Causa Limburg: Eugen Drewermann kritisiert „Scheinheiligkeit“ der „Amtskollegen“

Von Felizitas Küble

In dem seit Monaten anhaltenden Kesseltreiben gegen den Limburger Oberhirten hat sich jetzt der aus der katholischen Kirche ausgetretene Theologe Dr. Eugen Drewermann in einer überraschenden Weise öffentlich zu Wort gemeldet.

Der bekannte Autor aus Paderborn wirft den Kritikern des Limburger Bischofs, zumal seinen Amtskollegen „Scheinheiligkeit“ vor.

Es sei  nicht korrekt, „daß ein Mann, der mit dem Rücken zur Wand steht“, zum Skandal gemacht werde, so Drewermann, der überdies darauf hinwies, daß „die Bischöfe in Köln und München schon auf einem so großen Fuß leben, da muss sich Limburg erst einmal hin  hocharbeiten.“

Dr. Drewermann kritisiert auch einzelne Vorwürfe gegenüber Tebartz-van Elst: „Da wird gemeckert, dass er Erster Klasse nach Indien geflogen ist“, sagt der Paderborner: „Ich fahre im Zug auch gerne erster Klasse, weil es bei einer fünfstündigen Fahrt einfach angenehmer ist. Man arbeitet in dieser Zeit ja auch.“

Sicher habe Tebartz-van Elst die Kosten aus dem Ruder laufen lassen, aber „die Scheinheiligkeit seiner Amtskollegen wird gar nicht debattiert.“  – Der Theologe plädiert aufgrund solcher und ähnlicher Probleme für eine Begrenzung der Amtszeit von Bischöfen.

40 Mio Euro Kosten in Rottenburg

Zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang z.B. auch das neu-errichtete bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dessen kürzliche Sanierung als „architektonisches Highligh“ mit der nicht geringen Summe von 40 Mio Euro zu Buche schlug.

Dies spielt allerdings in der öffentlichen Debatte keine Rolle, gilt der zuständige Bischof Gebhart Fürst doch als reformerisch, romkritisch und liberal.  – Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/09/06/medien-und-doppelmoral-causa-limburg-im-vergleich-zur-causa-rottenburg/

„Der Neubau durfte nicht zu hoch werden“

Ausgeblendet wird weitgehend auch folgender Denkmalschutz-Sachverhalt betr. der Limburger Kostenexplosion, wovon die „Ruhr-Nachrichten“ (in ihrer Ausgabe vom 9.10.) berichten:

„Das Kernstück, der Neubau mit Bischofswohnung und Konferenzräumen, durfte nicht zu hoch werden. Also wurde nach unten gebaut  –  in einen felsigen Untergrund mit mittelalterlichen Mauerresten und archäologischen Funden. In diesem Tiefgeschoss wird wohl ein Großteil der Summe im Wortsinne vergraben worden sein.“

Quelle für die Drewermann-Zitate: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-10/28274714-neue-westfaelische-bielefeld-kirchenkritiker-drewermann-verteidigt-limburger-bischof-007.htm


Rot-China: 82-j. kath. Bischof war 40 Jahre inhaftiert: er wird seit 1997 vermißt

Am 8. Oktober 1997 wurde der katholische Bischof Jakob Su Zhimin der Diözese Baoding (Provinz Hebei) vom chinesischen Staatssicherheitsdienst an einen unbekannten Ort gebracht.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) fordert seit 15 Jahren die chinesische Regierung auf, Auskunft über den Aufenthaltsort von Bischof Jakob Su Zhimin zu geben und ihn freizulassen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Seither wurde er wenige Male gesehen, doch freigelassen haben ihn die Kommunisten nicht. Fragen nach seinem Aufenthaltsort werden mit „Wir wissen nichts über ihn“ beantwortet.

Dies ist der Racheakt dafür, dass der Kirchenmann sich weigerte, der regimetreuen „Patriotischen Vereinigung“ beizutreten, mit der die Kommunistische Partei die Katholische Kirche in der Volksrepublik China zu kontrollieren und von Rom abzuspalten versucht.

Stets hatte der Bischof tapfer und treu seine Verbundenheit mit dem Papst beteuert.  Ca 40 Jahre hat er dafür im Gefängnis oder in Arbeitslagern verbracht. Seinen Vorgänger Bischof Joseph Fan Xueyan hatte die Polizei 1993 zu Tode gefoltert.

Für die Gläubigen ist Bischof Su Zhimin wegen seiner Unbeugsamkeit „der größte und bedeutendste chinesische Bischof“, so die Nachrichtenagentur „Asia News“.

Gesehen hat ihn seit 2003 niemand mehr  –  und selbst die engste Familie weiß nicht, ob er noch lebt. Gläubige versuchen immer wieder, sich an seinem Geburtstag zu treffen.

Dass er wahrscheinlich noch lebt, unterstreichen hunderte Polizisten in Zivil und uniformiert, die diese Gebetstreffen durch Überwachungsmaßnahmen und Versammlungsverbote zu verhindern versuchen.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) fordert seit 15 Jahren die chinesische Regierung auf, Auskunft über den Aufenthaltsort von Bischof Jakob Su Zhimin zu geben und ihn freizulassen. 

