Gedenktafel in Köln: 60. Jahrestag der ersten Mission Israels in Deutschland

„Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“

Anläßlich des 60. Jahrestages der Eröffnung der ersten Mission des Staates Israel in Deutschland wurde am 15. Oktober eine Gedenktafel am Gebäude in der Ottostraße 85  –  dem Sitz der Synagogen-Gemeinde Köln  –  enthüllt.

Im Anschluß lud Oberbürgermeister Jürgen Roters zu einem Empfang ins Historische Rathaus der Stadt Köln ein.

Israels Botschafter a.D. Mordechay Lewy  –  ehem. Gesandter in Deutschland  –  erinnerte in einem Vortrag an die Meilensteine der Beziehung zwischen Köln und Israel.

Er begann mit den Worten: “Wir gedachten den Anfang einer wunderbaren Freundschaft, auch wenn die ersten Schritte traumatisch belastet waren. Seitdem haben sich die Beziehungen zu einem engen, ja intimen Verhältnis fortentwickelt.”

BILD: Gedenktafel am Gebäude der Ottostraße 85

Yakov Hadas-Handelsman, heutiger Botschafter des Staates Israel, Mordechay Lewy, Botschafter a.D., und Abraham Lehrer, Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln, trugen sich in das Gästebuch der Stadt Köln ein.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Diskussionsrunde („Town Hall Meeting“) zwischen Oberbürgermeister Jürgen Roters, dem Gesandten der israelischen Botschaft, Emmanuel Nahshon, sowie Kölner Schülern, die an einem Austauschprogramm zwischen den Partnerstädten Köln und Tel Aviv-Yafo teilnehmen.

BILD: Botschafter Hadas-Handelsman trägt sich ins Gästebuch der Stadt Köln ein

Köln ist Sitz der ältesten, schriftlich dokumentierten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen und war Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Sitz wichtiger zionistischer Organisationen.

KÖLN: älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman unterstrich an diesem Tag voller Begegnungen die Einzigartigkeit der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel:

„Gerade in Köln manifestiert sich diese enge Beziehung zwischen unseren beiden Staaten. Es besteht ein enger Austausch im Bereich der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Tel Aviv-Yafo, aber auch in anderen Bereichen wie Kultur und Jugendaustausch kommen viele Kölner und Israelis zusammen.“

Die Städtepartnerschaft wurde 1979 offiziell geschlossen, aber schon 1960 reisten unter schwierigen Bedingungen die ersten Schüler aus Köln zu einem Jugendaustausch nach Israel.

BILD v.l.n.r. Oberbürgermeister Jürgen Roters, Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, Abraham Lehrer 

Kölns Oberbürgermeister Roters hob hervor, daß viele der Grundsteine für die heutigen guten Beziehungen in Köln gelegt wurden. Die Kölner Stadtgeschichte ist für ihn wie ein Spiegelbild der wechselvollen Historie zwischen Christen und Juden sowie Israelis und Deutschen:

„Die Geschichte trennt nicht, sondern verbindet“

„Die Geschichte zwischen unseren beiden Völkern ist nicht Vergangenheit. Sie bleibt Gegenwart. Sie trennt nicht, sondern verbindet uns.

Wenn wir heute mit der Enthüllung einer Gedenktafel an die Einrichtung der ersten Mission des wenige Jahre zuvor gegründeten Staates Israel erinnern, blicken wir nicht nur zurück, sondern verabreden uns auf die vor uns liegende gemeinsame Zukunft, in der das Existenzrecht des Staates Israel in der internationalen Völkergemeinschaft hoffentlich bald so selbstverständlich sein wird wie das Existenzrecht jedes anderen Mitglieds der Vereinten Nationen.“

Er fuhr fort, dass es “fast an ein Wunder grenzt, dass Israel nach all den Schrecken die Hand als Zeichen der Versöhnung ausgestreckt hat. Wir haben die Hand ergriffen, haben die Hand festgehalten und werden sie auch weiterhin festhalten.”

