Bischof Lahham: Unterstützung der Christen in Herkunftsländern statt Ausreisehilfe

Unterstützung sei gefragt, keine Ausreisehilfe, erklärte ein katholischer Kirchenmann aus Jordanien, denn Christen müßten dort ihren Glauben leben und bezeugen, wo Gott sie hingestellt habe.

Westliche Staaten erweisen bedrängten Christen im Nahen Osten langfristig keinen Gefallen, wenn sie ihnen die Ausreise ermöglichen:

„Helft uns Christen hier im Orient – aber schickt uns keine Visa“, erklärte der Patriarchalvikar für Jordanien, Bischof Maroun Lahham, bei einer Begegnung mit österreichischen Journalisten in Amman.

Die westliche Nahost-Politik hat sich nach Bischof Lahhams Überzeugung diskreditiert. Die Menschen nähmen es den Regierungen nicht mehr ab, wenn sie von Freiheit und Demokratie sprächen.

Westliche Staaten haben sich aus Sicht vieler Christen einseitig auf die Seite von muslimischen Aufständischen in Syrsien gestellt, ohne die Verfolgung durch Extremisten zu berücksichtigen. Die Lage in Syrien ist laut Lanham völlig unübersichtlich. Sicher sei lediglich, dass der Konflikt nicht militärisch zu lösen sei.

http://www.jesus.ch/n.php?nid=243436


Arnold Vaatz als Ost-Sprecher der Unions-Fraktion bestätigt

Die ostdeutschen Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben am heutigen Dienstag den stellv. Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz, als Ost-Sprecher mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Von 41 gültigen Stimmen (0 Enthaltungen) entfielen 39 auf Ja, 2 auf Nein. Das entspricht einem Wahlergebnis von 95 Prozent.

Zu dem Wahlergebnis äußert sich der im Amt bestätigte Ost-Spreche Arnold Vaatz wie folgt:

„Die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag war für die CDU besonders in den neuen Ländern sehr erfolgreich. 59 Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion werden die ostdeutschen Interessen im Parlament vertreten.

Wir, vor allem durch den im Amt bestätigten Vorsitzenden, werden uns weiterhin mit aller Kraft für die Durchsetzung der ostdeutschen Interessen einsetzen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Ost-Beauftragten der Bundesregierung, den ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten beziehungsweise den CDU-Landesvorsitzenden und den CDU-Fraktionen in den ostdeutschen Landes- und Kommunalparlamenten.

Als besonders wichtig für den Aufbau Ost ist der Solidarpakt II. Er sichert unter anderem die Investitionstätigkeit in die Infrastruktur. Hier hat Ostdeutschland im Vergleich zum Westen nach wie vor einen Nachholbedarf.

Mit jetzt 59 Abgeordneten aus Ostdeutschland konnte die CDU 14 Mandate mehr erzielen als in der letzten Wahlperiode. Damit übertreffen die Abgeordneten der neuen Länder sogar die Stärke der CSU-Landesgruppe mit 56 Abgeordneten und sind fast ebenso groß wie die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen mit 63 Abgeordneten, dem mitgliederstärksten CDU-Landesverband.“


Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller zur Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller
Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre

 Zeugnis für die Macht der Gnade

Die Diskussion über die Problematik der Gläubigen, die nach einer Scheidung eine neue zivile Verbindung eingegangen sind, ist nicht neu. Von der Kirche wurde sie immer mit großem Ernst und in helfender Absicht für die betroffenen Menschen geführt. Denn die Ehe ist ein besonders tief in die persönlichen, sozialen und geschichtlichen Gegebenheiten eines Menschen hinabreichendes Sakrament.

Aufgrund der zunehmenden Zahl der Betroffenen in Ländern alter christlicher Tradition handelt es sich um ein pastorales Problem von großer Tragweite. Heute fragen sich durchaus gläubige Menschen ernsthaft: Kann die Kirche die wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen nicht unter bestimmten Bedingungen zu den Sakramenten zulassen? Sind ihr in dieser Angelegenheit für immer die Hände gebunden? Haben die Theologen wirklich schon alle diesbezügliche Implikationen und Konsequenzen frei gelegt?

