München: Preisverleihung an Weihbischof Laun inklusive Eklat einer Direktorin

Von Christa Meves

Am 3. Oktober ist es gelungen, im Künstlerhaus zu München mit einer Feier vor großem Publikum einen katholischen Geistlichen zu ehren, der sich in Unermüdlichkeit als ein einsamer Fels in der Brandung des ideologischen Mainstream erwiesen hat, indem er öffentlich gefährlichen Entstaltungsprozessen entgegengewirkt hat: untitled

Durch die Schulbuch-Preisverleihung des Vereins LDEZ „Lernen für die deutsche und europäische Zukunft“ an Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun aus Salzburg für sein Buch „Der Christ in der modernen Welt“.

Es wurden erhebende Stunden mit tiefgründigen Beiträgen und einer würdigen musikalischen Umrahmung.

Doch möge man nicht meinen, dass dergleichen Veranstaltungen in unserer Demokratie noch ohne Beeinträchtigungen möglich sind, schon gar nicht, wenn Christliches im Vordergrund steht.

Hier z. B. sollte ein Unterrichtswerk hervorgehoben werden, dessen Ziel darin besteht, die Grundlagen des christlichen Abendlandes in eindeutigen Präzision darzustellen.

Die sich über Monate erstreckenden Vorbereitungen der Akteure ging allerdings in aller Sachlichkeit vor sich, mit unterschriebenen Verträgen für die Anmietung des Festsaales und aller benötigten Einzelheiten auch durch bereits schriftlich vollzogene Anzahlungen.    

Aber wenige Tage vor dem Termin erhielt der Vorstand den Anruf einer Dame, die angab, die Direktorin des Hauses zu sein und mit schneidender Stimme erklärte, für eine Preisverleihung an Weihbischof Laun die Tore des Künstlerhauses nicht öffnen zu wollen: „Dies ist ein Mann, der ausgrenzt und diffamiert. Für so eine Person haben wir keinen Platz.“

Das würde eine Rufschädigung ihres Hauses bedeuten, erklärte sie. In ihren Statuten gäbe es einen Paragraphen, der Abmachungen widerrufen könne, „wenn diese dem Hause schaden würden“. Der Vorstand schaltete unverzagt seinen Justiziar ein, der mit Erfolg der rigorosen Verweigerung rechtlich Einhalt gebot.

Dem Veranstalter wurde aber gedroht, man würde vor der Festversammlung eine Erklärung abgeben. Die diese Unsicherheit hervorrufende Dame erschien dann kurz vor Beginn der Veranstaltung und verbot zunächst mit laut erregter Stimme den sich positionierenden Kamerateams, die Veranstaltung filmisch aufzunehmen.

Sie drohte mit sofortiger Räumung durch die Polizei. Die Kameraleute  ließen sich aber berechtigterweise nicht einschüchtern und wussten zu erklären, dass ein Gesetz in unserer Demokratie Pressefreiheit garantiere, und ein solches Verbot für sie nicht gälte, wenn das Einvernehmen der Veranstalter und Redner vorläge.

Durch diese Erklärung fiel plötzlich dieser aufgeblähte Luftballon einer kurz vor Beginn gefährdeten Veranstaltung in sich zusammen: Die sich allmächtig gebärdende Dame entschwand….

Unter den Zuhörern breitete sich Entspannung aus, der Festakt konnte beginnen und ungestört, wenn auch ohne Foyerbeleuchtung seinen festlich vorbereiteten Lauf nehmen.

Es war nicht zu vernehmen, dass diese eindeutig unrechtliche Kleindiktatur zu München in der Öffentlichkeit zu einigem Aufsehen geführt hätte.

Gehört es auch zu unserer freiheitlichen Demokratieform, ehrenwerte Christen in plötzlich unrechtlicher Aufwallung den Zutritt zu korrekt gemieteten Räumlichkeiten zu verweigern?

Ist es erlaubt, in dieser Weise einen absolut unbescholtenen hohen ausländischen Geistlichen, dazu sogar einen aus der Münchener Nachbardiözese, in dieser Weise öffentlich zu beleidigen?

Weihbischof Laun ist einer der großen Lebensschützer, die entsprechenden Demonstrationen persönlich vorangehen. Darf eine solche Persönlichkeit, die bereits durch solches Verhalten unerschrockene Tapferkeit und Einstehen für die biblische Wahrheit und die Prämissen seiner Kirche zeigt, durch eine solche völlig unangemessene Verhaltensweise verunglimpft werden?