2015 wird sich die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zum 50. Mal jähren.

Doch schon wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Shoa stimmten die Regierungen beider Länder darin überein, dass nur die bilaterale Kooperation zu einer gemeinsamen Zukunft führen kann.

Das Resultat war die Eröffnung der Israelischen Mission in Köln im Jahr 1953 unter Leitung von Felix Shinnar. Seine diplomatische Mission: die Wiederaufnahme und Aufrechterhaltung eines produktiven Dialogs mit der deutschen Regierung.

Quellen: Botschaft des Staates Israel / Stadt Köln

Fotos: Y. Shermayahu


Bioethik-Seminar der Jungen CDL und der JfdL vom 31.10. bis 2.11.2013

„Wie steht es um die Menschenwürde in Deutschland und Europa?“  –  Dieser Frage soll bei einem Seminar der Jungen CDL (Christdemokraten für das Leben) in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der deutschen JfdL (Jugend für das Leben) vom 31. Oktober bis 2. November im Bildungszentrum Schloß Eichholz in Wesseling bei Bonn nachgegangen werden. km4

Die Veranstalter stellen in dem Seminar „Akademie Bioethik“, das sich an 18- bis 35-Jährige richtet, aktuelle Gesetze und technische Möglichkeiten juristisch und ethisch auf den Prüfstand.

BILD: Ecclesia-POSTER des KOMM-MIT-Jugend-Verlags in Münster: Vergrößerung durch Draufklicken!

Die Organisatoren erklären den Themenkreis des Seminars:

„Das deutsche Recht in Sachen Biotechnologie und Lebensschutz wurde lange als Vorbild und ethischer Goldstandard im internationalen Vergleich gerühmt. Doch ist dies noch so?

Wie steht es um die Bioethik in unserem Land nach Stichtagsverschiebung, Zulassung der PID, Liberalisierung von Organspende, Einführung des Trisomie-Bluttest und der Diskussion um assistierten Suizid (Selbstmord)?

Zunehmend gerät aktuelle Gesetzgebung mit der Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes in Konflikt. Mit immer neuen technischen Möglichkeiten wachsen die Bereiche, in denen menschliches Leben selektiert oder zu Forschungszwecken oder im Namen einer „Ethik des Heilens“ zerstört wird. Eine solide ethische und juristische (Neu-)Bewertung ist nötig.“

Die Akademie Bioethik, die zum vierten Mal stattfindet, will die deutsche und europäische Situation in Sachen Bioethik und Menschenwürde auf den Prüfstand stellen.

Mit ausgewiesenen Experten klären die Veranstalter medizinische, juristische und philosophische Aspekte der Bioethik und gehen grundsätzlichen Gerechtigkeitsfragen nach. Das Seminar ist ein Intensivtraining für Interessierte aller akademischen Richtungen, die sich eine solide Meinung zu den brisantesten bioethischen Fragen bilden wollen.  

Mitveranstalter:
CDL – Christdemokraten für das Leben
Schlesienstr. 20 in 48167 Münster
Tel.: 0251 / 6 28 51 60  –  Fax: 0251 / 6 28 51 63
info@cdl-online.de
www.cdl-online.de

München: Iglauer Singkreis tanzt, singt und musiziert am 19. Oktober

Am Samstag, den 19. Oktober, beginnt um 18 Uhr das Kulturforum im Sudetendeutschen Haus (Hochstraße 8, München)

Das Konzert 2011_10_22_Iglauer steht unter dem Leitwort: „Was singt in Gottes schöner Welt“

Saalöffnung 17 Uhr, Kaffee- und Kuchenbuffet

Eintritt frei

Veranstalter: Heimatpflege der Sudetendeutschenin Zusammenarbeit mit dem Sudetendeutschen Musikinstitut 

Mit Unterstützung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert-Stifter-Verein 

Sudetendeutsche Landsmannschaft, Hochstraße 8 in 81669 München
 www.sudeten.de

Berliner CDU kritisiert Sitzblockaden von Flüchtlingen: „Unerträgliches Verhalten“

Pressemitteilung der Berliner CDU:

Der Friedrichshain-Kreuzberger CDU-Abgeordnete Kurt WANSNER erklärt:

„Die gestrige Sitzblockade von Flüchtlingen des Protestcamps am Oranienplatz auf der Oranienstraße geht zu weit. Den Verkehr dieser vielbefahrenen Straße des Bezirks zu stören, ist ein unerträgliches Verhalten, welches nicht zu akzeptieren ist.