Diese Fragen müssen im Einklang mit der katholischen Lehre über die Ehe erörtert werden. Eine verantwortungsvolle Pastoral setzt eine Theologie voraus, die sich „dem sich offenbarenden Gott mit Verstand und Willen voll unterwirft und seiner Offenbarung willig zustimmt“ (II. Vatikanisches Konzil, Konstitution Dei Verbum, Nr. 5).

Um die authentische Lehre der Kirche verständlich zu machen, müssen wir vom Wort Gottes ausgehen, das in der Heiligen Schrift enthalten, in der kirchlichen Tradition ausgelegt und vom Lehramt verbindlich interpretiert wird.

Das Zeugnis der Heiligen Schrift

Es ist nicht unproblematisch, unsere Frage unvermittelt in das Alte Testament hineinzutragen, weil damals die Ehe noch nicht als Sakrament betrachtet wurde. Das Wort Gottes im Alten Bund ist aber insofern für uns von Bedeutung, als Jesus in dieser Tradition steht und von ihr her argumentiert.  jesus in der synagoge von nazareth

Im Dekalog steht das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen!“ (Ex 20,14), an anderer Stelle wird eine Ehescheidung aber als möglich angesehen. Mose bestimmt nach Dtn 24,1-4, dass ein Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde ausstellen und sie aus seinem Haus entlassen kann, wenn sie nicht mehr sein Wohlgefallen findet. Im Anschluss daran können Mann und Frau eine neue Ehe eingehen.

Neben dem Zugeständnis der Scheidung findet sich im Alten Testament aber auch ein gewisses Unbehagen gegenüber dieser Praxis. Wie das Ideal der Monogamie, so ist auch das Ideal der Unauflöslichkeit in dem Vergleich enthalten, den die Propheten zwischen dem Bund Jahwes mit Israel und dem Ehebund anstellen.

Der Prophet Maleachi bringt dies deutlich zum Ausdruck: „Handle nicht treulos an der Frau deiner Jugend…, mit der du einen Bund geschlossen hast“ (Mal 2,14-15).

Vor allem Kontroversen mit den Pharisäern waren für Jesus Anlass, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Er distanzierte sich ausdrücklich von der alttestamentlichen Scheidungspraxis, die Mose gestattet hatte, weil die Menschen „so hartherzig“ waren, und verwies auf den ursprünglichen Willen Gottes:

„Am Anfang der Schöpfung… hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mk 10,5-9; vgl. Mt 19,4-9; Lk 16,18).

Die katholische Kirche hat sich in Lehre und Praxis stets auf diese Worte Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe bezogen. Das Band, das die beiden Ehepartner innerlich miteinander verbindet, ist von Gott selbst gestiftet. Es bezeichnet eine Wirklichkeit, die von Gott kommt und deshalb nicht mehr in der Verfügung der Menschen steht.P1020947

Heute meinen einige Exegeten, diese Herrenworte seien schon in apostolischer Zeit mit einer gewissen Flexibilität angewandt worden: und zwar bei porneia/Unzucht (vgl. Mt 5,32; 19,9) und im Fall der Trennung zwischen einem christlichen und einem nicht christlichen Partner (vgl. 1 Kor 7,12-15).

Die Unzuchtsklauseln wurden freilich in der Exegese von Anfang an kontrovers diskutiert. Viele sind der Überzeugung, dass es sich dabei nicht um Ausnahmen von der Unauflöslichkeit der Ehe, sondern um ungültige eheliche Verbindungen handle. Jedenfalls kann die Kirche ihre Lehre und Praxis nicht auf umstrittene exegetische Hypothesen aufbauen. Sie muss sich an die klare Lehre Christi halten.