Ich meine, für wache Menschen in unserer Republik ist dieser Vorfall ein bedenkliches Zeichen für diktatorischen Mob unrechtlicher, ja niveauloser Art. Christen in einem gefüllten Saal haben an diesem Feiertag einem hohen Vertreter der großen alten christlichen Kultur des Abendlandes eine Auszeichnung für sein tatkräftiges Bemühen um deren Erhaltung präsentiert.

Mit Erschütterung müssen wir zur Kenntnis geben, dass solchen Rückfällen in die Barbarei Widerstand entgegengesetzt werden sollte. Das  ist  hierzulande glücklicherweise, wie dieser Fall zeigt, gelegentlich immer noch mit rechtlichen Mitteln möglich.



Evangelikaler Theologe zur Causa Limburg: Medien betreiben Spießrutenlaufen

Scharfe Kritik am Umgang der Medien mit dem katholischen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat der Leiter des Gießener Instituts für Ethik und Werte, der evangelikale Theologe Stephan Holthaus (siehe Foto), geübt. holthaus_stephan_606_pr13_2f52251200

Gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte Holthaus am 14. Oktober:

„Bei aller berechtigten Sachkritik am Umgang mit Kirchengeldern im Bistum Limburg und der Kommunikationspolitik des Bischofs  –  was derzeit für ein Spießrutenlaufen inszeniert wird, ist der Sache abträglich und bestärkt nur die generellen Kirchenkritiker unserer Zeit.“

Das alles grenze an eine Vorverurteilung. Die Unschuldsvermutung gelte so lange, bis das Gegenteil bewiesen sei: „Das sollte nicht nur für die Rechtsprechung, sondern auch für den medialen Umgang mit Menschen gelten.“

Dr. Holthaus ist auch Prorektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen: „Transparenz ist für die Kirche Roms das Gebot der Stunde. Augenmaß und Sachlichkeit das Gebot für die Medien. Beides scheint zu fehlen.“

Quelle: http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/fall-tebartz-van-elst-medien-inszenieren-spiessrutenlaufen-921.html

HINWEIS: Es gibt erfreulicherweise auch Ausnahmefälle einer durchaus kritischen, aber sachlichen Berichterstattung, die redlich versucht, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen – zB. dieser Bericht im Handelsblatt: http://app.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/affaere-um-limburger-bischof-kritik-der-medien-nur-ein-vorwand/8928716-2.html


EU-Parlament gegen den europäischen Bürgerwillen zum Embryonenschutz

Als Trotzreaktion auf den überraschenden Erfolg der Europäischen Bürgerinitiative ONE OF US  bzw. „1-von-uns“ plant das Europäische Parlament, eine Entschließung zur Förderung von Abtreibungen in den Mitgliedsstaaten, in der EU und weltweit zu verabschieden (A7-0306/2013). borMedia1802201

Damit neutralisieren die Straßburger EU-Volksvertreter politisch das überraschend gute Abschneiden der Europäischen Bürgerinitiative zum Lebensrechtsschutz. Die Abstimmung soll am 22. Oktober im Plenum in Straßburg stattfinden, eine Woche vor dem Ablauf der bislang erfolgreichsten Bürgerinitiative zum Lebensrechtsschutz in der Geschichte der EU.

Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs entschied höchstrichterlich im Fall C-34/10 „Greenpeace vs. Brüstle“, dass der Mensch ab der Befruchtung ein Mensch ist und dass der menschliche Embryo ein präzises Stadium in der Entwicklung des menschlichen Körpers darstellt, weswegen die Menschenwürde des Embryos durch europäische und internationale Rechtsinstrumente geschützt ist. 

Die Europäische Bürgerinitiative „1-von-uns“ hat zum Ziel, dieses Grundsatzurteil in allen Politikbereichen umzusetzen, bei denen das Leben und die Menschenwürde des menschlichen Embryos auf dem Spiel stehen: Stammzellforschung, Abtreibung, „reproduktive Gesundheit“. media-388245-4

Die EU-Kommission, politisch und juristisch für die Prüfung aller Europäischen Bürgerinitiativen verantwortlich, genehmigte dieses Anliegen. Bis heute unterstützten fast 1,3 Millionen Bürger in 14 Mitgliedsstaaten den Embryonenschutz.