Den Anwohnern des Oranienplatzes ist es nicht mehr zuzumuten, dass nun auch noch künstliche Staus vor ihrer Haustür provoziert werden. Gesetze und Regeln gelten für alle, die sich in Deutschland aufhalten. Wenn Menschen, die unseren Schutz suchen, diese Regeln übertreten, ist ein Maß erreicht, dass man nicht mit falsch verstandener Toleranz hinnehmen muss.

Und es ist eben falsch verstandene Toleranz, wenn das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg dieses Flüchtlingscamp über Monate hinweg ohne Genehmigung duldet und Übergriffe, Beschwerden und fragwürdige hygienische Zustände ignoriert.

Dass es nun zu solch fragwürdigen Aktionen kommt, ist die unmittelbare Folge des Wegduckens des grünen Bezirksamtes. Dieses muss sich auch alle weiteren Folgen zuschreiben lassen.“

CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin
Preußischer Landtag | 10111 Berlin
Internet: http://www.cdu-fraktion.berlin.de

Auf der Rangliste der Pressefreiheit liegt die Türkei weit hinter dem Kongo

Von Michael Leh

Journalisten werden in der Türkei bedroht, an ihrer Arbeit gehindert, entlassen, wegen Kritik an der Regierung mit Gerichtsverfahren überzogen und eingesperrt.

Auf ihrer „Rangliste der Pressefreiheit 2013“ von 179 Staaten führt die von Journalisten gegründete Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) die Türkei auf Platz 154, elf Plätze hinter dem Kongo und vor Swasiland.

Bei einem Gespräch mit ROG in Berlin berichtete der türkische Journalist Ismail Saymaz über die Lage in seinem Land. Foto Leh - ROG Türkei Foto 1

BILD: Der türkische Journalist Ismail Saymaz bei „Reporter ohne Grenzen“ in Berlin.  –  Links: Dolmetscherin Elif Camyar (Foto: M. Leh)    

Ismail Saymaz (33 J.) arbeitet für die linksliberale türkische Zeitung „Radikal“. Er hat Bücher über den Mord an drei Mitarbeitern eines christlichen Verlages in der Türkei im Jahr 2007 sowie über den Ergenekon-Geheimbund veröffentlicht. 

Der Name „Ergenekon“ geht zurück auf eine nationalistische Legende, derzufolge eine Wölfin den Stamm der Ur-Türken in einem sagenhaften Tal namens Ergenekon gerettet haben soll. „Ergenekon“ soll sich ein Verschwörerzirkel genannt haben, der den Sturz der islamisch-konservativen AKP-Regierung von  Ministerpräsident Recip Tayyib Erdogan geplant habe.

Wegen angeblicher Putschpläne wurden bereits letztes Jahr im „Vorschlaghammer-Prozess“ in einem dubiosen Mammutverfahren 330 Generäle und hohe Offiziere zu langen Haftstrafen verurteilt.

Harte Strafen für kritische Journalisten

Im August dieses Jahres wurden gegen weitere 254 Angeklagte im Ergenekon-Prozess hohe Freiheitsstrafen verhängt, unter ihnen Professoren, Politiker und viele regierungskritische Journalisten.

Der Prozess wurde auch dazu benutzt, einfach Kritiker der Erdogan-Regierung auszuschalten. Neben vielen anderen wurden folgende Journalisten verurteilt:

Der Chefredakteur des Fernsehsenders „Ulusal TV“, Adnan Türkkan, erhielt zehneinhalb Jahre Haft.