Paulus verkündet das Verbot der Scheidung als ausdrücklichen Willen Christi: „Den Verheirateten gebiete nicht ich, sondern der Herr: Die Frau soll sich vom Mann nicht trennen – wenn sie sich aber trennt, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich wieder mit dem Mann –, und der Mann darf die Frau nicht verstoßen“ (1 Kor 7,10-11).

Zugleich lässt er auf Grund eigener Autorität zu, dass sich ein Nichtchrist von seinem christlich gewordenen Partner trennen kann. In diesem Fall ist der Christ „nicht gebunden“, unverheiratet zu bleiben (1 Kor 7,12-16).

Ausgehend von dieser Stelle erkannte die Kirche, dass nur die Ehe zwischen einem getauften Mann und einer getauften Frau  Sakrament im eigentlichen Sinn ist und nur für diese die unbedingte Unauflöslichkeit gilt. Die Ehe von Ungetauften ist zwar auf die Unauflöslichkeit hingeordnet, kann aber unter Umständen – eines höheren Gutes wegen – aufgelöst werden (Privilegium Paulinum).

Es handelt sich hier also nicht um eine Ausnahme vom Herrenwort. Die Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe, der Ehe im Raum des Christusmysteriums, bleibt gewahrt.

Von großer Bedeutung für die biblische Grundlegung des sakramentalen Eheverständnisses ist der Epheserbrief, in dem es heißt: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (Eph 5,25).

Und etwas weiter schreibt der Apostel: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche“ (Eph 5,31-32).120505416_B_Judy und Mike in der Kirche

Die christliche Ehe ist ein wirksames Zeichen des Bundes zwischen Christus und der Kirche. Weil sie die Gnade dieses Bundes bezeichnet und mitteilt, ist die Ehe zwischen Getauften ein Sakrament.

Das Zeugnis der kirchlichen Tradition

Für die Herausbildung der kirchlichen Position bilden sodann die Kirchenväter und die Konzilien wichtige Zeugnisse. Für die Väter sind die biblischen Weisungen bindend. Sie lehnen die staatlichen Ehescheidungsgesetze als mit der Forderung Jesu unvereinbar ab. Die Kirche der Väter hat Ehescheidung und Wiederheirat zurückgewiesen, und zwar aus Gehorsam gegenüber dem Evangelium. In dieser Frage ist das Zeugnis der Väter eindeutig.

In der Väterzeit wurden geschiedene Gläubige, die zivil wieder geheiratet haben, auch nicht nach einer Bußzeit offiziell zu den Sakramenten zugelassen. Einige Vätertexte lassen wohl erkennen, dass Missbräuche nicht immer rigoros zurückgewiesen wurden und hin und wieder für sehr seltene Grenzfälle pastorale Lösungen gesucht wurden.

In manchen Gegenden kam es später, vor allem aufgrund der zunehmenden Verflechtung von Staat und Kirche, zu größeren Kompromissen. Im Osten setzte sich diese Entwicklung weiter fort und führte, besonders nach der Trennung von der Cathedra Petri, zu einer immer liberaleren Praxis.

Heute gibt es in den orthodoxen Kirchen eine Vielzahl von Scheidungsgründen, die zumeist mit dem Verweis auf die Oikonomia, die pastorale Nachsicht in schwierigen Einzelfällen, gerechtfertigt werden, und den Weg zu einer Zweit- und Drittehe mit Bußcharakter öffnen. Mit dem Willen Gottes, wie er in den Worten Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe eindeutig zum Ausdruck kommt, ist diese Praxis nicht zu vereinbaren. Sie stellt jedoch ein nicht zu unterschätzendes ökumenisches Problem dar.

Im Westen wirkte die Gregorianische Reform den Liberalisierungstendenzen entgegen und stellte die ursprüngliche Auffassung der Schrift und der Väter wieder her. Die katholische Kirche hat die absolute Unauflöslichkeit der Ehe selbst um den Preis großer Opfer und Leiden verteidigt. Das Schisma einer vom Nachfolger Petri abgelösten „Kirche von England“ erfolgte nicht aufgrund von Lehrdifferenzen, sondern weil der Papst dem Drängen  des blutrünstigen Königs Heinrichs VIII. nach Auflösung seiner Ehe aus Gehorsam gegenüber dem Wort Jesu nicht nachkommen konnte.

