Ehe und Familie, Mann und Frau in der Schöpfungsordnung Gottes

Von Jörgen Bauer

„Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.“ (1 Kor 11,3)

Dies ist ein Text der geflissentlich umgangen wird  –  wegen der Passage vom Mann als Haupt der Frau. Das ist eine Aussage, mit der man in der Welt eines übersteigerten Feminismus, in einer Welt voller Gleichstellungsbeauftragten und Gleichberechtigungs-aposteln, die nie genug bekommen können, nur “Anstoß” erregen kann.

Foto: M. Löhr, CDL

Foto: M. Löhr, CDL

Der christliche Mann, der es besser wissen müsste, hält sich hier zurück, will er doch nicht als Macho, Frauenfeind, Unterdrücker der Frauen, rückständiger Patriarch, als einer der Frauen benachteiligt und diskriminiert usw. gelten.

Und hier gestehe ich  –  und das zu meiner Schande  –  dass auch ich mich hier vom Zeitgeist beeinflussen lasse.

Wenn die Sprache auf dieses Thema kommt, neige ich dazu, den Text zu relativieren, mich gleichermaßen dafür zu entschuldigen, dass ich als Mann Haupt der Frau sein soll, was ich ja gar nicht sein will usw. usf.

Aber wer bin ich, wer sind wir, dass wir uns dem Wort Gottes widersetzen? Ich habe mich nicht für das Wort Gottes zu entschuldigen, sondern dem Wort Gottes gegenüber gehorsam zu sein.

Und wenn Gott in seiner Weisheit Männer und Frauen unterschiedlich konstruiert hat und das mit einer Rangfolge versehen hat, dann ist das gut und soll zu unserem Besten dienen.

Und wer mit Gleichstellungs- und Gleichmacherideologien versucht, die göttliche Schöpfungsordnung zu „verbessern“ und seinen Vorstellungen von Gerechtigkeit entsprechend hinzubiegen, wie es im Genderwahn geschieht, hat Gott zum Gegner.

Das gilt auch für den Mann, der die ihm zugewiesene Rolle als Haupt der Frau und Familienoberhaupt nicht ausfüllt. Darüber, wie das in den Ehepaaren und Familien im einzelnen gestaltet wird, sagt das Wort Gottes nichts aus. Demnach besteht ein großer Gestaltungsfreiraum.

Genannt wird nur der Grundsatz, dass der Mann das Haupt der Frau ist. Von einer Unterdrückung der Frau, der Frau als Sklavin, Magd oder Dienerin des Mannes steht nichts geschrieben.

Haupt zu sein hat etwas mit Verantwortung, Liebe und Fürsorge und auch mit richtig verstandener GleichbeRECHTigung zu tun.

Diese göttliche Schöpfungsordnung durchzieht die ganze Bibel und entspricht auch dem instinktiven natürlichen menschlichen Verhalten, an dem alle Weltverbesserungstheorien immer wieder scheitern müssen.

Wohin das zeitgeistliche Gleichberechtigung- und Gleichstellunggedöns führt, ist nicht zu übersehen: Verlust der Mütterlichkeit, gestresste Familien, Überalterung, verunsicherte Männer, verhaltensgestörte Kinder usw.

Deshalb: Widersteht auch hier der Lüge. Der Mann sei ein ganzer Mann und die Frau eine ganze Frau. Beide im Gehorsam gegenüber Gott, der mir meinen Wankelmut vergeben möge.

JÖRGEN BAUER, Am Jagdschlössle 15 in 89520 Heidenheim, Tel. 07321 / 739115


9 Kommentare on “Ehe und Familie, Mann und Frau in der Schöpfungsordnung Gottes”

  1. Jörgen Bauer sagt:

    Als Verfasser des Beitrages will ich dazu folgendes sagen:

    Die Frau wird im Schöpfungsberichts als Gehilfin des Mannes bezeichnet, was nichts mit
    Hilfskraft zu tun hat, sondern mit Gott als Helfer. Das steckt in der hebräischen Wortwurzel
    für Gehilfin. Wenn wir Gott als einen Helfer erleben, machen wir aus IHM ja auch keinen
    „Hilfsarbeiter“. Die Funktion der Frau ist die der Bewahrerin.

    Durch den Sündenfall wurde das auf einmal anders: „Dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein“, lesen wir dann in 1. Mose 3, 16. Das war Gerichtshandeln
    Gottes. Wenn wir IHN nicht als Herrn anerkennen, bekommen wir andere Herren, die uns
    nicht gefallen. Dieses Gerichtshandeln Gottes können wir nicht rückgängig machen.