Weil Abtreibung auf allen politischen Entscheidungsebenen umstritten ist, wurde der neutrale Begriff „sexuelle und reproduktive Gesundheit und damit verbundenen Rechte“ eingeführt. Bei dieser inklusiven Definition überdecken sich die Begriffe wie bei einer russischen Matrjoschka:

Reproduktive Gesundheit beinhaltet Fruchtbarkeitsregulierung, und diese wiederum beinhaltet Abtreibung. Diese Schachteldefinition erlaubt, Abtreibung politisch zu fördern und mit Steuergeldern zu finanzieren, ohne das politische Un-Wort zu erwähnen.   

Mit der Entschließungsvorlage <Titre>über sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte nehmen die Europa-Parlameimagesntarier eine Vertragsverletzung gegenüber den Mitgliedsstaaten in Kauf.

Die Straßburger EU-Vertreter reihen verschiedene EU-Politikbereiche aneinander und erschaffen sich somit eine künstliche Handlungs­grundlage:

Vollzuständigkeiten bei der Außenpolitik und der Entwicklungshilfe, den Freizügigkeitsregeln für Bürger und Dienstleistungen, der Durchsetzung von EU-Rechtsvorschriften, den Grundrechten und den Antidiskri­minie­rungregeln, beim Minderheitenschutz und beim Austausch bewährter Verfahren zwischen den Mitgliedsstaaten, sowie Teilzuständigkeiten im öffentliche Gesundheitswesen und im Bildungswesen.

Die in der EU-Grundrechtecharta garantierte Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Gewissensverweigerung, die darauf beruht, werden hingegen ausdrücklich als Hindernis erkannt. Der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker, langjähriger Vorsitzender der Euro-Gruppe, bezeichnete dieses Prinzip mit den Worten:

„Wir beschließen etwas….bis es kein Zurück mehr gibt…“

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Der 40 Seiten lange „Bericht A7-0306/2013 über sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte (2013/2040(INI))“ geht von der Erwägung aus, dass der Widerstand gegen Abtreibung in Europa und weltweit zugenommen hat und dass der Zugang dazu noch in drei Mitgliedstaaten (Irland, Malta und Polen) verboten ist. In anderen Mitgliedstaaten ist Abtreibung zwar weiterhin erlaubt, werde jedoch durch „Hindernisse, wie die missbräuchliche Inanspruchnahme der Verweigerung aus Gewissensgründen des medizinischen Personals“, obligatorische Wartefristen und „voreingenommene Beratung“ immer schwerer zugänglich.

Außerdem bestünde die Gefahr, den Zugang zu Abtreibungs-Diensten einzuschränken. Außerdem greift das EP die Konkordate scharf an, denn Abtreibung sei ein „Grundrecht, das nicht aus religiösen Gründen, beispielsweise durch den Abschluss von Konkordaten, beschnitten werden sollte“.

Daher fordert das EP die Mitgliedstaaten auf, den Zugang zu Abtreibung durch einen „rechtsbasierten Ansatz ohne Diskriminierung aus Gründen der ethnischen Zugehörigkeit, der Wohnsituation, des Migrationsstatus, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, der Gesundheit oder des Familienstands“ sicherzustellen.

Ein „rechtsbasierter Ansatz ohne Diskriminierung“ bedeutet im Klartext ein allgemeines Grundrecht auf Abtreibung. So soll Abtreibung als EU-Grundrecht durch die Hintertür eingeführt werden! Das Europäische Parlament fordert zudem von den Mitgliedstaaten eine Finanzierungsgarantie für Abtreibungsorganisationen. Hauptforderung des EU-Parlaments ist jedoch die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen als „Notwendigkeit des Menschenrechts“.

Wörtlich heißt es:

„Das EU-Parlament empfiehlt, dass aus Erwägungen der Menschenrechte und der öffentlichen Gesundheit hochwertige Dienste im Bereich des Schwangerschaftsabbruches innerhalb der Systeme der öffentlichen Gesundheit der Mitgliedstaaten legal, sicher und für alle Menschen zugänglich gemacht werden sollten, einschließlich Frauen, die keinen Wohnsitz in dem betreffenden Mitgliedstaat haben und diese Dienste häufig in andern Ländern in Anspruch nehmen, weil die Gesetze über den Schwangerschaftsabbruch in ihrem Herkunftsland restriktiv sind, um illegale Schwangerschaftsabbrüche, die ein erhebliches Risiko für die physische und psychische Gesundheit der Frauen darstellen, zu vermeiden.“

Während der Abstimmung im federführenden Frauenausschuss wurden alle Änderungsanträge abgelehnt, die von den deutschen Abgeordneten Bernd Posselt, Martin Kastler, Peter Liese, Christa Klaß, Angelika Niebler und der Slowakin Anna Záborská eingereicht wurden.