Der Herausgeber der Zeitung „Aydinlik“, Mehmet Sabuncu, muss sechs Jahre ins Gefängnis.

Hilkmet Cicek von „Aydlinik“ wurde zu über 21 Jahren Haft verurteilt.
Die Journalisten Vedat Yenener und Serhan Bolluk zu je siebeneinhalb Jahren.
Der Fernsehjournalist Turan Özlu bekam neun Jahre,
der Kolumnist Güler Kömürcü Öztürk sieben Jahre.
Der Redakteur Deniz Yildrim wurde zu über 16 Jahren Haft verurteilt.
Mehmet Haberal vom Sender „Baskent TV“ muss zwölfeinhalb Jahre hinter Gitter.
Der Journalist Tuncay Özkan bekam lebenslänglich.
Mustafa Balbay, früherer Kolumnist der Zeitung Cumhuriyet und Abgeordneter der Republikanischen Volkspartei CHP, wurde zu 34 Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Wegen seiner kritischen Beiträge über den zwielichtigen Prozess wurde auch Ismail Saymaz mit 20 Strafverfahren überzogen. Die für ihn geforderten Strafen hätten sich auf fast hundert Jahre addiert. Doch wurde er immer freigesprochen.  Mustafa Balbaya Foto 1 Schnitt

BILD: Der Journalist und Politiker Mustafa Balbay (links) wird von den Bundestagsabgeordneten Steffen Lemme, SPD, (Bildmitte)  –  und von Memet Kilic (Die Grünen) im Istanbuler Gefängnis besucht . (Foto: Büro Memet Kilic)

Saymaz schilderte aus seiner persönlichen Kenntnis heraus willkürliches oder politisch motiviertes Vorgehen der türkischen Justiz. Dabei gewann man einen Einblick in kafkaeske Verhältnisse. Saymaz hatte mehrfach auch über den Fall des Studenten Ali Ismail Korkmaz geschrieben. Dieser wurde im Juni bei den Gezi-Park-Protesten nach bisherigen Erkenntnissen auch von Polizisten in Zivil zu Tode geprügelt.

Saymaz wurde wegen seiner Artikel durch den  anatolischen Gouverneur Azim Tuna direkt unter Druck gesetzt. Tuna beschimpfte ihn und schrieb in einer Email: „Wir werden uns noch wiedersehen.“  –  Überraschend erhielt Saymaz danach Rückendeckung von Innenminister Muammer Güler.

Nach Angaben des New Yorker „Komitees zum Schutz von Journalisten“  waren bis Anfang August mindestens 61 türkische Reporter in direktem Zusammenhang mit ihrer journalistischen Arbeit inhaftiert. Das Komitee nennt die Türkei „das weltweit größte Gefängnis für Journalisten“.

Ein Bericht von Amnesty International über die Gezi-Park-Proteste nennt Namen von durch die Polizei misshandelten Journalisten. Auch ausländische Medienvertreter waren gezielten Attacken und Drohungen ausgesetzt. Ein Bürgermeister Istanbuls, Ibrahim Gökcek, startete eine Twitter-Kampagne gegen einen BBC-Journalisten.

Nach Angaben des Türkischen Journalistenverbandes haben wegen ihrer kritischen Beiträge über die Proteste in Istanbul mindestens 72 Journalisten ihre Arbeit verloren, darunter bekannte Autoren wie Yavuz Baydar (ihm wurde unter anderem ein kritischer Beitrag in der New York Times vorgeworfen) oder Can Dündar von der Zeitung „Milliyet“.

Die Fernsehsender sind weitgehend in der Hand der Regierung. Statt über die Massenproteste in Istanbul zu berichten, strahlte der Sender CNN Türk eine Dokumentation über Pinguine aus. Die Demonstranten nannten darob die regierungskonformen Fernsehanstalten „Pinguinsender“. Es herrscht starke Selbstzensur.