Das Konzil von Trient hat die Lehre von der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe bestätigt und erklärt, dass diese der Lehre des Evangeliums entspricht (vgl. DH 1807). Manchmal wird behauptet, dass die Kirche die orientalische Praxis faktisch toleriert habe. Das trifft aber nicht zu.

Die Kanonisten sprachen immer wieder von einer missbräuchlichen Praxis. Und es gibt Zeugnisse, dass Gruppen orthodoxer Christen, die katholisch wurden, ein Glaubensbekenntnis mit einem ausdrücklichen Verweis auf die Unmöglichkeit von Zweit- und Drittehen zu unterzeichnen hatten.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat in der Pastoralkonstitution Gaudium et spes über die „Kirche in der Welt von heute“ eine theologisch und spirituell tiefe Lehre über die Ehe vorgelegt. Es hält klar und deutlich an der Unauflöslichkeit der Ehe fest. Die Ehe wird verstanden als umfassende leib-geistige Lebens- und Liebesgemeinschaft von Mann und Frau, die sich gegenseitig als Personen schenken und annehmen.

Durch den personal freien Akt des wechselseitigen Ja-Wortes wird eine nach göttlicher Ordnung feste Institution begründet, die auf das Wohl der Gatten und der Nachkommenschaft hingeordnet ist und nicht mehr menschlicher Willkür unterliegt: „Diese innige Vereinigung als gegenseitiges Sich-Schenken zweier Personen wie auch das Wohl der Kinder verlangen die unbedingte Treue der Gatten und fordern ihre unauflösliche Einheit“ (Nr. 48).

Durch das Sakrament schenkt Gott den Gatten eine besondere Gnade: „Wie nämlich Gott einst durch den Bund der Liebe und Treue seinem Volk entgegenkam, so begegnet nun der Erlöser der Menschen und der Bräutigam der Kirche durch das Sakrament der Ehe den christlichen Gatten. Er bleibt fernerhin bei ihnen, damit die Gatten sich in gegenseitiger Hingabe und ständiger Treue lieben, so wie er selbst die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (ebd.).

Durch das Sakrament enthält die Unauflöslichkeit der Ehe einen neuen, tieferen Sinn: Sie wird zum Bild der beständigen Liebe Gottes zu seinem Volk und der unwiderruflichen Treue Christi zu seiner Kirche.

Man kann die Ehe nur im Kontext des Christusmysteriums als Sakrament verstehen und leben. Wenn man die Ehe säkularisiert oder als bloß natürliche Wirklichkeit betrachtet, bleibt der Zugang zur Sakramentalität verborgen. Die sakramentale Ehe gehört der Ordnung der Gnade an, sie ist hinein genommen in die endgültige Liebesgemeinschaft Christi mit seiner Kirche.

Christen sind gerufen, ihre Ehe im eschatologischen Horizont der Ankunft des Reiches Gottes in Jesus Christus, dem Fleisch gewordenen Wort Gottes, zu leben.

QUELLE und FORTSETZUNG des Beitrags von Erzbischof Müller siehe HIER: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/muller/rc_con_cfaith_20130615_tagespost_ge.html


Kuba: Bürgerrechtlerin Damaris Portieles drangsaliert und verschleppt

Die Leiterin der kubanischen Bürgerrechtsvereinigung „Coalicion Central Opositora“, Damaris Moya Portieles, ist verschwunden.

Beamte der kommunistischen Staatsicherheit drangen am vergangenen Freitag in die Wohnung der zweifachen Mutter ein und schlugen sie zusammen.  IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verlor Moya Portieles infolge der Mißhandlung das Bewußtsein und wurde in diesem Zustand von den Beamten weggetragen. Seitdem ist ihr Aufenthaltsort unbekannt.