Quelle und weitere INFOS über Menschenrechts-Schicksale und verfolgte Bürgerrechtler hier: www.akm-online.info


Nigeria: Welle der Sympathie für verstorbene katholische Laienmissionarin

Eine katholische Laienmissionarin ist bei einem Raubüberfall ums Leben gekommen. Die aus Italien stammende Afra Martinelli (78 J.) starb zwei Wochen nach dem Überfall an ihren Verletzungen.

Mehrere Jahrzehnte ihres Lebens widmete die Missionarin dem Aufbau des Zentrums „Regina Mundi“, einer Einrichtungen für Jugendliche in Oguashi-Ukwu im Distrikt „Delta“, in dem Computerschulungen für bedürftige Jungen und Mädchen angeboten werden.

Ein Welle der Sympathie ebbt seitdem für die gläubige Katholikin durch das Land; sie soll nun in Nigeria selber beerdigt werden.

Quelle: Radio Vatikan


Jochen Riebels Rundumschläge: Wo bleibt die Verantwortung der Kontrolleure?

Als Hauptankläger gegen den Limburger Bischof betätigt sich derzeit vor allem der frühere hessische Europaminister Jochen Riebel, der den attackierten Kirchenmann öffentlich als „krank oder raffinierter Betrüger“ verunglimpfte. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Obwohl (oder weil?) Riebel seit Jahren dem vom Bischof selber installierten Vermögensverwaltungsrat angehört, sich also durchaus die Frage nach seiner eigenen Verantwortung stellt, tritt der Kontrolleur offenbar die Flucht nach vorne an; er dreht den Spieß kurzerhand um nach der Devise: Der Bischof ist an allem (allein)schuld!  

 Soll dadurch von eigener Mitverantwortung bzw. mangelnder Sorgfalt bei der Ausgabenprüfung abgelenkt werden?

In einem der üblichen Anti-Bischofs-Artikel der BILDzeitung wird heute immerhin darauf hingewiesen: Dem neu gegründeten Vermögensverwaltungsrat sei im Sommer 2011 ein Kostenvolumen in Höhe von 17 Millionen Euro für Um- und Neubauten vorgelegt worden.“  –  Also genau jenem Gremium, als dessen Sprecher der feine Herr Riebel auftritt, der folglich seit Jahren über hohe Millionensummen im Bilde ist.

Nun beleidigt der pensionierte Politiker medienwirksam Bischof Tebartz van Elst, aus dessen Hand er selber noch Ende Januar dieses Jahres gerne den päpstlichen Gregoriusorden angenommen hat: siehe Bericht HIER  –  und Foto HIER.

Dieses merkwürdige Gebaren führt allmählich bei kritischer denkenden Bürger ins Grübeln darüber, ob hier alles noch mit logischen Dingen zugeht.

Nachdem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die gemeinsam mit dem „Spiegel“ seit Monaten zum Sturm auf Tebartz v. Elst bläst, heute sogar interne Bauplanungs-Unterlagen veröffentlichte (Von wem erhalten? Auf rechtswidrigem Wege?), melden sich unterhalb des Artikels eine Reihe Leserstimmen zu Wort, die auch an die Verantwortung der Kontrollgremien erinnern.

So schreibt z.B. Dagmar Eydt heute (13.10.) um 11,46 Uhr folgendes:

„Nur der Bischof?
Genauso müsste man den Jochen Riebel, der jetzt so in die Presse feuert, mal an das Schlawittchen nehmen. Er ist im Verwaltungsrat. Tatenlos zugesehen, wie Gelder fließen. Augen geschlossen. Haushaltspläne angefordert, aber nicht wirklich tätig geworden. Jetzt bringt er einen „kranken Menschen“ an den Pranger. Medienwirksam. Aber Riebel hat zwei drei Jahre nur in der Sache dagesessen. Wenn er mit der Aufgabe betraut ist, die Finanzen einer Organisation zu überwachen, wie ich es lese, warum hat er den „kranken Menschen“, wie er es beschreibt, nicht an den Ausgaben gehindert? Jahrelang sind Rechnungen bezahlt worden.“

Riebel müsste sich in seiner Funktion auch verantworten. Oder war er in der ganzen Bauzeit in Urlaub oder selbst „krank“?

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


„Das Wort Gottes ist nicht gefesselt“

Heutige Sonntagslesung der kath. Kirche: 2 Tim 2,8-13:

Denk daran, dass Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium, für das ich zu leiden habe und sogar wie ein Verbrecher gefesselt bin; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt.  Das alles erdulde ich um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil in Christus Jesus und die ewige Herrlichkeit erlangen.

Das Wort ist glaubwürdig: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben; wenn wir standhaft bleiben, werden wir auch mit ihm herrschen; wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.


„Der HERR hat sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker“

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Psalm 98 (97),1-4:

Singt dem HERRN ein neues Lied;
denn ER hat wunderbare Taten vollbracht.
ER hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.
 
Der HERR hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
ER dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel.
Alle Enden der Erde sahen das Heil unseres Gottes.
Jauchzt vor dem HERRN, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!