Bereits im Januar wurde die Soziologin und Feministin Pinar Selek in Abwesenheit zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Auch dieses groteske Urteil – eines von vielen –  hielt Außenminister Guido Westerwelle nicht davon ab, im Mai in einem Beitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ der Türkei eine „funktionierende pluralistische Demokratie“ zu attestieren.

Die Türkei habe, so Westerwelle, „einen weitreichenden Reformprozess eingeleitet, den sie engagiert fortsetzt“.   –  Deshalb wolle er dem EU-Beitrittsprozess „frischen Schwung geben.“  –   Kaum einen Monat später begannen die Unruhen in Istanbul.

Erstveröffentlichung des Beitrags in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ vom 12. Oktober 2013


Realsatire: Islamisten werfen Israel Spionage auf Adlersflügeln vor…

Der Hisbollah-TV-Sender Al Manar behauptet, im Libanon sei ein Adler aus Israel gefangen worden, der zu Spionagezwecken genutzt werde. Der TV-Sender veröffentlichte Bilder des Federviehs mit angeblicher Spionageausrüstung und einer Ring-Inschrift „Israel“. accumulator_default_img

Laut israelischer Natur- und Parkbehörde dienen die implantierten Transmitter jedoch lediglich Ornitologen zur Beobachtung von Flugrouten.

In diesem Fall handelt es sich um einen Adler, der in einem südisraelischen Vogelzentrum aufgezogen wurde und vor zwei Jahren in die Wildnis entlassen worden ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass klar gekennzeichnete Vögel aus Israel in dieser Weise verdächtigt werden. Letzten Juni behaupteten türkische Beamte laut der Zeitung „Hurriyet“, man habe einen „Überläufer-Vogel“ in der Provinz Elazığ gefangen.

Schlagzeilen macht auch der im August zunächst aufgegriffene Storch, der dann  –  als unschuldig befunden  –   wieder freigelassen und letztendlich von Anwohnern gebraten wurde.

Quelle: http://www.israel-heute.de


Mathias v. Gersdorff zur Causa Limburg: „Die FAZ wird nicht ungeschoren davonkommen.“

„Investiturstreit im 21. Jahrhundert“

In diversen Artikel hat die FAZ immer wieder den Vorwurf abgewiesen, gegen den Limburger Bischof werde eine „Medienkampagne“ inszeniert.

Nun: die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ vom 13. Oktober widmete diesem Thema ihren Aufmacher auf der ersten Seite  –  sowie komplett die Seiten 2, 3, 4 und die dritte Seite im Lokalteil.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Aufgrund der Buchmesse beherbergte ich etliche ausländische Gäste. Sie fragten mich, wieso eine überregionale Zeitung einem Lokalthema so viel Platz widmet.

Ich musste ihnen zustimmen: Das Ausmaß der Berichterstattung über die Kosten des Baus des Limburger Diözesanzentrums übersteigt jedes vernünftige Maß.

Wenn hier keine Kampagne stattfindet, existieren überhaupt keine Medienkampagnen.

Offensichtlich wollen manche Redaktionen die Vorgänge rund um den Limburger Bischof maßgeblich beeinflussen. Eine Art „Investiturstreit im 21. Jahrhundert“.

Daniel Deckers schreibt am 17. Oktober 2013 im kleinen Kommentar der FAZ auf Seite 8: Die Gefahr sei nicht gering zu schätzen, dass der lawinenartige Furor ob des Missbrauchs von Freiheit viel Sinnvolles unter sich begrübe.

Da kann man nur lachen. Daniel Deckers und andere in der FAZ sind verantwortlich für das Kesseltreiben, das zur Zeit gegen Bischof Tebartz-van-Elst veranstaltet wird.

Es ist abstoßend, ansehen zu müssen, mit welcher Verbissenheit man versucht, einen Menschen dermaßen fertig zu machen.

Die FAZ wird nicht ungeschoren davonkommen.

MATHIAS VON GERSDORFF ist katholischer Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt