Jüdischer Oberrabbiner von Rom ist beeindruckt von Papst Franziskus

Der römische Oberrabbiner Riccardo Di Segni erklärte über seine Papstaudienz vom gestrigen Freitag: „Wir waren beeindruckt von seiner Offenheit und Herzlichkeit, von seiner Fähigkeit, sich über 360 Grad zu allem zu äußern.“   1_0_736637

Papst Franziskus hatte im Vatikan erstmals die jüdische Gemeinde von Rom empfangen: „Wir haben über alles geredet, von Bibelexegese bis hin zu sozial dringenden Themen. Dabei war das Klima gleichbleibend gut, ein gegenseitiges Zuhören.“

Franziskus hatte ausgerufen: „Möge der Antisemitismus aus dem Herzen jeden Mannes und jeder Frau verbannt werden!“

Abweichend vom amtlichen Redetext hatte er spontan hinzugefügt, aus seiner Sicht könne ein Christ kein Antisemit sein.

„Dass der Papst diese Tatsache unterstrichen hat, ist eine wichtige Botschaft. Sie sollte aus dem Apostolischen Palast heraus bis an die Grenzen der Erde dringen!“

Quelle (Text/Foto): http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/12/oberrabbiner_%C3%BCber_papst:_%E2%80%9Ewir_waren_beeindruckt%E2%80%9C/ted-736637


Glaubenspräfekt Müller kritisiert „Medien-kampagne“ gegen den Limburger Bischof

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst erneut den Rücken gestärkt. Der ranghohe Kurien-Erzbischof amtierte bis Sommer 2012 als Oberhirte von Regensburg.AL-0020

Während einer heiligen Messe in der römischen Kirche „Campo Santo Teutonico“ erklärte der Glaubenspräfekt am Freitagabend, daß es sich bei den Attacken gegen den Limburger Bischof um eine „Medienkampagne“ und um „Lügen von Journalisten“ handle.

Er verwies auf die Verantwortung von Ordinariatsmitarbeitern betreff der hohen Baukosten des „Diözesanen Zentrums“ in Limburg.

Erzbischof Müller hatte sich bereits Mitte September in einem von der „Tagespost“ veröffentlichten Interview hinter Tebartz van Elst gestellt.

Auf die Frage, was Rom von der Limburger Bistumsleitung erwarte, antwortete der Glaubenspräfekt:

“Um es gleich zu sagen: Die Leitung eines Bistums ist gemäß der sakramentalen Verfassung der Kirche dem geweihten und mit dem Papst in Gemeinschaft stehenden Bischof aufgetragen. Wer die Aussagen des II. Vatikanischen Konzils über das Bischofsamt nicht kennt oder das Hirtenamt wie ein politisches Amt missversteht, ist fehl am Platz.

Das Domkapitel ist eine Gruppe von Priestern aus dem Presbyterium einer Diözese, die dem Bischof mit Rat und Tat zur Seite steht. Ihre Aufgabe ist es nicht, den Bischof zu kontrollieren, sondern ihn zu unterstützen. Der hierarchische Obere eines Bischofs ist allein der Papst und nicht etwa, wie in den Medien kolportiert, der Vorsitzende einer Bischofskonferenz.”

HINWEIS: Hier geht es zu kritischen Gedanken von Alexander Schönburg über das Kesseltreiben gegen den Limburger Bischof : http://onalexandersmind.blogspot.de/?m=1

HIER folgt ein aufschlußreicher Artikel des Kulturchefs der Tageszeitung DIE WELT: http://www.welt.de/politik/deutschland/article120851635/Von-wegen-Protz-Bauten-in-Limburg-sind-exzellent.html

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg


Rostock: 170 Schüler lernen Israel in seinen zahlreichen Facetten kennen

Ein Meer mit Sandstrand bietet Rostock genauso wie die israelische Hafenstadt Tel Aviv. An den Temperaturen müsste noch etwas gearbeitet werden…

Trotzdem kamen am vergangenen Montag gut 170 Schüler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in die Hansestadt, um einen Tag lang „Israel-Luft“ zu schnuppern.

Unter dem Motto „Israel – anders kennen lernen“ wurde unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Erwin Sellering in Seminaren und einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion Israel in seinen unterschiedlichen Facetten aufgezeigt.

Begrüßt wurden die Schüler vom Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. med. Wolfgang Schareck, sowie der Präsidentin des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, Sylvia Bretschneider.

„Nutzen Sie die Gelegenheit, ihr Bild von Israel an diesem Tag zu erweitern und sich anderen Kulturen zu öffnen“, sagte die Landtagspräsidentin während ihrer Begrüßung.

In den nachfolgenden Seminarblöcken beschäftigten sich die Jungen und Mädchen mit den Themen Jugendkultur, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Religionen in Israel sowie mit den Erlebnissen einer jungen deutschen Freiwilligen in Israel.

Podium mit dem israelischen Botschafter 
 
Höhepunkt des Tages war eine Podiumsdiskussion zwischen Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, der Justizministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Uta-Maria Kuder, sowie Elisa Skiba, Schülerin am Friedrich-Franz-Gymnasium in Parchim.

FOTO: Podium mit Elisa Pauline Skiba, Justizministerin Kuder und Botschafter Hadas-Handelsman (von rechts nach links).

Der Botschafter unterstützte die Idee von mehr Begegnungen: „Es gibt schon eine gute Zusammenarbeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Israel und meiner Meinung nach schlummert hier ein riesiges Potenzial.“   –   Dies gilt es nun auszubauen, was die Justizministerin unterstützt: „Vor allem bei Schulpartnerschaften“.

Der Projekttag wurde von der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dem Bildungsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dem Zentrum für deutsch-israelische Projekte Neustrelitz sowie der Botschaft des Staates Israel organisiert.

Quelle: Israelische Botschaft

PS: Die Botschaft führt seit 2006 regelmäßig Projekttage „Israel – anders kennen lernen“ auf Bundeslandebene durch. Weitere Infos finden Sie hier: http://bit.ly/IsraeltageSite
 


Birgit Kelle kritisiert „Allianz zwischen Wirtschaft und Feminismus“

Publizistin plädiert für „mehr Männlichkeit“ der Männer

Mit einem Plädoyer für mehr Männlichkeit von Birgit Kelle (siehe Foto) endete der zweite Vortrag am Frankfurter Buchmessestand der Berliner Wochenzeitung  JUNGEN FREIHEIT.

Foto: Kerstin Pukall

Foto: Kerstin Pukall

„Männer müssen anfangen, ihre Männlichkeit zu verteidigen“, forderte die katholische Publizistin und mehrfache Familienmutter im Gespräch mit JF-Chefredakteur Dieter Stein.

Die Gesellschaft sei derzeit vor allem darauf aus, Rollen aufzubrechen. Männer die sich verhielten wie Frauen und Frauen, die sich verhielten wie Männer erhielten breite Zustimmung aus Politik und Medien. Darunter litten vor allem männliche Kinder und Jugendliche.

„Jungs sind anders, man kann Jungs nicht zum besseren Mädchen umerziehen, das funktioniert einfach nicht“, sagte die vierfache Mutter. Jungs bräuchten Heldenfiguren, mit denen sie sich identifizieren könnten. Es sei vor allem an den Vätern, ihren Jungs ein solches Vorbild zu sein.

Die Idee für ihr Buch „Dann mach doch die Bluse zu“, das sie auf der Buchmesse vorstellte, sei ihr nach diversen Talkshows im Zuge der Sexismusdebatte um FDP-Politiker Rainer Brüderle gekommen: „Ich habe festgestellt: Ich bin kein Opfer, ich hab mich einfach nicht wiedergefunden in der Debatte.“

Schlimm sei vor allem, daß dadurch der echte Sexismus, unter dem die Frauen litten, in einer „Masse von Banalitäten“ völlig verdrängt worden sei, kritisierte sie.

Kelle ist sich sicher, für die schweigende Mehrheit der Frauen zu schreiben. Jede Frau dürfe heute als „Heimchen am Hemd“ beschimpft werden, ohne daß sich irgendjemand daran störe. „Früher mußten wir uns von Männern erklären lassen, welches Leben wir zu führen haben, heute müssen wir es uns von Frauen erklären lassen.“

Über die Familienpolitik in Deutschland und die Diskussion um Vereinbarkeit von Beruf und Familie sagte Kelle: „Wir haben keine Wahlfreiheit, wenn der eine Weg gelobt und der andere beleidigt wird.“

Es sei eine seltsame Allianz aus Wirtschaft und Feminismus, die den Weg für diese Entwicklung bereitet habe. Der Feminismus sei dabei der „Steigbügelhalter eines üblen Kapitalismus“.

Familien hätten zudem den Nachteil, daß sie keine Lobby hätten. Andere Gruppen seien lauter und hätten mehr Zeit und Geld.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Erklärung des „Forum deutscher Katholiken“ zum Freiburger Sonderweg

Die Erzdiözese Freiburg stellt sich mit der „Handreichung zum praxisgerechten Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten“ nicht nur gegen die kirchliche Ehelehre und gegen das Kirchenrecht, sondern „gegen das Gesetz Gottes, wie Christus es gelehrt hat“ (KKK 1665): 120505184_B_July und Mike draussen

Wir fragen, wo bleibt die Handreichung für Eheleute, die an der Ehe festhalten wollen, für die, die sich nach einer Trennung nicht wiederverheiraten, für die Kinder, die unter der Scheidung leiden?

Wer Aussöhnung und einen Neuanfang in der Ehe nicht für möglich hält, traut dem Menschen auch nicht mehr zu, zum freiwillig gegebenen Eheversprechen zu stehen. Er macht den Menschen nicht größer, sondern kleiner.

Die Möglichkeiten der Hinwendung zu den geschiedenen Wiederverheiraten sind vielfältig und in keiner Weise ausgeschöpft. Sie können sich aber nicht über das Wort Gottes stellen!

Mit der Freiburger Handreichung rächt sich, dass jahrelang unerfüllbare Erwartungen geweckt und Forderungen in der Schwebe gehalten wurden, anstatt deutlich zu machen, was die Botschaft Jesu zur Ehe ist, der sich die katholische Kirche gegen jede Verweltlichung verpflichtet sieht.

„Forum Deutscher Katholiken“, Prof. Dr. Hubert Gindert


Libyen und Tunesien: besorgniserregende Lage nach dem „arabischen Frühling“

Die Nordafrikanische Bischofskonferenz (CERNA) traf sich vom 6. bis 9. Oktober 2013 in Rom. In ihrem Schluß-Statement äußert sie sich besorgt über die wackelige Sicherheitslage in Libyen.

„Sie hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Ordensleute, die im Gesundheitswesen in Libyen gearbeitet haben, auf Drängen der Behörden das Land verlassen mussten“, so die Bischöfe.

Auch in Tunesien, wo nach monatelanger Regierungskrise jetzt ein sog. Expertenkabinett ans Ruder gekommen ist, stellen die Bischöfe „Unsicherheit und offene Fragen“ fest.

Immerhin sei die öffentliche Ordnung nicht in Gefahr; doch auch zwei Jahre nach den Wahlen habe das Land, das von „wachsenden wirtschaftlichen und sozialen Spannungen“ geprägt sei, noch keine neue Verfassung erhalten.

Quelle: Radio Vatikan


Ein Licht erstrahlt den Gerechten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 97 (96),1-2.5-6.11-12

Der HERR ist König. Die Erde frohlocke.
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,
Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.

Berge schmelzen wie Wachs vor dem HERRN
vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.
Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.

Ein Licht erstrahlt den Gerechten
und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.
Ihr Gerechten, freut euch am HERRN,
und lobt seinen heiligen Namen!