    Erst im Neuen Bund wird das dann abgemildert, wo sich die Frauen den Männer unterordnen, die Männer aber ihre Frauen lieben sollen bis zu Hingabe des Lebens an sie.

    Ich habe immer wieder die Beobachtung gemacht, dass auch die emanzipierteste Frau immer ihren Mann vorschob, wenn es kritisch wurde: „Da muss ich zuerst meinen Mann fragen“,
    „dass muss mein Mann entscheiden“ usw. hieß es da. Frauen wünschten sich männliche Vorgesetzte und wünschten mit männlichen Mitarbeitern zu verhandeln, denen sie offenbar
    mehr zutrauten.

    Demnach ist also was dran vom Mann als Haupt der Frau. Wir müssen dazu nur einmal
    Paare beobachten. Und noch was: Über wen lacht man eher: Über eine Frau, die von ihrem
    Mann verprügelt wird oder über einen Mann, der von seiner Frau verprügelt wird?

    Auch das was Paulus geschrieben hat, ist autorisiertes zeitlos gültigs Wort Gottes, ohne Fehler und Irrtümer!

    Jörgen Bauer .

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  2. Lucia sagt:

    Aus der Musikkultur ist es mir geläufig, dass es auch auf geistig-seelischer Ebene die Polarität männlich-weiblich gibt. Dies entspricht den Hemisphären unseres Gehirns: Der apollinische Geist bzw. Logos steht für Verstand, Ordnung und Klarheit. Der leitende Gott Apollon wird männlich dargestellt. Sein weibliches Pendant ist die Muse, ursprünglich die gesangliche Verfassung der Seele, i.w.S. der erdhafte Bereich des Gefühls- und Trieblebens, als Basis des Geistes das Ewig-Weibliche. Durch Jahrhunderte unserer europäischen Musikgeschichte zieht sich bis Richard Strauss („Capriccio“) der Streit um die Vorherrschaft des Wortes (Logos = männlich) oder der Melodie (Muse = weiblich). Auch in anderen Hochkulturen der Welt wird die Polarität unserer Gehirnhälften männlich-weiblich personifiziert. Schon ein Kleinkind unter-
    scheidet instinktiv Mann und Frau.

    Auf dem Hintergrund unserer unvergleichlich hoch entwickelten Musikkultur habe ich keine Probleme damit, das männliche Prinzip als „Haupt“ zu bezeichnen. Das ist keine Entwertung des übrigen Körpers. Denn was ist das Haupt allein noch wert? Was ist eine Verwaltung, wenn sie sich überschätzt und auf Kosten der ausführenden Organe aufbläht? Ein Wasserkopf. Eine einfache Sekretärin kann einen wasserköpfigen Macho-Chef, der sich aufgrund seines bloßen Geschlechts pauschal für das intelligente „Haupt“ hält, mit einer spezifisch weiblichen Intelligenz „von unten“ so auf den Bauch fallen lassen, dass er mitsamt seiner Position ins Wackeln kommt. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.

    Problematisch wird es erst dann, wenn der Mann sich aufgrund seines „Vor-teils“ mit dem männlichen Prinzip identifiziert, also selbst vergöttlicht, und die Frau von vornherein so herabsetzt, dass sie sich erst gar nicht entfalten kann. Das ist orientalisch. Wahrscheinlich dient das einer möglichst großen Nachkommenschaft, denn wenn die Frau nicht mehr wählt(!), kann auch der geistig oder seelisch impotente Mann heiraten und Kinder haben.

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  3. Ulrich Thiem sagt:

    Ich bin einigermaßen erschrocken über dieses wortgläubige Geschreibe.
    Obwohl ich sowas ja kenne, aus eigener jugendlicher Erfahrung und aus den Ansichten in der Verwandtschaft. Trotzdem staune ich über so viel Naivität.
    Meint da jemand allen Ernstes, daß die Formulierung, Jesus sei das Haupt des Mannes, biologisch korrekt, wörtlich so gemeint sei? Und der Mann das Haupt der Frau? Dann kann man doch einfach dagegenhalten, die Frau sei eigentlich nur ein Stück Rippe des Mannes und habe bestenfalls für seinen Herz- und Bauchbereich zu sorgen.
    Ich bin ehrlich erstaunt über einen so engen, am 2ooo Jahre alten Wort festklebenden Wort – wo wir Heutige doch so selbstverständlich erleben, wie rasant sich das Leben in allen Bereichen ändert. Leben wir denn heute so wie Jesus und wie man in seiner Zeit lebte? Kann man Jesu Aussagen 1 : 1 in unsere Zeit übernehmen? Natürlich nicht, meine lieben Wortgläubigen, denn Jesus hat sich natürlich nur dazu äußern können, was seinem Leben, den Lebensumständen damals entsprochen hat. Es ist doch sinnlos, seine Äußerungen ohne Brechung in unsere Zeit zu übertragen. Er hat sich nicht zu Dingen unserer zeit äußern können, weil er sie nicht kannte. Hätte Jesus die AfD gewählt oder die Linke? Wäre Jesus Kranfahrer oder Computer-Fachmann gewesen? Führe Jesus einen Opel oder einen Toyota? Würde Jesus Geige spielen oder lieber Gitarre? Würde Jesus die Jerusalemer oder die Tillich-Bibel lesen? Würde er Pauschalreisen machen oder Fahrradurlaub oder mit all seinen Kindern im Auto nach Norwegen fahren? Würde sich Jesus eher der kath. oder der evang. Kirche anschließen oder der orthodoxen oder lieber gar keiner?