Der Überfall fand während einer friedlichen Zusammenkunft kubanischer Regimekritiker statt. Die Teilnehmer wurden zum Teil schwer verletzt, mehrere festgenommen.

Neben Damaris Moya Portieles fehlt seit dem Überfall auch von den festgenommenen Bürgerrechtlern Luis Caballero, Yuniel Santana, Yaite Sosa und vier weiteren Dissidenten jegliches Lebenszeichen.

Zeugen vor Ort gehen davon aus, dass sie in die nächstliegende Einheit der Sicherheitsbehörden gebracht worden sind.

Bürgerrechtler haben in den vergangenen Tagen teils stundenlang vor dem örtlichen Polizeirevier kampiert und Informationen zum Verbleib der Verschwundenen gefordert. Die Polizeibeamten verweigern bisher jegliche Auskunft.

Die IGFM fürchtet um Gesundheit und Leben der verschleppten Dissidenten. Solange es von den Betroffenen selbst kein Lebenszeichen gäbe, sei zu befürchten, daß sie in der Haft willkürlich mißhandelt werden.

Die IGFM verlangt von der kommunistischen Diktatur die sofortige Freilassung Moya Portieles‘ und der weiteren verschleppten Oppositionellen sowie die Einstellung der staatlichen Repressionen gegen Andersdenkende.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/


Fakten zu den kirchenfeindlichen Bestrebungen der „Warnungs“-Botschaften

Der folgende Kommentar unseres engagierten Lesers „GsJC“, der uns heute erreichte, erscheint uns äußerst aufschlußreich und informativ, so daß wir ihn hier gerne als separaten Artikel veröffentlichen.

Der Autor befaßt sich erneut kritisch und scharfsinnig mit den vermeintlich himmlischen „Botschaften“ der sog. „Warnung“, die angeblich von einer anonymen „Seherin“ aus Irland empfangen werden  – und die im Internet und durch Buchbände schon seit Jahren verbreitet werden.

Unser Webmagazin CHRISTLICHES FORUM hat sich von Anfang an gegen diesen offensichtlichen Unfug geäußert, der gleichwohl erstaunlich viele Anhänger gewinnen konnte.

Hier folgt nun der faktenstarke, gründlich recherchierte Beitrag unseres Lesers:

Hintergründe zur „Privatoffenbarung“ einer irischen „Seherin“:

Zitat aus den “Warnungsbotschaften” vom Donnerstag, den 12. April 2012:
399. Der nächste Papst mag von Mitgliedern innerhalb der katholischen Kirche gewählt werden, aber er wird der Falsche Prophet sein.

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Offb 20,10:
Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der  f a l s c h e  P r o p h e t  sind. Tag und Nacht werden sie gequält in Ewigkeit.
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Wer Papst Franziskus neben den Antichristen stellt und als den in der Johannesoffenbarung genannten  “ f a l s c h e n   P r o p h e t e n ”  bezeichnet, möge sich nachfolgenden Text hinter die fanatischen “Privatoffenbarungs-Ohren” schreiben und sehr ernsthaft bedenken: untitled

In der Sache bleibt festzuhalten, dass die Anhänger einer anonymen irischen Psychopathin hinterherlaufen, die es noch w a g t, sich “römisch-katholisch” zu nennen, dabei anonym als letzte “Endzeitprophetin” vorstellt und „Botschaften“ verbreitet, die für sich in Anspruch nehmen, als “höchstheilige Worte” von “GOTT” selbst zu stammen, somit unfehlbar sind und nicht hinterfragt werden dürfen.

Diese Worte lassen keinen Widerspruch zu und sind mit einem “göttlichen” Nachdenkverbot sowie mit dem Verbot belegt, diese “höchstheiligen Worte” mit anderen Texten zu vergleichen.

So wie die Dame selbst bleibt auch der innere Zirkel anonym, der den Server angemietet hat, auf den die albern dümmlichen Texte abgeladen und verbreitet werden.

