LIMBURG: „Die Welt“ knöpft sich jetzt den Vermögensverwaltungsrat vor

Tim Röhn zur Heuchelei der selbsternannten „Opfer“ des Bischofs

Unter dem Titel „Limburger Vermögensverwaltungsrat ist scheinheilig“ ist die Frage nach der Mitverantwortung dieses Gremiums inzwischen auch in der Mainstream-Presse angekommen  –  heute zB. in der Berliner Tageszeitung DIE WELT (online).

Bislang wurden die drei feinen Herren dieses Rätegremiums, vor allem Jochen Riebel, in den Medien gerne als bedauernswerte Opfer des „betrügerischen“ Limburger Oberhirten präsentiert, vor allem vom „Spiegel“ und der „Frankfurter Allgemeinen“.

Wir haben diesem Unsinn bereits in mehreren Beiträgen widersprochen, z.B. hier.

In einem aufklärenden Artikel befaßt sich Tim Röhn in der WELT nun kritisch mit dieser Legendenbildung. Der Kommentar beginnt mit den Worten:

„Alle drei Mitglieder des Gremiums gerieren sich heute als Opfer von Betrügereien des Bischofs. Dabei handelt es sich um Fachleute, die früher hätten sehen müssen, was sich dort anbahnte.“

Jetzt wird die Frage gestellt, ob sich diese Herren, nämlich Theodor-Michael Lucas, Carl-Friedrich Leuschner und Jochen Riebel, „zu Recht als Opfer gerieren“:

„Sind sie tatsächlich einem betrügerischen Bischof aufgesessen und konnten nichts dagegen tun?“

Dazu meint der WELT-Redakteur, vielleicht auch angesichts jüngster Fakten über den frühen Informationsstand des Gremiums: „Das erscheint eher wie eine weltfremde Vorstellung.“

Der Autor fügt hinzu:

„Diese honorigen Männer haben nicht geahnt, was da auf dem Limburger Domberg entsteht? Haben sie ratlos mit den Schultern gezuckt, als der Bischof ihnen keine Haushaltspläne vorlegte und nichts von seinen Bauplänen erzählte? Haben Sie zwei bis vier Mal jährlich bei einer Tasse Kaffee zusammengesessen und sind zu dem Schluss gekommen: Na, da kann man wohl nichts machen? Heute wollen sie den Anschein erwecken, in diesem Fall ganz unwichtig gewesen zu sein.“

HIER geht es zum zitierten Artikel in der WELT: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article120917465/Limburger-Vermoegensverwaltungsrat-ist-scheinheilig.html

HIER ein interessanter OFFENER BRIEF an den BISCHOF: http://www.freiewelt.net/offener-dankes-brief-an-bischof-tebartz-van-elst-10013070/


2 Kommentare on “LIMBURG: „Die Welt“ knöpft sich jetzt den Vermögensverwaltungsrat vor”

  1. […] kürzlich in der Tageszeitung DIE WELT und im Wochenmagazin FOCUS bereits aus dem Rahmen fallende Beiträge erschienen sind, die einen […]

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  2. Marienzweig sagt:

    Kann es sein, dass sich zwar nicht gleich der Wind dreht, wohl aber ein laues Lüftchen in eine andere Richtung zu verspüren ist?
    Kann es ebenfalls sein, dass sich journalistische Selbstkritik regt?
    Beginnt man endlich zaghaft damit, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen?
    Das wäre sehr zu begrüßen!
    Schuld bleibt Schuld, aber man muss die Schuldanteile aller genauer in den Blick nehmen.

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