Diese Änderungsanträge zielten vor allem auf die Einhaltung des Rechts und den politischen Zuständigkeiten im Politikbereich Abtreibung. Alles wurde abgelehnt und der Bericht nur von 14 Mitgliedern angenommen. 7 Gegenstimmen und 7 Enthaltungen sowie 2 nicht mitstimmende Mitglieder im Frauenausschuss beweisen, dass diese Entschließungsvorlage nicht konsensfähig ist. Die Slowakin Anna Záborská, Leiterin der Arbeitsgruppe Familienpolitik des EP und frühere Vorsitzende des Frauenausschusses, gab zudem ein Minderheitsvotum ab, ein nur in wichtigen Ausnahmefällen angewandtes parlamentarisches Instrument.

Über die Einfügung dieser Entschließung in den vorläufigen Entwurf der Tagesordnung entschieden die  Verwaltungsbeamten. Die gewählten Volksvertreter hatten erst einmal nichts zu sagen, sie entscheiden erst in einer Woche.

Die christdemokratische Europäische Volkspartei (zu der CDU, CSU und ÖVP gehören) wird das Thema erst in einer Fraktionssitzung am 16. Oktober beraten. Doch schon jetzt weiß man, dass die EVP in ihren ureigenen politischen Anliegen tief gespalten ist. So ergab eine namentliche Abstimmung zum Bericht „Genderzid – Die fehlenden Frauen“ vor kurzem, dass der Schutz des menschlichen Lebens ab der Befruchtung als politische Aufgabe von den Europäischen Christdemokraten nicht ernst genommen wird, selbst wenn er im politischen Grundsatzprogramm festgeschrieben ist und zu den politischen Fundamenten der EVP gehört.

Die Fraktionsvorsitzenden entscheiden über den Entwurf der Tagesordnung am Donnerstag, den 17. Oktober, in Brüssel. Bei der Annahme der Tagesordnung am Montag, 21. Oktober, durch das Plenum in Straßburg können die Abgeordneten den Entwurf der Tagesordnung noch verändern und die Absetzung des Berichts von der Tagesordnung beschließen.

Bis dahin haben alle Unterstützer der Europäischen Bürgerinitiative „1-von-uns“ Gelegenheit, sich fraktionsübergreifend an alle Europa-Abgeordneten zu wenden mit der Bitte, den Bericht A7-0306/2013 zur Neuberatung in den Frauen-Ausschuss zurückzuverweisen oder eine Verschiebung der Abstimmung zu beantragen. Sollte das nicht gelingen, müssen die MdEP am Dienstag, 22. Oktober, in namentlicher Abstimmung gegen die Vorlage stimmen.

Nur so kann das erst durch den Lissabon-Vertrag geschaffene Instrument der Bürgerbeteiligung in der EU langfristig respektiert werden. Die Annahme der Entschließung würde andernfalls nämlich bedeuten, dass jede Europäische Bürgerinitiative durch eine Entschließung der europäischen Volksvertreter ad absurdum geführt werden kann.


Verschwendung: EU-Milliarde versickerte in den Palästinensergebieten

Ein offizieller Bericht der EU belegt: In den Palästinensergebieten versickern Abermillionen an Hilfsgeldern aus der EU.

Der vom Europäischen Gerichtshof in Auftrag gegebene Bericht ist noch nicht veröffentlicht worden, wurde vorab aber am Sonntag von der britischen Sunday Times vorgestellt. Demnach seien zwischen 2008 und 2012 vom EU-Hauptsitz in Brüssel aus 1,95 Mrd. Euro an Finanzhilfe überwiesen worden.

Empfänger: das von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geführte sogenannte Westjordanland sowie der Hamas-kontrollierte Gazastreifen.

Der Einfluss über die Verwendung des Geldes seitens der EU stellte sich nun als minimal heraus. Dem Bericht zufolge wurden eine Milliarde Euro verschwendet oder sind durch Korruption verloren gegangen.

EU-Ermittler haben sich für den Report im Westjordanland, Ostjerusalem und dem Gazastreifen ein eigenes Bild gemacht und „signifikante Fehlbeträge“ in der Verwaltung der Hilfsgelder für die Palästinenser feststellen müssen.  