Hierzu sei angemerkt, dass die anonyme Anmeldung der Server über “Godaddy” erfolgt ist, einem Anbieter, über den sich ein jüngst geschlossenes, „katholisches“ (?) Internetportal zu Anfangs ebenfalls anonymisieren ließ.

Erstmalig wurde der Server für die “Warnungsseiten” am 25. Februar 2011 bis zum 12. Februar 2013 gemietet. Am 12. Februar 2013 wurde die Servermiete bis zum 25. Februar 2022 (!) verlängert.

Allein die Mietdauer bis zum Jahr 2022 spricht dafür, dass es die Verfasser dieser Texte mit ihren eigenen Zeitangaben und Voraussagen nicht so genau nehmen, da auf das “baldige Eintreffen” der “Warnung” (Anlehnung an Garabandal) und anderer Ereignisse (Erdbeben, Kriege, Überschwemmungen) seit Ende 2010 beinahe monatlich hingewiesen wird.

Stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund?

Die Anonymität lässt den Schluss zu, dass bei der ganzen Inszenierung wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Ebenfalls kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass die Texte von dieser anonymen Gruppe erfunden werden, um der römisch-katholischen Kirche Schaden zuzufügen und den Glauben lächerlich zu machen.

Foto: Bernd F. Pelz

Foto: Bernd F. Pelz

Dieser Schaden wird der Kirche weniger durch die Texte selber als durch geistig blinde Privatoffenbarungsfanatiker zugefügt, die sich an der kirchenschädlichen Verbreitung bereitwillig und freien Willens beteiligen, sich keck noch als katholisch bezeichnen, dabei aber nicht davor zurückschrecken, den Papst mit boshaftem Dreck aus anonymer Quelle zu bewerfen.

Dies wird sehr zur Freude der anonym agierenden Verfasser dieser albernen Texte geschehen, die, wie schon so oft nachgewiesen, nur den Aufguss und einen Mix bekannter Texte verbreiten, die sich noch dazu widersprechen.

Kirchliche Ablehnung eindeutig

Dass die Dame ihre Texte dem zuständigen Bischof vorgelegt und sich der Bischof gegen ihre Texte entschieden hat, wird von den Anhängern und willigen Multiplikatoren dieser Texte hartnäckig und unbelehrbar ignoriert.

Allein diese Tatsache sollte einem praktizierenden kirchentreuen Katholiken zu denken geben und zumindest dazu führen, eine weitere Verbreitung dieser vermeintlichen „Botschaften“ nicht zu unterstützen.

Ob diese Dame ihrem zuständigen Bischof die Texte wirklich vorgelegt hat, darf bei dem Verbreitungsgrad, den diese bösartigen und kirchenfeindlichen Texte inzwischen erreicht haben, ebenfalls in Zweifel gezogen werden, da sich der zuständige Bischof bisher nicht zu Wort gemeldet hat.

Den für sie zuständigen Bischof bezeichnete die Dame nach dem ablehnenden Bescheid in einem Interview als “älteren Bischof”, wobei die herablassende Art in dem Zusammenhang nur bedeuten kann, dass die „Seherin“ persönlich einen “älteren“ Bischof für die Beurteilung ihrer ganz “speziellen” Texte als ungeeignet ansieht.

Warum die Dame ihre Texte dem Bischof dann überhaupt vorgelegt hat, bleibt ihr Geheimnis. Kein Geheimnis ist es jedoch, dass sie nach der Ablehnung durch den Ortsbischof die Zuständigkeit jetzt in ROM sieht. Dieser Trick ist alt und Kennern der Szene nicht unbekannt.

Auch meldete sich keiner der fünf Geistlichen zu Wort, denen die „Visionärin“ angeblich ihre Texte noch vor ihrem Bischof vorgelegt hatte. Dies verwundert  j e t z t  um so mehr, da die slowakische Bischofskonferenz und der Bischof von Melbourne diese „Botschaften“ in diesem Jahr als häretisch und somit als kirchenfeindlich verworfen haben. Diese Tatsache dürfte sich herumgesprochen haben.