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    • MarekO sagt:

      Kann man Jesu Aussagen 1 : 1 in unsere Zeit übernehmen?
      Ich denke schon. Gott ist immer der gleiche, unveränderbar. Auch Seine Ratschläge zu unserem Leben auf der Erde und Vorbereitung auf das zukünftige Leben, sind damals wie heute zeitlos. Denn diese betreffen etwas, was Zeitlos ist: die Seele.

      LG MarekO

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    • Anonymous sagt:

      Lieber Ulrich, was Ihnen fehlt, ist Jesus persönlich kennen zu lernen, dann werden all diese Fragen sich erübrigen.

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  4. Birgit sagt:

    @MarekO:
    ich meinte weder die christlich lebenden Männer noch meinen eigenen,sondern wohl eher die mainstream-Männer,die mit Sicherheit heute in der Mehrzahl sind.
    Auch haben Sie wohl meinen kleinen Seitenhieb auf die von den Emanzipationsparolen verführten Frauen überlesen!?

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  5. Manfred Blank sagt:

    ich lese in diesem Satz nicht das Wort des Herrn, sondern das Wort des Paulus…………

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    • Birgit sagt:

      Wenn Sie die Bibel und speziell die Paulus-Briefe gut kennen,dann müssten Sie wissen,das Paulus ständig betont,das nicht er selbst redet, sondern er nur das Sprachrohr Christi bzw.des Heiligen Geistes ist.
      Zufälligerweise lese ich gerade die Briefe,sonst wüsste ich es wahrscheinlich auch nicht so genau.
      Ich weiß aber auch,das die heutigen Männer mit dem Begriff „Familienoberhaupt“ nichts mehr anzufangen wissen oder wissen wollen,denn seit mindestens 50 Jahren wurde und wird es ihnen ausgetrieben bzw. aberzogen.
      Es ist ja auch ziemlich bequem,die Verantwortung nicht mehr wahrnehmen zu müssen oder zu delegieren,an dem wunden Punkt konnte man die Männer greifen.
      Auch um zum Teil unerwünschten Nachwuchs mussten sie sich nun nicht mehr kümmern,ist ja nun alles Verantwortung der Frau,nicht wahr?
      Und die Damen der Schöpfung waren dumm genug,auf diese neue „Freiheit“ hereinzufallen,denn berufstätig und alleinerziehend ist ja sooo toll und entspannend…!?

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      • MarekO sagt:

        „Ich weiß aber auch,das die heutigen Männer mit dem Begriff “Familienoberhaupt” nichts mehr anzufangen wissen oder wissen wollen…Es ist ja auch ziemlich bequem,die Verantwortung nicht mehr wahrnehmen zu müssen …“

        Wie schreklich. Anscheinend haben Sie keine Männer getroffen die nach der Bibel leben wollen. Ich kann aber Ihnen versichern, dass es solche gibt. Das Problem fängt aber da an, wo ein selbstbewuster, katholischer und vor alem liebender Mann auf eine emanzipierte Frau trifft, die SICH verwirklichen möchte. Aus Liebe zum Heiland und seiner Frau, zieht sich dann der Mann demutig in seine Gebetsecke und bittet den Herrn um Rettung, denn auf Unterstützung von Seite seiner Frau, kann er ja nich zählen. Das sieht natürlich wie Flucht vor der Verantwortung aus, ist es aber nicht.
        Denn niemand mehr, als unser Herr sagte, dass wir „nichts“ sind und als solche können wir „nichts“ bewirken. Nur Er kann was ändern, daher die Bitte an Jesus, Seine Mutter und den Hl. Josef.

        Gelobt sei Jesus Christus!

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