Quelle: http://www.israelheute.de


15.000 Euro: Wie aus der bischöflichen Badewanne flugs ein Badezimmer wird

Dreiste Medien-Lüge um eine „Luxus-Wanne“

Wie erregte sich doch die (Medien-)Meute hierzulande tagelang darüber, daß der angeblich so „protzige“ und „verschwenderische“ Bischof von Limburg für eine weiße und freistehende Badewanne sage und schreibe 15.000 Euros aus dem Fenster warf…

Auch hier bei uns in den Leserkommentaren tauchte das „Wannen-Argument“ immer wieder auf, wobei ich klarstellte, erst an diese Story zu glauben, wenn ich eine Abschrift der Rechnung sehe…

Nun beginnt soeben wohl (un)heimlich, still und leise der Medien-Rückzug von dieser allzu offensichtlichen Zeitungsente.

Ob die Tageszeitung DIE WELT dabei die Vorreiterrolle spielt? WELT Badezimmer für 15 000

Wenn man dort die Bilder-Schau anklickt, liest man unter dem Wannen-Foto folgende aufschlußreiche Bemerkung:

„Diese Duravit-Badewanne hat der Designer Philippe Starck entworfen. Sie schmückt jetzt das Badezimmer von Tebartz-van Elst. Die Kosten für das Badezimmer liegen bei 15.000 Euro.“

Wohlgemerkt: BADEZIMMER…!

DAS FOTO oben mit Unterzeilen (Screenshot) dokumentiert das erwähnte WELT-Info (Vergrößerung durch Draufklicken).

Ein Journalistenkollege aus Berlin schrieb uns hierzu:

„Da hier auch die Marke „Duravit“ angegeben ist, habe ich mal dort nachgeschaut, wie teuer einzeln stehende Badewannen sind. Die kosten teils nur ein paar hundert Euro, eine sah ich allerdings auch mit rund 5000 Euro. Das war aber der höchste Preis.“

Mittlerweile hat auch das Wochenmagazin FOCUS (vgl. Artikel vom 11.10.) eingeräumt, daß sich die 15.000 € auf das Badezimmer beziehen: „Das luxuriös ausgestatte Bad  – inklusive freistehender Luxus-Badewanne mit Nackenstützen und Standfüßen  –  steht mit 15 000 Euro in der Liste, wie es heißt.“

Die Münchner „Abendzeitung“ (AZ) gibt jetzt ebenfalls zu: „15.000 Euro verschlang die Ausstattung des Luxus-Bades mit einer frei stehenden Badewanne mit Fußgestell und Nackenstütze.“

Wie der folgende LINK zeigt, kostet ein Standard-Bad ab 11.000 Euro, ein Kompakt-Bad ab 18.000 Euro  – das bischöfliche Badezimmer befindet sich somit dazwischen. Soll das Luxus sein? – Siehe hier: http://www.mein-badplaner.de/badplanung/kostenbeispiele/

Dieser Artikel ist (etwas gekürzt) auch in der JOURNALISTENWATCH veröffentlicht: http://journalistenwatch.com/cms/2013/10/14/15-000-euro-wie-aus-der-bischoeflichen-badewanne-flugs-ein-badezimmer-wird/

 


Recht auf Fairness und realitätsgetreue Berichterstattung auch für Tebartz-van Elst

Pressemitteilung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

In letzter Zeit überbieten sich die Medien, Bischof Tebartz-van Elst von Limburg mit Vorwürfen des verschwen­derischen Umgangs mit Geld an den öffentlichen Pranger zu stellen. Informanten für das finanzielle Desaster um den Neubau auf dem Limburger Domberg stammen offensichtlich aus dem Umkreis des Bischofs und seiner eige­nen Behörde.      

Aufhänger für die Kampagne ist die angebliche Kostenexplosion im Zuge der Baumaßnahmen. Dabei scheinen viele Medien jegliches Maß zu verlieren. Um den Bischof zu treffen, prangert man die Badewanne für angeblich 15.000 € an oder die Einbauschränke in der Bischofswohnung für 350.000 €. Hier scheinen einigen Medienma­chern die angehängten Nullen aus der Kontrolle geglitten zu sein. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Soweit ersichtlich, hat sich aber keine Zeitung und kein Fernsehsender jemals kritisch mit dem für 40 Mill. sanier­ten, aber hochgelobten Generalvikariat von Rottenburg-Stuttgart beschäftigt, mit der Villa von Kardinal Marx in Rom bzw. der millionenschweren Renovierung seines bischöflichen Palais oder auch mit der kostenträchtigen Feier von Kardinal Lehmann zu seiner Kardinalserhebung in der Rheingoldhalle zu Mainz.

Somit erweist sich der Vorwurf der „Verschwendungssucht“ gegen Bischof Tebartz als rein personbezogene Atta­cke. Die Kostenfrage für das Diözesanzentrum scheint nur vorgeschoben. Auf der Basis der kirchlichen Lehre da­gegen hätten sich gegen den habilitierten Theologen sicher keine Kritikpunkte ergeben.

Für Medien aller Art ist es ohnehin Erfolgversprechender, materielles und angeblich moralisches Fehlverhalten genüsslich auszuschlachten und auf dieser Basis den Rücktritt eines Bischofs zu fordern.

Doch wer hat schon dar­an gedacht, Politiker oder Manager mit dieser Messlatte zu messen, z.B. im Falle des Berliner Flughafens oder des Bahnhofbaus in Stuttgart? Aber nicht einmal auf diesem Gebiete bleiben die Medien – Ausnahmen zugestanden  –  der sachlichen Wahrheit verpflichtet.

So schreiben z.B. die “Ruhr-Nachrichten” vom 9. Okt. 2013:

„Die neue Resi­denz ist ein Ensemble aus alten und neuen Gebäuden. Das Kernstück, der Neubau mit Bischofswohnung und Kon­ferenzräumen, durfte nicht zu hoch werden. Also wurde nach unten gebaut, in einen felsigen Untergrund mit mit­telalterlichen Mauerresten und archäologischen Funden. In diesem Tiefgeschoss wird wohl ein Großteil der Sum­me im Wortsinne vergraben worden sein.“ – Also doch Denkmalschutzauflagen, obwohl dies bisher weitgehend in Frage gestellt wurde?

Der Baufehler geht somit auf Konto und zu Lasten derjenigen, die den Bau konzipiert ha­ben, vor Amtsantritt von Bischof Tebartz. Warum stehen sie jetzt nicht Rede und Antwort und müssen sich recht­fertigen?

Somit erweist sich die Kampagne gegen den Bischof als beispiellos unverhältnismäßig! Mit Hilfe der aus der Zeit der Vorgänger Kempf und Kamphaus etablierten modernistischen Diözesanfunktionäre – Priester wie Laien – be­treiben die Medien ein konzertiertes Mobbing gegen den Bischof wie weiland gegen Kardinal Groër in Wien, Bi­schof Krenn in St. Pölten oder Bischof Mixa von Augsburg, um nur einige zu nennen. Den Medien genehme Bis­tumsleiter fallen nie unter das Verdikt.

Der ZpV ist weit davon entfernt, Bischof Tebartz‘ Ungeschicklichkeiten in Auftreten und Verhalten seinem Bis­tum oder der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen oder zu entschuldigen.

Aber auch die Medien müssen sich an rechtsstaatliche Grundsätze halten. Es gilt die Unschuldsvermutung bis zur rechtskräftigen Verurteilung. Nie­mand darf mehr oder weniger verdeckt vorverurteilt werden. Jeder in die Kritik geratene Bürger hat das Recht auf faire Berichterstattung, auch ein Bischof.

Reinhard Dörner (Vorsitzender)
ZpV eV.
Estermannstr. 71, D-53117 Bonn
Fax 02563 905269
http://www.papsttreue-vereinigungen.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Causa Limburg: Landeskomitee der Katholiken in Bayern (LdK) kritisiert „Medienkampagne“

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern (LdK) unterstützt den Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst. Die Diskussion verlaufe völlig unangemessen, sagte der LdK-Vorsitzende Dr. Albert Schmid (siehe Foto) dem Bayerischen Rundfunk: „Hier wird ein moralischer Vorwurf erhoben, den kann ich nicht nachvollziehen.“ Schmid_Wuerzburg_2013_2

Dr. Schmid  –  er amtierte früher als SPD-Fraktionsvorsitzender von Bayern  –  erklärte, er halte den Limburger Bischof nach wie vor für tragbar. Außerdem teilte der LdK-Chef die Meinung des Präfekten der Glaubenskongregation im Vatikan, Erzbischof Gerhard L. Müller, wonach es sich bei der Diskussion über Bischof Tebartz-van Elst um eine unfaire „Medienkampagne“ handle.

Quelle: http://www.kreisbote.de/news/bayern/bayerns-katholiken-komitee-verteidigt-limburger-bischof-lby-3164302.html

Foto: http://www.landeskomitee.de/index.php/landeskomitee/geschaeftsleitung.html