Ebenfalls haben sich viele Geistliche negativ über diese Texte geäußert und klar dagegen Stellung bezogen. Im deutschsprachigen Raum können die Stellungnahmen von Weihbischof Laun nachgelesen werden.

Straftat gegen die Einheit der Kirche

Es sollte deshalb jedem Katholiken klar sein, dass er sich einer Straftat gegen die Einheit der Kirche und gegen die kirchliche Autorität des Papstes schuldig macht und sich die Tatstrafe der automatischen Exkommunikation zuzieht, so er sich an der Verbreitung dieser Texte über das Internet, auf anderem Wege an der Weitergabe beteiligt oder leichtgläubige Seelen dazu verführt, sich an diesem boshaften Akt gegenüber dem Oberhaupt der Kirche zu beteiligen.

So schrieb auch der Geistliche Fr. John Hogan bereits am 17. Februar 2013 (Amtsverzicht Benedikt XVI. am 20. Februar 2013 ) auf seiner Webseite:

“To reject the next Pope and call him
the false prophet is to enter into
schism, and schismatics incur an
automatic excommunication.”
http://mariadivinemercytrueorfalse.blogspot.de/2013/06/a-warning-on-warning-by-fr.html
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Falls es die verblendeten Warnungs-Botschaftsfanatiker bisher noch nicht gewusst haben oder wahrhaben wollten, so sollte es jetzt klar sein, wem sie wirklich dienen und welche Konsequenzen es für sie hat, wenn sie weiterhin behaupten, dass Papst Franziskus der in der Johannesoffenbarung genannte  ” f a l s c he P r o p h e t ”  und mit dem Antichristen im Bunde sei.

http://www.codex-iuris-canonici.de/buch6.htm
TITEL II
STRAFTATEN GEGEN DIE KIRCHLICHEN AUTORITÄTEN
UND DIE FREIHEIT DER KIRCHE

Can. 1374  –  Wer einer Vereinigung beitritt, die gegen die Kirche Machenschaften betreibt, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden; wer aber eine solche Vereinigung fördert oder leitet, soll mit dem Interdikt bestraft werden.
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Die Anhänger (Laien wie Priester) der anonymen Dame aus Irland sind freien Willens Verbreiter und somit Förderer der anonymen “Botschaften” und daher der Vereinigung derer beigetreten, die gegen das rechtmäßig gewählte und durch den “Heiligen Geist” bestimmte Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche auf das übelste und hinterhältigste in Wort, Schrift und durch Setzen von Internetlinks agieren und das Oberhaupt schlecht machen, indem sie es in eine Reihe mit dem personifizierten Bösen stellen.

Die Vereinigungen manifestieren sich in Internetgebetsgruppen, für die auf den einschlägigen papstfeindlichen Seiten Werbung gemacht wird.

Wer sich freien Willens an dieser anonymen Propaganda des  B Ö S E N  gegen das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche beteiligt, ist automatisch exkommuniziert.

Und damit es die Anhänger wirklich verstehen und nicht nur für einen kleinen Kavaliersdelikt halten: Wer seinen Chef öffentlich schlecht macht, fliegt auch aus jedem weltlichen Betrieb, ohne sich dort noch einmal sehen lassen zu dürfen. Das schließt die Feier an Betriebsfesten ebenfalls aus.

Der Autor ist unserer Redaktion namentlich bekannt


Leipzig: Koreanischer Sektenführer Lee Man-hee durfte in Nikolaikirche auftreten

Der Redner ist Gründer der endzeitgeprägten Sekte Shinchonji

Am 4. Oktober, einen Tag nach dem deutschen Nationalfeiertag, hatte die evangelische Nikolaikirche in Leipzig den Führer einer koreanischen Sekte zu Gast: 

Lee Man-hee sprach zu einem von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens angekündigten “internationalen Friedensforum”, zu dem die Nikolaikirchgemeinde und die Global Peace Generation (GPG), ein Netzwerk internationaler Friedensinitiativen, eingeladen hatten.

