versöhnlich verkehren und gemeinsam Verantwortung in der Partei tragen.

Flügelbildung und Flügelkämpfe darf es in der Alternative für Deutschland erst gar nicht geben. Ich werde alles tun, um dies zu verhindern, und ich bitte Sie herzlich, mich dabei zu unterstützen!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bernd Lucke

3 Kommentare on “Rundbrief von Prof. Dr. Bernd Lucke, dem Sprecher der „Alternative für Deutschland“”

  1. Lucia sagt:

    Ich freue mich, dass Frau Merkel weiterhin am Ruder ist, hätte aber doch der AfD die 5%
    gewünscht, denn ich hatte auch ihr 1 Stimme gegeben. Die AfD sollte sich langfristig mit
    der FDP zusammenschließen.

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  2. Manfred Blank sagt:

    Der Satz „Wir sind nicht so zahlreich, dass wir es uns leisten könnten, irgendwelche Gruppen in der Partei auszugrenzen und zu verprellen.“ zeigt mir, dass in der AfD auch weiterhin Rechtsextremisten aus NPD und anderen dubiosen Vereinigungen eine Heimat haben werden.

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    • Guten Tag,
      erstens ist Ihre Auslegung unverschämt, zweitens bleiben Sie den Beweis schuldig („auch weiterhin“), drittens wäre es doch wohl wünschenswert, daß Rechtsextreme sich politisch bekehren und ins demokratische Spektrum eintreten, viertens ist der Spitzenkandidat der von Ihnen so gern verteidigten Grünen (J. Trittin) kurz vor seinem Eintritt bei den Grünen noch aktiv im Kommunistischen Bund (KB) gewesen und hat auch in seiner „grünen“ Phase ein Buch („Gefahr aus der Mitte“) mit linksextremen und staatsfeindlichen (!) Thesen veröffentlicht – aber das ist natürlich alles etwas „gaaaanz“ anderes…?!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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