„Gesellschaft für bedrohte Völker“ erinnert an sowjetische KZ-Lager in der ehem. „DDR“

Die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV) erinnerte jetzt in einer Pressemitteilung an ein besonders düsteres, unbewältigtes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte: an die sowjetischen „Speziallager“ in der ehemaligen „DDR“ und im Gulag, in denen mindestens 90.000 Menschen den Tod fanden.

Der internationale Menschenrechtsverband appellierte an Medien und Politik, sich der schonungslosen Aufklärung dieser Verbrechen zu widmen und so eine dringend notwendige Vergangenheitsbewältigung zu betreiben, damit gegenwärtigen Verbrechen gewehrt wird.

Generalsekretär Tilman Zülch erklärte dazu wörtlich:

„In den DDR-Konzentrationslagern von Bautzen, Buchenwald, Mühlberg, Torgau, Jamlitz, Ketschendorf und Sachsenhausen, die nach 1945 fortgeführt oder neu eingerichtet wurden, starben bis zu 70.000 Menschen durch Aushungern, Tuberkulose oder Misshandlungen. Viele wurden in den umliegenden Wäldern unter Ausschluss der Öffentlichkeit exekutiert. imagesCAQES0N8

Etwa 20.000 Einwohner der damaligen sowjetischen Besatzungszone starben nach ihrer Auslieferung im Archipel Gulag. Die SED hatte den Sowjets bis 1950 aller ihre politischen Gegner übergeben, ohne sich selbst die Hände zu beschmutzen. Tausende wurden in Untersuchungshaft erschlagen oder erschossen.

Unter den Opfern befanden sich viele schuldbeladene Nationalsozialisten. Inhaftiert wurden aber auch Zehntausende, die sich dem kommunistischen Regimes entgegenstellten: Großgrundbesitzer, Bauern, Angehörige des Bürgertums, Unternehmer, Intellektuelle, Studenten, Sozial- und Christdemokraten, Liberale, Theologen, marxistische Kritiker und sogar Widerstandskämpfer des 20. Juli oder des Kreisauer Kreises. 90-1140%20Das%20Denkmal%20fuer%20die%20Wolfskinder%20in%20Litauen

Von etwa 5000 inhaftierten Sozialdemokraten kamen 400 ums Leben. Wie in der Nazizeit wurde auch die religiöse Minderheit der Zeugen Jehovas kollektiv verfolgt. Noch im August 1956 waren 1.436 von ihnen in Haft.

Gleichzeitig stellten noch in den 50er Jahren ehemalige NSDAP-Mitglieder die „zweitgrößte Fraktion“ in der Volkskammer der „DDR“  –  und 1951 waren 174.928 ehemalige NSDAP-Mitglieder und Wehrmachtsoffiziere in der SED.

„Eine Schicht Leichen, eine Schicht Kalk, eine Schicht Leichen“, beschrieb ein ehem. Häftling im Beerdigungskommando eines Lagers das Verscharren der Leichen, denen wie bei den Nazis die Goldzähne ausgebrochen wurden.

Als die GfbV sich am 26. März 1990 an die neuen Abgeordneten der Volkskammer wandte, die Verbrechen der Vergangenheit nicht länger zu tabuisieren und Schuldige beim Namen zu nennen, fand ihr Offener Brief mit Angaben über die einzelnen Lager Eingang in die meisten Zeitungen der DDR und BRD. Viele überlebende Gefangene meldeten sich bei unserer Menschenrechtsorganisation.“


One Comment on “„Gesellschaft für bedrohte Völker“ erinnert an sowjetische KZ-Lager in der ehem. „DDR“”

  1. Guten Tag,
    Sie schreiben wirklich wie ein roter Betonkopf!
    Mit den politischen „Paradiesen“ ist es so eine Sache, vor allem, wenn sie nur für einen Teil gelten sollen – bei Hitler nur für „Arier“, bei Kommunisten nur für „Arbeiter“….
    Sie können anscheinend nur in Schwarz-Weiß-Kategorien denken?!
    Natürlich hat sich die SED dieser braun-roten Wendehälse bedient. Aber die Alternative ist doch nicht einsperren oder gar „hinrichten“, sondern draußen lassen, nicht aufnehmen.
    Ihre eingangs im Kommentar geäußerte Ansicht, politische Gegner sollten gefangengesetzt oder „hingerichtet“ werden, ist linksfaschistisch.
    So machte es die Gestapo auch mit den Gegnern der NS-Tyrannei, darunter tausenden von katholischen Geistlichen.
    Wie sich der rote und der braune Ungeist doch gleichen bzw. einig sind in ihrer Intoleranz!
    Beide lehnen sie den Rechtsstaat ab!
    Freundlichen Gruß!
    Felizitas Küble

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