Wie es in der Einladung der Landeskirche zur Veranstaltung heißt, wollten die Veranstalter an “diesem symbolträchtigen und historischen Ort, der u.a. Ausgangspunkt für die damaligen Veränderungen in der DDR, den Fall der Mauer und schließlich für die Wiedervereinigung war… mit dem Friedensforum einen Appell für ein vereintes Korea setzen”.

Laut einem Kommentar der Leipziger Internetzeitung hat der evangelische Nikolaipfarrer Bernhard Stief vom religiösen Hintergrund des Redners erst erfahren, als “er am Freitagabend den Namen des koreanischen Redners googelte”; also im Anschluß an das “Friedensforum”.

Lee Man-hee, der sich als “koreanischer Friedensbotschafter” ausgibt, ist Präsident der 1931 in Cheongdo (Südkorea) gegründeten sog. Kirche “Shinchonji” (zu deutsch: “Neuer Himmel und Erde”).

Die etwa seit der Jahrtausendwende auch in Berlin und Frankfurt am Main aktive “Kirche” zählt zu den Jugendsekten („Neue Religionen“), zu denen u.a. auch Scientology gehört.

Der koreanische Sektenführer predigt ein neues Bild zur Endzeit, in dem er selbst als der “verheißene Pastor” gemeinsam mit der von ihm gegründeten “Kirche” eine “heilsgeschichtliche” Rolle spielen werde.

Weltweit wirbt der Sektenführer insbesondere in christlichen Kirchen und Gemeinden um neue Mitglieder und versteht sich und seine Organisation als die 144.000 „Versiegelten“ der Endzeit nach der Offenbarung des Johannes.

Shinchonji-Anhänger betreiben ihre Mission meist unter dem Deckmantel des Weltfriedens sowie der Förderung von sozialen und Umweltprojekten.

Quelle: http://agwelt.de/2013-10/sektenfuehrer-man-hee-lee-sprach-in-leipziger-nikolaikirche/


Ehrenamtliche Beratung [U25] für selbstmordgefährdete Jugendliche nominiert

Die Onlineberatung [U25] für selbstmordgefährdete Jugendliche ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Bis zum 1. November2013  können Sie auf www.deutscher-engagementpreis.de abstimmen.

Hier gehts direkt zum Abstimmungsfeld: http://www.deutscher-engagementpreis.de/nc/online-voting/abstimmen.html0023

Der Deutsche Engagementpreis ist ein Publikumspreis – deshalb hilft jede abgegebene Stimme, die Arbeit der [U25]-Beratung zu unterstützen. Der Publikumspreis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Auf www.u25-deutschland.de können suizidgefährdete Jugendliche mit einer verschlüsselten Mail anonym um Unterstützung bitten. Speziell ausgebildete Jugendliche beraten dann ehrenamtlich per Mail. Dabei leitet eine erfahrene hauptamtliche Sozialpädagogin die jugendlichen Peerberater an.

„Wir freuen uns besonders über die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis, weil dadurch die wertvolle Arbeit und der besondere ehrenamtliche Einsatz der jugendlichen Berater Anerkennung findet“, verdeutlicht Caritas-Präsident Peter Neher.

Jede Stunde nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben; alle sechs Minuten versucht es jemand. Junge Menschen unter 25 Jahren sind besonders gefährdet.

Allein im Jahr 2012 haben sich 1900 selbstmordgefährdete Jugendliche an die Caritas-Berater gewandt. In den letzten Jahren ist die Zahl der Anfragen in der Online-Beratung stark gestiegen, denn im Internet ist die Hemmschwelle für Jugendliche geringer, sich Unterstützung zu suchen.

Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit. Eine Fachjury hat aus mehr als 1200 Wettbewerbseinreichungen die 15 engagiertesten Organisationen ausgewählt.

Noch bis zum 1. November können Sie unter www.deutscher-engagementpreis.de ihre Stimme für [U25] abgeben.